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Gesundheitsreform. Es ist Zeit sich zu wehren !!!
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Thommy
Rang: Gastam 30.03.2006 13:34:22
Hallo liebes Forum,
die Nachrichten haben mal wieder bestätigt, was wir alle schon geahnt haben.
Die Gesundheitsreform steigert die Ausgaben.
Tausende gehen auf die Strasse. Metaller streiken für mehr Lohn, Ärzte in Krankenhäusern fordern eine Anpassung. Überall liest man von Streiks und dem Unmut der Deutschen.
Nun sollen die Praxisgebühren verdoppelt werden. Zusätzlich sollen die Zuzahlungen nahezu verdoppelt werden. Gerade für uns Chroniker ein gravierender Einschnitt. Doch wo sind all die, die davon betroffen sind? Gehen brav zur Arbeit und jammern über unsere Politik. Wann stehen wir auf und wehren uns dagegen?
Ist der Deutsche denn zu feige, offen seinen Unmut zu zeigen? Warten wir alle nur auf den besten Tag, um endlich aufzuwachen. Oder hoffen wir, das sich alles zum Guten wendet?
Politiker sind von der neuen Regelung nicht betroffen. Denn die zahlen keine Praxisgebühr und bekommen 100% Zuzahlung zu Zahnersatz und vielen anderen Leistungen, für die wir, die Bürger, deren Steuergelder verprasst werden, tief in die Tasche greifen müssen.
Wann fangen wir an, uns gegen diese Politik und Verschwendungsstrategie zu wehren? Oder wollen wir einfach alles hinnehmen, in der Hoffnung das der Andere für uns ins Feuer springt? Alleine wir Diabetiker sind eine Gemeinschaft von mehr als 6 Millionen. Somit sind wir eine starke Truppe. Denn wie es im Bundeswerbespot heisst:
DU BIST DEUTSCHLAND
Aber wo sind wir denn nun? Warten wir noch länger, oder fangen wir endlich an uns zu wehren?
LG
Thommy -
Diawolf
Rang: Gastam 30.03.2006 14:53:54
Hallo,
Thommy, ich kann Dir nur beipflichten -auch mich nervt das hier allmählich ganz schön.
Immer wieder wird das Volk vor`s Loch geschoben, dabei weiß ja jeder, daß es daran nicht liegt.
Die Ursachen sind bei den nimmersatten Pharmakonzernen sowie der ständig wachsenden Arbeitslosenzahl zu suchen und zu finden.
Von dieser ständig verbesserten ärztlichen Versorgung, die die Schmidten immer wieder herbeiredet, ist aus meiner Sicht nichts zu spüren. Wir bezahlen ja schon ungeheure Summen für Leistungen, die vor ein paar Jahren noch die Kasse getragen hat und darüber hinaus das Eintrittsgeld und Grüne Rezepte für notwendige! Medikamente.
Warum geht keiner auf die Straße?
Es fehlt einfach der Organisator, jeder hat
eine gewisse Angst davor, etwas zu organisieren und damit die Verantwortung zu einem Großteil auch übernehmen zu müssen.
Oder einfach die Frage : "Wie macht man sowas"?
Ich wünsche mir, es wäre wie in Frankreich
( natürlich ohne den Gewaltaspekt) - die lassen sich nicht einfach unterbuttern von diesen weltfremden, abgehobenen Typen.
M.f.G. von Diawolf -
Thommy
Rang: Gastam 30.03.2006 14:57:13
Hier noch ein Nachtrag
Schreibt an die Patientenbeauftragte des Bundes, Frau Kühn-Mengel; eine Email. Zeigt das auch Ihr nicht immer nur hinnehmen wollt. Sondern wehrt Euch endlich dagegen.
www.patientenbeauftragte.de
LG
Thommy -
Jeyz
Rang: Gastam 30.03.2006 15:34:14
Wird echt Zeit das wir uns nen Vorbild an den Franzosen nehmen. Will mich auch mal mir "Polizisten" prügeln.
Lasst die Autos brennen ! von Jeyz -
Reiner
Rang: Gastam 30.03.2006 17:26:48
Jeyz .
Ich geh mal davon aus das Du hier ein Spaß gemacht hast , ansonsten kannste ja bei Deinem Auto anfangen (falls vorhanden ). von Reiner -
Thommy
Rang: Gastam 31.03.2006 20:51:15
Hallo Diawolf,
wie man sich wehren kann, habe ich hier ja schon erwähnt. Manche sehen das falsch und glauben Gewalt wäre der Weg. Davon halte ich nichts und distanziere mich ganz klar davon.
Aber wie man sieht, die meisten halten wie immer ihre Klappe und jammern still und leise in ihrem Kämmerlein. Nur gut das von solchen Menschen nicht erwartet wird, Ihr Rückgrat zu zeigen. In Deutschland ist es einfach nicht möglich, gemeinsam, für die gleichen Interessen einzustehen.
Alle warten wieder mal auf den Leithammel, der sie an die Hand nimmt und führt. Eines Tages werden diese Menschen auch wach. Doch dann kämpft niemand mehr für deren Interessen. Sie haben es auch nie getan.
Stimmt einen schon recht nachdenklich, wie feige das eigene Land ist. Und wie wenig Zusammenhalt es unter den Menschen gibt. Jeder ist sich selbst der Nächste. Und das sind dann diese Menschen die jammern und sagen warum habt IHR nichts getan? Aber IHR sind doch WIR.
LG
Thommy -
Sabrina
Rang: Gastam 03.04.2006 15:39:23
Ja, ihr habt recht. Unverschämtheit! Gängelung, Maßregelungen, Verarschung! Es wird zeit, sonst brummen die uns immer mehr auf! von Sabrina -
Thommy
Rang: Gastam 06.04.2006 14:38:10
Hallo Ihr Lieben,
heute war ich bei meinem Diabetologen. Ich wurde begrüsst mit einem Kugelschreiber und den Worten. Es hat sich was geändert.
Und wie sich was geändert hat. Ich bekam postum einen DIN A4 grossen Zettel, gleich ausgefüllt mit meinen Daten der Versicherungskarte. Das NEUE DMP TYP 1. Druckfrisch zu meinen Händen. Bitte lesen Sie das gut durch und unterschreiben Sie da unten.
Und das sind die knallharten ungeschimkten Fakten.
DMP Typ1:
Es ist freiwillig. Du musst also nicht daran teilnehmen.
Solltest Du mal den Arzt wechseln, so verfällt das DMP und du kannst dich erneut einschreiben.
Mit der Unterschrift willigst Du ein, das die erhobenen Daten auch genutzt werden dürfen. Diese gehen zu einer Datenstelle( welche das wohl ist ?!? ) die dann die Daten verwertet.
Weiter werden die Daten pseudonymisiert an die gemeinsame Stelle für Qualitätssicherung der medizinischen Versorgung gesendet. ( Willkommen bei Herrn Sawicki ) Die Folgen einer solchen Datensammelei kennen wir ja aus der Diskussion um die Insulinanalogon für Typ2er.
Der Arzt unseres Vertrauens sendet regelmäßig seinen Bericht an diese Stellen. Somit steht der Krankenkasse die Tür zu unserem Leben offen. Empfohlene Richtungen werden konkretisiert und enden früher oder später in der Verschreibung von günstigsten Medikamenten. Ohne Frage nach dem Einzelnutzen für den Patienten.
Die Wahl der Ärzte, wenn Du mal unsicher bist, was Füße oder Nieren oder oder angeht, erfolgt nach der Einschätzung des behandelnden Arztes. Wenn dieser der Meinung ist, Du brauchst das nicht, bleibt Dir, bei eigener gegenteiliger Meinung nur der Ausstieg aus dem DMP.
Gehst Du nicht zu ein oder 2 Schulungen, entfällt die Teilnahme.
Unterschreibst Du nicht, so hat das keine Auswirkungen auf die medizinische Versorgung. HALT !!!!!
Denn wenn Du nicht unterschreibst, kann der Diadoc die Teilnahme an Schulungen und anderen Programmen nicht mehr abrechnen. Also ergibt sich daraus schon ein Nachteil für den Nicht-Teilnehmer.
Willkommen in der Zukunft.
LG
Thommy
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thomas2002
Rang: Gastam 06.04.2006 16:30:02
afaik werden die dmp's auf länderebene vereinbart, nrw hat da wohl schon eine zeitlang soetwas, andere kommen wohl erst später. wer interesse hat, sollte seinen arzt fragen, wass er davon hält. von thomas2002 -
Dido
Rang: Gastam 07.04.2006 16:14:16
Und hast du das jetzt unterschrieben. Komme aus Niedersachsen, habe davon noch nie was gehört. Hat es auch Vorteile für mich persönlich?
Würde mich freuen, wenn du oder wer anderes das erklären kann, was das überhaupt ist?????????
Danke im voraus