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  • tina

    Rang: Gast
    am 22.01.2006 15:43:29
    hallo ich schreibe zur zeit an eine facharbeit über alltagsprobleme eines typ 1 diabetikers
    ich würde mich freuen wenn ich bezüglich dieses themas einige informationen bekommen könnte
    von tina
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 23.01.2006 22:48:04
    Alltagsprobleme:
    Katheterwechsel morgens, klappt nicht, dauert zulange, Katzen verschleppen das Zubehör..
    BE-freie Getränke sind kaum zu kaufen, BE-arme Kost auch selten zu finden.
    Blurzuckermessung im Winter an der Bushaltestelle, Finger zu kalt, Messgerät friert auch, Utensilien fallen runter.
    Im Sommer mag das Messgerät manchmal auch nicht, ist es dunkel kann man die Werte schlecht ablesen, bzw. das Blut am Finger kaum finden.
    Korrektur mit Insulinspritze im Bus, aua, Busfahrt wackelig, Leute gucken blöd.
    Unterzuckerungen sind der absolute Horror, wenn man so unterzuckert, dass man kaum in der Lage ist den Traubenzucker auszupacken, niemand hilft, im Bus kein Sitzplatz, wackelige Beine, kein Platz zum Essen, klappt alles nicht, Leute reagieren ignorant oder schauen blöd. Richtig spaßig wenn man dann noch voll bepackt ist und nichtmal eine Hand frei hat.
    Insulimpumpe, Katherschlauch bleibt oft irgendwo hängen oder man rammt sich die Stahlkanüle ins Gewebe wenn irgendwer einen anrempelt, tut ziemlich weh.
    Auf Arbeit hat man oft nicht die Zeit zu messe, zu essen, dann kommt es zu Problemen wenn die Unterzuckerungswahrnehmung schlecht ist oder die Werte hoch sind.

    Spezielles Problem Insulinallergie, brauche Schweineinsulin, das ist nur per Bestellung, Import aus dem Ausland erhältlich, im Notfall ist das schlecht, Apotheke hatte auch schon falsches Insulin bestellt, hätte schief gehen können. Man muss dann noch darum kämpfen, dass die Kassen das importierte Insulin bezahlen, es reicht nicht, dass man oft genug auf der 1. Hilfe sitzt..
    Oft genug schwanken die Werte extrem, morgens essen ist nicht drin weil die Insulinwirkung stark verzögert ist (Unverträglichkeit, bzw. Insulinantikörper). Dann folgen unberechenbare Werte, Unterzuckerungen, Überzuckerungen, also lässt man das Essen bis nachmittags einfach sein, abends ist essen auch nicht drin weil dann die Kohlehydrataufnahme langsamer ist und man nicht weiß wieviel, bzw. mehr Insulin benötigt wird und dann die Morgenwerte sehr hoch oder sehr niedrig sein können.

    Ätzend?
    Keine andere Wahl...

    Grüße, Daniela