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autoantikörper gegen insulin!!!

  • die lis

    Rang: Gast
    am 13.01.2006 13:22:49
    Moin!

    ich wollt mal fragn, ob hier jemand erfahrungen mit dem auftreten von autoantikörpern gegen das insulin hat.
    ich weiß nur, dass der normalwert bei unter 110 liegt und ich momentan n wert von 7000 habe! ich bin typ 1 diabetikerin, 16 jahre alt und habe seit ca. 2 jahren diabetes!

    meine frage nun lautet, was das für konsequenzen hat, ob man da irgendwie dann schnell allergisch werden kann, ob man einfach nur mehr insulin braucht etc.
    und ob ich mir da jetzt ernsthaft sorgen machen muss oder nich...

    greetz die lis
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 13.01.2006 14:06:40
    Hallo die Lis.

    Ist Dein Beitrag ein Fake?
    Erlaubst Du Dir einen schlechten Scherz, um uns zu testen?

    Wenn Du wirklich seit 2 Jahren Typ 1 bist, dann wirst Du ganz sicher innerhalb dieser 2 Jahre irgendwo eine Schulung mitgemacht haben. Wenn Du eine Schulung mitgemacht hast, dann weißt Du, dass Du bei einem Wert um 7000 hier in diesem Forum nicht mehr schreiben könntest - stattdessen fragst Du, ob Du nur ein bisschen mehr Insulin brauchst oder Dir Sorgen machen müßtest?!

    Wenn Du wirklich seit 2 Jahren Typ 1 bist, wieso erschöpft sich Dein Wissen um den Diabetes darin, dass der Normalwert bei unter 110 liegen sollte? Wo ist Dein wissen um Normalwerte nüchtern, Normalwerte nach den Mahlzeiten usw.?

    Und ganz wichtig: Wo ist Dein Wissen um Ketoacidose bei Werten um 7000 (oder 700, falls es ein Schreibfehler war)?

    Gruß,
    Lovely
  • Zuckermeier

    Rang: Gast
    am 13.01.2006 16:54:28
    Hallo!

    Ist doch immer wieder interessant, wenn jemand Autoantikörper gegen Insulin hat!


    Viele Grüße
    Zuckermeier
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 13.01.2006 22:07:06
    Also, Autoantikörper treten eigentlich meist nach Einstellung mit Insulin auf, Dein Titer ist ziemlich hoch und nach 2 Jahren sollten die eigentlich wieder verschwunden sein. Welches Insulin verwendest Du?
    Es kann sein, dass Humaninsulin dann verspätet oder nicht richtig wirkt, dann müsstest Du Schweineinsulin verwenden, da treten die IAA/IAK nicht auf.
    Wenn Du sonst keine Probleme hast, auch keine Beschwerden, denke ich, dass es keine Probleme bereitet. Die Antikörper bilden mit dem Insulin einen Immunkomplex, der wird dann im Normalfall aus dem Körper ausgeleitet, schafft Dein Körper das nicht, lagern die Immunkomplexe sich in Gelenken und/oder Gefäßen ab und es kommt zu vaskulitischen, rheumatischen Beschwerden. Dieser Zustand ich ungesund und sollte behoben werden, denn Vaskulitiden sind genauso eine Ursache für Herzerkrankungen wie Diabetes mellitus. Du kann zur Abklärugn zirkulierende Immunkomplexe und spezifsiche IgG durch die Uniklinik Gießen bestimmen lassen, dann hast Du mehr Gewissheit, dass Du damit keine Probleme hast, wenn diese Untersuchungen negativ ausfallen - wenn sie positiv ausfallen muss eine Therapieumstellung, Optimierung der Therapie durch Umstellung des Insulins oder Nutzung diverser Therapeutika erfolgen, Du bist ja noch jung und Rheuma brauchste auch noch nicht zu haben...

    Die Sache mit der Allergie ist fragwürdig, ich hatte das Pech, dass sich daraus eine extreme Allergie entwickelt hat, man hatte mich zu lange mit Insulinen therapiert, wo ich Autoantikörper drauf gebildet und allergisch auf diverse Zusatzstoffe reagiert habe. Das Ganze hat sich zu einem Selbstläufer entwickelt. Die Anwesenheit von Autoantikörpern ist aber erstmal keine Ursache für eine Insulinallergie!!!

    @Zuckermeier: Was soll denn diese Antwort?
    Insulinautoantikörper sind mitunter recht problematisch, alleine schon wegen der Insulinunwirksamkeit, die temporär auftritt..
    von Daniela
  • Zuckermeier

    Rang: Gast
    am 13.01.2006 22:29:54
    Hallo Daniela!

    Um Mißverständnissen vorzubeugen möchte ich sagen, daß es nicht zynisch gemeint war.

    Ich bin ja selbst betroffen und habe die rheumatischen Beschwerden und ich weiß auch sehr gut, wie schwierig es ist, sich mit Ärzten auseinanderzusetzen.


    Zuckermeier
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 14.01.2006 11:55:14
    Hi,

    hat man bei Dir man zitkulierende Immunkomplexe untersucht?
    Es kann nämlich sein, dass das Insulin sich in den Gelenken ablagert..

    Grüße, Daniela
  • Zuckermeier

    Rang: Gast
    am 15.01.2006 16:30:17
    Hallo Daniela!

    Welcher Arzt sollte das wohl untersuchen?

    Es gibt nämlich gar keine Gelenkbeschwerden durch Insulin, weil man das ja schließlich noch nie gesehen hat. Aus der Sicht des Diabetologen kann es das gar nicht geben und Orthopäden kennen sich so gut aus, daß sie das ganz genau wissen.

    Außerdem würde die Krankenkasse bei so einer Untersuchung nachfragen und dann müßte man es begründen und das kostet zu viel Zeit.


    Zuckermeier

  • die lis

    Rang: Gast
    am 15.01.2006 19:09:48
    @ lovely: erstmal möcht ich dir sagen, das mein beitrag absolut kein fake war und ichs echt nicht gut finde, dass du das so ins lächerliche gezogen hast! ich hab in meiner verwandtschaft noch n paar andere diabetiker & meiner meinung nach weiß ich auch recht gut über die krankheit bescheid!

    mich hats selber geschockt, als ich den brief vom krankenhaus bekommen habe, in dem dies stand. ich hab daraufhin mich im krankenhaus sofort telefonisch informieren lassen, und diese haben mir gesagt, dass ich mir momentan noch keine sorgen machen muss und ich noch nicht allergisch reagiere!

    hier im forum wollte ich jetzt halt nur mal fragen, ob jemand damit erfahrungen hat etc.
    von die lis
  • die lis

    Rang: Gast
    am 15.01.2006 19:15:22
    ich benutze übrigens humalog.

    was kann man denn konkret dagegen machen, um die antikörper wegzubekommen, bzw. ne allergie zu vermeiden?!
    reicht da es einfach,wenn ich auf schweineinsulin umsteige? ich bin mir halt nicht sicher,ob ich dies vertrage, da meine tante auch typ 1 diabetikerin ist und allergisch dagegen war!

    ich weiß im moment halt nich wirklich, was ich machen soll!!!! von die lis
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 15.01.2006 23:21:52
    Hallo die lis.

    Ok, Dein Beitrag war kein Fake, sorry, es hörte sich wirklich so an.

    Frage:
    Weswegen hat man einen Test für Antikörper durchgeführt? Was war der Anlaß?

    Wie hoch ist Dein Korrektur-Faktor?

    Wieviel Einheiten korrigierst Du bei einem Wert von 7000?

    Wurde Keton überprüft bei dem Wert von 7000?

    Gruß,
    Lovely
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 16.01.2006 15:30:43
    Hallo Zuckermeier,

    das kann man beim Rheumatologen untersuchen lassen, auch Allergologen, bzw. Ärzte in der Fachrichtung Autoimmunerkrankungen machen sowas, es ist relativ einfach den Arzt dazu zu bringen.
    Diabetologen wissen eh gerade mal wie sie heissen..
    Eine andere Untersuchung wäre ein LTT, der ist nicht so einfach durch einen Arzt machen zu lassen, da er in Fachkreisen noch relativ umstritten ist.

    @Lise: Wenn Du Probleme mit der Insulinwirkung hast, KÖNNTE ein tierisches Insulin vom Schwein besser sein (aber Bitte KEIN RINDERINSULIN!), nur die Sache mit der Allergie ist wirklich heikel, in der Regel ist Schweineinsulin, wie es heute produziert wird (von CPPharma) sehr verträglich, Allergien kamen hauptsächlich durch Verunreinigungen zustande. Schweineinsulin ist meines Wissens nach sogar menschenähnlicher als Analoginsulin, trotzdem fremd, sodass gerade bei Typ I-Diabetikern Insulin vom Schwein besser und zuverlässiger wirken kann als Humaninsulin. Das liegt daran, dass Typ I-Diabetes durch T-Zellen gegen das Insulin zustande kommt, worauf sich dann Insulinautoantikörper und/oder Antikörper gegen Inselzellen bilden.

    Wegbekommen kann man das entweder durch Aussitzen, die gehen meistens von alleine wieder oder Immunsuppressiva, Cortison, wenn sie nicht wieder gehen :-(
    Cortison ist kontraindiziert beim Diabetes mellitus, Du bräuchtest dann wesentlich mehr Insulin. Ich an Deiner Stelle würde erst einmal auf ein anderes Analoginsulin umschwenken, z.B. NovoRapid, das ist verträglicher (Humalog ist, glaube ich, eines der Medikamente mit vielen bei der BfArM gemeldetenNebenwirkungen).

    Ich persönlich habe eine Insulinallergie und eine Insulinunverträglichkeit, wobei ich die Insulinallergie mitunter als eher zu ertragen empfinde. Die Unverträglichkeit ist sehr diffus und betrifft auch Nerven, die Allergie (Urtikaria) ist mit Antihistaminika relativ gut zu behandeln. Gegen die Unverträglichkeit kann ich nur Cortison nehmen, was natürlich nicht im Sinne des Betrachters ist..
    Allerdings ist beides nicht gerade angenehm und das Schlimme ist, dass ein Arzt die Beschwerden nicht sehen kann, was meine Glaubwürdigkeit vor Ärzten erschwert :-(

    Achso, ich komme mit Schweineinsulin wesentlich besser zurande, das war schon nach der Einstellung mit Analog- und Humaninsuline so, als ich damit Probleme hatte, half mir Schweineinsulin recht lange ohne Beschwerden zu haben.

    Grüße, Daniela
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 16.01.2006 15:51:07
    @lovley, ich glaube mit den "7000" war nicht der Blutzucker sondern der Antikörper-Titer gemeint ;-) von Daniela
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 16.01.2006 15:52:53
    oh man, auf die Augen schlägt sich das wohl auch nieder, ich meinte die lis und lovely.. von Daniela
  • Christoph Wiese

    Rang: Gast
    am 07.02.2006 22:52:03
    Hallo zusammen,
    ich bin auf diese Seite gestossen, weil ich, 39 Jahre alt und seit 28 Jahren Diabetiker, nach einem vor drei Jahren zwangsweise (laut Aussage der "Fachleute" wuerde es bald eh kein Schweineinsulin mehr geben) auf Inshuman Basal und Inshuman Rapid umgestellt.
    Nach zunehmenden Problemen mit denm Nacht-BZ habe ich schliesslich festgestellt, dass das Verzoegerunginsulin keine, oder bestenfalls eine extrem geringe Wirkung hat.
    Allergische Reaktion im Sinne von rheumatischen Beschwerden habe ich nicht, oder wenn dann nur sehr minimal. Mit Protaphane habe ich jetzt, wieder zwangswiese, da es in Italien, wo ich mich aufhalte, kein Inshuman gibt, eine wirkende Alternative gefunden.
    Interessant fand ich, dass Daniela auch von Problemen mit Schweininsulin berichtet. Ist dies eine zu generalisiende Tendenz bei Wirkungslosigkeit von Insulinen?? Gleiches gilt fuer " Treten Allergie und Wikrungslosigkeit, fueher, oder spaeter, zusammen auf?"

    Liebe Gruesse und vielen Dank fuer die Infos Christoph Wiese