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Verhärtungen nach dem Spritzen mit ...

  • Gut-Drauf

    Rang: Gast
    am 03.01.2006 21:21:04
    Hallo,

    Ich spritze mir das Langzeitinsulin Levemir in die Oberschenkel. Vor ca. drei Wochen habe ich mit dem Spritzen begonnen und hatte keinerlei Probleme. Vor etwa acht Tagen bekam ich plötzlich eine rötliche Verhärtung und diese juckte auch noch. Ähnlich einem großen Insektenstich. Erst dachte ich es wären die 10mm Nadeln, aber durch die 8m m kam keine Besserung. Auch schräg stechen und das Spritzen in den Bauch brachte diese juckenden Stellen nach etwa einen Tag zum Vorschein. Mein Arzt meinte jetzt es könnte eine Reaktion auf einen Inhaltsstoff sein. Wer hat auch solche Erfahrungen mit Levemir gemacht?

    Cu, F.U. von Gut-Drauf
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 03.01.2006 22:16:42
    hallo g d ,
    ich hatte mal zwei amp levemir probiert , ohne probleme, bin aber wieder zu protphane zurück.
    laß dir doch einfach zum probieren mal protaphane geben , diadocs haben sowas rumliegen.
    wenn du nicht übermäßig dick bist, kannst du auch mit 6mm nadeln spritzen(probepakete für verschieden nadellängen, schickt novo kostenlos zu)
    im oberschenkel mache ich immer eine falte und spritze schräg(mit 6mm) - im bauch auch,
    da ich nicht weiß wieviel du spritzt, -- mengen über 8-10 ie sollte man nicht auf eine stelle spritzen, sondern teilen.
    tel nr. novo-0800/1115728-
    mfg klaus
    von klausdn
  • Monika

    Rang: Gast
    am 04.01.2006 09:56:44
    Hallo Klaus,

    bin per Zufall auf deinen Beitrag gestoßen und bin nun leicht verwundert. Ich selbst habe seit ca. 34 Jahren Diabetes und mir hat bis dato kein Arzt gesagt, daß man Insulinmengen über 10 Einheiten nicht in eine Stelle injezieren soll. Abends spritze ich z. B. 18 Einheiten Lantus und bei Actrapid kann es auch weitaus mehr sein.

    Da mein Bruder auch Diabetes hat, habe ich sofort bei ihm angerufen und nachgefragt, ob er davon etwas weiß (wir sind bei unterschiedlichen Ärzten) und auch er verneinte es. Jetzt sind wir natürlich verunsichert, ob wir uns jahrelang falsch gespritzt haben und werden beim nächsten Arzttermin unsere Ärzte mal ansprechen.

    Dennoch würde ich gerne vorab wissen, woher du diese Information hast.

    Danke und Gruß
    Monika


  • Reiner

    Rang: Gast
    am 04.01.2006 11:28:39
    Ich will es auch gerne wissen ,
    da ich meine Dosis 25 Einheiten immer
    in einem injiziere .
    Probleme deswegen : bisher keine. von Reiner
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 04.01.2006 12:08:11
    hallo an die frager,
    2 gründe,
    1. als antwort auf gd um verhärtungen vorzubeugen.
    2. das gespritzte insulin löst sich immer von der oberfläche der entstehenden blase in den körper.
    wer also volumen und oberfläche einer (model) kugel vergleicht, findet heraus daß im verhältnis zum volumen die oberfläche nicht gleich wächst, daher kommt es bei schwankenden mengen(größere) zu unterschiedlichen wirkmechanismen, daher die empfehlung bei größeren mengen zu splitten.
    das muß nicht unbedingt jetzteine feste grenze zb 8 oder 10 ie sein , wir wollen ja nicht päpstlicher als der papst sein.
    mfg klaus von klausdn
  • Gut-Drauf

    Rang: Gast
    am 04.01.2006 13:18:02
    OK, diese Begründung würde ich bei sehr hohen Einheitenmengen verstehen, aber ich spritze früh 12IE und abends 10IE Levemir und bekomme diese rötlichen, juckenden Verhärtungen. Aaaber vor dem Frühstück spritze ich 14IE und dann noch die Dosiskorrektur in den Bauch und da habe ich nichts!!! Also liegt es in meinem Fall wahrscheinlich nicht an der Insulinmenge, oder?

    Mfg. F.U. von Gut-Drauf
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 04.01.2006 14:14:11
    mir fällt da spontan eine infektion und eine alergische reaktion ein von thomas2002
  • Susanne

    Rang: Gast
    am 05.01.2006 15:07:34
    es wird dick und es juckt, wird rot und warm, teils noch nach Stunden? Dann ist es eher eine Allergie oder Du bringst Schmutzpartikel mit ein, die eine entzündliche Reaktion auslösen. Möglicherweise bist Du auf eine Trägersubstanz des Insulins Allergisch oder gegen das Metall der Kanüle - frag mal ob Du auf etwas anders umsteigen kannst und wechsel durch, bis Du was verträgst. Als ich wegen Asthma und Heuschnupfen eine Hyposensibilisierung machen musste hatte ich genau die Symptome nach den Spritzen mit dem Allergen.

    Susanne
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 06.01.2006 17:38:19
    Scheisse!
    Ab zum Arzt und anderes Insulin, Du hast möglicherweise eine Sensibilisierung auf Analoginsulin (T-Zell-vermittelt und evtl. sogar IgE-vermittelt). Wenn Du Humaninsulin gut vertragen hast, zurück zum Humaninsulin!
    Verschlepp das Bitte nicht und handle, eine Sensibilisierung auf Insulin ist lebensbedrohlich (spreche aus eigener Erfahrung!!!) und echt ätzend!

    Hier ein link meiner allergischen Reaktionen auf Insuline (alle Typen getestet)
    http://beefly.gmxhome.de/nessel.jpg
    Wenn Du Dich davor bewahren willst, trete Deinem Arzt in den Allerwertesten, er soll erst handeln und dann austesten, jede Verzögerung kann das Immunsystem noch mehr verunsichern.

    Ich will Dir keine Angst machen, aber es besteht wirklich Handlungsbedarf.

    Grüße und viel Erfolg, Daniela
  • Gut-Drauf

    Rang: Gast
    am 06.01.2006 20:42:35
    Danke für die vielen Antworten. Ich denke auch, dass es eine Allergie ist. Wahrscheinlich gegen das Levemir. Bei den Einstichstellen des Novorapid passiert auf jeden Fall nichts! ICh habe am Mittwoch einen Termin beim Arzt. Da muss sich auf jeden Fall etwas ändern!

    Cu, F. U.

    P.S.
    An Daniela:
    Danke für das Bild. Das muss extrem unangenehm gewesen sein. So arg sehe ich nicht aus. Auch sind die Flecken durchgehend rötlich und nicht, so wie bei dir, innen heller. Was meinst du eigentlich mit "T-zell bzw. IGE vermittelt"? Auch habe ich seit meiner Diabetesentdeckung vor ca. vier Wochen noch keine anderen Insuline bekommen. Was mich wundert ist, dass es die ersten zwei Wochen keinerlei Probleme gab, aber das war mit meiner Nickelallergie ebenso. Hast du sie, dann kommt sie plötzlich und man wird es nicht mehr los!
    Schönen Abend noch. von Gut-Drauf
  • Sabine

    Rang: Gast
    am 06.01.2006 21:46:43
    Nickelallergie ist eine T-Zell vermittelte Allergie vom Spättyp, oder auch Typ IV Allergie. Der erste Schritt bei der Entstehung des Typ 1 Diabetes sind übrigens T-Zellen gegen Insulin (Nature 12.5.05), die sich auch gegen zugespritztes Insulin richten können. Ich kann deshalb nur das in Molekülstruktur abweichende Schweineinsulin verwenden, es wird von den T-Zellen nicht erkannt. Ich habe T-Zellen und IgE -Antikörper gegen Humaninsuline. Übrigens wurde bei mir das Insulin ohne pharmakologische Zusätze getestet. von Sabine
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 06.01.2006 22:09:56
    Das war sehr unangenehm, es waren aber nicht nur Rötungen, man kann es auf dem Bild schlecht sehen, aber es haben sich riesige Quaddeln auf Insulininjektion gebildet. Als ich eines Tages aufstand und Morgenbolus gab, entwickelten sich aus kleinen, mückenstichgroßen Quaddeln riesige Schwellungen, mein Knie war mehr als doppelt so dick..
    Der ganze Körper juckte, brannte und mir gings echt beschissen. Das ist IgE-vermittelt, typische Reaktionen sind z.B. Heuschnupfen, Katzenhaare, Wespengift..
    T-Zell-vermittelte Unverträglichkeiten sind meist durch Metalle verursacht (Nickel) oder Latex. Man spricht zwar von Kontaktallergien, es sind aber wesentlich komplexerer Vorgänge mit schlecht beschriebenem Ausmaß.

    Das Problem an der Sache ist, dass eine IgE-Sensibilisierung auf ein Insulin, war bei mir so, eine Sensibilisierung auf alle Insuline zur Folge hatte (kreuzreaktiv). Ich wurde dann auf Humaninsulin hyposensibilisiert, was auch eine Desensibilisierung anderer Insulintypen zur Folge hatte. Das trifft zwar nicht auf die Beschreibung von Allergologen zu, aber es ist meine Erfahrung.
    Ich erwähnte bereits, dass ich Dir keine Angst machen möchte, aber nur ein Insulinwechsel wird Dir nicht weiterhelfen :-(
    Analoginsuline sind körperfremde Stoffe, der Ort der Insulininjektion ist fremd, eine Sensibilisierung auf ein Insulin kann leider heftigst ausarten. Du musst versuchen Diagnostik zu veranlassen und Allergenkarenz halten. Das bedeutet, dass der Stoff, der das verursacht, gemieden werden muss. Bei mir war es ursprünglich nur Zinkchlorid, Zink. Es hat sich kaum jemand von den Ärzten darum gekümmert, Danke dafür.
    Und lass Dich nicht wegschicken!
    Ich kann nur jedem empfehlen sich sofort in ärztliche Behandlung zu begeben um eine Sensibilisierung zu verhindern.
    Versteh mich bitte, das, was Du da beschreibst ist harmlos anzusiedeln. Aber es darf kein Dauerzustand werden, da auf Dauer das Immunsystem evtl. nicht so gutmütig reagiert.
    Diesem Zustand sind fast 3 Jahre endlose Arztrennerei und Unverträglichkeit vorausgegangen. Ich verstehe die Ärzte nicht, ich kann nicht verstehen, dass Insulin so leichtfertig verordnet wird. Dass Du erst 2 Wochen später reagierst, spricht für eine Sensibilisierung auf einen, Dir bisher, unbekannten Stoff.
    In welcher Stadt wohnst Du?

    Grüße, Daniela
  • Gut-Drauf@

    Rang: Gast
    am 07.01.2006 12:23:37
    Hi,

    ich wohne in der Nähe von Schweinfurt (Unterfranken - Nordbayern). Ich habe das "Glück", dass alleine in dieser Stadt mit Randgemeinden 6 Diabetes-Ärzte angesiedelt sind. Mein Hausarzt hat seine Assistenz in einer Diabetikerklinik gemacht und kennt sich auch ganz gut aus. Jeden Falls macht das der Eindruck auf mich. Jetzt gehe ich am kommenden Mittwoch früh zu ihm und dann bin ich einmal gespannt. Wenn er nichts unternimmt habe ich dann gleich eine Überweisung zum anderen Arzt!

    Ich habe es auch ausgetestet. Wenn ich mir das Levemir spritze tut sich erst überhaupt nichts. Nach ca. 12 Stunden fängt es an langsam anzuschwillen und hat nach weiteren 12 Stunden das Maximum erreicht. Jetzt juckt es auch wie ein Insektenstich. Das dauert dann ca. einen Tag und dann geht es wieder zurück.

    Cu, F.U. von Gut-Drauf@
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 07.01.2006 12:57:24
    Das ist sehr wahrscheinlich Typ IV-Allergie.
    Diabetologen sind da kontraindiziert, Du kannst Dich mal auf www.Diabeti-Kuss.de (Forum, Umfrage zu Nebenwirkungen von Insulin) durchlesen welche Tortour manch Diabetiker durchmachen durfte, bis endlich die Diagnose Insulinunverträglichkeit gestellt wurde.
    Ich suche noch Leute, die mit uns eine Informationsbroschüre erstellen, da Ärzte bis dato nicht dazu in der Lage sind die Diagnose zu stellen..
    Ok, mein Diabetologe ist nach Bayern gezogen, der kennt sich ein wenig damit aus. Ich glaub der sitzt jetzt in Waldkraiburg.

    Versuchs mal mit dem. von Daniela
  • m.maßny

    Rang: Gast
    am 12.01.2008 00:03:00
    lies dir unbedingt den beipackzettel gut durch,meine tochter hat alle nebenwirkungen bekommen die dort beschrieben werden,es fing auch mit geröteten spritzstellen an,wir benutzen kein humaninsulin mehr von m.maßny
  • Sven

    Rang: Gast
    am 07.08.2009 01:29:01
    Hallo,

    mit mehr oder weniger Freude habe ich die Beiträge zum Levemir gelesen. Auch ich habe seit 35 Jahren Diabetes und bin jetzt 44 Jahre alt. Nach Lantus wurde auch bei mir das so hoch gelobte Levemir ausprobiert. Anfänglich lief alles bestens, bis die Spritzstellen anfingen sich zu röten anzuschwellen und das Insulin nach ca. acht Wochen gar keine Wirkung mehr zeigte. Nun bin ich mit dem Lantus dann ganz am Ende, weil es starke Hyperglykämien erzeugte, die noch dazu sehr langanhaltend waren. Ich bin bei einem renomierten Diabetologen in München in Behandlung und wir versuchen es jetzt erneut, mit dem Zusatz von Tavegil. Bisher läuft es ganz gut, aber es sind auch erst drei Wochen herum. Ich habe mich auch etwas schlau gemacht über die Nebenwirkungen der Langzeit insuline und musste mit Erschrecken feststellen, es gibt Studien über die Nebenwirkungen, die keiner so recht ernst nehmen will, noch großartig veröffentlicht werden. Gerade mal Lantus ist jetzt wegen seiner Krebswirkung in die Öffentlichkeit geraten. Bei mir offenbaren sich nämlich nicht nur allergische Reaktionen, sondern auch Veränderungen im gesamten körperlichen Wohlbefinden(Schwindel, Wahrnehmungsstörungen, keine Schockanzeichen mehr). Gerade diese Wahrnehmungen sollen durch die künstlichen Insuline hervorgerufen werden. Nun frage ich mich, was wohl passiert, wenn mein Immunsystem jetzt dann über Jahre durch das Tavegil niedergehalten wird. Wer hat damit ähnliche Erfahrungen?

    Gruß Sven