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Fettreiche Ernährung führt zu Diabetes Typ II

  • Arno Gebauer

    Rang: Gast
    am 02.01.2006 10:28:44
    Hallo, Forumsinteressierte,

    jetzt haben amerikanische Wissenschaftler
    bei Mäusen einen Zusammenhang
    zwischen fettreicher Ernährung und einem
    gestörten Zuckerstoffwechsel
    nachgewiesen.
    Danach unterdrückt die übermäßige
    Fettzufuhr ein Enzym in den Betazellen der
    Bauchspeicheldrüse. Das hemmt den
    Zuckertransport in diese Zellen, der nötig
    ist, um eine dem Blutzuckerspiegel
    angemessene Menge an Insulin zu
    produzieren. Genetisch veränderte Mäuse,
    denen das Enzym ganz fehlte, erkrankten an
    Diabetes vom Typ 2.
    Die erst jetzt entdeckte Bedeutung des
    Enzyms könnte dabei helfen, neuartige
    Methoden zur Vorbeugung und Therapie der
    Zuckerkrankheit zu entwickeln, schreiben
    die Forscher im Fachblatt "Cell".
    Die epidemieartig zunehmende Zahl von
    Diabeteserkrankungen in den
    Industrieländern könnte demnach auf einem ernährungsbedingten Defekt des
    GnT-4a-Enzyms beruhen, sagt Marth. "Wenn
    sich unsere Befunde auf den Menschen
    übertragen lassen, würden wir wichtige
    Aufschlüsse darüber erhalten, wie Diabetes
    vom Typ 2 verhindert und behandelt
    werden könnte", sagt Marth.
    Die Forscher wollen nun zunächst bei
    Mäusen überprüfen, ob die Aktivierung des
    GnT-4a-Enzyms die Entwicklung von
    Diabetes verhindern kann.

    Links: University of California, San Diego: http://www.ucsd.edu/
    Howard Hughes Medical Institute: http://www.hhmi.org/
    Cell: http://www.cell.com/

    Wissenschaft aktuell
    Quelle: Howard Hughes Medical Institute

    Bei dem hier veröffentlichten Text handelt es sich um eine
    Teilwiedergabe aus dem Leonardo Newsletter vom 29.12.2005.
    ( Leonardo@wdr.de)

    Viele Grüße
    Arno Gebauer
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 02.01.2006 15:05:23
    << Danach unterdrückt die übermäßige
    Fettzufuhr ein Enzym in den Betazellen der
    Bauchspeicheldrüse. Das hemmt den
    Zuckertransport in diese Zellen, der nötig
    ist, um eine dem Blutzuckerspiegel
    angemessene Menge an Insulin zu
    produzieren. >>


    Mit anderen Worten:

    "Das unterdrückte Enzym hemmt den Zuckertransport in die Zellen." (Soweit mir bekannt ist, wird der Zuckertransport in die Zellen durch Insulin gemanagt und nicht durch ein Enzym, denn sonst bräuchte man ja nur Enzyme schlucken, statt Insulin zu spritzen.)

    "Der Zuckertransport in die Zellen ist nötig, damit genügend Insulin produziert wird." (Mir ist es so bekannt, dass der Zuckertransport in die Zellen notwendig ist, damit überhaupt Energie in den Muskeln verfügbar ist. Der Satz müßte also genau anderherum lauten: "Das Insulin ist nötig, damit genügend Energie produziert werden kann.")

    Hier wird davon ausgegangen, dass beim Typ 2 Insulin fehlen würde, also nicht genügend produziert würde. Dies ist aber keineswegs der Fall, denn beim Typ 2 ist das größte Prohlem die Resistenz gegen das in sehr hohem Maße eigentlich verfügbare Insulin im Körper.

    Ich will nicht ausschließen, dass es sich hier tatsächlich um eine neue Erkenntnis handelt, trotzdem kommt mir der Bericht zweifelhaft vor. Schlüssiger hätte ich es gefunden, wenn gesagt worden wäre: "Wir haben ein Enzym entdeckt, dass bei Unterdrückung durch Fett die Wirkung des Insulins vermindert." Genau das würde dann nämlich die Resistenz erklären.

    Gruß,
    Lovely
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 02.01.2006 16:14:56
    hallo alle,
    gestern wars noch vererbung-besonders bei t2,
    in ärztekreisen ist es das fettsein, jetzt ist es das fett essen, bin gespannt was es morgen ist.
    auch mir war nur bekannt zu hohe insulinpegel wegen resistenz. da beim zu niedrigen oder fehlendem c- peptid(spaltprodukt bei der insulinfreisezung) also zu wenig insulin in richtung t 1
    untersucht wird.
    mfg klaus von klausdn
  • Arno Gebauer

    Rang: Gast
    am 02.01.2006 19:27:16
    Hallo, Interessierte,

    die neuen Erkenntnisse basieren auf Tierversuche und sind nachvollziehbar und
    überprüft worden.
    Diese neue Sicht der Diabetes II-Erkrankung
    läßt alle Betroffenen hoffen und den
    Krankenkassen künftig viel Geld ersparen.
    Forschungs- und Spendengelder sollten
    verstärkt für die Vertiefung dieser neuen Erkenntnisse eingesetzt werden.
    Dem Forscher Marth wünsche ich weiterhin viel Erfolg.

    Viele Grüße
    Arnbo Gebauer von Arno Gebauer
  • Hansi

    Rang: Gast
    am 02.01.2006 23:06:27
    Das wünsche ich dem Forscher auch! Selbst als extrem aufgeklärter Betroffener oder als ambitionierter Laie sollte man doch aufpassen, das man sich nicht anmasst Forschungsergebnisse mal eben locker aus der Hüfte zu kommentieren!

    Ich freue mich über jede neue Typ II und I Forschung!!

    Wer sich nicht wissenschaftlich mit solchen themen beschäftigt sollte nicht gelcih draufhauen und anzweifeln.... Das kann man dann immer noch später falls notwendig :-) von Hansi
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 02.01.2006 23:21:35
    hallo arno und hansi,
    warum soll man nicht zweifeln?
    wenn jahrzehnte bei t 2 dm lern überhöhte insulinpegel gemessen wurden ?
    zudem !
    ca 95% aller solchen studien der letzten jahre,
    (teilweise stark bejubelt) sind im nichts verschwunden
    erfahrungsgemäß, ist kein tierexperiment 1/1 auf den menschen übertragbar.
    das soll ausdrücklich !! nicht gegen forschung gerichtet sein.
    aber flops in dieser richtung sind nicht selten.
    mfg klaus von klausdn
  • Hansi

    Rang: Gast
    am 03.01.2006 01:15:29
    Ich denke die Forschung verläuft nicht linear. Forschung von vor 10 oder 20 Jahren kann man mit der heutigen einfach nicht vergleichen.

    Ich bin zuversichtlich! Der finanzielle Druck den DM auf die Gesellschaften ausübt wächst von jahr zu Jahr enorm. Es gibt hier also viel zu verdienen für diejenigen die uns die Geißel DM vom Hals schaffen!!! Also wächst der Ehrgeiz und der Forscherdrang. Gott sei Dank!

    ich freue mich über jede neue Nachricht.
    ich würde mich daher auch über eine Rubrik Forschung freuen!!!

    Mein Apell an alle: Sammelt aus den diversen Diab-Seiten links zur Diab-Forschung. Irgendwann erinnert man sich an etwas um nachzuschauen ob es da was neues gibt und man findet dann nix mehr wenn man nicht alles gleich archiviert. Hier wäre alles schön aufgehoben.

    Liest der Admin hier mit?

    Gruß hansi von Hansi
  • Arno Gebauer

    Rang: Gast
    am 03.01.2006 09:59:55
    Hallo Klaus,

    seit ca. 25 Jahren hat sich in der Diabetes-
    forschung nicht viel getan, obwohl eine
    Unmenge an Forschungs- und Spenden-
    gelder geflossen sind.
    Viele Studien der Diabetesforschung waren
    und sind reine Alibi-Studien, um
    Forschungs- und Spendengelder abzu-
    sichern und einzukassieren.
    Der Diabetes – Markt ist riesig und jetzt
    noch sicher, aber nicht mehr lange!
    Der Einsatz von Fördermitteln zur Ver-
    besserung der Blutzucker - Meßmethoden
    und der Insulininjektionen halte ich für
    unsinnig, weil die Diabetikerversorgung mit
    diesen Mitteln bereits auf einem
    akzeptablen Anwendungsniveau erfolgt..
    Als Betroffene können wir nur hoffen, daß
    der wissenschaftliche Ehrgeiz die Forscher
    stärker motiviert als die „Schweigegelder“
    aus der mächtigen pharmazeutischen
    Industrie und der an dieser Krankheit gut
    verdienenden Ärzteschaft.
    Krankheit ist das größte Geschäft und
    Gesundheit ist unser höchstes Gut !

    Viele Grüße
    Arno Gebauer