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Brot und Brötchen sind mein Feind!
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MiniMe
Rang: Gastam 21.11.2005 20:01:53
Hallo Ihr Lieben!
Trotz Schwangerschaft soll ich nur 16BE am Tag essen. Das ist mit Hilfe einer BE-Tabelle und etwas Gedult und Muße grundsätzlich auch kein Problem, es spielt sich so langsam ein...
Jedoch hab ich bemerkt, ist es ja fast unmöglich ein normales Frühstück zu essen.
Ich darf 4BE pro Mahlzeit, dann bleiben 2BE pro Zwischenmahlzeit übrig.
Alles, was man als Unterlage für Aufschnitt und/oderKäse (natürlich fettarm) benutzen kann, schlägt dermaßen rein bei den BE *seufz* Da hab ich durch ein Roggenbrötchen meine 4 BE ja schon beisammen!
Wie macht Ihr das denn?
Was eßt Ihr denn so als "Unterlage"?
Hungrige Grüße
MiniMe -
UltraSmartie
Rang: Gastam 21.11.2005 22:09:33
Hallo MiniMe,
bei Wecken, Brot oder Brezeln rechne ich
immer mit 30gr = 1 BE und komme so
auch ganz gut damit zurecht.
So könntest Du mind. 2 Wecken am Morgen
essen.
Auch esse ich alle Wecken- und Brotsorten,
nicht nur Vollkorn.
Leider hast Du nicht geschrieben, ob Du Typ 1 oder 2 bist.
Aber ich nehme an entweder Typ 2 oder
Typ1 mit Normalinsulin.
Brauchst Du pro Zwischenmahlzeit 2 BE
oder würde nicht auch 1 BE reichen?
So hättest Du morgens 1 BE mehr zum
Frühstück.
Viele Grüsse
UltraSmartie
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MiniMe
Rang: Gastam 22.11.2005 19:39:16
Hallo Smarti!
Danke für Deine Antwort!
Ich bin schwangerschaftsdiabetikerin, hatte jedoch letztes Jahr eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, deshalb ist die in der SS natürlich entsprechend gestreßt.
Ich soll 16BE am Tag essen. Ich hatte mir das jetzt einfach mal so überlegt, daß 4BE pro Hauptmahlzeit und 2 pro Zwischenmahlzeit ok sein könnten, einfach darum, damit die BZ-Spitzen wegfallen.
Spritzen soll ich bis dato nur einmal am Tag (morgens vor dem Frühstück) und da auch nur 3 Einheiten, aber die bringen nix hab ich das Gefühl.
Ich hab gestern meine lieblingsbrötchen mal gewogen, die haben 62Gramm und 100Gramm sollen ca. 3,9 also 4BE haben. Also würde ich mit zwei Brötchen über 4BE liegen und dann hab ich ja auch noch nix drauf.
Für Heiligabend hab ich meinem Mann nun Raclette versprochen, dann mach ich halt ein BE-armes Raclette ohne Baguette für mich) aber selbst wenn der BZ dieses eine Mal zu hoch sein sollte, ost mir das wurscht, denn es ist nur einmal und außerdem ist Weihnachten udn ich werde definitiv nicht an Weihnachten mit Rohkost und Mineralwasser dasitzen. Basta!
Ich hab festgestellt, es gibt doch mehr Lebensmittel als man so denkt, die sehr Kohlenhydratarm sind. Nur leider meine geliebte Pasta nicht *seufz* Aber die verkneif ich mir jetzt bis das Baby da ist.
Nur diese Brotsache, die lag mir am Herzen... von MiniMe -
Heiko
Rang: Gastam 23.11.2005 00:13:08
62 Gramm Brötchen = 3,9 BE? Das heißt, 15 Gramm sind eine BE?
Normalerweise sind 25 Gramm ca. eine BE (Weißbrot 20 Gramm, Vollkorn 30 Gramm)
Also, Vollkorn darfst du rein gewichtsmäßig am Meisten essen. Rein von der Menge Brötchen her gibt sich das aber nichts. Die Brötchen sind durch den schwereren Teig im Allgemeinen einfach schwerer.
Aber bei meiner Rechnung hat ein Roggenbrötchen von 62 Gramm trotzdem gerade einmal 2,5 BE.
Übrigens, ausführliche BE-Tabellen gibt es auch hier:
www.diabetes-news.de/info/be/index.html von Heiko -
Heiko
Rang: Gastam 23.11.2005 00:22:54
Entschuldige... ich hatte die 100 Gramm überlesen und angenommen, du rechnest 3,9 BE für 62 Gramm. Mein Fehler. von Heiko -
Elli
Rang: Gastam 26.11.2005 11:51:11
Hallo Minime,
Du hast zur Zeit ja nur eine leichte Insuin-Unterstützung, wenn Du das Gefühl hast, das die 3 IE nicht ausreichen, sprich mit Deinem Arzt, daß Du das erhöhen kannst.
Mein Diabetes fing in der Schwangerschaft und ich bekam dann 15 BE in einem starren Diätplan verordnet. Die Aufteilung 3/2/3/2/3/2. Mit 3 BE zum Frühstück kam ich auch nicht weit. Um das Essen dann nicht ganz so mickrig aussehen zu lassen, habe ich nach der Brotsorte geforscht, die bei gleichen BEs noch die meiste optische Masse brachte, das war irgendein Knäckebrot.
Heute würde ich das ganze nicht mehr mit mir machen lassen, damals hatte ich halt keine Ahnung. Auch in der Schwangerschaft, sollte sich die Insulitherapie nach dem Essen richten und das Essen nach dem Appetit und nicht umgekehrt. Mit den 15 BEs war ich damals anfangs ständig hungrig und am Ende der Schwangerschaft habe ich sie kaum reinbekommen. Nach der Schwangerschaft wog ich etliche Kilo weniger als vorher, Dank dieser gesunden Diät.
Grundsätzlich ist aber nicht verkehrt, beim Frühstück nicht allzusehr reinzuhauen und besser 2 Mahlzeiten drauszumachen. Morgens ist der Insulinbedarf pro BE am höchsten, der Blutzucker steigt deshalb schneller an. Mittags ist der Insulinbedarf meist niedriger.
Grüße,
Elli -
Babs
Rang: Gastam 26.11.2005 16:35:10
Zitat: "Auch in der Schwangerschaft, sollte sich die Insulitherapie nach dem Essen richten und das Essen nach dem Appetit und nicht umgekehrt."
Ich gehe davon aus, dass gerade in der Schwangerschaft Blutzuckerschwankungen zu vermeiden sind. Die Aufteilung in viele kleine Mahlzeiten verstehe ich als Trick, die körpereigene Insulinproduktion ständig zu fordern, ohne sie jedoch zu überfordern.
Der Körper kann den Blutzuckerspiegel besser regeln, als man das mit Insulinspritzen kann. Daher ist es für mich einleuchtend, wenn man zumindest versucht, durch eine strikte Diät den zusätzlichen Insulinbedarf zu minimieren.
von Babs