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  • Exitone

    Rang: Gast
    am 13.11.2005 22:47:08
    Bin nun seit 1,5 Jahren Mitglied im DMP Programm der BKK. Da dieses Programm sich auf die Fahne schreibt persöhnlich zu Beraten ist meine erwartung sehr hoch gewesen. Nun nach 18 Monaten die ernüchterung. Eine Persönliche Beratung ist nicht. Die Infos belaufen sich auf drei zweiseitige Broschüren die in dieser Zeit mir zugesand wurden und 5 Pauschalisierte Priefe die mich an Termine Bei meiner Diabetologin erinnern solten. Ach ja einen Telefonanruf einer Mitarbeiterin die zum DMP Programm Fragen beantworten sollte. Fragen waren zu Kompliziert und konnten nicht beantwortet werden. Briefe mit standartaufforderung zum Arzt zu gehen taugen nicht die Bohne. Was soll dieses Programm bringen? Warum wird nicht Persöhnlich auf den Partienten eingegangen wie es eigentlich sein sollte. Ist es denn nicht möglich einem Patienten persöhnliche Pläne zu erstellen damit er alle untersuchungen im Jahr warnehmen kann. Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Taugt denn ein DMP Programm einer anderen Krankenkasse mehr? Schreibt mir bitte welche erfahrung Ihr gemacht habt. von Exitone
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 14.11.2005 16:18:54
    Hallo Exitone.

    Das DMP ist nicht dazu da, Dich in Diabetes-Fragen zu beraten, das liegt allein in der Hand des Diabetologen. Wenn dieser das nicht tut, dann tritt ihm auf die Füße, bis all Deine Fragen beantwortet sind.

    Einen Plan für regelmäßige Untersuchungen kann ein DMP auch nicht erstellen, das musst Du schon selbst machen. Wie soll denn ein DMP bzw. die Krankenkasse wissen, welche Untersuchungen Du jährlich benötigst???

    Mein Tipp (so mache ich das auch für mich):
    Mach Dir einen Zettel, den Du immer zur Hand nehmen kannnst und trage dort ein, wann z.B. der letzte Termin der Augenkontrolle war und in die nächste Spalte, wann der nächste Termin sein sollte (entweder jährlich oder halbjährlich, je nachdem, was Dein Arzt sagt).
    Und auf diesen Zettel schreibe dann alle Termine, die so anfallen, z.B. HbA1c, Füße/Stimmgabeltest, großes Blutbild inkl. Cholesterin, Nierenwerte usw., Krebsvorsorge (Frauenarzt oder Urologe), Zahnarzt-Kontrolle, bei älteren Personen Darmspiegelung für Krebsvorsorge und so weiter und so fort - Du weißt ja am besten, was für Dich selbst alles nötig ist.

    Gruß,
    Lovely
  • Holger Schmitt

    Rang: Gast
    am 14.11.2005 16:46:06
    Und was ist dann die Aufgabe des DMP-Programms???????? von Holger Schmitt
  • Elsbeth

    Rang: Gast
    am 15.11.2005 09:48:56
    DMP sollte dazu dienen, daß die Diabetiker besser eingestellt sind. Die nach einem Jahr erstellte Bilanz brachte schon die Ernüchterung: Die Werte haben sich nur ganz minimal gebessert, ein Witz, wenn man den Mio teuren Datenmüll bedenkt.

    Ich habe einen guten Diabetologen und brauche DMP nicht.

    S. auch das Buch "Das Diabetes-Komplott" der Berliner Diabetologin Dr. Elke Austenat.

    von Elsbeth
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 15.11.2005 15:03:05
    Es ist leider richtig, dass das DMP bislang nicht so einen großen Erfolg beim Patienten brachte, wie man sich das gewünscht hat. Das liegt jedoch in erster Linie an den Betroffenen selbst, die auch trotz eines Erinnerungsschreibens nicht quartalsweise zum Arzt gehen. Ich meine hiermit die Menschen, denen ihr Zucker sowieso egal ist, die nicht wissen, das Kuchen den BZ erhöht, diejenigen, die sagen "Ich habe zwar ein bisschen Zucker, ist aber nicht schlimm, ich brauche nur ein paar Tabletten nehmen." Und diese "Sorte" Diabetiker macht den größten Teil unserer "Spezies" aus - leider.

    Genau diese unwissenden und oft auch achtlosen Diabetiker sollen mit dem DMP angesprochen werden, aber ein DMP kann nur den Rahmen verbessern - handeln müssen die Menschen selbst und wenn sie das nicht tun, nützt auch ein DMP nichts.

    Ich selbst bin seit 33 Jahren Typ 1 und werde mich demnächst im DMP eintragen, obwohl ich selbst keinerlei Nutzen davon habe, weil ich eh alle Untersuchungen regelmäßig mache und mich kümmere. Ich mache es allein deshalb, weil meine Krankenkasse einen Risko-Ausgleich für mich als "Chroniker in einem DMP" bekommt, was mir selbst dann wiederrum indirekt zugute kommt. Denn ich kann damit einen kleinen Beitrag dazu leisten, damit meine Krankenkasse ihren Beitragssatz halten kann.

    Und dann gibt es noch einen netten kleinen Bonus für den Eintrag im DMP und die Durchführung aller Untersuchungen: Am Jahresende erhält man 15,- Euro dafür (Bei meiner Krankenkasse, ich weiß nicht, ob es andere auch so machen).

    Es ist eigentlich ein Wahnsinn, dass die KK Geld dafür ausschüttet, dass man Untersuchungen durchführen läßt, die man sowieso durchführen lassen muss. Aber daran kann man nur allzu deutlich sehen, wie andere Diabetiker ihre "Gesundheit" managen, nämlich gar nicht.

    Gruß,
    Lovely
  • purpur

    Rang: Gast
    am 16.11.2005 18:18:56
    Hallo,
    ich finde lovely hat recht: das DMP ist für die Leute gemacht, die sich nicht um ihre Gesundheit als Diabetiker kümmern und so die KK belasten. Ich fühle mich von den Broschüren und Anschreiben meiner KK einfach garnicht angesprochen und nehme dafür aber die 40¤, die sie mir erstattet (Praxisgebühr) gerne entgegen...

    purpur
  • Schulz3001

    Rang: Gast
    am 09.09.2006 01:15:04
    Bin bei der AOK Rheinland seit 4 Jahren auch in einem DMP -Programm.Es ist eine wunderbare Betreuung mit meinem DM .Ich nehme z.B. an Diabetiker- Schulzungen teil,(alle 2 Jahre).Wenn ich fragen oder ein anderes Anliegen habe ,habe ich eine Telefonnummer ,die ich jederzeit anrufen kann. Dort wird mir immer geholfen. Ich bekomme meine Praxisgebühren zurück usw. Es ist wirklich toll. Bin sehr zufrieden mit meiner Krankenkasse.
    Mfg
    Helga von Schulz3001