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Schock nun plötzlich voll im Diabetes...

  • Silvia Schwab

    Rang: Gast
    am 05.10.2005 00:43:08
    Hallo liebe Forummember,

    ich bin ziemlich geschockt nach der heutigen Diagnose - fast 300 MG Blutzucker nüchtern.....

    Vor ca. 1 Jahr fand man das erstemal erhöhte Blutzuckerwerte (im Rahmen umfangreicher Untersuchungen warum meine Leberwerte sich erhöhten, obwohl ich kaum Alkohol trank. Fand man übrigens nicht raus bis heute). BZ Wert war damals 112 / 125 nüchtern.
    Hielt dann Diät (nicht immer strikt aber doch als Basis) und nahm Nopal (ein mexik. Kaktus in Pillenform, las davon in einer Gesundheitszeitschrift, wirkt angeblich ganz toll bei Diabetes).
    Ein Jahr dannach bei einer neuen Internistin, Blutzucker nüchtern etwas mehr erhöht (140), HBA Wert aber gesunken - 5,8
    sie lobte wie gut ich eingestellt sei....

    Einige Monate später (und der Stress mich selbstständig gemacht zu haben) - plötzlich heftige Vaginalmykosen (hatte ich noch nie) Höllenschmerz und nicht wegzubekommen.
    Im September plötzlich urschlecht gesehen - in die Ferne ging gar nichts mehr mit scharf und klar erkennen) und schon wieder die nächste Mykose, die bislang anhält.

    Heute daher nach Mai wieder bei Internistin - Blutzucker getestet und plötzlich ist mein Nüchternwert bei fast 300!

    Ich bin echt geschockt......
    Bekam erstmal gleich Medikamente mit (Metform und Diamicron - wage aber letzteres nicht zu nehmen, nachdem ich las dass es so extreme Nebenwirkungen hat und bereits durch eine neue Generation von Medikament ersetzt ist).
    Ein Blutzuckermessgerät bekam ich auch mit (weiss aber noch nicht wie das geht) und Überweisung zur Schulung.

    Obwohl ich ja ein Jahr mit der Nähe von Diabetes lebte, bin ich erstmal doch ganz groggy und verzweifelt. (Körperlich gehts mir sowiso seit einigen Wochen gar nicht gut) Fast 300 ist aber schon ein eher heftiger Wert oder?
    Meine Internistin hat sich leider kaum Zeit genommen mit mir zu reden, daher meine Frage an euch - ab wann spritzt man eigentlich? Was ist besser - Tabletten oder Spritzen, Vor und Nachteile?
    Darf man Obst essen, Apfelsaft gespritzt trinken (war bislang mein Lieblingsgetränk, Apfelschorle - hab davon ca. 3 Liter täglich getrunken, das war wohl auch nicht das Beste?)
    Eine spezielle Dibetologin hab ich nun gefunden, da meld ich mich morgen an - aber bis ich da bin, wäre ich über Rat und Erfahrungen zu einem solchen Wert sehr dankbar und froh....

    LG Silvia
  • Matthias

    Rang: Gast
    am 05.10.2005 02:28:47
    Hallo Silvia,

    so wie das aussieht wirst Du wohl um
    Insulin nicht herum kommen. Gibt Schlimmeres.
    Ich spritze seit fast 35 Jahren und kann
    mirs anders gar nicht mehr vorstellen.
    Allerdings hilft mir inzwischen dabei eine
    Pumpe. 1971 hatte ich Nadeln mit denen hätte
    man ein Nashorn betäuben können. Schaun wir
    mal wie die Sache 2040 aussieht.
    Bevor ich gerade Deinen Beitrag hier las
    habe ich 386 gemessen. Kein Problem: Ich weiss
    warum (wichtig) und weiss wieviel Insulin ich nachher extra mit in die Nacht nehmen sollte
    (noch wichtiger).
    Ausserdem bin ich mit zunehmendem Alter auch
    immer häufiger dankbar dafür dass es überhaupt
    Insulin gibt.

    Also liebe Sylvia - nochmal. Schulung, Schulung und nochmals Schulung. Dann kannst Du trotz der "elenden" Spritzerei ein tolles Leben leben.

    Nun eine gute Nacht, oder einen schönen Tag.

    Es grüßt

    Matthias




  • klausdn

    Rang: Gast
    am 05.10.2005 11:54:09
    hallo sylvia,
    welcome , und keine angst !
    ob du spritzen mußt oder nicht hängt überwiegend davon ab ob du t1 oder t2 bist. ob du übergewichtig bist oder nicht. ob du folgeschäden hast oder nicht.
    die grundsätzlich bessere therapie ist mit insulin(meine meinung).
    aber !! wie mein vorposter geschrieben hat :
    schulung, know how, informationen, lesen------
    laß dir soviele infos schicken wie du kannst, dazu hilft diese seite.
    mit dem nopal bist du auf den müll reingefallen mit dem überall geworben wird- zimt, apinamu, nopal,usw usw.
    wenn deine bz werte im normbereich rund um 100 sind wirst du auch mit pilzinfekten keine probleme mehr haben.
    und mit 300 stirbt man nicht - ausreisser gibts immer mal. aber verhindern kann mans.(wie das lernst du)
    also kopf hoch,
    laß dir zuerst mal ne kh austauschtabelle schicken.
    beisp. novo nordisk, kostenl. tel nr. 0800/1115728
    - bitte um austauschtabelle, und novo train.-
    alles was viel be hat knallt nach oben - übrigens auch apfelsaft. auch obst. trotzdem soll man obst essen.
    bei speziellen fragen-- fragen !!
    dazu sind foren da.
    mfg klaus
    von klausdn
  • Kalo

    Rang: Gast
    am 05.10.2005 13:26:19
    Hallo Silvia,

    meine Vorredner haben eigentlich schon alles gesagt und auch ich kann nur empfehlen, so schnell wie möglich mit Insulin anzufangen, denn die Tabletten haben teilweise ganz heftige Nebenwirkungen.

    Und die Ersteinstellung nur in einem Krankenhaus oder einem Diabetes-Zentrum stationär mit begleitender Schulung durchführen (was nach meiner Kenntnis leider nur 15 % aller Diabetiker tun). Dauert ca. 1 Woche, aber lohnt sich auf jeden Fall, denn dann hast Du ein Grundwissen, welches Du durch viel Lesen in entsprechenden Foren vertiefen kannst.

    LG
    Kalo
  • Husky

    Rang: Gast
    am 05.10.2005 14:40:23
    Hallo Sylvia,

    schau doch mal hier

    http://www.einsteiger.diabetesinfo.de/

    gute Infoseiten für Neulinge

    hat mir sehr gut geholfen damals

    und Kopf hoch, mit Diabetes kann man fast normal leben.

    Gruß Husky






  • Silvia Schwab

    Rang: Gast
    am 05.10.2005 15:42:47
    Hallo ihr Lieben, danke für die aufbauenden Worte. Ist ja erstmal wirklich sehr schockierend gewesen....
    Also mittlerweile denke ich mir schon, ich hab in den letzten Wochen (unbewusst) alles getan meinen BZ nach oben zu treiben. 3 Liter Apfelschorle pro Tag, dazu noch jeden Tag eine große Menge Weintrauben.......
    Hab jetzt erstmal einen Termin ausgemacht für eine Diab. Schulung und Einstellung.
    Alleine ist mir das "zu heiss".
    D.h. Metformirn Abends hab ich jetzt mal genommen, aber das Diacrom morgens nicht. Körperlich fühle ich mich heute besser als die letzten Wochen (wohl auch weil ich seit 2 Tagen wirklich streng diäte), aber ich brauch noch viiiiel Beratung und eben die Einstellung.
    Versuche es heute positiv zu sehen - in der Richtung dass ich mir denke, ich war nun all die Zeit sooo müde und schlapp, wie wunderbar wird es sein, wenn ich wieder mehr Energie zur Verfügung habe....

    Angst macht mir das Blutzuckermessen, bin so extrem empfindlich an den Fingerkuppen, wie macht ihr das?
    Die müssen doch ganz wund und weh sein, wenn man da täglich mehrmals stechen muss?
    Kann man nicht alternativ an einer anderen Stelle des Körpers? (Jede andere wäre mir lieber......).

    Danke nochmal für eure Infos und lieben Worte.

    AL Silvia
  • AG

    Rang: Gast
    am 05.10.2005 16:57:53
    Moin,

    mir erging es vor gut einem viertel Jahr nicht anders. Von Heut´ auf Morgen die Diagnose : Diabetes (Typ 1). Blutzuckerwerte jenseits der 400 ... . Aber in Nullkommanix waren sie unten dank Insulin. Sieh zu, dass Du schnell an einer Schulung teilnimmst. Ich aus meiner (wenn auch kurzen) Erfahrung rate Dir, wenn möglich für die Zeit dieser Schulung in eine Klinik zu gehen (wenn Du es irgendwie einigermassen problemlos einrichten kannst). Da bist Du nur mit "Deiner Krankheit" beschäftigt (meine ich jetzt im positiven Sinne) und brauchst Dich für diesen Zeitraum um nichts alltägliches zu kümmern. So hast Du den Kopf frei um ganz schnell zu erleben, daß Diabetes gar nicht so schlimm ist, wie es sich im ersten Moment anhört.
    Auch ist es nicht so schlimm, sich regelmäßig in die Finger zu pieksen. Die Geräte brauchen heutzutage so wenig Blut, daß man es kaum merkt (außerdem gibt es Stechhilfen, wo man die Tiefe des Stiches voreinstellen kann).
    Also, Kopf hoch und sehe es positiv: Dir wird es in absehbarer Zeit bedeutend besser gehen, wennn Du gut eingestellt bist!!!!

    Carpe diem,

    AG

  • Husky

    Rang: Gast
    am 05.10.2005 18:06:51
    An das Stechen gewöhnst du dich, merke es heute kaum noch. Ebenso ist das Spritzen mittlerweile so was alltägliches geworden. Reine Gewohnheitssache.

    Kopf hoch und alles Gute

    Husky
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 05.10.2005 19:38:04
    Hi Silvia,

    schließe mich Matthias erstmal an, Insulin ist die beste Therapie!
    Mit den Nebenwirkungen der Medikamente würde ich da aber vorsichtiger sein, denn auch Insulin kann Nebenwirkungen haben, erlebe ich Tag für Tag, nur KANN ICH NICHT ANDERS :-(
    Versuche es mit den Tabletten, wenn Du die Werte nicht in den Griff bekommst, zögere nicht Insulin zu spritzen, denn die Nebenwirkungen des erhöhten Blutzuckers sind gravierender als mal nen Durchfall durch Metformin oder so..
    Das Pieken in den Finger ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig, aber Umkippen weil man die Blutzuckerwerte nicht weiß, ist schlimmer!
    Da musste eben durch, Basta, hilft kein Trauern, hilft nur Handeln und welche Therapie für Dich am besten ist, das wird sich finden.

    Lass das mit den Leberwerten checken, könnte evtl. was mit dem Diabetes zu tun haben.

    Grüße, Daniela
  • Matthias

    Rang: Gast
    am 05.10.2005 20:35:46
    Hallo Sylvia,

    hier nochmal der Matthias von vergangener
    Nacht.
    Ich verwende zum BZ testen das FreeStyle
    und wenn ich ausgehe das FreeStyle Mini.
    Beide sind äußerst genügsam in puncto Blut.
    Die besten Geräte die ich je hatte.
    Wenn ich mal kalte Hände habe und nicht so
    tief stechen will, mache ich den Test
    am Unterarm oder am Handballen. Da bleiben
    Deine Fingerkuppen wie sie sind.

    So long

    Matthias