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Einschränkungen bei Typ 1
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AG
Rang: Gastam 07.09.2005 15:02:51
Moin,
in einem anderen Beitrag kam kurz die Diskussion auf, ob man mit Typ 1 ohne Einschränkungen leben kann oder nicht.
Ich teile da schon die Meinung von Elli & Ines, dass man, ob man will oder nicht, mit Einschränkungen leben muss. Sei es die Blutzuckerselbstkontrolle oder aber die Spritzerei. Ich würde gerne mal ohne zu berechnen etc. einfach nur essen, worauf ich Apetit habe. Wie oft habe ich schon auf einen Apfel verzichtet, nur um nicht gleich wieder mit Insulin gegensteuern zu müssen.... . Genauso ist es ab und an mal bei einer Feier: auch wenn´s meiner Gesundheit nur gut tut, nicht zu tief in´s Glas zu schauen, würd´ ich die Entscheidung, es tun oder aber sein zu lassen nicht meinem Gedanken an den folgenden Blutzuckerwerten überlassen wollen (aber so ist es nun mal, ich denke da an den nächsten Tag und schon ist klar, dass alles im Rahmen bleibt). Es geht nicht darum, dass ich gerne mal tiefer ins Glas schaue, sondern eben darum, dass mein Unterbewusstsein mein Diabetes nicht verdrängt.
Sicherlich ist es für meine Erkrankung o k so und ich lebe gut damit. Aber es ist eine Einschränkung, die ich vorher nicht kannte.
Ohne Frage ist es mittlerweile einigermassen bequem, mit Diabets zu leben. Nur, man hat eine Erkrankung (bei Typ1 sogar lebenslang) und ich behaupte einfach mal, dass jede Erkrankung Einschränkungen nach sich zieht.
Mich würd´ Eure Meinung dazu ´mal interessieren.
Carpe diem,
AG -
Fuchs
Rang: Gastam 07.09.2005 18:24:39
Klar gibt es Einschränkungen. Aber von allen bösen chronischen Krankheiten ist das moderne Leben mit Diabetes doch ein Klacks.
Mir jedenfalls gelingt es mit relativ überschaubarem Aufwand ein zu 95% "normales" Leben. Irgendwann wird D. Teil der Persönlichkeit und dann hast Du es geschafft. Solange man aber die Krankheit nicht voll und ganz akzeptiert, solange wird irgendentetwas in einem immer wieder bohren und rufen: Hey, was bich ich armer Mensch nur so eingeschränkt.
Fuchs -
IG
Rang: Gastam 08.09.2005 17:27:51
Hallo,
mit der Akzeptanz der Krankheit liegst Du genau richtig. Nur mancher tut sich eben schwer damit zu akzeptieren. Dann kann es eben auch passieren ,dasss man nicht nur sich selbst das Leben schwer macht ,sondern auch seiner Umwelt...zeitweilig zumindest. Ich finde auch, mit der Zeit spielt sich alles ein.
Gruss -
Daniela
Rang: Gastam 09.09.2005 19:26:46
@Fuchs und @anonym:
Ja sicher, das erzählt mal Diabetikern mit PNP, Sehstörungen, Nierenschäden...
Das Leben mit Diabetes ist ein Klacks...?
Ist nicht jeder so fit, es gibt leider noch viele Diabetiker, die an Folgeerkrankungen leiden und die täglich heftige Schmerzen erleiden müssen.
Sicher, es gibt schlimmeres und ich sehe das Messen, Spritzen nicht als wirkliche Einschränkung, mich kotzt nur an, dass ich beispielsweise auf Arbeit Probleme habe mal eben was zu essen zu holen ohne es abdecken zu müssen (Gemüse, BE-freies Nahrung)..
Und das Ding, was da an mir rumhängt nervt zwar manchmal, ist aber halb so schlimm.
Was mich auch nervt ist Folgendes:
Ich versuchte die Kanine dazu zu bewegen, BE-freie Kost und gesunde Nahrungsmittel anzubieten, als Antwort erhielt ich, dass die da keine Krankenhauskost anbieten können.
Die Einschränkungen beginnen ganz woanders, nämlich darin, dass "Ausnahmesituationen" wie z.B. Infekte, körperliche Anstrengungen sich äußerst heftig auf den BZ und das Wohlbefinden auswirken können, ich habe in den letzten Tagen wieder ziemlich eklige Unterzuckerungen gehabt, weil ich dem normalen Alltag mit außerordentlichen Belastungen nicht gewachsen bin (körperliche Arbeit, Stress, Hektik).
Und die Einschränkungen sind extrem wenn man an Folgeerkrankungen zu leiden hat, bitte bedenkt auch das in euerer Meinung. von Daniela -
thomas2002
Rang: Gastam 10.09.2005 12:33:13
hallo daniela,
wg kantiene, wenn die firma gross genug ist kannst du sie davon überzeugen, die beilaben in schälchen anbieten. also steak auf dem teller, je ein schälchen für kartoffelpüree, salat, suppe etc. von thomas2002 -
Daniela
Rang: Gastam 11.09.2005 01:37:49
Hi Thomas.
Kann ich leider nicht, diese Kantine ist sowas von Kacke..
Ich werde aber Vorschläge bringen, was man auch morgens anbieten kann, wo Diabetiker mit leben können!
Muss ich nur Zeit für finden ;-)
Grüße, Daniela
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Fuchs
Rang: Gastam 12.09.2005 17:15:13
@ Daniela:
Wozu ist denn BE-frei Kost gut?
Unsere Kantine kocht ganz normales Essen, was auch ganz normale Diabetiker essen können.
Fuchs -
Daniela
Rang: Gastam 12.09.2005 18:09:39
BE-frei um mal eben was zu essen ohne es mit Insulin abdecken zu müssen, ich habe morgens herbe Probleme mit der Insulinresorption, das Insulin "lagert" Stunden im Gewebe und ich habe dann regelmäßig Unterzuckerungen wenn ich mal eben 4 BE essen will ohne hohe pp-Werte zu haben. Ist bei mir so und das Problem dabei ist, dass ich zum Teil einen SEA von 3 Stunden einhalten müsste um optimale Werte zu erhalten, darauf habe ich absolut keinen Bock!
Und dann kommt das Insulin wie nen Hammerschlag, macht mir keinen Spaß.
Wenn es jeden Tag gleich wäre, könnte ich ja irgendwie damit leben, aber es ist eben nicht immer gleich, manchmal wirkt das Insulin ja auch schneller und ich finde es daher viel zu riskant morgens etwas zu essen, weil ich nicht weiß was wann wie geschieht.
BE-frei am Morgen hat sich echt bewährt um die Insulinmenge zu reduzieren und um gute BZ-Werte zu haben :-)
Also wozu Abenteuer haben wenns auch ohne geht?
Grüße, Daniela