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Macht Diabetes depressiv?

  • Bea

    Rang: Gast
    am 21.09.2005 01:37:40
    Hallo Daniela,

    es gibt Psychologen und Psychologinnen, die spezialisiert sind auf Diabetes.

    Ich selber habe seit über 20 Jahren mit Depressionen zu tun, auch Ängsten. Als ich letztes Jahr von meinem Diabetes erfahren habe, habe ich es erst locker weggesteckt, aber dann fing ich an Sachen auszusortieren, weil ich der Meinung war, dass ich bald sterben würde. Ich weiß gar nicht warum das so war, weil ich auch einige Diabetiker/innen kenne, die damit super klar kommen. Habe auch einges darüber gelesen. Da war nichts mehr mit "locker wegstecken", habe mich auf meinen Tod vorbereitet. Allerdings bin ich später, nachdem ich auch die Schulung hinter mir hatte, zu einer Psychologin, die auf DM spezialisiert ist gegangen. Sie wollte sich melden um eine "Coping-Schulung" zu machen. Das geht drei mal drei Stunden und dort treffen sich DMler zu Gesprächen um über Ängste und Depressionen zu sprechen, die mit DM zu tun haben. Leider hat sie sich bisher noch nicht gemeldet, aber ich denke es könnte einerseits interessant sein, andererseits vielleicht noch tiefer reissen. Ich weiß noch nicht, ob ich wirklich hingehe. Aber es ist gut zu wissen, dass es solche Psychologen/innen gibt.

    Die Umschau und Diabetes Ratgeber lese ich übrigens regelmäßig und freue mich, dass es diese Zeitschriften für uns gibt. Bin gespannt auf Deinen Bericht.

    Bea
  • Claudia

    Rang: Gast
    am 16.01.2007 20:02:58
    Ich bin typ 2 diabetikerin und leide im Moment unter ganz schlimmen Depressionen. Ich habe seit ca 4 Jahren Diabetes und nehme Metformin und Glimpirid. können die Depres. von der Diabetes kommen?
    von Claudia
  • Daniela Pichleritsch

    Rang: Gast
    am 17.01.2007 10:45:55
    Liebe Claudia,

    Diabetiker haben etwa doppelt so häufig Depressionen wie Nichtdiabetiker. Warum das so ist, ist noch nicht endgültig geklärt. Ein Grund dafür könnte die Dauerbelastung durch die chronische Krankheit sein. Untersuchungen zufolge spielt auch eine erhöhte Produktion von Stresshormonen wie Kortisol eine Rolle.

    Viele Grüße

    Daniela Pichleritsch