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Glucosetoleranzstörung

  • momy

    Rang: Gast
    am 06.07.2005 19:24:55
    Hallo,

    in der Schwangerschaft wurde bei mir eine Glucosetoleranzstörung festgestellt.
    In dieser Zeit wurden zwei OGTT Tests durchgeführt
    1 2
    nüchtern 5,03 4,96 mmol/l
    1h 10,8 10,9 mmol/l
    2h 9,75 10,1 mmol/l

    bis zum Ende der Schwangerschaft habe ich streng Diät gehalten, und mich(fast) keine) Kohlenhydrate zu mir genommen, sondern Eiweissreich. Ausserdem beschränkte ich mich auf drei Hauptmahlzeiten, ohne Zwischenmahlzeiten.
    Insulin musste ich deshalb nicht spritzen, Nüchternwerte waren immer ok.
    Blutzuckerwerte habe ich einmal wöchentlich, per Tages-Nachtprofil kontrolliert.

    Seitdem das Kind auf der Welt ist sind meine Werte nie wieder so hoch gegangen. Ich habe die Diät aufgegeben, da sie zu streng und mit einem Säugling nicht durchzuhalten war.
    Nun muss ich aber sagen, dass meine Blutzuckerwerte ständig schwanken, von 2,2 bis 7,0 mmol/l. Das macht sich auch körperlich bemerkbar, vor allem die Unterzuckerung.
    Da ich derzeit durch das Baby stark eingespannt bin, kann ich einen neuen OGTT Test ,der ja seine zwei bis drei Stunden dauert noch nicht machen.

    Nun meine Frage, zeigt sich die Glucosetoleranzstörung, auch durch Schwanken der Blutzuckerwerte? Und kann durch eine erneute Diät, mit Verzicht auf Kohlenhydrate, diesem Schwanken vorgebeugt werden. (Nicht so niedrige Werte).
    Der damalige Internist, ging bei mir von einem pathologischen Glucosetoleranzwert aus und somit hohes Risiko an Diabetes typ 2 zu erkranken.
    Achso, Eltern sind nicht an Diabetes erkrankt, doch sind beiderseits Grosselternpaare an Altersdiabetes erkrankt, hat dies eine Einfluss auf meine Krankengeschichte?


    Danke für die Antworten, ist ein wenig lang geworden, aber ich wollte eine kurze Vorgeschichte geben.
  • Frank

    Rang: Gast
    am 07.07.2005 01:31:16
    Hallo,
    ich gehöre eigentlich dem falschen Geschlecht an, um mich zu diesem Thema zu äußern. Aber ich versuche es trotzdem mal:

    Die Schwankung deiner Werte von 2,2 bis 7,0 mmol/l (40-125mg/dl) deuten auf eine Unterversorgung mit KH's in deiner derzeitigen Situation hin.

    Der hohe Wert kann durch Stress hervorgerufen sein, der niedrige Wert dokumentiert wohl deinen Erschöpfungszustand .
    Bei diesen Werten würde ich eher mehr Essen, insbesondere für den Fall, dass du stillst.

    Zur Vererbung:
    Viel ist Statistik, außerdem ist es für viele einfach, die Schuld der eigenen Erkrankung den Vorfahren zu geben.
    Wohlwissend, dass ich jetzt bestimmt Haue kriege glaube ich, dass es mehr T2er gibt, die keinen DM im Stammbaum haben als T2er mit Diabetiker-Ahnen.

    Eine hoffentlich geruhsame Nacht
    wünscht
    Frank
  • Hera

    Rang: Gast
    am 07.07.2005 10:13:28
    @ Anonym,

    Du solltest unbedingt einen Diabetologen aufsuchen, evtl. auch die Schilddrüse überprüfen lassen. Du bist familiär vorbelastet und deshalb gefährdet.

    Auf KHs zu verzichten, ist ungesund. Muskeln und Gehirn brauchen unbedingt KHs. Zuviel Eiweiß ist schädlich. von Hera
  • momy

    Rang: Gast
    am 07.07.2005 14:15:21

    "Trotzdem", dass du ein Mann bist danke ich dir für deine Antwort.
    Ich ernähre mich momentan, doch eher Kohlenhydratreich, jedoch eher die schlechteren Kohlenhydrate. ( irgendwas für zwischendurch, ohne grossen Aufwand, Fastfood.)
    Ich bin gerade am abstillen, als ich noch voll stillte waren meine Werte besser.

    Ich denke ich sollte nicht mehr sondern richtig essen, lässt sich zur Zeit nur schlecht umsetzen.

    Sobald einige Normalität eingekehrt ist, werde ich die Werte überprüfen lassen.

    Zur Vererbung: Hier scheiden sich die Geister, die einen meinen ja spielt eine Rolle, andere wiederum nein.

    Mir (in besagter Schwangerschaft) wurde durch Fachärzte mitgeteilt aufgrund der Glucoseintoleranz und dieser fam. Vorbelastung( wobei wirklich die Frage ist ob sie eine ist) sei ich mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit an späterer T2.

  • momy

    Rang: Gast
    am 07.07.2005 14:41:06
    Danke auch für deine Antwort.

    Auf Schildrüse bin ich noch nicht gekommen. Vielleicht sollt ich zu auch mal untersuchen lassen.

    Ich war während dieser Geschichte dreimal in der Klinik zur Überprüfung. Musste dabei noch ich mehrere Diabetologen, Ernährungsberater und Internisten aufsuchen.
    Um kein Insulin spritzen zu müssen, wurde mir beim letzten Klinikaufenthalt in der Schwangerschaft zu dieser Diät geraten. (Und darüber hinaus)
    Auf KH kann natürlich nicht verzichten, soweit ich weiss enthalten auch Gemüse KH.
    Ich soll(te) nur die (schlechten) KH in Mehlprodukten, Getreide, Kartoffeln, Zucker, Schokolade usw. meiden. Obst deutlich reduzieren. V.a. Gemüse, pures Fleisch, gute Fette, Quark, Käse (best. Sorten) zur mir nehmen. Damit bin ich auch gut gefahren, mir ging es gut und dem Kind zum Glück auch.



  • Thomas2002

    Rang: Gast
    am 07.07.2005 18:44:47
    mir persöhnlich kommt diese diät etwas merkwürdig vor. irgendwie zuviel fleisch und zuwenig kohlenhydrate.

    mit deiner schwangerschaftsdiabetes hast du mit einer gewissen warscheinlichkeit später einen typ 2. was deinen momentanen schwankungen betrifft, weiss ich nicht, in wieweit da auch eine hormonelle umstellung ins spiel kommt. versuche die langsamen kohlenhydrate vorzuziehen, wie sie in vollkornprodukte, bohnen, linsen vorhanden sind. versuche es auch mal mit mehreren kleineren mahlzeiten, also auch mal einen apfel oder eine banane zwischen durch. ich habe z.b. auch keine probleme mit 50g müssli zwischendurch. das essen sollte nur ballaststoffreich sein. wenn du "glückämischen index" googelst, solltest du einen anhaltspunkt haben, welche kohlenhydrate den besten einfluss auf deinen blutzuckerspiegel haben. esse am besten nach deinem messgerät und stimme damit menge und zeitpunkt deiner (zwischen)mahlzeiten ab

    die frage nach selbst schuldig oder vererbung ist mittlerweile so nötig wie die krätze auf der eigenen haut. von Thomas2002
  • momy

    Rang: Gast
    am 08.07.2005 14:36:05
    Hallo Thomas2002,

    danke auch dir für die Antwort.

    Gerade bei den langsamen KH in Vollkornprodukten und vor allem aus Getreide hat bei mir den Blutzucker hoch getrieben. (Im Prinzip steigt hier (Vollkorn) der Blutzucker langsam an wie ich weiss, bei mir jedoch war er Stunden später immer noch auf hohem Niveau (bis zu 10,7 2h nach Mahlzeit) .)
    Deshalb wie gesagt damals Verzicht. MIt dieser Diät lagen meine Werte vor und nach dem Essen, zwischen 4 und 5. Obwohl ich laut allg. Empfehlung bis zu 7,5 mmol/l haben durfte.

    Sicherlich spielen momentan auch Hormone und die Situation eine Rolle.
    Am Besten ist es wirklich zum Facharzt zu gehen.

  • lucygirl

    Rang: Gast
    am 30.07.2005 13:50:50
    hey,

    ich habe auch einen ss-Diabetes, und ernähre mich ähnlich wie du es getan hast...allerdings ist mein Diabetologe eher dagegen (alte Schule) und will, dass ich mehr KH esse, darum esse ich auch viel Vollkorn und Kartoffeln...allerdings bin ich kurz davor INsulin spritzen zu müssen und will das eigentlich nicht...Darum: Kannst du mir sagen, welche Klinik dir das empfohlen hat? Kennst du die Atkins-Diät? Ich habe das früher mal gemacht und es ging mir sehr gut damit...im Prinzip wäre ja die Ernährung Atkins-like...Aber wenn ich nur Atkins erwähne, blockt der Doc schon ab...kennt halt nur die Vorurteile...Wenn ich jemanden in der Klinik erreichen könnte, der mir sagt, dass evtl Ketone meinem Baby nicht schaden, dann fange ich sofort an...Aber so einfach auf Verdacht hin traue ich mich nicht...es geht ja nicht nur um mich, sondern auch um mein Kleines...da habe ich etwas Angst...

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen!

    Danke

    Lucy von lucygirl
  • momy

    Rang: Gast
    am 03.11.2005 21:08:30
    Hallo,

    kann dir erst jetzt antworten, habe deine Nachricht erst jetzt gelesen. Und hoffe du liest meine auch noch.

    Ist mittlerweile eine ganze Zeit vergangen. Hoffe dir und dem Baby (schon geboren?) geht es gut.
    Mir wurden die unterschiedlichsten Beratungen bezüglich einer Diät gegeben. Ich habe mich an die sog. low carb diät (ähnlich mccullough, ätkins usw.)gehalten, weil sie für mich die einzige Möglichkeit darstellte ohne zus. Insulin die Schwangerschaft erfolgreich zu bestehen.
    Ich habe dabei meinen eigenen Essensplan aufgestellt, in Anlehnung an low carb.
    Also zwischen Salat (Gemüse jeglicher Art, keine Kartoffeln, keine Getreideprodukte, kein Reis, wenig Obst ( da Fruchtzucker))Fleisch, Ei, und Milcherzeugnisse.
    Diese war auch nur auf die Schwangerschaft beschränkt und sollte es bleiben. Und ist auch nur dann eine Möglichkeit, wenn man und das Baby gesund sind.
    Wir beide wurden von meiner Ärztin sehr gut betreut, sehr engmaschig unter ständiger Kontrolle.

    "Entgleisungen" kamen auch bei mir vor, wo ich mal ein Stück Kuchen, oder Schokolade genoss, aber dabei blieb es auch.

    Meine Maus ist gesund, (fast ein Jahr alt) hatte vollkommen normale Werte (Gewicht, Grösse, Blutzucker)

    Achso war ein Internist aus M-V. Ich weiss, dass es viele Ärzte gibt, die nicht seiner Meinung waren.

    Vielleicht antwortest du wie es dir so ergangen ist.