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Diabetes Ja oder Nein? Bin so verunsichert

  • Frenk

    Rang: Gast
    am 27.05.2005 18:13:53
    Hallo an alle,
    die Beiträge zeigen mal wieder, kein Diabetes ist wie der andere.

    Es wurde, wie ich finde, schon richtig geschrieben, dass zunächst
    zu klären wäre, ob es ein Typ-1 oder -2 ist. In der Reha-Klinik müssen
    diese Untersuchungen doch gemacht worden sein, insbesondere der
    C-Peptid-Wert nach einer Std. ist sicherlich bestimmt worden.

    Wer in der Reha-Klinik hat die Diabetes-Sportgruppe empfohlen ?
    War es eine globale Empfehlung im Rahmen eines Vortrages oder
    persönlich von dem zuständigen Reha-Arzt, der die aktuellen Blutwerte
    vor sich hatte ?

    Beim Typ-1 über Ernährung oder Sport auf gute BZ-Werte zu kommen,entspricht sicher nicht dem medizinischen State-of-the-Art.

    Beim Typ-2 (wie bei mir) sieht das meist anders aus.

    Ich glaube, beim Typ-2er läßt sich oft über die Änderung des Lebensstils vieles bewegen. Ich möchte das mal an meinem persönlichen Beispiel erläutern.

    Mein Reha-Aufenthalt liegt auch erst kurze Zeit zurück. Ich spritzte seit 2001 über den Tag verteilt ca. 20-30 Einheiten Kurzzeit-Insulin zu den Mahlzeiten. Keine Tabletten. Mein Reha-Ziel war von Anfang an nach einer Bestandsaufnahme den für mich optimalen Weg mit meinem Typ-2-Diabetes zu finden.

    Trotz meines (noch) BMI's von nahe 40 bin ich seit Anfang Mai Fremdinsulin- und Tablettenfrei. Ich esse täglich ca.16-18 BE (1800-2000 kcal) und bewege mich ca. 1 Stunde gezielt, teilweise auch "sportlich". Eine Sportgruppe brauche ich dazu nicht und mit dem Begriff Diabetessport kann ich gar nichts anfangen. Ich bin der Meinung, man sollte die Art der Bewegung wählen, die einem am sympathischten ist:
    Aerobic, Schwimmen, Fahrrad, Laufen, Walken, Wandern...
    Man tut nur etwas länger, wenn es einem auch Spass macht.

    Meine BZ-Nüchternwerte liegen jetzt stabil zwischen 90 und 100. Bis auf die Fettreduzierung und das Abendessen möglichst vor 19:00 Uhr ist eigentlich alles wie vorher. Meine Bauchspeicheldrüse produziert jedoch laut C-Peptid-Wert noch zu 80 %, was im Normbereich eines Gesunden meines Alters liegt.

    Für mich, wie wahrscheinlich für viele der mittlerweile 8 Mio. Typ-2er in Deutschland, heißen die Erfolgsfaktoren fettreduzierte gesunde Ernährung und Bewegung und nicht optimale Einstellung des Diabetes. Deshalb sollte man als 2er zunächst versuchen an diesen Schrauben zu drehen, bevor man auf Pillen und Pens zurückgreift.

    Ich für mich beantworte die Frage Diabetes - Ja oder Nein ? mit einem klarem Ja !
    Jedoch habe ich hoffentlich den Weg gefunden, meinen Diabetes für viele Jahre "rezeptfrei" zu kontrollieren.

    Gruss
    Frank von Frenk
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 27.05.2005 18:23:17
    Hallo Frank,

    toll, wie das bei das bei Dir klappt und ich stimme Dir da voll zu. Insulin verbessert nur die Blutzuckerwerte, die Situation der Adipositas wird oft verschlimmert, die Erkrankung damit sogar gefördert.
    Ich bin 2001 entdeckt worden und 2003 manifestiert. 2 Jahre ging das mit Ernährung so halbwegs gut und ich weigerte mich den Diabetes therapieren zu lassen, heute weiß ich wieso ich so gehandelt habe - Insulinbehandlung mit Insulinunverträglichkeit ist HORROR, aber es geht nicht mehr ohne.
    Ich bin ein LADA, ohne Insulin gehts eben nicht.
    Mein BMI bei Manifestation lag bei ca 19.

    Naja, ich hoffe Annita schafft den Durchbruch!

    Grüße, Daniela
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 27.05.2005 20:03:42
    hallo frank,
    es ging hier nicht um dich sondern um eine ganz gezielte frage, und die grundlagen waren im ersten posting geklaert.
    auch fuer einen t2 mit bmi 21, und extremen hochdruck, ist der tip mit diaet und sport sinnlos.
    nur zur information es gib ca 20% schlanke t2.
    und ob in kliniken laborwerte festgestellt werden?
    c-peptid kostet einen haufen.
    oder hast du noch nichts vom allgemeinen sparen gehoehrt.
    mfg klaus von klausdn
  • Frank

    Rang: Gast
    am 27.05.2005 20:39:50
    Hallo Klaus,
    es tut mir leid, wenn ich kostbaren Serverplatz vergeudet habe.
    Mir ist klar, dass es nicht um mich geht. Nur eigene Erfahrungen helfen dem einen oder anderen vielleicht weiter. Aber wenn ausser Annita unter Umständen noch sonst jemand mitliest, den dieses Problem auch betrifft, waren meine Anmerkungen vielleicht doch nicht so sinnlos.

    Außerdem sprach ich nicht von Sport sondern von Bewegung und nicht von Diät sondern von fettreduzierter gesunder Ernährung.

    Auf meine Frage, ob der C-Peptid-Wert ermittelt wurde, teilte mir übrigens mein zuständiger BfA-Arzt mit, dass C-Peptid-Bestimmungen im Rahmen der BfA -Reha (und wahrscheinlich auch bei der LVA) zu den Standard-Laboruntersuchungen bei Patienten mit erhöhtem Nüchtern-BZ am Anfang der Therapie gehören. Den Wert bekommt man jedoch nicht genannt, wenn man nicht explizit danach fragt. Die Werte sollten jedoch binnen 14 Tagen nach Reha-Abschluß an den Hausarzt weitergeleitet worden sein.

    Viele Grüsse
    Frank
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 27.05.2005 21:32:03
    hallo fank,
    mein beitrag war weder böse noch gegen dich gerichtet, und abnehmen für uebergewichtige und sport/bewegung ist auch richtig , hatte ich auch geschrieben - gilt fuer alle nicht nur fuer dm-ler.
    was mich bewogen hatte zu schreiben war nur dass kurz hintereinander von verschiedenen das kam, obwohl es in diesem fall absolut falsch ist.
    für dich: ob man mit fettreduzierter kost abnimmt , darueber schlagen sich die sogenannten experten die köpfe ein. es gibt durchaus namhafte leute von der ernährungs/diabetes seite , die da anderer meinung sind.
    auch solltest du deine bz-werte nicht nur nuechtern sondern auch mal pp1 pp2 kontrollieren.
    denn hoher bz hat einige schädliche folgen im gepäck.
    mfg klaus von klausdn
  • Frank

    Rang: Gast
    am 28.05.2005 01:52:31
    Hallo Klaus,
    ich habe das gar nicht als Angriff gesehen, nur fühlte ich mich von dir angesprochen und hielt es für richtig, darauf noch mal zu antworten.

    Ich sehe die fettreduzierte Kost übrigens nicht primär unter dem Gesichtspunkt der Gewichtsreduktion.

    Als geschulte Diabetiker wissen wir ja, dass uns fettreiche Kost immer Probleme macht.
    Eine gut geölte Pizza am Abend führt meist zu hohen BZ-Werten am Morgen. Eine Tischnachbarin in meiner Reha, übrigens Typ-2 mit Tendenz zu Typ-1 und normalgewichtig - deshalb auch ohne "Diät", hatte die 200ter Werte am Morgen immer dann, wenn sie am Abend noch eine Pizza reingeschoben hatte, obwohl sie rechnerisch richtig gespritzt hatte. Schuld war, wie wir ja wissen, zunächst die Regulation durch die Leber aufgrund der sinkenden BZ-Spiegel bei noch nicht "angekommener" Pizza und dann spät in der Nacht, wenn kein oder nur noch wenig Bolus wirkt, die Pizza-BE's.

    pp1 und pp2 sind übrigens ok bis sehr gut. Ich nutze übrigens gern den pp1,5-Wert. Speziell diese Werte veranlassten mich übrigens eigenverantwortlich, d.h. ohne Rücksprache mit dem Arzt, das Insulin anfänglich drastisch zu reduzieren und letztendlich ganz abzusetzen. Schließlich ist es ja auch mein Diabetes und den möchte gefälligst ich kontrollieren und nicht ein Arzt ! Hätte ich auf den Arzt, übrigens selbst seit 30 Jahren Diabetiker, gewartet, würde ich wahrscheinlich heute noch spritzen.

    Mit dem Messen wird es für mich in der Zukunft wohl eng. Wenn die Krankenkasse erfährt, dass ich kein Insulin mehr spritze, gibt es wohl nur noch Harnzucker-Streifen.
    (Hinweis hier: Beim Reha-Beginn sollte man sich genau überlegen, wo man bei der Frage auf dem Fragebogen
    Medizinischer Abschlußbericht der Krankenkasse zusenden ? ja nein
    das Kreuzchen macht )
    Mein Fehler: Mit Nüchtern-BZ meinte ich übrigens den Wert vor den Hauptmahlzeiten morgens, mittags und abends. Medizinisch ist das sicher nicht korrekt. Es war der Wert zu dem Zeitpunkt gemeint, zu dem die vorherige Mahlzeit normalerweise verstoffwechselt war, d.h. um 7.00, 11.00, 17.00 und 22.00 Uhr. Und diese waren zwischen 90 und 100.

    Viele Grüsse
    Frank
  • Thomas2002

    Rang: Gast
    am 28.05.2005 11:57:06
    zum thema abnehmen. je nach literatur gilt ein bmi zwischen 19 und 22 als unterer grenzwert. von Thomas2002