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Nervenschädigung?
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Reiner
Rang: Gastam 19.05.2005 14:44:07
Hallo,
ich bin Reiner, 49 Jahre alt und habe seit 1976 Diabetes, Typ 1. Ich leide außerdem seit mehreren Jahre uinter Angst – und Panikattacken. Nun zu meiner Frage: Da ich das Insulin nun sschon seit Jahrzehnten in den Bauch spritze, bekomme ich nun zumehmend Probleme damit. Irdgendwie scheinen die Nerven schon geschädigt zu sein. Die Injektionen sind manchmal schmerzhaft und ich bekomme in verschiedenen Körperregionen starke Stiche bei der Injektion. Diese Stiche, an Armen, Beinen und Kopf treten immer öfter auf. Ich weiß schon nicht mehr, wohin ich das Insulin spritzen soll. Außerdem haben sich schon große „Knudeln“ an den Bauchseiten gebildet. Duch meine Angststörung habe ich oft das Gefühl, mir könnte etwas passieren ( Herzinfarkt ect.). Ich war auch schon beim Kardiologen, habe im Krankenhaus einen Herzkatherder setzen lassen. Darufhin wurde mir ein sog. Stent gesetzt, da eine Ader verengt war. Vor kruzem wurde wieder eine Untersuchung gemacht. Gott sei Dank haben sich meine Befürchtungen nicht bestätigt. Aber die Angst bleibt. Vor allem diese Stiche , die am Körper auftreten beunruhigen Mich. Können Sie mir eine Hilfestellung. bzw. einen Rat geben. Vielen lieben Dank. Mit frdl Grusse Reiner
Oispsychishc@aol.com von Reiner -
Yvonne
Rang: Gastam 20.05.2005 00:26:02
Hallo,
das hört sich nicht gut an! Aber ein kleiner Tipp! Du solltest Dir einen Stichplan machen. Dort markierst Du Dir wo Du das letzte Mal gestochen hast und so siehst Du das Du immer wieder abwechselend eine andere Stelle nimmst!
Gruß -
Jörg Möller
Rang: Gastam 20.05.2005 01:51:09
Diese "Stiche" am Körper sind ein relativ normales, neurologisches Phänomen.
Grund dafür ist, daß nicht jeder Fleck auf der Haut direkt mit dem Gehirn verbunden ist sondern mit einem bestimmten Rückenmarksegment. Dieses ist aber auch nicht für einen bestimmten Fleck, sondern gleich für ein ganzes Areal zuständig (Der Mediziner nennt sowas "Dermatome").
Kommt es nun zu einer Reizung eines Nervenendpunktes innerhalb eines Dermatoms, so kann das vom Gehirn schon mal fehlinterpretiert und einem ganz anderen Fleck (innerhalb des selben Dermatoms) zugeordnet werden. von Jörg Möller -
ANONYM
Rang: Gastam 20.05.2005 09:59:29
Hallo Reiner,
Du hast im anderen Diabetes-Forum schon eine gute Antwort bekommen. von ANONYM -
Anke S.
Rang: Gastam 22.05.2005 18:19:42
Hallo Reiner !
Nicht verzagen :-). Du beschreibst mehrere Probleme, die man jedes für sich aber sicher angehen kann.
Wenn es bei dir Haut- und Unterhautfettgewebsveränderungen in den Bereichen gibt, wo du bisher gespritzt hast, sollten diese Stellen auf lange Sicht auf keinen Fall mehr weiter benutzt werden. Zum einen brauchen sie viel Zeit, um sich wieder zurück zu bilden. Zum anderen kann das Insulin, wenn es in eine solche Zone gespritzt wird, nicht mehr richtig wirken. Blutzuckerschwankunen, die sich nicht erklären lassen, sind dann ziemlcih wahrscheinlich.
Spritzstellen gibt es im ganzen Bauch ober- und unterhalb des Nabels, im Bereich der Oberschenkel und der Hüften. Am besten gemeinsam mit dem Diabteologen einen Plan aufstellen, wann du wohin spritzt.
Die "Stiche", die du in Bereich der Arme und Beine beschreibst, können ganz verschiedene Ursachen haben. Zumal wenn sie dich sehr stören und dir Sorgen machen, ist es sicherlich das Beste, eine Überweisung zum Neurologen zu holen und sie abklären zu lassen. Sollten sie vom Diabtes kommen, kann man eine bestimmt Infusionstherapie versuchen. Aber das sagt der Neurologe dir dann noch genauer ;-).
Angst-und Panikattacken sind immer ein guter Grund, professionelle Hilfe zu suchen. Es gibt Bewältigungsstrategien, die sich im Alltag bewähren und die sich gut erlernen lassen, so dass es sicher nicht nötig ist, sich durch diese Attacken die Freude nehmen zu lassen :-)
Viel Erfolg und viele Grüße, Anke. von Anke S. -
Sylvia
Rang: Gastam 30.05.2005 14:06:07
Warum verwendest Du keine Insulinpumpe?
Damit fällt häufiges stechen weg und wird durch 2-3 mal stechen pro Woche ersetzt.
Ich beschränke das Angsthaben bei mir auf wenige Momente im Jahr, z.B. kurz vor den Arztbesuchen. Wenn die Ängste überhand nehmen und Dich permanent beschäftigen würde ich auch eine psychologische Beratung bzw. Unterstüzung empfehlen. Das kann wirklich gut tun. Habe ich in den letzten 30 Diabetikerjahren mehrmals jeweisl während eines halben Jahres gemacht. Besonders gut ist es, wenn der/die Psychologe/in selbst Diabetes hat oder zumindest regelmässig Diabetiker betreut und viel übers Fachgebiet weiss.
Die Balance zu finden zwischen dem "ich habe bestimmt etwas ganz schlimmes" und dem "lauf nicht dauernd wegen nichts zum Arzt" ist nicht einfach zu finden. Wie Du beschreibst kann eine zusätzliche Kontrolle auch personliche Sicherheit bringen durch den Bescheid, dass nichts schlimmes gefunden wurde bzw. manchmal eben auch, dass etwas nicht so ist wie es soll, und man deshalb etwas tun muss. Nur Du oder Dir eng Vertraute können abschätzen, ob eine zusätzliche Kontrolle notwendig ist. Beim überarbeiten Deiner Entscheidungsmechanismen kann aber eine externe Beratung sinnvoll sein. von Sylvia