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Intra venöse Insulingabe

  • x-man

    Rang: Gast
    am 16.01.2010 04:50:20
    "4. Welches Insulin wird iv gespritzt, wenn es Humalog oder änhlich ist, dan sind 45 Minute sehr lang"

    Völlig unerheblich -Insulin senkt den Bz und wenn es i.v. gespritzt wird kann (!!!) unkontrollierbar in den Keller gehen.
    Eine lebensgefährliche Aktion!!!
    Ich verweise auf mein Erst-Posting....
  • peter

    Rang: Gast
    am 16.01.2010 11:57:52
    und genau das hat hajo gemeint mit - keine ahnung aber tönen -
    nein gerade wenn man iv insulin spritzen kann, ist es ungefährlicher als subcutann, einfach da insulin wenn es im blut frei rumschwimmt eine halbwertzeit von 4,3 minuten hat also extrem schnell an wirkung verliert,
    hypos entstehen viel eher wenn durch überhöhte werte große mengen ins depot unter die haut gespritzt liegen
    und auch dann weiter wirken wenn der bz schon am abfallen ist, dann nämlich muß schnell gegengegessen werden, da die nicht gestoppt werden können.
    daher ist hajos einwand mit den 45 minuten völlig ok denn nach 45 minuten ist iv insulin nicht mehr vorhanden.
    alles andere ob man darf oder soll, usw ist völlig irrelevant, der eine kanns und machts der andere kennt es nicht, kann es nicht, macht es nicht, und sollte sich dann einfach raushalten.
    von peter
  • Joa

    Rang: Gast
    am 16.01.2010 14:35:01
    > Peter schrieb:

    > gerade wenn man iv insulin spritzen
    > kann, ist es ungefährlicher als
    > subcutann,

    Genau so ist es. Jeder insulinabhängige Diabetiker geht mit einem normalen Essensbolus ein deutlich höheres Hypoglykämierisiko ein, als mit einer auf die aktuelle BZ-Höhe abgestimmten intravenösen Injektion.

    Ein Nichtdiabetiker kann schon mit relativ kleinen Insulinmengen, sc verabreicht, in den Bereich hypoglykämischer Symtome kommen. Das geht wohl so etwa ab 3 bis 5 Einheiten los.

    Ein Diabetiker bemerkt ggf. Hypoerscheinungen, besonders in der Nacht, schon bei minimal zu hoher Basalrate und einer Überdosis weit unter 1 IE.

    Intravenös führt die Verabreichung von 1 IE/kg Körpergewicht zwar in den hypoglykämischen Wertbereich, bleibt aber frei von (ernsthaften?) Hyposymptomen.
    (großdeutsche Menschenversuche in den 30ern)

    D. h. im Klartext, dass ein Mensch von 70 kg Lebendgewicht 70 Einheiten Insulin auf einmal, intravenös, anscheinend ohne nennenswerte Risiken wegstecken kann.
    =;-)

    Zur Frage von was, wie, warum verweise ich erneut auf meinen eingangs eingestellten Linke, wo diese Fragen recht eingehend diskutiert worden sind.

    "Verminderte Hypogefahr bei intravenöser Insulingabe".

    Gruß
    Joa

    p.s.
    @ Anonym:
    Wenn Du auf ein vorhergehendes Posting verweist, dann mache bitte das nächste Mal auch klar, welches Posting der div. Anonymusse gemeint ist.

    Ich findes es einfach rücksichtslos hier zu erwarten, dass jeder Leser eine passende Kristallkugel auf dem Desktop hat.
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 19.01.2010 10:23:32
    Moin Joa,

    aber soooo abwegig ist doch die laienhafte Vorstellung gar nicht, dass iv die Hypo-Post so richtig abgeht und in nullkommanix das Licht ausschalten kann. Denn JEDE schneller als erwartete Insulinwirkung wird doch von nahezu JEDEM Arzt und nahezu JEDEM Diabetologen so erklärt, dass man da halt ein Äderchen getroffen habe, also klein iv. Im Rahmen dieser so (fach-)medizinisch genährten Vorstellung kann doch groß iv nur noch sehr viel verstärkter wirken.

    Bisdann, Jürgen
  • dumme Frage

    Rang: Gast
    am 19.01.2010 10:30:55
    Auch, wenn vor 30 Jahren eine i.v.-Korrektur gelehrt wurde, ist sie doch heute nicht Therapieziel, oder irre ich mich da?
    DAFÜR gibt es doch andere Varianten. von dumme Frage
  • peter

    Rang: Gast
    am 19.01.2010 11:11:49
    es wird heute wie damals gemacht, und ist die einzige möglichkeit den bz schnell, um eine entgleisung zu verhindern, zu senken ohne die gefahr einer hypo.
    von peter
  • Aha

    Rang: Gast
    am 19.01.2010 13:53:15
    DAS wusste ich wirklich nicht, dass das der Diabetiker SELBST macht. von Aha
  • Blubb

    Rang: Gast
    am 27.04.2013 03:43:47
    Also bei meiner letzten Schulung habe ich gelernt, dass wenn man wirklich beim Spritzen einmal eine Vene trifft, es so aussieht, dass sämtliches Insulin, dass man sich spritzen will innerhalb der nächsten 10 Minuten wirkt. Gründe dafür sind folgende:

    # es muss nicht durch das Fettgewebe
    # ist direkt im Blut
    # kann sofort aktiv wirken

    Im Normalfall also, sofort den Notarzt rufen!! Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass du dir jemals wirklich Intra venös korrigiert hast und wenn
    1# ...äh.... komisch?!
    2# bist du n Untoter? :P

    Also ich denke ehrlich, dass du das lassen solltest! Korrigiere lieber normal, dass sollte helfen ;)


  • Gast

    Rang: Gast
    am 27.04.2013 09:26:16
    komisch jetzt nach drei jahren ist dir was aufgefallen.
    aber begriffen hast du nicht, sorry, es ist die absicht mit einer iv korrektur eine schnelle wirkung zur korrektur zu erreichen, und innerhalb von 10 minuten passiert das nicht sondern in wesentlich kürzerer zeit. da nur die korrekturmenge gespritzt wird gehts nicht in die uz.
    zudem solltest du eigentlich gelernt haben (oder ist da mal wieder was wesentliches unterschlagen worden ? )
    insulin "im" blut hat eine halbwertzeit von 4,3 minuten, nach 10 minuten ist also weniger als ein "viertel" der gespritzten menge nur noch vorhanden.
    und, wenn du also aus versehen (was in 10 jahren bei 6x/d spritzen villeicht einmal vorkommt)
    mit der normalen dosis eine vene triffst, liegst du so schnell neben dem stuhl daß du garnicht mehr zum telefon kommst. sollte ein anderer den na rufen, und der kommt nach 20 minuten, sitzt du schon wieder am früstückstisch.
    so ist das , und ich weiß das da es mir vor 10 jahren mit einer zu langen kanüle mal passiert ist. danach habe ich auf 6mm gewechselt und es ist nie wieder vorgekommen.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 27.04.2013 22:55:52
    Gast schrieb:
    Auch, wenn vor 30 Jahren eine i.v.-Korrektur gelehrt wurde, ist sie doch heute nicht Therapieziel, oder irre ich mich da?


    Du hast Recht! Ziel der iv-Korrektur als Therapievorgehen ist es, den Blutzucker möglichst schnell und ohne Hypoglykämierisiko in den Normbereich zurück zu bekommen, wenn er sich darüber hinaus verirrt hat. Das gilt aber nur für essensbedingte Entgleisungen.

    Du irrst, wenn Du meinst, dass die intravenöse Insulinkorrektur als sichere, schnelle und stressreduzierende Korrekturform heute nicht mehr gilt.

    schrieb:
    DAFÜR gibt es doch andere Varianten.



    Ja. Eine Alternative ist die Aufteilung des Korrekturbolus auf möglichst viele Einzeldosen. Also z.B. statt 5 IE an verschiedenen Orten 5 x 1IE. Macht aber auch mehr Löcher ... ;-)

    Gruß
    Joa