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  • jade

    Rang: Gast
    am 07.03.2005 12:15:55
    hallo ihr lieben,

    ich bin keine diabetikerin. ich beschäftige mich gerade mit dem thema insluninausschüttung zwecks gewichtsabnahme aus gesundheitlichen gründen.

    ich habe eine frage, die in der fachliteratur die ich mittlerweise schon gewälzt habe, immer wiedersprüchlich beantwortet wird.

    und deshalb meine fragen an die spezialisten....:
    kann süsstoff, also zuckeraustauschstoff wie aspartem & Co., den insulinspiegel anheben?
    ich lese in manchen büchern, dass der glyx von süsstoff nicht gut ist. aber warum? wenn diabetiker süsstoff nutzen können, kann er doch keine auswirkung auf die insulinproduktion haben, oder?
    gibt es eine megenbegrenzung?

    ich verwende relativ viel.

    danke für euer feedback!!!!!!!!
    grüßle,
    jade
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 07.03.2005 14:02:48
    hallo jade,
    dein gedanke ist verkehrt herum, t1 u. t3, koennen kein insulin ausschuetten, da die betazellen defekt sind, t2 nur vermindert, deswegen spritzen wir ja das insulin, und deshalb benutze ich auch zucker, mir schmeckt kein suessstoff, und die fructose, irrtuemlich als zuckeraustauschstoff bezeichnet, ist aber ein ganz normaler zucker, mit dem kann man manches machen , aber manches nicht , und ich kann sogar schmecken ob am salat sacharose uder fructosae ist(von suessstoff zu schweigen).
    ob suesstoff in mengen gesund ist,?
    fuer cyclamat gibt es neuerdings eine warnung, aspartame geht nicht zum backen(hab ich hier gelesen).
    dass bei gesunden suesstoff insulinausschuettung bewirkt, ist wohl getestet worden, jedenfalls sollen fressattacken zunehmen.
    mein tip zum abnehmen: fuer dmler und andere,
    gemischte gesunde kost , keine diaet, nur etwas !!weniger, sodass dem koerper keine hungersnot signalisiert wird(jo-jo eff) und kontinuierlich !!
    und ganz langsam abnehmen, dann kann man auch das gewicht halten.
    mfg klaus von klausdn
  • Andreas

    Rang: Gast
    am 07.03.2005 14:49:42
    Hallo!

    Der hormonelle Regelkreis funktioniert ja offensichtlich über einen Feedback-Mechanismus. Es werden Ist-Wert und Soll-Wert verglichen und entsprechend korrigiert.

    Wenn dann also eine Stimulation durch einen erhöhten Blutzucker (davon würde ich jetzt mal ausgehen) erfolgt, kann der Süsstoff keine Wirkung haben.

    Herzliche Grüße
    Andreas
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 07.03.2005 15:05:22
    Hallo.

    Ergänzend zum Beitrag von Klaus:

    Dass Süßstoff gesundheitsschädlich sein soll (z.B. Ablagerung in den Knochen), hat man schon vor mehr als 20 Jahren prophezeit. Eigetreten ist davon jedoch nichts.

    Heute heißt die Faustregel: Bis 20 Süßstofftabletten am Tag sind ohne Gefahr möglich (z.B. Natreen). Aspartam (z.B. Canderel) ist ohne Begrenzung möglich, da es vollständig verdaut wird (Eiweiß).

    Ich will die Gefahr der Gewichtszunahme noch etwas genauer ausführen:
    Bei Typ 2 (Rest-Insulin-Produktion vorhanden) und Gesunden reagiert der Körper auf Süßes mit Ausschüttung von Insulin. Ist aber nun das Süße nicht in Form von realer Energie vorhanden (Süßstoff hat keine Energie), dann ist plötzlich zuviel Insulin im Körper, was wiederum Hunger auslöst.

    Wenn man aber eine komplette Mahlzeit isst, also Brot, Kartoffeln, Nudeln o.ä., und dann den Nachtisch mit Süßstoff genießt (kalorienarm), dann kommt der o.g. Effekt nicht zustande, weil genügend Kohlenhydrate vorhanden sind. Fazit: Der teilweise (!) Ersatz durch Süßstoff ist sinnvoll.

    Bei Typ 1 kann kein Insulin ausgeschüttet werden, da die produzierenden Zellen zerstört sind. Hier kann der o.g. Effekt nicht eintreten.

    Thema Fruchtzucker:
    Ich möchte noch einmal (für alle anderen) darauf hinweisen, dass Fruchtzucker nur zu einem Drittel blutzucker-wirksam ist!!!
    Wer also 3 BE Zucker durch Fruchtzucker ersetzt, der darf davon nur 1 BE mit Insulin abdecken, sonst droht Unterzucker nach dem Essen.
    Die restlichen zwei Drittel des Fruchtzuckers wandern übrigens direkt in die Glucosespeicher der Leber.

    Gruß,
    lovely von Lovely
  • Andreas

    Rang: Gast
    am 07.03.2005 16:59:28
    Hallo Lovely!

    Kommt es wirklich allein durch den Verzehr von Süßem zur Insulinausschüttung?

    Ich kenne es so, dass man die prandiale Insulinsekretion in 2 Phasen unterteilt: eine schnelle und eine langsame Phase. Die schnelle Phase wird in der Literatur so beschrieben, dass es bei intravenöser Glukosezufuhr nach 1 bis 5 Minuten zu einem steilen Anstieg der Insulinsekretion kommt. Da ist also der BZ durch die i.v. Injektion erhöht!

    Ich kann mich ebenso an einen Versuch erinnern, den wir vor einigen Jahren durchgeführt haben. Da bekam eine stoffwechselgesunde Person eine Lösung mit einer relativ großen Menge Süßstoff oral verabreicht. Die anschließenden BZ-Messungen lagen alle im Bereich der 10 - 15 %igen Toleranz des Messgerätes. Natürlich soll uns damit nun kein wissenschaftliches Versuchsergebnis vorliegen.

    Bei der Fruktose möchte ich hinzufügen, dass offensichtlich eine insulinunabhängige Aufnahme in die Zellen möglich ist. Hierzu habe ich gerade gelesen, dass eine Menge von 40 g über den Tag verteilt nicht überschritten werden sollte.

    Herzliche Grüße
    Andreas