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wann ist denn ein Insulinwechsel sinnvoll
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Astrid
Rang: Gastam 06.01.2010 00:49:39
Hätte da mal eine Frage an die erfahrenen Diabetiker:
-wechselt ihr eigentlich ab und an euer Insulin?
-sind denn die versch. Insuline auch wirklich anders in ihrer Wirkweise, oder ist nur der Hersteller ein anderer?
-kann sich denn der Körper an ein bestimmtes Insulin"gewöhnen" und es verliert von seiner Wirkung?
-ich lese hier öfters, daß etliche Diabetiker mehr als 100 IE/Tag benötigen, ist da nicht ein Insulinwechsel sinnvoll?
die Fragen klingen vielleicht naiv, es würde mich aber trotzdem einfach interessieren ab wann miese Werte auch was mit dem Insulin und nicht nur mit der Dosierung zu tun haben.
mfg von Astrid -
x-man
Rang: Gastam 06.01.2010 05:55:06
Eine Umstellung auf ein anderes Insulin sollte NUR aus medizinischen Gründen erfolgen!
Z.B. wenn schwere Nebenwirkungen auftauchen -"unbemerkte Hypoglykämien"-diese können lebensbedrohlich werden,da der Betroffene bedingt durch blockierte Signalwirkung im Gehirn nicht rechtzeitig reagieren kann.
Die klassischen Symtome einer Hypoglykämie fehlen> Schwitzen,Zittern Sehstörungen usw.
oder wenn ein Insulin (z.B. LANTUS) im Verdacht steht Krebs zu erzeugen
(sofort absetzen und zum Arzt um sich ein anderes Präperat verordnen zu lassen!)
Hier sei noch einmal daran erinnert das DiabetikerInnen vor 1980 keinerlei Möglichkeit hatten ihren Bz zu kontrollieren und unter tierischem Insulin überlebt haben!
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Astrid
Rang: Gastam 06.01.2010 11:48:03
...schönes neues Jahr Anke...:)))
...klar aus medizinischen Gründen.... von Astrid -
peter
Rang: Gastam 06.01.2010 13:48:55
hallo astrid , es müssen nicht nur medizinische gründe sein.
zb wer ni spritzt (egal welche sorte und herkunft) hat oft mit der langen wirkdauer das problem etwas nach dem essen, essen zu müssen, wer das nicht will, kann wechseln.
für basis, nph bei geringem bedarf kann das zum lochstanzen werden(das zeug wirkt bei geringen mengen fast wie ni. für den ist der wechsel auf lz-analog
eine erleichterung.
es gibt einfach gute mittlere und miese pens, wäre auch ein grund.
wer nicht gut sehen kann muß große anzeige haben.
vergeßliche benötigen einen pen mit speicher.
für nadelphobiker, gibt es sondersachen.
ein medizinischer grund wäre wenn das insulin nicht mehr wie bisher wirkt(aus welchen gründen auch immer) von peter -
hfjgktuz
Rang: Gastam 06.01.2010 19:19:52
Wie in allen anderen Bereichen gilt auch hier:
"Never change a winning team!"
Und unserem Lieblings-Frühposter (4.55 Uhr - Respekt!!) eine klare Ansage zu "Hier sei noch einmal daran erinnert das DiabetikerInnen vor 1980 keinerlei Möglichkeit hatten ihren Bz zu kontrollieren und unter tierischem Insulin überlebt haben!"
1. die Diabetiker liefen alle mit CT (festem Ess- und Spritzplan)
2. wurde sehr wohl der BZ kontrolliert (Einzelmessungen + Tagesprofile)
3. gibt es einige mit DM die trotz tierischem Insulin nicht überlebt haben (Spätschäden, allergische Reaktionen und unbemerkte Hypos)
Also hör auf Dummheiten zu verbreiten, denn dein "neuer" Ansatz (med. Notwendigkeit) war soo schlecht nicht... -
x-man
Rang: Gastam 07.01.2010 03:07:28
>>>3. gibt es einige mit DM die trotz tierischem Insulin nicht überlebt haben (Spätschäden, allergische Reaktionen und unbemerkte Hypos)<<<
Zu deiner ersten Anmerkung "Spätschäden"....das lag wohl eher in der Erkrankung des Dm selbst und NICHT am tierischem Insulin!
"Allergische Reaktionen" ( hier kann nur der allergische Schock gemeint sein) war und ist bei tierischem Insulin kaum möglich.
Unter tierischem Insulin bemerkt man Hypos rechtzeitig -es liegt an der "Konstruktion der Substanz"..
Wenn du behauptest unter tierischem Insulin gäbe es "unbemerkte Hypoglykämien",dann weißt du nicht um was es eigentlich geht! -
Typisch Anke!!!
Rang: Gastam 07.01.2010 16:05:41
>>(hier kann nur der allergische Schock gemeint sein) war und ist bei tierischem Insulin kaum möglich. (Komisch, wo du doch selbst mindestens 1 Person kennst, die auf tierisches Insulin allergisch reagiert!!)
Unter tierischem Insulin bemerkt man Hypos rechtzeitig -es liegt an der "Konstruktion der Substanz"... (Obwohl dir schon mehrfach von verschiedenen Leuten von unbemerkten Hypos unter Schweineinsulin berichtet wurde, verbreitest du weiter deinen Blödsinn)
Wenn du behauptest unter tierischem Insulin gäbe es "unbemerkte Hypoglykämien",dann weißt du nicht um was es eigentlich geht! (Falsch, Anke, wenn du weiter behauptest, dass man generell unter tierischem Insulin die Hypos merkt, ist das wieder das Gleiche, wie die Behauptung, unter HI merkt man generell keine Hypos!)<<
Und Anke, wenn du weiter nicht begreifst, dass jeder Diabetiker anders ist, isst und reagiert, bist du sowas von beratungsresistent, dass die Behauptung, du wärst ein Dummschwätzer mehr als berechtigt ist bzw. voll zutrifft !! von Typisch Anke!!! -
Jürgen
Rang: Gastam 07.01.2010 17:23:30
Moin Astrid,
die Wirkprofile innerhalb der einzelnen Insulinklassen sind praktisch gleich. Da hast Du die schnellen Analoga, aktuell Apidra, Humalog und Novorapid, die alle 3 in der Werbung schon vor dem Spritzen wirken und nach 1 Stunde schon durch sind,
Wirkdauer ca 2-3 Stunden,
dann das normale Alt- oder Human-Insulin unter den verschiedensten Namen und Bezeichnungen,
Wirkdauer ca 3-5 Stunden,
dann das zinkverzögerte NPH-Insulin, das man vor dem Spritzen rollen muss,
Wirkdauer ca 6-10 Stunden,
dann das Langzeitanalog-Insulin Levemir
Wirkdauer ca. bis zu 20 Stunden mit meist deutlich zu beobachtendem Wirkgipfel über der Mitte der Wirkzeit
und schließlich Lantus
Wirkdauer ab etwa 12 IE bei Erwachsenen recht gleichmäßig über 24 Stunden mit 1/24 Dosis pro Stunde.
Wenn Du liest, dass jemand 100 und mehr Einheiten pro Tag braucht, dann braucht er das mit dem Insulin von Lilly genau so wie mit dem von Roche oder dem von Novo Nordisk. Ich hab schon öfter gehört, dass jemand mit einem Insulinwechsel innerhalb der jeweiligen Klasse weniger Insulin gebraucht oder einen besseren HBA1c gehabt hätte, aber direktes Nachforschen, wo ich das konnte, hat meistens ergeben, dass entweder die Angaben nicht stimmten oder dass gleichzeitig größere Veränderungen im Tagesablauf stattgefunden hatten.
Größere und zunehmende Insulinmengen findest Du meistens bei Typ2, einmal weil wir eh mehr Insulin pro BE brauchen (sogenannte Insulinresistenz), und dann weil wir sehr BE-lastig zu essen angehalten werden, und dann weil uns relativ hohe BZ-Verläufe empfohlen werden. Denn traditionell gilt hoher BZ für Typ2 als nicht so gefährlich wie für Typ1, bei dem das schneller mal der Vorlauf zur Keto sein kann. Was die ketofurchtsame Medizin früher nicht gewusst hat und heute nicht bedenkt, ist die mit hohen BZs einhergehende erhebliche zusätzliche innere Zuckerversorgung des Typ2 durch die Leber. Damit kann Typ2 locker zum Insulin für eine gegessene BE weiteres für eine weitere aus der Leber spritzen, bei einem BE-Faktor von eigentlich 3 also dann z.B. 6 IEs, und damit hat der Mensch dann von außen betrachtet den wahnsinnig insulinresistenten BE-Faktor von 6. Und der ist durchaus noch steigerungsfähig, wenn man den Teufelskreis aus immer höheren BZs und immer mehr Insulin als Betroffener nicht durchbricht und den BZ erst einmal mit minimalem BE-Input oder sogar ganz ohne auf völlig gesundes Niveau absenkt und dort stabilisiert. Damit sinken automatisch Basalbedarf und BE-Faktoren locker um den Faktor 2 und mehr, und eifrige Resistenzschwätzer erzählen wieder etwas von durchbrochener Resistenz ;-)
Schönen Rest von 2010! Jürgen -
Astrid
Rang: Gastam 07.01.2010 23:46:31
Danke Jürgen, endlich hat mal jemand was zu meiner Frage geschrieben.
Ich hatte das bei meiner Ersteinstellung ( und die hat vier Wochen gedauert, stationär ) so verstanden, dh. bei zu vielen IE wird das Insulin gewechselt.
Bei mir wurde zuerst Berlinbasal, dann Lantus ausprobiert, die hatten trotz großer Mengen keine Wirkung, Levemir hat dann mit ganz wenigen IE meinen BZ sofort gesenkt.
Aber klar ich verfahre natürlich nach dem Motto "never change a winningteam" und hoffe mal, daß sich mein IE-Verbrauch u. BE-Faktor in den nächsten Jahren nicht wesentlich erhöhen.
mfg von Astrid -
Jürgen
Rang: Gastam 08.01.2010 00:20:45
keine Wirkung, kann ich nicht glauben. Vielleicht keine zu der Zeit, zu der gemessen wurde. Wann wurde denn gespritzt und wann wieviel gemessen. Und wann misst Du denn jetzt meistens? von Jürgen