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Diabetes nach vollnarkose

  • LISA

    Rang: Gast
    am 04.02.2005 16:19:51
    Hallo,
    ich wurde vor 3 Wochen unter Vollnarkose am Knie operiert. Seit der Op kann ich denn ganzen Tag trinken und muß auch ständig auf Klo. Meine Narbe heilt diesmal auch total schlecht und ich bin immer total fertig von der OP. Am Tag vor der Op waren meine Blutwerte noch total okay.
    Kann man nach einer OP Zucker bekommen?

  • Claudia

    Rang: Gast
    am 04.02.2005 17:30:47
    Hallo "Anonym",

    laß Dich vor einer möglicherweise falschen Selbstdiagnose doch erst einmal von einem Arzt untersuchen. Eine solche Operation ist ja nun keine Kleinigkeit, und man muß sich hinterher erst erholen. Einen Diabetes mellitus durch diese Operation halte ich für praktisch ausgeschlossen, allerdings ist natürlich ein zufälliges zeitliches Zusammenfallen möglich.

    Gute Besserung!

    Claudia
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 04.02.2005 20:10:40
    hallo ano,
    selbst diagnosen, ferndiagnosen, vermutungen alles bloedsinn! gehe morgen nuechtern bei einer apotheke vorbei , lasse den bz messen,1 euro, wenn er ueber 120 ist mache einen termin beim diadoc ,
    wenn er ueber 180 ist gehe in die klinik , die wissen dann bescheid . wenn nichts ist kannst du besser schlafen. es wird soviel ueber anzeichen fuer dm geredet , ich habs , und kein einziges anzeichen gehabt.
    dass man von narkose dm bek. habe ich noch nicht gehoehrt.
    mfg klaus von klausdn
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 04.02.2005 20:58:01
    Hallo @all.

    Ja.

    Man kann durch eine Vollnarkose Diabetes bekommen. Allerdings keinen Typ 2, denn der kommt schleichend, in den Anfängen ohne Beschwerden.

    Der Typ 1 wird in der Regel bei entsprechender erblicher Vorbelastung, also wenn die Gene günstig für Typ 1 sind, durch einen "Vorfall" ausgelöst. Wohlgemerkt: "ausgelöst", aber nicht "verursacht".

    Solche "Vorfälle" können u.a. sein: Masern, Grippe, Operation / Narkose, psychischer Schock, Verkehrsunfall mit Schock usw.

    Gruß,
    Lovely
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 05.02.2005 20:13:27
    Stimmt Lovely!
    Als ich vor 15 MOnaten Diabetis bekam, hatte ich als Unfallfolge gerade eine Knieop hinter mir, wenige MOnate zuvor eine Schilddrüsen op und im Januar des Jahres 4 Wochen eine heftige Virusgrippe mit Krankenhausaufenthalt.
    Das paßt genau zu Deinen Aussagen.
    Irgendwann wäre das Dilemmea wohl sowieso ausgebrochen, aber nach diesen Katastrophen geschah es dann eben als "krönender" Jahresabschluß.

    An Anon - Ich rate Dir auch, was Klaus meint - zu einer Apotheke zu gehen.
    Herzliche Grüße!
    Astrid.
  • Andreas

    Rang: Gast
    am 06.02.2005 16:41:21
    Hallo Lovely!

    Weißt du warum es passiert bzw. wie würdest du es erklären?

    Offensichtlich haben doch alle "Vorfälle" etwas mit dem Immunsystem zu tun bzw. könnte ich mir vorstellen, daß man nach einer OP vorbeugend ein Antibiotikum gegeben hat.

    Müßte man dann nicht evtl. auch Angst- oder Streßpatienten als gefährdet betrachten?

    Warum bist du dir so sicher, daß hier keine Ursache, sondern ein Auslöser vorliegt?

    Gibt es eine Statistik oder Erkenntnisse darüber, daß nur genetisch vorbelastete Patienten durch solche Vorfälle erkranken?

    Herzliche Grüße
    Andreas
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 09.02.2005 18:22:11
    Hallo Andreas.

    Hier kommt meine späte Antwort, weil mich derzeit eine Erkältung "dahin rafft" :-(( .....aber eigentlich bin ich ganz froh, eine zu haben und mein Immunsystem wieder zu "spüren", nachdem ich 5 Jahre lang keinen einzigen Schnupfen hatte.

    Also es ging um die Frage nach der Manifestation des Typ 1 durch "Vorfälle". (Ich nenne es jetzt nur "Vorfälle", denn was damit gemeint ist, steht ja oben.)

    Erklären kann ich es nicht, die Medizin tappt hierbei größtenteils noch im Dunkeln. Es gibt immer wieder neue Erklärungsversuche, aber eine gesicherte Beweisführung gibt es noch nicht.

    Es ist bestätigt, dass die meisten Typ 1 Erkrankungen sich nach einem "Vorfall" manifestieren, weil man dies seit den 70er/80er Jahren durch Studien überprüft. (Ich selbst habe als Jugendliche auch eine Studie hierzu mitgemacht).

    Gesichert ist auch, dass der Typ 1 eine Autoimmunerkrankung ist, also eine Überreaktion des körperlichen Abwehrsystems.

    Welcher Mechanismus aber nun zum Typ 1 führt, darüber ist man sich noch nicht im klaren. Die Fehlsteuerung des Immunsystems tritt fast nur bei genetisch (erblich) dafür empfänglichen Personen auf.

    In den USA untersucht man ein Gen namens "Sumo-4", das durch eine natürlich vorkommende Veränderung (Mutation) für die Überreaktion verantwortlich sein soll und von Eltern an ihre Kinder vererbt wird. Kommen zu der Gen-Mutation dann noch umweltbedingte Auslöser wie Viren oder Infekte hinzu, kann das eine Erkrankung an Diabetes Typ 1 auslösen.

    Ursache oder Auslöser?
    Es gilt als relativ sicher, dass Personen mit bestimmten Oberflächenmerkmalen der weißen Blutkörperchen (HLA-Typen) eher Typ 1 bekommen als andere.
    Fast alle Typ1-er haben einen HLA-Typ "DR3" und/oder "DR4", aber nicht "DR2". Etwa die Hälfte (!) aller Typ 1-er haben eine Kombination aus "DR3" und "DR4" (ein vom Vater, eins von der Mutter).

    Die HLA-Typen sind eine (!) erbliche Veranlagung, es gibt aber bestimmt noch mehr.

    Wenn nun ein erblich vorbelasteter Mensch einen entsprechenden "Vorfall" hat, so ist das Risiko an Typ 1 zu erkranken um ein vielfaches größer, als bei einem nicht erblich belasteten Menschen. Darum kann ein "Vorfall" nur ein Auslöser sein. Wäre ein "Vorfall" die Ursache, so dürfte es keine Rolle spielen, welche erbliche Vorbelastung ein Mensch hat.

    Ich hoffe, meine Antwort war verständlich.

    Gruß,
    Lovely
  • Ines

    Rang: Gast
    am 10.02.2005 17:16:02
    Bin ich dann eventuell auch ein Typ I?
    Mein "Vorfall" - nämlich ein totaler "Systemabsturz", eine Akute Sarkoidose , (Autoimmunerkrankung der Lunge)
    war im August 2004. Erst im Zusammenhang mit der Sarkoidose wurde Diabetes festgestellt. Meine Hausärztin behauptet jedoch steif und fest, vorher hätte ich niemals erhöhte Blutzuckerwerte gehabt, eine kurz vor der Sarkoidose-Erkrankung durchgeführter Check hätte seinerzeit völlig normale Werte ergeben.
    Familiär vorbelastet bin ich allerdings auch - Großmutter, Mutter, beide Tanten ....
    Macht es einen Unterschied, ob Typ I oder II bzw. macht es einen Sinn, zwischen den Diabetes-Typen zu unterscheiden?
    Gruß Ines
  • Susanne

    Rang: Gast
    am 07.03.2005 10:56:51
    Ja, es macht Sinn, zwischen den beiden zu unterscheiden.
    Beim Typ I Diabetes ist die Insulinproduktion (spätestens eine Weile nach Einsetzen der Krankheit) komplett ausgefallen; dem Körper muss Insulin durch Spritzen zugeführt werden.

    Beim Typ II Diabetes ist die Produktion noch vorhanden, jedoch wird zu wenig Insulin produziert. Das kann durch Übergewicht hervorgerufen werden; in so einem Fall kann es schon helfen, abzunehmen, um die insulinproduzierenden Zellen wieder in ein normales Verhältnis zum Körpergewicht zu bringen. Allerdings hilft das nicht immer, teilweise muss mit Tabletten und immer öfter später auch mit Spritzen nachgeholfen werden.