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Kostenübernahme Blutdruckmessgerät durch PKV
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Heidrun Mlynek
Rang: Gastam 20.01.2005 00:06:36
Hallo,
da bei Diabetikern oft Bluthochdruck hinzukommt, wurde meinem privat versicherten Mann (Typ 2) ein Blutdruckmessgerät verordnet. Da er auf eine kombinierte Insulin-Behandlung (Lang- und Kurzzeit-Insulin) umgestellt wurde, sind diese Daten für den Arzt sehr wichtig, er muß mehrmals täglich messen. Die Kasse verweigert jedoch die Übernahme der Kosten. Hat hier jemand entsprechend Erfahrung bzw. kann mir hierzu evtl. rechtskräftige Urteile liefern. Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten.
Heidrun -
Marc
Rang: Gastam 20.01.2005 10:59:26
Hallo Heidrun,
die meisten PKV´s haben in ihren Tarifbeschreibungen eine Hilfsmittelaufzählung, diese werden tariflich erstattet.
Die nicht aufgezählten Himis können erst mal abgelehnt werden, z. B. Blutdruckmeßgeräte oder Unterarmgehstützen. Früher konnten sogar Blutzuckermeßgeräte abgelehnt werden. Ein Rechtsstreit lohnt sich nicht.
Hat Dein Mann den zur Zeit Bluthochdruck? Sofern eine medizinische Indikation vorliegt, würde ich vom behandelnden Arzt ein Attest holen mit Blutdruckwerten und der Arzt soll erwähnen, welche Medikamente gegen den Blutdruck genommen werden. Das Attest und die Rechnung würde ich dann zur PKV senden mit der Bitte zu prüfen, ob eine freiwillige Beteiligung möglich ist. Meistens erfolgt dann eine Kulanzzahlung der PKV.
Viel Erfolg wünsche ich euch.
Marc
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Heidrun Mlynek
Rang: Gastam 21.01.2005 14:44:42
Hallo Marc,
vielen Dank für Dein Feedback. Werde es einfach mal versuchen.
Mein Mann hat bereits seit 20 Jahren Diabetes, ist aufgrund eines Unfalles seit seinem 16. Lebensjahr auf einem Auge blind. Hatten den Diabetes ganz gut im Griff. Als die Ärzte dies festgestellt haben, wollten Sie gleich auf Spritzen gehen. Haben aber durch ganz strenge Diät und alternativen Heilmitteln (viele pflanzliche enthalten Insullin) die Spritzerei 11 Jahre hinauszögern können. Auch das Langzeitinsullin ging dann mit Unterstützung der alternativen Medizin bis kurz vor Weihnachten gut. Aber jetzt kommt alles zusammen: Nierenversagen (sollte zur Dialyse), Bluthochdruck, Cholesterin und und und die ganze Palette ausgelöst durch den beruflichen Stress. Jetzt zickt natürlich auch die PKV obwohl sie seit Jahren immer Risikozuschläge abgezockt hat.
Aber wir geben nicht auf und probieren alles um uns das Leben mit Diabetes so gemütlich wie möglich zu machen. Geht eigentlich ganz gut, soweit man sich an die Spielregeln hält .
Nochmals Danke, vielleicht kann ich auch Dir mal einen "Stein in den Vorgarten werfen"
Viele liebe Grüsse
Heidrun -
klausdn
Rang: Gastam 21.01.2005 15:29:40
hallo heidrun,
entschuldige bitte , dass ich mich einmische, aber irgendeiner muss euch mal die wahrheit sagen.
nierenversagen, bluthochdruck sind folgen von jahrelanger vernachlaessigung des diabetes.
es gibt keine recht gut, sondern nur gut eingestellte bz werte. leider ist auch die behauptung falsch pflanzen enthalten insulin, insulin ist ein tierisches hormon.
jetzt folgen auf anderes zu schieben, ist augenverschliessen, vor der wirklichkeit.
glaubt ihr denn die aerzte haetten aus spass vor zwanzig jahren insulin vorgeschlagen.
nur zur information ein gut informierter diabetiker
haelt seinen bz bei 100, pp1, pp2, bei 120 max 140,
und hat einen hba1c zwischen 5,0 und 5.6%.
nur so lassen sich folgen wie nierenversagen, hochdruck usw vermeiden.
ich glaube ihr wisst garnicht was ihr versaeumt habt, im leben mit extremdiaet usw. man kann naemlich mit dm sehr gut leben, man muss ihn nur akzeptieren.
mfg klaus von klausdn -
Lovely
Rang: Gastam 21.01.2005 19:13:24
Hallo Heidrun.
Kann es sein, dass Ihr seit 11 Jahren Insulin (mit "s") mit Inulin (ohne "s") verwechselt?
Man kann kein Insulin essen, weil es ein Eiweißhormon ist, das sofort im Magen/Darm verdaut wird und somit keine Wirkung mehr hat. Um dem Körper Insulin zuzuführen gibt es nur eine einzige Möglichkeit: das Spritzen!
Es ist immer positiv, wenn man versucht, seinen (Typ 2) Diabetes mit richtiger, gesunder Ernährung zu unterstützen. Aber wenn das zur Dialyse führt, dann hat man versagt. Zur Dialyse müßte (theoretisch) heute niemand mehr, weil die Diabetes-Behandlungen inzwischen so gut geworden sind. Aber man muss sich auf die Behandlung auch einlassen.
Ich finde es sehr gut, dass Ihr Euch nun doch zur Insulin-Behandlung durchgerungen habt. Vielleicht lassen sich damit noch die bestehenden Spätschäden ein wenig aufhalten, bzw. versuchen, dass sie sich nicht verschlimmern.
Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, dass es nicht schlimmer wird.
Falls Ihr keinen Erfolg mit der Kostenübernahme des Blutdruckmessgerätes habt, dann würde ich selbst eines kaufen. So teuer sind die heute nicht mehr. Es gibt auch immer mal wieder Aktionen bei Tchibo oder ALDI, wo solche Geräte für ca. 10-20,- Euro angeboten werden (wenn ich mich jetzt richtig an den Preis erinnere). Ich denke, dass diese Geräte vielleicht nicht ganz so gut sind wie ein teures, aber sie erfüllen dennoch ihren Zweck. Man könnte mit einem solchen Gerät auch eine Vergleichsmessung beim Arzt durchführen, um zu sehen, wie genau es mißt.
Gruß,
Lovely
PS: (Infos aus dem Netz)
Inulin (ohne "s") ist ein komplex aufgebautes Zuckermolekül aus Fruktose- und Glukoseeinheiten. Enthalten z.B. in Topinamburknollen, Schwarzwurzeln und Zichorienwurzeln. Dient u.a. als Süßmittel, als "Cremig-Macher" und als Industrie-Rohstoff. Inulin wird nicht verdaut (Inulase fehlt). Der Abbau durch Darmbakterien führt zu Blähungen.