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Anke
Rang: Gastam 12.01.2005 16:28:44
Hallo Anonym !
Auf deine Fragen antworte ich dir unter einem neu geöffneten Fenster, da ich mich aus der entfachten Diskussion bewusst heraus halten möchte.
Wenn bei deiner Tochter Typ-1-Diabetes diagnostiziert worden ist, bedeutet das, dass sie an einer Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen ihrer Bauchspeicheldrüse leidet.
Bis zu 80% dieser Zellen können ausfallen, ohne dass es körperliche Symptome gibt.
Stellt der Arzt dagegen Diabetes fest, bedeutet das, dass bereits weniger als 20% noch funktionieren - leider wird die Produktion immer weiter zurück gehen.
Dass sie jetzt bereits nicht mehr ausreicht, zeigen die erhöhten BZ-Werte.
Den totalen Ausfall der eigenen Insulinproduktion würdet Ihr daran erkennen, dass sich neben den erhöhten Werten ein sog. diabetisches ketoazidotisches Koma einstellt (Bewusstlosigkeit nach lange vorausgehender Abmagerung, ungestilltem Durst mit entsprechend häufigem Wasserlassen, hefigsten Bauchschmerzen und -krämpfen) - So sah der unschöne Tod der Typ 1-er vor der Entdeckung des Insulins aus.
Heute wartet man natürlich nicht mehr, bis es soweit kommt, sondern beginnt in der Regel sofort dann mit einer Insulintherapie, wenn sich der Verdacht auf D.m. bestätigt hat. Da zu dieser Zeit immer noch ein Teil der Eigenproduktion funktioniert, reichen oft minimale Mengen (ein paar Einheiten täglich) zur BZ-Optimierung aus.
Man nennt diese Zeit "Remissionsphase" - sie dauert von einigen Monaten bis max 2+/- Jahren.
Allgemeine Diagnosekriterien für einen Diabetes mellitus:
*Durst, Wasserlassen, Gewichtsverlust, Müdigkeit und
* Gelegenheits BZ von > 200 mg/dl oder
* Nüchtern-BZ von > 110 mg/dl.
Weitere Fragen unter o.g. Mailadresse jederzeit gerne.
Viele Grüsse Anke -
Daniela
Rang: Gastam 12.01.2005 18:42:55
Hallo Anke,
lassen wir uns doch nichts vormachen. Die Diagnose Typ I wird doch auch oft von unwissenden Ärzten diagnostiziert, dass ein Kind zu hohe BZ-Werte hat, von weiteren Untersuchungen ist aber keine Rede..
Es gibt viele Ursachen für einen Diabetes mellitus, der auch im Kindesalter auftreten kann. Es ist uns daher nicht erlaubt die Mutter zu beurteilen solange wir nicht die Laborwerte kennen.
Sicher ist das kein Dauerzustand, es gehörten viele Messungen und vor allem eine gründliche Schulung der beiden zur Therapie, vor allem aber muss Aufklärung über Symptome und Auswirkungen sinnvoll und sensibel betrieben werden.
Deswegen auf jemanden loszugehen und zu behaupten, dass eine Insulintherapie unumgänglich ist halte ich persönlich für strafwürdig, wir sind nicht kompetent genug uns ein Urteil zu bilden und noch weniger sind wir berechtigt dieses offen auszusprechen.
Ich kenn Dich ja bereits und Deine Beiträge sind super. Nur muss sie den Arzt treten Untersuchungen durchzuführen und Werte aufnehmen (nach dem Essen).
Also, viele Grüße, Daniela -
Lovely
Rang: Gastam 12.01.2005 21:23:15
Hallo Daniela.
Es geht hier in diesem Forum nicht darum, die Aufgaben der Ärzte zu übernehmen und ich denke, dass das auch niemand beabsichtigt hat.
Für mich ist es das wichtigste, die Mutter wach zu rütteln, dass sie den Diabetes, welche Form es im Endeffekt auch immer sein mag, nicht auf die leichte Schulter nimmt und nicht mit Anwendung von Alt. Med. aufhört, weiter zu agieren. Ich sehe es trotz aller Anonymität als eine Verantwortung an, die ein Leser/Schreiber hier hat.
Ich möchte nicht zusehen, dass ein Kind irgenwo aufgrund von Diabetes gefährdet ist. Wenn sich später heraus stellt, dass alles nicht so schlimm war, um so besser, aber bei einer möglichen gefährlichen Situation weg zu schauen, ist nicht in Ordnung.
Gruß,
Lovely -
Ines
Rang: Gastam 13.01.2005 13:34:15
Offensichtlich ist sich die Mutter ja doch bewußt, daß ihr Kind Diabetes hat. Ebenso hat sie ärztliche Hilfe hinzugezogen. Daß von den Ärzten einer Alternativmediziner ist, muß nicht heißen, daß er vom Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Wir dürfen nicht vergessen, daß es viele Wege gibt - warum soll die Schulmedizin immer das Allerheilmittel sein? Fakt ist, daß bei vielen Krankheiten die Schulmediziner auch nicht weiter wissen. Viel Wissen, auch über die Gesundheit und Heilung des Menschen, sind außerdem in der sogenannten "zivilisierten" Welt verloren gegangen oder sind gar nicht angekommen.
Solange die Werte des Kindes kontrolliert werden und alle bereit sind dagegen zu steuern, wenn Verschlechterungen auftreten, sehe ich kein Versäumnis der Mutter. Schlimm wäre es, wenn sie die Erkrankung ignorieren würde, und das tut sie nicht!
Vielleicht ist es hilfreich, anderen auch mal zuzuhören? von Ines -
Anke
Rang: Gastam 13.01.2005 13:43:33
Hallo Ihr zwei Netten :-))
@Daniela:
Eigentlich habe ich das neue Fenster für meine Antwort geöffnet, EBEN UM mich von den Beurteilungen des anonymen Schreibers zu distanzieren. Mea culpa, wenn das offenbar für Leser nicht ersichtlich war, da muss ich mich das nächste Mal irgendwie besser ausdrücken :-)
Also: es war durchaus nicht mein Anliegen, den Schreiber zu beurteilen sondern im Gegenteil, ganz gezielt dessen Fragen zu beantworten. Nämlich: was bedeutet die Diagnose "Diabetes" und woran erkennt man den Zeitpunkt, zu dem gar kein eigenes Insulin mehr hergestellt wird - vgl.o. Ich habe mir dann die Freiheit genommen noch darauf hinzuweisen, dass man den Zeitpunkt allerdings nicht abwarten sollte ;-) - vgl.o.
Für unumgänglichl halte ich eine Insulintherapie aus besagten Gründen allerdgins leider immer.
Die Diagnose Diabetes zu stellen ist in der Tat sehr leicht: BZ > 200mg/dl untertags oder BZ > 110 mg/dl nüchtern - dazu bedarf es keiner weiterer Untersuchungen.
Die THERAPIE des D.m. ist natürlich ein eigenes Thema und sollte immer in den Händen eines Fachmanns liegen.
@Lovely:
Ich teile den Schrecken, den wohl jeder von uns bei den Reizworten "Diabetes" und "ohne Insulin" empfunden hat.
Allerdings habe ich mein erstes Urteil nach einem zweiten Durchlesen revidiert:
Es schien mir eher die Anfrage eines Elternteils zu sein, das sich nun erst mal ganz allgemein mit dem Thema Diabetes beschäftigen muss und das cleverer Weise in einem Forum von Betroffenen tut.
Dass jetzt kurz nach der Diagnose noch keine Insulininjektion im Spiel ist, kann man bei Kindern mit Neumanifestation eine KURZE (!) Zeit lang tolerieren - um den BZ bei Kindern in der Remission zu optimieren, genügen oft minimalste Mengen, da die Eigenproduktion noch in Grenzen ausreicht.
Die Situation spricht also nicht gegen die bereits laufende und tatsächlich kompetente Behandlung durch Arzt, Diabetologen und HP, die vom anonymen Schreiber angegeben wurde.
Uff, Leute, jetzt habe ich wieder eine Megamail losgelassen. Es reizt mich auch jedesmal aufs Neue, in eine Diskussion mit euch hier einzusteigen - aber mir rennt einfach immer die Zeit weg :-( , so dass ich mich trotzdem aus Diskussionen raus zu halten versuche und kurze Antworten anstrebe (naja, was bei Diabetes "kurz" heisst ...)
Viele Grüsse Anke -
Daniela
Rang: Gastam 13.01.2005 17:01:23
Hallo Anke,
ich schließe mich Dir ja an, nur sollte tatsächlich abgeklärt werden ob es sich wirklich um Diabetes Typ I handelt und wieviel Insulinproduktion vorliegt.
Aus den im unteren Beitrag erschienenen Antwort lese ich nur "wurde als Typ I diagnostiziert, Antikörper sind noch in Untersuchung".
Wir haben es mit einem Kind zu tun und wissen rein garnichts!
Was ich aber mittlerweile sehr gut weiß ist, dass man bei Kindern mit Dm gerne diese Diagnose schon stellt obwohl die dazu notwendigen Untersuchungen nicht abgeschlossen sind - unverantwortlich!
Wieso nun unverantwortlich?
Weil dem Kind mit einer Insulintherapie bei an sich ausreichender Eigenproduktion vielleicht nicht geholfen werden kann, denn Unterzuckerungen sind mindestens genauso gefährlich wie diese BZ-Werte!
Aber, es kann eben auch anders sein.
Ich schließe mich an um der Mutter vor Augen zu halten was sie vom Arzt fordern soll und welche Auswirkungen es hat wenn die BZ-Werte, vielleicht sogar unerkannt, in die Höhe schiessen.
Lovely,
Deine Antworten sind immer sehr einfühlsam, aber lies Dir mal die anderen durch. Dort wurde mit erhobenem Finger und mahnendem Ton auf die Mutter eingedroschen und das vielleicht völlig zu Unrecht.
Also, erstmal warten was bei den Untersuchungen rauskommt, dann kann man immer noch losschreien. Aber die Nachessenwerte müssten auch enger kontrolliert werden.
Grüße, Daniela -
Hille Mahr-Wessel
Rang: Gastam 14.01.2005 10:42:11
Hallo ihr lieben Mitmenschen,
ich verfolge interessiert eure Kommunikation und ich freue mich daß wir von dem Anprangern wegkommen. Also : Weil ich um die auswirkungen des DM sehr gut weiß wird mindestens 6-9mal gemessen und der Ketonwert geprüft(war seit Okt 04 noch nie erhöht. Die Blz werte sind nüchtern immer um die 100-125. Tagsüber zur Zeit nicht über 190.
Unsere Tochter geht sehr bewußt und konsequent mit der Situation um.
So nun versuche ich euch zu erzählen wie es zumeinem Verhalten kam. Als im Herbst die Symptome Durst, Einnäßen, Trinken auftraten
war mir klar was los ist. Der Arzt leitete alles in die Wege(Werte nüchtern um270 Tagesprotokoll um 358) Mir war aber sofort klar warum meine Tochter diese Störung entwickelt hat. Neben jahrelanger Süßisucht und Kuhmilchernährung , kein Gemüse ect. dachte ich sofort an ihre emotionale Seite und ihre Rolle in der Familie. Ich muß klar sagen daß sie immer Zuwendungsmäßig zu kurz gekommen ist,bzw sich so fühlte. Unser Verhältnis war problematisch usw. Das alles warGrund für mich die Diagnose zwar anzunehmen aber auch nach alternativen zu suchen.Interssant finde ich auch, daß sie bevor wir wußten was es ist plötzlich ganz deutlich die zuwendung eingefordert hat!
So haben wir mit einem konstitutionsmittel(kineosologisch ausgetestet) MeriDianmassagen ,Ernährungsumstellung, Visualisieren,Bewegungund ganz viel LIEBE
es bis jetzt geschaft die Werte zu senken.
Wie gesacht die anderen Untersuchungen stehen noch an. Und wenn sie bestätigen,daß sie Insulinpflichtig ist
läßt es sich nicht ändern und meiner Tochter ist das klar Soweit es 8jährigen klar sein kann)
Doch finde ich nach wie vor,daß alt. Methoden wie zB anregen des Enegieflußes der Meridiane(die übrigens blockiert waren) einiges zur stabilisierung beitragen.
Und als besonders positiv und schön ist für mich,daß die Beziehung zwischen uns echt gut und offen ist. Meine Tochter lernt gerade ihre Gefühle zu äußern und was sie braucht einzufordern. Manchmal denke ich der Preis ist zu hoch, aber wer weiß schon was das Leben einem abverlangt.
So ihr Lieben jetzt zerreißt mich nicht schon wieder . Vielleicht versteht ja der ein oder andere Mensch was ich ausdrücken wollte
LG -
Anke
Rang: Gastam 14.01.2005 13:15:17
Hallo Anonym :-)
Danke für deine Offenheit samt erläuterten Hintergründen für deine ursprüngliche Frage !
Ich denke, nun können auch diejenigen von uns, die sich durch die doch leicht provokativ anmutende Verbindung von "Diabetes" und "ohne Insulin" haben schocken lassen, in neuer innerer Zufriedenheit zurück lehnen ;-)
Ich wünsche euch, dass ihr einen guten Weg findet !
Viele Grüsse Anke -
Anke
Rang: Gastam 14.01.2005 13:21:59
Hallo Daniela :-)
"Jein" zum Kernpunkt deiner letzten Antwort.
Ich gebe dir Recht, dass "wir" "über dieses Kind" kaum etwas wissen.
Ich denke aber, dass das tatsächlich auch nicht nötig ist - denn eine allumfassende Beratung (die natürlich die vollständige Kenntnis von Erkrankung und allen Begleitumständen voraussetzen müsste) kann dieses Forum ohnehin NICHT bieten !
Sondern ich denke, alle Antworten innerhalb dieses Forums können nicht mehr beanspruchen, als Antworten auf bzw. Lösungsvorschläge für konkrete Fragen zu sein. Wie weit Fragensteller diese Ratschläge annehmen und eigenverantwortlich in ihren Alltag einbauen, bleibt dem Einzelnen vorbehalten.
In diesem Beispiel heisst das für mich, dass ich ratsuchenden Eltern gezielt dazu Auskunft geben kann, was D.m. bedeutet und was passiert, falls im Falle von D.m.Typ-1 dauerhaft kein Insulin gegeben wird.
Na, viele Grüsse und noch einen schönen Tag :-)
Anke -
Ines
Rang: Gastam 14.01.2005 14:10:11
Hallo anonyme Mutti,
die traditionelle chinesische medizin kennt die tuina-Massage, bei denen die "für die erkrankung verantwortlichen" meriDiane massiert werden, was auch zu besseren fließen des Qi´s führt. kriegt Deine tochter diese art der massage? darüber würde ich gern mehr wissen wollen.
des weiteren ist ja schon lange bekannt, daß diabetes u.a. auch durch nicht-organische einflüsse verursacht wird - streß ist ein faktor,
wobei streß, emotionale probleme, überlastung etc. auch für andere autoimmune erkrankungen zuständig ist, von denen ich zusätzlich zu diabetes eine lungenerkrankung habe.
interessant fand ich, daß es offenbar einen zusammenhang zwischen lungenproblemen und diabetes zu geben scheint - tcm: "wenn die diagnose auf lungen- und nierenschwäche hindeutet, wird intensiv .... massiert..."
ich glaube, bei ganzheitlicher betrachtung aller aspekte einer krankheit eröffnen sich in jedem fall neue möglichkeiten ...
Gruß Ines