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DM Typ 1 und das ohne Insulin ?

  • Joa

    Rang: Gast
    am 22.12.2009 22:57:18
    Hallo Markus,

    > Markus schrieb:

    > wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt Insulin
    > spritzen will, müßte ich mehr BE essen.
    > stellt sich die Frage für mich, ob das
    > sinnvoll ist.

    Sobald Du mehr BE als vorgesehen futtern musst, um Insulinwirkung auszugleichen, wäre Insulin nicht mehr sinnig.

    > Mir sagte jemand, ich wäre mit meiner
    > Methode bis hierher gekommen, also
    > warum was ändern.

    Deine Methode war absolute Spitzenklasse!
    Und bleibe einfach bei ihr, solange das für Dich gut klappt.

    > Gibt es was wissenschaftliche
    > bezüglich der weiteren Gabe von Insulin,
    > obwohl der BZ im Verlauf genau so ist,
    > wie beim Gesunden ?

    Da waren Studien am Laufen, leider habe ich die Links verbasselt.
    Eigentlich sollten so langsam ein paar Ergebnisse zu erwarten sein. Vermutlich werden die Unterschiede nicht sensationell sein, wenn sie überhaupt nur signifikant sind.

    Möglicherweise sind wir da eher im Feintuning-Bereich. Weil der Autoimmunprozess wird vermutlich durch die Insulinsubstitution nicht sehr stark beeinflusst werden. Zumindest in Deinem Fall von Typ-1 LADA. (Ist nur meine Vermutung)

    > Gestern kam ich nicht einmal über 90 und > das sogar 1 h nach dem Input.

    > Mein BZ um 2 uhr nachts liegt bei 80...

    Ja, das macht eine Insulinsubstitution recht fragwürdig.

    > wo soll ich da noch mit Basal und Bolus
    > was ändern ?

    Bei den Werten möchte ich auch sagen, dass der Aufwand der Insulinsubstitution wohl in keinem sinnvollen Verhältnis stünde.

    Ansonsten könntest Du neben den BZ Werten, ein Auge auf die Laborwerte des aktiven Proinsulins im Blut werfen. Auch beim LADA sollte ein erhöhter Proinsulinspiegel eine (wieder) zunehmende Überforderung der Betazellen anzeigen.

    Bei deinen jetzigen, recht optimalen Werten würde ich empfehlen, mal das Proinsulin als Nüchternwert bestimmen zu lassen. Vielleicht lässt Dein Doc sich überzeugen, zur Not selbst zahlen (so leistbar). Das wären wohl um die 40 Euro.

    Dann hättest Du einen Ausgangswert bei guter Stoffwechsellage, der Abweichungen nach oben besser orten lässt.

    Und weicht das dann nach oben mal ab, vermutlich korrespondierend zu den BZ-Messungen, hättest Du einen guten Indikator wann Insulin deutlicher Sinn macht.

    Auch wenn der autoimmune Abbau nicht davon beeinflusst werden täte.

    Gruß
    Joa
  • Chrissi

    Rang: Gast
    am 23.12.2009 08:40:47
    Lifestylediabetes, ich!? Nein, leider nicht!

    Ich bin auch weder eine Fress- noch eine Saufmaschine, hallo!???

    Esse in der Regel am Tag 4 BE´s, natürlich gibt es Ausnahmen, bin ja schließlich auch nur ein Mensch und nicht perfekt!
    Habe anfänglich nie mehr als 6 Einheiten gespritzt, für den ganzen Tag, dann wurden es langsam 8, 10, 12. .... und zum Schluss brauchte ich locker für ein Vollkornbrötchen morgens meine 16 Einheiten und so kam ich zum Basisinsulin!
    Natürlich treibe ich viel Sport, was wohl dazu beigetragen hat dass ich soooo lange mit sooo wenig Insulin auskam.

    LG

    von Chrissi
  • Markus Nerger

    Rang: Gast
    am 23.12.2009 09:39:14
    Das mit der Freß und Saufmaschine war doch ich... von Markus Nerger
  • Chrissi

    Rang: Gast
    am 23.12.2009 10:06:34
    Aaaaaaaaaaach sooooooooooo!

    :-))

    *lach* von Chrissi
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 23.12.2009 11:45:58
    Hi, Chrissi,

    abgesehen von der anfänglichen Remissionsphase, war es bei mir so, daß ich auch sehr wenig Be´s am Tag gegessen hab´. Mittlerweile hab´ich aber festgestellt, daß "low carb" so nach ein paar Wochen den Insulinbedarf, bzw. den Be-Faktor steigert.

    Seitdem ich wieder 10- 15 Be am Tag esse, konnte ich meinen Insulinbedarf wieder runterfahren, sowohl Basal, als auch den Be-Faktor beim Bolus.

    mfg von Astrid
  • Anonym

    Rang: Gast
    am 23.12.2009 17:07:53
    Dann bist du kein ausgesprochener Typ 1, das gibt es nicht kein Insulin zu spritzen von Anonym
  • Joa

    Rang: Gast
    am 23.12.2009 18:22:20
    > Dann bist du kein ausgesprochener
    > Typ 1, das gibt es nicht kein Insulin zu
    > spritzen

    Sachen gibt' s, die gibt' s gar nicht.
    Kommt durchaus vor, dass LADAS anfangs nur auf Metformin und Ernährungsanpassung eingestellt werden und damit ggf. auch ein paar Jährchen einigermaßen hinkommen.

    Gruß
    Joa
  • ascona2

    Rang: Gast
    am 23.12.2009 20:56:08
    Ich selber bin auch seit einem Jahr Typ1 Diabetiker. Würde ich mich abends aufraffen noch einen spaziergang zu machen müsste ich auch nichts spritzen. Ich esse täglich ca 22 BE und spritze nur abends 0,5 pro BE.Wie gesagt, würde ich mich abens noch bewegen, könnte ich das weglassen. Wenn ich mich abends bewege, brauche ich gar nichs zu spritzen. Und das seit einem Jahr. HBA1C ist immer bei 5,8 von ascona2
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 23.12.2009 21:12:52
    Wenn Du dich aufraffen könntest, jeweils auf einmal nur so viel BEs einzufüllen, dass Dein BZ 1 Stunde danach zuverlässig unter 140mg/dl bleibt, könntest Du die Zeit bis zum regelmäßigen Mehrspritzen bestimmt noch um weitere Monate bis Jahre strecken :-) von Jürgen
  • peter

    Rang: Gast
    am 24.12.2009 10:59:43
    wer 22 be pro tag reinhaut , und mit ein klein wenig spazierengehen dann auch noch normalwerte erreicht muß soviel insulin haben daß ein t1 extrem unwahrscheinlich ist.
    das problem für echte ladas ist ja daß sie durch fehldiagnose oft viel zu spät insulin bekommen.
    und gerade bei insulinmangel mit sport überhaupt keine bz senkung erreichen sondern das gegenteil.