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DM Typ 1 und das ohne Insulin ?
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dfrfg
Rang: Gastam 25.12.2009 20:33:31
"Jeder diabetiker ist ein Idividuum. sonst wäre ich ein Spinner " Okay und wie kannst du dann fragen: "Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?" Kann er ja nicht, da ja jeder ein Individuum ist. Und was soll das: "Für was auch insulin. Da träumt jeder nicht Diabetiker davon...." Da träumt mit Sicherheit kein Nicht-Diabetiker von - ohne Insulin wäre er Typ1 und warum sollte ein Gesunder von Insulin träumen? -
Joa
Rang: Gastam 26.12.2009 00:51:27
> markus nerger schrieb:
> also meine Werte stimmen und ich brauche kein Insulin.
> Die werte sind der maßstab
Wie schon mehrfach gesagt, prima, gut und weiter so!
Es ging aber nicht um Dich sondern um falsche, bzw. falsch verstehbare Aussagen.
Welcher Typ Diabetiker Du nun bist ist schnuppe. Da sollen sich die Oberärzte weiter drüber streiten.
Hauptsache es klappt bei Dir. *thumb_up*
Gruß
Joa
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Robert B.
Rang: Gastam 26.12.2009 10:03:24
Merkwürdige Diskussion. Ich habe immer noch nicht verstanden, was so besonders daran sein soll, wenn jemand drei Monate nach der Diagnose DM1 kein Insulin mehr spritzen muss. So war es bei mir auch. Der Honeymoon geht auch wieder vorüber. Leider! Allerdings bin ich der Meinung, dass sich dieser durch Bolus-Insulin verlängern lässt. Aber Der Diabetologe von Markus scheint da eine andere Auffassung zu vertreten. von Robert B. -
Jürgen
Rang: Gastam 26.12.2009 10:53:33
Moin Robert,
wofür sollte Markus Insulin spritzen, wenn der BZ nach Brot und Äpfeln weit unter 100 sinkt?
Schönen Rest vom Fest! Jürgen -
Robert B.
Rang: Gastam 26.12.2009 12:44:33
"wofür sollte Markus Insulin spritzen, wenn der BZ nach Brot und Äpfeln weit unter 100 sinkt?"
Um die Beispeicheldrüse zu entlasten und so das Immunsystem davon abzuhalten seine Aktivitäten im "Kampf" gegen die Betazellen zu verstärken. Nach meiner Auffassung ist es das Eigeninsulin, das die Autoimmunreaktionen auf den Plan ruft. Ich befürchte, Markus verkürzt mit seinem Handeln nur seinen Honeymoon. Aber sein Diabetologe scheint das anders zu sehen. von Robert B. -
Jürgen
Rang: Gastam 26.12.2009 13:18:45
Moin Robert,
wer ohne Insulin zu spritzen 1 Stunde nach recht normalem Futterinput 64 misst, würde sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit JEDEM Bolus in den Hypokeller spritzen. Was an ner Hypo könnte den verbliebenen Betazellrest schützen?
Du hättest recht, wenn Markus ne Stunde nach dem Essen z.B. 180 messen würde. Das würde zeigen, dass sein Betazellrest den Anforderungen nicht mehr so ganz nachkommen könnte, und da könnte die passende Insulingabe die zu große Belastung zellerhaltend verringern.
Frohen Rest vom Fest, Jürgen -
Joa
Rang: Gastam 26.12.2009 13:38:04
> Robert B. schrieb:
> Um die Beispeicheldrüse zu entlasten und
> so das Immunsystem davon abzuhalten
> seine Aktivitäten im "Kampf" gegen die Betazellen
> zu verstärken.
Bei Markus gibt es keinen Anhaltspunkt für eine autoimmune Aktivität. Es wurden keine Antikörper gefunden.
Es bleibt die "normale" immunologische Antwort, die von überlasteten Betazellen selbst ausgelöst wird.
Erhöhung des Interleukin-1b > vermehrte Interleukin-1 Rezeptoraktivierung > Betazelltod.
Derzeit im Testlauf diesbezüglich ist die antagonistische Deaktivierung des Rezeptors mittels "Anakinra".
Bei Typ 2 mit bemerkenswertem Erfolg, bei Typ 1 muss erst mal abgewartet werden.
Als Marker für eine Betazellüberforderung gelten wohl für alle Diabetestypen die gleichen Faktoren:
1.) Erhöhter Interleukin-1-beta Spiegel
2.) Erhöhtes aktives Proinsulin
Beide Marker sollten nachweisbar sein, bevor es zu pathologischen BZ-Werten kommt.
Praxisrelevant wird dabei aber erst mal nur der Proinsulinspiegel sein.
Solange das Proinsulin unauffällig bleibt, wäre eine externe Insulinzufuhr wohl unsinnig.
Gruß
Joa -
Jürgen
Rang: Gastam 26.12.2009 14:51:23
Moin Joa,
bei Roberts Beitrag geht es um die spritzende Entlastung bei autoimmuner Aktivität. Und die kann aus meiner Sicht nur als Antwort auf eine messbare Überlastung stattfinden, wenn der BZ also deutlich über den gesunden Rahmen hinaus ansteigt. So lange vor allem auch direkt nach dem Essen ein BZ-Verlauf im unteren grünen Bereich gemessen wird, muss jeder gespritzte Entlastungsversuch in ne Hypo führen.
Deine Sicht, dass zur Therapie-Bestimmung erst einmal diverse Tests laufen, kann ich aus der einfachen breiten Selbsthilfe-Erfahrung nicht teilen. Ich kenne reichlich Typ2, die Insulinausgabeverstärker schlucken, aber keinen einzigen darunter, auch keinen der in diesem Jahr diagnostizierten, der auf Proinsulin getestet worden wäre.
Und dann würde mich, wäre ich betroffen, ja noch besonders die Proinsulin-Menge interessieren, die bei mir der Verstärker mit seiner zusätzlichen Überlastung bewirken würde. Und davon ist nicht einmal in den fortschrittlichsten Veröffentlichungen die Schreibe.
Schönen Rest vom Fest, Jürgen -
Nachtrag
Rang: Gastam 26.12.2009 15:20:31
> Solange das Proinsulin unauffällig
> wäre eine externe Insulinzufuhr
> wohl unsinnig.
Unter der Voraussetzung, dass die Ausgabe von intaktem Proinsulin tatsächlich, wie bisher angenommen, die Überlastung markiert und nicht eine zusätzliche Störung, die bei Überlastung eintreten kann oder auch nicht. von Nachtrag -
Joa
Rang: Gastam 26.12.2009 16:25:03
> Jürgen schrieb:
> ... würde mich, wäre ich betroffen,
> ja noch besonders die
> Proinsulin-Menge interessieren,
> die bei mir der Verstärker mit seiner
> zusätzlichen Überlastung bewirken
> würde.
> Und davon ist nicht einmal in den
> fortschrittlichsten Veröffentlichungen
> die Schreibe.
In den Angaben der Studien zu den diversen Medikamenten finden sich immer auch Angaben zur Auswirkung auf die Proinsulinsekretion.
Z.B. als Insulin-/Proinsulin-Ratio [Verhältnis, Quotient]
Klar ist, dass Sekretagoga, voran die aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe, auch die Ausschüttung an Proinsulin erhöhen, während Inkretin-Mimetika, Sitagliptin, Metformin u.a. Verbesserungen bewirken.
Gruß
Joa