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  • Peter Adams

    Rang: Gast
    am 29.11.2004 17:25:17
    Als Langzeitinsulin spritze ich abends 14 Einheiten Lantus. Meine Morgenwerte liegen häufig über 120. Ich überlege, ob eine Umstellung auf Levemir sinnvoll ist, um die Morgenwerte zu drücken. Hat jemand Erfahrung?
    Beginnt man mit der selben Dosis, also auch 14 Einheiten Levemir`? von Peter Adams
  • ANONYM

    Rang: Gast
    am 29.11.2004 17:45:02
    Möchtest du Versuchskaninchen sein?
    Levemir steht unter demselben Verdacht wie Lantus
    (krebsverdächtig, Retinopathie) und wird deshalb vom
    renommierten Arznei-Telegramm negativ beurteilt. von ANONYM
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 29.11.2004 19:53:07
    hallo ano,
    das war eine ganz tolle verdachtsinformation.
    was ist denn dein rat? insulin wegwerfen und sterben?
    was glaubst du den wie alle wirksamen medikamente gekommen sind, hat die vielleicht der himmel geschickt?
    mfg klaus
    von klausdn
  • Tine81

    Rang: Gast
    am 30.11.2004 13:38:34
    Hallo Peter,

    ich bin Typ-1-Diabetikerin und spritze seit einigen Wochen Levemir. Davor habe ich Lantus gespritzt (18 Einheiten um 18.00 Uhr). Als ich auf Levemir umgestellt wurde, musste ich anfangs die gleiche Dosis wie bei Lantus spritzen, aber auf zweimal. Einmal 10 Einheiten morgens und 8 Einheiten abends. Dann muss jeder für sich mittels Basalratentests herausfinden, ob er mehr oder weniger braucht. Ich würde aber zuerst auf alle Fälle mit deinem Diabetologen darüber sprechen, wenn du umstellen willst und dieses auch wirklich nötig ist.

    Meine Erfahrung war anfangs sehr gut, mittlerweile wirkt aber Levemir bei mir nicht mehr seine 12 Stunden, dafür bei anderen Diabetikern schon (die Glücklichen). Ich habe mir von dem Levemir schon sehr viel erwartet, da mir zur Zeit kein neueres Basalinsulin bekannt ist und alle anderen Basalinsuline haben bisher nicht richtig gewirkt bei mir. (Also anfangs schon und einige zeit später nicht mehr)
    Aber es gibt ja noch die Pumpe, im Februar bin ich für eine Schulung eingeschrieben, wo mir einfach mal verschiedene Pumpenmodelle gezeigt werden und ich mich mit erfahrenen Pumpis austauschen kann und um sich überhaupt mal mit dem Thema Pumpe auseinanderzusetzen. Ich finde die Idee nicht schlecht, bisher konnte ich mich nämlich noch nicht so sehr mit dem Gedanken Pumpe anfreunden. Ich war immer der Meinung mit der intensivierten Insulintherapie müsste man auch gute Blutzuckerwerte erzielen können, aber nicht, wenn die Insuline bei mir nicht wirken.

    So jetzt habe ich genug geredet, Levemir ist bestimmt für einige Diabetiker das richtige Insulin, aber wie bei jedem Insulin muss man das halt erst rausfinden, zu welcher Zeit spritze ich es, wieviele Einheiten benötigt mein Körper davon usw.

    Das sind halt alles nur meine Erfahrungen mit meinem Diabetes ;-))))

    Sprich einfach mit deinem Diabetologen darüber.

    Tine von Tine81
  • Kaminski Walter

    Rang: Gast
    am 14.12.2004 22:14:15
    Hallo Peter

    Normal ist 100. Ein Diabetiker sollte nicht unter 100 kommen. 120 ist für morgens mehr als gut! von Kaminski Walter
  • hermann

    Rang: Gast
    am 25.12.2004 17:38:10
    Woher kommt der Verdacht für Krebsproblem und Retinopatihe? von hermann
  • Hermann

    Rang: Gast
    am 28.12.2004 08:37:20
    Hallo Peter,
    ich bin für deinen Erfahrungsbericht, sehr dankbar. Bei mir stellten sich vergleichbare werte ein.
    Ich spritzte vor der Umstellung auf LEVIMIR, abends um 18:00 Uhr 25 Einheiten LANTUS. Daduch erhielt ich morgengs Nüchternwerte um "100", mit Schwankungen, die zu akzeptieren waren. Die Humalog Einheiten zu den Mahlzeiten, konnte ich aufgrund der "hohen" LANTUS Einheit, um ca. 1< 2 Einheiten reduzieren. Diese für mich abgestimmte Insulin-Therapie, konnte erst nach einigen Monaten, in enger Zusammenarbeit mit meinem Hausarzt, als "optimal" angesehen werden.
    Seit dem 1.12.2004 habe ich ebenfalls mit der Umstellung auf LEVEMIR begonnen. Es wurden die verschiedensten Kombinationen versucht, Aufteilung (morgens und abends), ich habe zu verschiedenen Uhrzeiten gespritz.
    Leider alles ohne sichtbaren Erfolg.Im Gegenteil, nachts sanken meine Werte in einen "kritischen" Bereich und auch tagsüber spielen meine Werte, verrückt.Ich möchte wieder auf LANTUS umstellen, warte aber noch auf das Gespräch mit meinem Arzt.

    Mit freundlichem Gruß

    eh
  • Wolfgang HULLMANN

    Rang: Gast
    am 14.01.2005 02:10:42
    Betr: Versuchskaninchen für sog. Kunstinsuline.

    Als es nichts Anderes gab, nahm man das Analogon "Rinderinsulin", dessen Wirkung auf den Menschen auch keiner kannte.
    Bei den heutigen Insulinanaloga gibt es unvergleichlich bessere Testmethoden. Sicherlich ersetzt das alles keine Langzeiterfahrungen, dann müsste man in der Tat erst einige Jahrzehnte warten, um zu sehen, ob Menschen, die eines oder mehrere dieser Analoga nehmen, tatsächlich gehäuft an Krebs versterben.
    Bie dieser Diskussion geht es wohl hauptsächlich um die Kreuzaffinität von Analoga, d.h. um einerseits die Dissoziationsrate bez. des Insulinrezeptors und andererseits die Affinität zum IGF-1-Rezeptor (dem Wachstumsrezeptor. Wäre diese Affinität zu groß, würde die Mitogenität steigen. Prof. Dr. Kellerer jedenfalls behauptet dazu im Diabetes-Journal 12/2004: "Das ist mit all den Insulin-Analoga , die wir auf dem Markt haben, Gott sei Dank nicht der Fall, das ist für alle untersucht worden."

    Ich jedenfalls nehme von Anfang an (d.h. seit Jan. 1998) Humalog von Lilly ... und lebe noch.

    Vorteil ist sicherlich der schnelle Wirkungseintritt. Wer aktiv ist (d.h. sich zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich bewegt), wird diese schnelle Wirkung samt deren recht schnellen Nachlassen zu schätzen wissen. Ebenso hilft ein langwirksames Analog dabei, an Tagen geringer körperl. Aktivität immer einen gewissen Insulinspiegel im Blut aufrechtzuerhalten, und zwar über viele Stunden. Die bekannten Versorgungslücken bei kürzer wirksamem NPH kann dann verkleinert oder unterbunden werden.Außerdem sinkt bei fehlender ausgeprägter Wirkungsspitze die Hypogefahr. Diese Vorteile müssen halten mit dem berühmten Restrisiko erkauft werden. Dafür besteht die Möglichkeit einer besseren Insulineinstellung und eines dem eigenen Rythmus besser entsprechenden Lebensstils. Die Entscheidung liegt bei jedem selbst, bietet sich sicher aber in jüngeren Jahren zugungsten der Analoga an.

    Eine richtige Entscheidung wünscht

    W. Hullmann von Wolfgang HULLMANN
  • Langzeitinsulin

    Rang: Gast
    am 19.01.2005 15:18:44
    Hallo
    ich verwende Levemir seit Oktober 2004. Ich bin stark Herzkrank mit allen Parallelproblemen bei Kreislauf , Hypercholesterin und seit 2 Jahren Zucker. Mein HbA1c war weit über 7.0 mit starken Ausschlägen nach oben.

    Meine Einstiegsdosis Levemir war bei 10 Einheiten mit sofortiger Wirkung auf den mmol/l , nach 2 Monaten mit 20 Einheiten sank das HbA1c um bereits 15 %. jetzt nach 3 Monaten bin ich mit den Nüchternwerten und 30 Einheiten Levemir zwischen 5.0-6.0 und habe absolut keine Probleme mit Unterzuckerung oder anderen jetzt ersichtlichen oder spürbaren Nebenwirkungen. Gruss Hermann