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Amaryl Erfahrungen
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Jens Krämer
Rang: Gastam 19.10.2004 12:10:48
Hallo,
hat jemand Erfahrungen mit Amaryl?
Ich nehme Amaryl seit ca. 15 Monaten, momentan 1mg morgens und 1mg abends. Es gibt wohl auch 3mg ...
Meine Sorge ist, dass es mich nur hinhält, bis ich Spritzen muß und das möchte ich vermeiden.
Welche Nebenwirkungen sind bekannt und welche Alternativen gibt es?
Danke im voraus
Jens Krämer -
Rudi
Rang: Gastam 19.10.2004 21:16:47
Hallo Jens Krämer,
Amaryl ist nicht der letzte Schrei. Quetscht nur die Bauchspeicheldrüse aus bis nichts mehr geht.
Die moderneren Medikamente sind z.B. NovoNorm oder Starlix. Diese nimmt man nur wenn man ißt. Senken die Spitzen.
Mit Amaryl fing ich auch an, 1mg dann 2 mg dann 3 mg + Metformin.
Jetzt nehme ich Avandia, Ergebnis bessere Werte und keine Hypos mehr.
Das mußt Du mit Deinem Arzt besprechen. Manche Tabletten sind nicht für Jedermann geeignet. Das Herz, Nieren und die Leber müssen in Ordnung sein. Jedes Medikament hat so seine Nebenwirkungen und die kann nur der Arzt abwägen zum wohle seines Patienten. Wenn er ein guter Arzt ist. von Rudi -
Henning
Rang: Gastam 20.10.2004 11:10:00
Das Problem mit Amaryl: Wenn man eine normnahe BZ-Einstellung erreichen will, steigt das Risiko von Hypoglykämien rasant an.
Modernere Präparate wie NovoNorm oder Starlix haben nur eine kurze biologische Verfügbarkeit (im Umfeld der Mahlzeiten) und damit ein wesentlich geringeres Hypoglykämie-Risiko.
Ich verwende NovoNorm (in Kombination mit Metformin und einem NPH-Insulin) seit ca. 3 Jahren. Ergebnis: BZ-Werte wie ein Stoffwechselgesunder und eine (!) Hypoglykämie in der gesamten Zeit.
MfG Henning -
Jens Krämer
Rang: Gastam 20.10.2004 14:45:17
Hallo,
vielen Dank für die Infos. Ich werde beim nächsten Arztbesuch mal ansprechen, ob für mich ein Wechsel der Medikamente in Frage kommt.
Ich habe den Eindruck, daß, je länger ich Amaryl nehme, desto weniger wirkt es.
Danke
Jens von Jens Krämer -
fliesgen
Rang: Gastam 20.10.2004 18:33:03
Hallo Jend,
ich habe Amaryl nur 4 Monate genommen. Ich hatte auch die Befürchtung, dass es meine Bauchspeicheldrüse zu sehr "ausquetscht". Man KANN die Dosis reduzieren, wenn man sich richtig ernährt und abnimmt. Das trifft aber nicht auf jeden zu, der Diabetes II hat, jedoch auf die meisten.
Je mehr mein Gewicht sank, desto weniger Amaryl brauchte ich: erst 2mg, dann 1 mg, dann 0,5mg und jetzt, seit drei Wochen: nix mehr. Ich mache es nur noch über Ernährung und Sport und habe Werte zwischen 80 und 140 mg/mmol. Dazu musste ich ab er erst einmal 18kg abnehmen.
Amaryl zwingt Dich zum Essen, man kann tatsächlich recht schnell unterzuckern, besonders wenn man sich bewegt oder es sich um eine zu hohe Dosis handelt. Es fehlt auch an einer Variation: durch Amaryl und ähnliche Medikamente hast Du einen permanent hohen Insulinspiegel. Nur braucht man den zu bestimmten Tageszeiten nicht. Das ist aber auch individuell. Morgens braucht mein Körper etwas mehr Insulin als Mittags oder Abends. Das bemerke ich ganz besonders jetzt: meine Langerhans-Inseln sind morgens etwas lahm und legen mittags zu.
Ich glaube, das Ziel sollte sein, dass man Amaryl nicht über einen sehr langen Zeitraum einnimmt, sondern Alternativen findet und da gibt es unzählige Medikamente oder eben Abnehmen, Sport, richtig Essen.
Übrigens: Novonorm regt die Bauchspeicheldrüse auch an, wenn auch nur für ein paar Stunden.
Gruß
Oliver von fliesgen -
Rudi
Rang: Gastam 20.10.2004 22:11:38
Hallo Jans Krämer,
genau so ist es, Amaryl wirkt nicht lange und die Dosis wird ständig erhöht. Folge die Insulinresistenz vergrößert sich unaufhaltsam, dann wirkt nur noch insulin.
Manche Ärzte verschreiben immer das gleiche und das über Jahre. Wenn Du das Gefühl hast, Dein Arzt hat nicht mehr Erfahrung, dann laß Dich zu einem Diabetologen überweisen.
Es lohnt sich.
Viel Erfolg wünscht Dir Rudi -
Elvira Schneider
Rang: Gastam 15.11.2004 22:32:39
Hallo,
ich habe bei einer Schulung erfahren, dass die Tablettentherapie die Bspdrüse anregt und anregt, also auf Hochtouren zu arbeiten, bis sie erschöpft ist und dann kommt ja nichts mehr. Es wäre besser, doch schon früher anfangen zu spritzen. Wobei ich, nachdem ich die Auswirkungen der Tabletten auf Leber etc. mal richtig mir verinnerlicht hatte, dann dachte, ich hätte vielleicht doch eher spritzen sollen. Mir erschien das früher auch so als Drohung, na wenn das nicht klappt, dann müssen sie spritzen. Es geht ruckzuck - für die BE-Berechnung gibt es ja schon Tabellen für den PC - und da ich die intensivierte Insulinanwendung machen kann, spritze ich Insulin, je nach Bedarf.
Gruß
Elvira Schneider