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mal ne frage zum Langzeitwert

  • bach

    Rang: Gast
    am 14.12.2009 11:52:03
    ja genau...jeder gesunde kann 10 Liter Cola trinken und 1 KG traubenzukcer essen und kommt trotzdemn nicht über 140..iss klar von bach
  • Frage

    Rang: Gast
    am 14.12.2009 13:56:57
    Bach, warum gehst du eigentlich nicht zu einer Schulung? Hier macht es dir scheinbar eh keiner Recht.....ich mein ja nur.

    Jürgen, ich bewundere deine Geduld .....im Gespräch mit solchen Spacken... von Frage
  • Katja

    Rang: Gast
    am 14.12.2009 19:07:55
    Hallo Jürgen,

    Du schreibst: "Das Faszinierende an Typ2 ist ja, dass es keine Krankheit ist, sondern eine Definition. Und diese Definition wurde auch nie medizinisch festgesetzt, sondern rein versicherungs- und verwaltungstechnisch Ende der 70ger Jahre des vorigen Jahrhunderts in den USA zur Vereinheitlichung unter den Bundesstaaten und dann von der Medizin weltweit mit ein paar kleinen formalen Veränderungen übernommen."

    Diese Aussage ist definitv falsch! Ich hatte in der ersten Hälfte der 70er Jahre eine Schulfreundin, und deren Vater hatte einen Typ-2-Diabetes, was ich damals schon wußte! Er spritze zwar Insulin, aber ich wußte, daß er einen anderen Diabetestyp hat als ich! Okay, damals sagte man nicht Typ-2-Diabetes, sondern Altersdiabetes, aber was soll's?

    Viele Grüße

    Katja
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 14.12.2009 20:57:07
    Moin Katja,

    Typ2 wurde früher Altersdiabetes genannt, und jede Region und jedes Land und manchmal jedes Krankenhaus definierte den anders. Wurde damals auch ausschließlich nach Nüchternwerten diagnostiziert und behandelt. Was beim einen Dok mit morgens nüchtern 140 schon krank war, galt dem anderen bis nüchtern 200 mit deutlich Zucker im Urin noch als gesund. "Selbstmessungen" gab's damals nahezu ausschließlich via Pipitest und als große Neuerung langsam zunehmend mit visuellen Teststreifen. Typ2 bekamen Insulin erst, wenn nichts anderes mehr gehen wollte, und das war dann für die letzten und immer qualvolleren 2-3 Jahre. Die hatten dann ganz schwer Zucker, wie man zu sagen pflegte, und mit dem Spritzenmüssen war ihr Ende praktisch besiegelt. Hängt selbst erstaunlich jungen Typ2 heute noch an, obwohl der frühzeitige Anfang mit Insulin beim Typ2 sogar noch deutlicher als beim Typ2 Schaden abwenden könnte.

    Mit keine Krankheit will ich sagen, dass die negativen Auswirkungen der damit zusammenhängenden Defekte praktisch schon vor den ersten BZ-Auffälligkeiten anfangen und stufenlos mit dem ansteigenden BZ und den immer höheren Spitzen zunehmen, so dass von den wirklich gesunden Grenzen an mit dem Anstieg immer mehr echte diabetische Folgekrankheiten pro 100 Betroffene diagnostiziert werden müssen. Bis zum Erreichen der heute gültigen Diagnose-Schwellen schon 10-12!
    Es gibt mithin keine Stufe, mit deren Überschreiten die Folgen von unerheblich zu erheblich umschalten, wie das bei den meisten Krankheiten mit deren Ausbruch der Fall ist, sondern es ist reine Definitionssache, ab welchen BZ-Spezifikationen Typ2 als Krankheit anerkannt und behandelt wird.

    Bisdann, Jürgen

    Wer in den 70gern und früher als Nichttyp1 mit Insulin behandelt wurde, stand in aller Regel voll im Ableben - oder hatte trotz und mit seinem Diabetes so was wie 6 Richtige im Lotto.