Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Januvia Nebenwirkungen Wirkung
-
marcie
Rang: Gastam 10.12.2009 21:34:50
Hallo!
Vielleicht kann uns jemand helfen: Da meine Mutter den Zucker nicht mehr so recht im Griff hatte, hat der Arzt wie folgt umgestellt: Morgens Siofor 1000 (Metformin), mittags Januvia und abends wieder Siofor 1000.
Das macht sie jetzt seit ca. 2 Wochen: Der Blutzucker liegt immer bei mind. 150 oder mehr und ihr ist durchgehend übel, Durchfall, Magenschmerzen usw. usw..
Der Arzt sagt, das muß sie durch und das kann Wochen dauern, bis das anschlägt bzw. wirkt. Sie soll solange mit hohen Zucker-Werten rumlaufen und die Nebenwirkungen in kauf nehmen.
Ich bin da ja sehr skeptisch. Hat da jemand Erfahrung?
Danke für alle Tipps und liebe Grüße
Marcie + Mütterchen -
x-man
Rang: Gastam 11.12.2009 05:37:37
Geh zur Staatsanwaltschaft und erstatte Anzeige wegen Körperverletzung oder lass es so wie es ist....bestell dann aber dann schon mal n' Beerdigungsinstitut! -
Jürgen
Rang: Gastam 11.12.2009 08:54:41
Moin Marcie,
wann am Tag was hat Dein Mütterchen denn vor Januvia genommen?
Bisdann, Jürgen -
Rat
Rang: Gastam 11.12.2009 11:39:29
Hallo Marcie,
der Arzt hat nicht ganz Unrecht. Bei Metformin kann es in den ersten 2-4 Wochen zu solchen Beschwerden kommen. Durchhalten wäre schon gut. Allerdings macht man es häufig so, das man nicht gleich mit der großen Keule zuhaut, sondern beim Mütterchen mit 2x500 mg Metformin hätte beginnen können und dann nach einer Woche steigern auf 2x1000 mg, wegen der Eingewöhnung.
Und auch NICHT vor dem Essen oder auf nüchternen Magen, sondern entweder MIT opder nach dem Essen.
Das Geschreibe der Userin mit der IP 87...usw. ignoriere, hier handelt es sich um Anke, die aus einer geschlossenen forensischen Abteilung ab und zu schreibt.
Wahrscheinlich hat sie wieder mal den Schlüssel zum Internetzimmer gefunden. Die glaubt, sie habe Diabetes.
Anke, du solltest dich in Grund und Boden schämen, schon wieder nur Panik und Angst zu verbreiten. Und immer und immer wieder diesen Müll.
von Rat -
Nachtrag
Rang: Gastam 11.12.2009 11:48:57
Die Nebenwirkungen klingen eher nach Metforminnebenwirkungen...
Also hohen BZ-Wertern herumlaufen ist schlecht, wer betreut denn das Mütterchen? Wenn du, dann achte auf eine KH-arme Ernährung und vielleicht ist ein Gang zu einem Diabetologen auch ganz gut, wenn der jetzige nur der Hausarzt ist. Aber mit Durchhalten hat er schon Recht, der Körper muss Zeit haben, sich zu gewöhnen. Gegen die Magenschmerzen mal eine Wärmflasche auflegen, feuchtes Geschirrtuch drunter. Und vor dem Essen den Magen "anwärmen", indem man eine Tasse Tee trinkt...das sind so kleine Tipps, die vielleicht was helfen können. Am Besten Pfefferminztee, nicht unbedignt rote Tees oder Kamille, die könnten zu Sodbrennen führen.
Alles Liebe und Gute von Herzen für Euch zwei. von Nachtrag -
Marcie
Rang: Gastam 11.12.2009 21:40:23
Hallo!
Erst einmal allen Danke für die Antworten!
Mütterchen hat schon lange Diabetes (Alters-Diabetes nennt man das wohl).
Sie hat schon immer morgens und abends Metformin bekommen und mittags Glimeperid (oder so ähnlich). Aber das sagt der Arzt, reicht nicht mehr aus und deshalb auch das neue Medikament anstelle von Glimeperid. Mann, es geht ihr wirklich schlecht davon. Habe heute mit dem Arzt gesprochen: Er sagt nach wie vor, dass sie da durch muß und das einfach eine Zeit dauert. Hm.
Lieben Gruß -
rudi
Rang: Gastam 11.12.2009 22:42:54
hallo
nehme das januvia seit fast zwei jahren,
januvia 50+metformin 1000 =janumet 2 x am tag.
es dauert wirklich eine zeit bis sich ein spiegel aufbaut.
dann aber funktioniert alles ohne beschwerden und es wirkt
ohne unterzuckerung, da es nur eigenes insulin freisetzt, wenn
man isst.
habe anfang auch die genannten probleme verspürt, aber
es geht vorbei, nur geduld.
sollten die nebenwirkungen jedoch nicht aufhören, bleibt nur
die insulin behandlung.
gute besserung für ihre mutter, gruss rudi -
Joa
Rang: Gastam 13.12.2009 16:32:21
Hallo Marcie,
wenn Deine Mutter schon langjährig Typ 2 Diabetikerin ist und auch schon lange mit Sulfonylharstoffen (Glimepirid) behandelt wird, erschließt sich mir der Sinn des jetztigen Umstieges Sitagliptin (Januvia) nicht ohne Weiteres.
Man könnte sagen, dass Glimepirid die Insulinleistung der Betazellen erhöht, leider auch den Ausstoß als Proinsulin, während Januvia die Insulinleistung eher "verbessern" hilft, u.a. indem die Aufspaltung von Proinsulin zu Insulin effektiver wird. Das macht aber Januvia nicht direkt, sondern indem es den Abbau eines Darmhomones, GLP-1, verzögert, welches für die Betazellwirkung verantwortlich ist.
Sind aber nicht mehr ausreichend viele Betazellen vorhanden, kann man Januvia kübelweise nehmen, ohne das es noch eine sinnige Wirkung erzeugen kann.
Und ich vermute mal, dass das bei Deinem Mütterchen der Fall sein könnte. Denn vermutlich war Glimepirid an seine Grenze gekommen.
Januvia kann Nebenwirkungen bereiten. Vereinzelt auch heftige Unverträglichkeitsreaktionen.
http://www.emea.europa.eu/humandocs/PDFs/EPAR/januvia/emea-combined-h722de.pdf
Das sollte auch im Waschzettel zu finden sein.
Wenn aber Glimepirid nicht mehr wirkt und Januvia bislang ja auch keine befriedigende Wirkung zeigt, wäre wohl so langsam mal über eine Unterstützung des Stoffwechsels mit einer Insulintherapie nachzudenken.
Wie alt ist Deine Mutter, und hat sie Übergewicht?
Gruß
Joa -
Marcie
Rang: Gastam 13.12.2009 21:48:25
Vielen Dank für die interessanten Informationen!!!!!
Mütterchen ist 76 Jahre alt und leider stark übergewichtig (Rollstuhlfahrer).
Werde morgen gleich noch mal den Hausarzt nerven, bevor er in den Weihnachts-Urlaub entschwindet.
DANKE AN ALLE! -
Insider
Rang: Gastam 14.12.2009 11:06:34
Während die Betazellen der BSD, insbesondere beim Prädiabetes, ein ungünstiges Verhältnis der Insulinsekretion zwischen Insulin und intaktem Proinsulin aufweisen, kann die Einnahme von Sitagliptin(Januvia) die Ausschüttung normalisieren. Hohe Proinsulinwerte sind neben anderen Faktoren verantwortlich für die Entstehung von Adipositas und Arteriosklerose. Insofern besteht bei Hyperinsulinämie und der stimulativen Behandlung mit konventionellen Insulin-Sekretagoga eine ungünstige Prognose. von Insider