Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Insulin?
-
Sinah
Rang: Gastam 03.09.2004 15:20:02
Hallo,
ich war heute wieder bei der Diab. Beratung und meine Ärztin hat festgestellt, daß mein Körper nur nachts zuviel BZ produziert.
Am Tage ist alles in Ordnung und so wie es sein muß, immer um die 120 rum.
Jetzt wurde noch mal Blut abgenommen um die Schilddrüsenhormone zu überprüfen.
Sollte das auch i. O. sein, soll ich ab nächste Woche zur Nacht eine minimale Menge an Insulin spritzen.
Sie meint es gäbe da 2 Möglichkeiten, einmal etwas für 24 Stunden,was aber die Unterzuckerung vermeidet oder ein anderes, was nur die Nacht über tätig wird.
Für was soll ich mich da entscheiden?, ich nehme ja auch noch Metformin 850.
Danke für eure Mühe.
Gruß Sinah
-
christoph
Rang: Gastam 03.09.2004 17:39:55
hallo,
also das für die 24 stunden wird wohl lantus oder ähnlichges sein. ich würde es erst mal mit einem 12 stunden wirksamen insulin veruschen, da du ja am tag gute werte hast, und ein insulin was dann eben noch so lange in den tagb wirkt auch unterzuckerungen verursachen koennte. aber ich denke dein arzt wird dich da sicher gut beraten :)
lg, christoph -
Hansi
Rang: Gastam 03.09.2004 23:50:44
Hallo Sinah,
ja, es gibt bei den Langzeitinsulinen die NPH-Insuline mit einer Wirkdauer von
8 bis 12 Stunden und das Insulinanalogon "glargin", Handelsname Lantus, dass 18 bis 24 Stunden wirkt.
Neuerdings auch noch Insulin"detemir", Handelsname Levemir, das eine etwas kürzere Wirkdauer als Lantus hat und noch seltener zu nächtlichen Hypo's führt.
Viele Typ2-Diabetiker benötigen tagsüber
kein Basalinsulin, aber nachts. Zu diesen zählst du sicherlich. Also ist, wie schon geschrieben, ein Verzögerungsinsulin wie z.B. Protaphan angebracht, dass abends
"auf der Bettkante" gespritzt wird. von Hansi -
Anke
Rang: Gastam 06.09.2004 00:45:17
Hallo Sinah !
Ehrlich gesagt hoffe ich, dass deine Ärztin die Entscheidung für´s passende Insulin nicht ihren PatientInnen überlässt ?! Es ist weniger eine Frage des "wie wär´s Ihnen denn lieber ...?!", sondern es richtet sich natürlich nach den tatsächlichen Werten tagsüber und in der Nacht, ist also an definierten Grössen fest gemacht. Sofern die Hausärztin keine Zusatzausbildung in Diabetologie hat, wäre es nicht schlecht, einen Diabetologen zu zu ziehen - zumal wenn ihr Insulin und Metformin kombinieren wollt.
Viele Grüsse Anke -
Sinah
Rang: Gastam 06.09.2004 00:56:40
Hallo Anke,
ich bin in Behandlung einer Diabetologin.
Die Untersuchungen hat die Ärztin gemacht und ich bin dann weiter gereicht worden zu einer Beraterin, die sich mein Tagebuch und Ernährungsprotokolle angesehen hat.
Dann hat sie mir eben gesagt, ich hätte tagsüber gute Werte, immer so 120,aber morgens immer 140-150.
Sie hat mich dann gefragt, ob es mir Recht wäre wenn ich denn abends etwas Insulin nehme.
Was muß ich denn beachten, wenn ich Insulin und Metformin kombiniere?
Es ist ja nicht so, daß ich der Ärztin mißtraue, aber von Betroffenen bekommt man immer die besten Tips und die haben eben auch Erfahrungswerte aus einer anderen Sicht.
Danke,
Sinah
-
Anke
Rang: Gastam 06.09.2004 01:09:34
Hallo Sinah,
das Metformin verlangsamt die Kohlenhydrat-Aufnahme im Darm und damit ins Blut.
Insulin senkt den BZ.
Wenn du Metformin mit Insulin kombinierst bedeutet das also für dich, dass sich Insulin-Wirkung und Metformin-Wirkung nicht unkontrolliert überschneiden sollten, weil dann die Gefahr einer Unterzuckerung besteht.
Nachdem deine Werte offenbar vor allem in der Nacht etwas über der Norm liegen und du am Tag mit Metformin ausreichend versorgt bist, scheint es schlüssig ein Insulin zu wählen, dass auch vor allem während der Nacht (und nicht 24 lang) wirkt. (Z.B. Protaphan).
Nochmal mit der Diabetologin drüber diskutieren ... :-))
Viele Grüsse Anke
-
Sinah
Rang: Gast -
Anke
Rang: Gast -
Hansi
Rang: Gastam 06.09.2004 02:00:00
Hallo Sinah, selbstverständlich muß du zusammen mit deinem(r) Diabetesartzt(ärztin) entscheiden, welche Insulintherapie für dich die optimale ist. Jede(r) hat seinen eigenen Diabetes mellitus. Es schadet jedoch nicht, wenn man/frau nicht ganz unwissend über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten im Vorhinein Bescheid weiß. Wenn das orale AntiDiabetikum(Tabletten) weiter gegeben werden soll – man/frau denke jedoch an die Nebenwirkungen – gibt es grundsätzlich zwei Formen des Insulineinstiegs. Einmal die B.O.T , das ist die Basistherapie „auf der Bettkante“ mit einem Verzögerungsinsulin und zum zweiten die SIT, darunter versteht sich die Gabe eines Normal- oder Analoginsulins zu den Mahlzeiten. Der Königsweg der Insulintherapie ist aber auch beim „Zweier“ die ICT, d.h. die intensivierte Basis/Bolustherapie mit einem Mahlzeiteninsulin, mit dessen Hilfe auch BZ- Korrekturen vorgenommen werden können, und einem Langzeitinsulin. Die ICT ist natürlich nur erfolgreich mit ausreichenden BZ-Messungen und einer vorherigen guten Schulung. Ich hoffe, es gelingt dir, die für dich richtige Therapieform zu finden. Hansi