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  • Petra

    Rang: Gast
    am 31.08.2004 14:20:06
    Hat jemand Erfahrung mit Behandlungsmethoden der Polyneuropathie? Mein Lebensgefährte leidet sehr stark darunter, bekommt daher mittlerweile ein Morphiumpräparat, welches aber auch nicht die gewünschte Wirkung zeigt. von Petra
  • Hansi

    Rang: Gast
    am 31.08.2004 19:32:52
    Hallo Petra,

    die PNP(Polyneuropathie) ist eine progrediente(fortschreitende) Krankheit unterschiedlicher Genese(Entstehung). Zu 70% sind Diabetiker und Alkoholiker betroffen. Der Rest verteilt sich auf über Hundert verschiedene Ursachen.
    Ganz geklärt ist die Entstehung immer noch nicht, jedoch ist bei Diabetikern ziemlich sicher, dass eine längere schlechte Stoffwechseleinstellung bei einem großen Teil (ca. 40%) PNP zur Folge hat. Bei 30% aller neu festgestellten Typ2-Diabetikern ist bereits eine diabetische PNP vorhanden.

    Um die diabetische PNP auszubremsen ist eine gute, das heißt normnahe BZ-Einstellung das beste Mittel. Eine Heilung ist nicht möglich, aber die konsequente
    Lebensführung und eine ganze Palette von Medikationen helfen die Beschwerden zu lindern. Natürlich sind Schmerzmittel je nach Fortschritt angezeigt. Die Schmerz-therapie ist um so günstiger, je früher sie angewandt wird.

    Aber auch Antiepileptika, Antidepressiva, Benfothiamin und Alpha-Liponsäure sind probate Mittel, die allerdings nicht jedem PNP-Geplagten auf Anhieb helfen.

    Tabu bei PNP sollten die Nervengifte Alkohol und Nikotin sein.

    Ich persönlich leide seit ca. 5 Jahren an diabetischer PNP und habe die Krankheit
    ganz gut im Griff mit einer guten BZ-Einstellung (regelhaft unter 150 mg/dl), hochdosierter Benfothiamingabe und einer Schmerzbehandlung mit einem regelmäßig eingenommenen retardierten Opioid(Langzeitmedikament in Tablettenform) und bei Bedarf einer Gabe schnell wirkender und leicht zu dosierender Tropfen. Allerdings ist eine engmaschige Kontrolle der Leberenzymwerte geboten. Meine Werte sind immer noch im grünen Bereich.

    Weiter achte ich auch bei der Ernährung auf eine leberschonende, gesunde Vollwertkost.

    Leider kann ich dir keine günstigere Prognose oder ein Wundermittel gegen PNP
    nennen, aber bitte nicht den Mut verlieren, die Medikationen sind halt nur Versuche,
    aber vielen hat die dritte oder vierte Kombination von Medikamenten doch schon geholfen, Schmerzen und diverse Mißempfindungen zu minimieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hansi




  • Marlis

    Rang: Gast
    am 01.09.2004 10:12:04
    Hallo Petra,

    ich habe auch PNP seit ca. 10 Jahren, die hat sich aber in dieser Zeit nicht verschlechtert, eher durch Bewegung, Sport und Fußgymnastik gebessert.

    Ein Heilmittel gibt es derzeit nicht. Der BZ sollte gut eingestellt sein mittels Insulin. Bei starken Schmerzen hilft Neurontin.

    Offenbar läuft z.Zt ein Versuch mit einem neuen Mittel:

    http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/04/30/080a0404.asp?cat=/medizin/schmerz

    Die Ergebnisse lesen sich m.E. aber nicht so überzeugend. Und in der newsgroup berichtet soeben eine Patientin, die an einer solchen Studie teilnimmt - bisher ohne Erfolg.

    von Marlis
  • Frankie

    Rang: Gast
    am 05.10.2004 18:58:46
    Ich bekomm Andolor. Ist zwar auch nur ne Schmerzbekaempfung und keine wirkliche Therapie, aber mir hilfts ganz gut.
  • lothar

    Rang: Gast
    am 24.01.2006 16:17:00
    ich habe schwere pnp.hast du mal was gehört über erwerbsunfähigkeitsrente.mein arzt will sich da nicht so festlegen ob ich sie beantragen soll.danke von lothar