Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
  • Ulla

    Rang: Gast
    am 08.08.2004 02:00:00
    Hallo zusammen, ich wende mich an dieses Forum, weil ich im Vorfeld - vor de Arztbesuch - vielleich braubare Hinweise bekommen kann; es geht um meine Mutter. Sie 68 Jahre alt, hatt vor zwei Tagen beim Friseur eine Attacke von Übelkeit, mußte sich auch übergeben und war so geschwächt, daß man einen Arzt holte. Der stellte Unterzucker fest, nahm sie mit in die Praxis, verabreichte eine Infusion, verabredete mit der Hausärztin telefonisch die von meiner Mutter eingenommene Dosis der "Blutdrucktabletten" zu senken und entließ sie - sofern meine Mutter in ihrem verwirrten Zustand nichts unterschlagen hat - wieder in die Freiheit. Nun ist sie seit diesem Vorfall extrem schlapp, zittrig, unsicher im Gang, ihr ist übel, sie kann nichts essen, die Hände zittern ohne Ende, sie ist blaß, benommen und hat eigentlich sehr viele der von mir hier im Internet entdeckten Symptome; sie kann sich kaum auf den Beinen halten und wirkt wie betrunken. Bei ihr wurde aber noch in keienr Form Diabetes festgestellt. Im März gab es einen Vorfall, der von der Ärzteschaft - eigentlich ohne genauen Nachweis - als epileptischer Anfall diagnostiziert wurde. Der Schluß wurde daraus gezogen, daß meine Mutter Antidepressiva einnimmt und das Produkt - dessen Einnahme sie komischerweise noch gar nicht begonne hatte - solche Anfälle hervorrufen könnte. Sie fiel also eines Nachmittags vom Stuhl - ohne daß sie ein vorheriges Anzeichen verspürte - mußte wohl so ein bis drei Stunden gelegen haben und als die Notärzteschaft eintraf, hätte sie geschrien und sich verkrampft. Ob sie dann während des Krankenhausaufenthaltes bezüglich der Zuckerwerte genau untersucht wurde, weiß ich nicht. Man verabreichte weiterhin die Antidepressiva, ein Medikament gegen Epilepsie und eine Woche später wurde die beim Sturz gebrochene Schulte operiert. Seit dieser Zeit ist sie sehr verändert. Manche Symptome - wie z.B. Gangunsicherheit - können auch durch das Epilepsie-Medikament ausgelöst werden. Aber was mir zu denken gibt sind alle anderen Zeichen. Warum mich das so beschäftigt ist der Umstand, daß ich der Hausärztin nicht so sehr traue, weil die evtl. Schwächezustände und Verlangsamung in Sprache und Konzentrationsstörungen sicherlich dem Bereich Depression zuschreibt. Ich möchte einfach ein bíßchen Sicherheit gewinnen, ob sich Vorfälle und Erkrankungen dadurch - wirklich länger hinziehen können, sofern sie nicht intensiv oder durch genaue Anleitung behandelt werden. Die Frau ist echt am Ende; klar spielen die Nerven auch mit, aber die körperlichen Anzeichen sind wirklich sehr deutlich und sie ist ansonsten auch kein Weichei. Ich hoffe, man schmeißt mich wegen des langen Textes hier nicht raus und danke schon mal jetzt denen recht herzlich, die das gelesen haben und vielleich auch antworten können. Danke!!!! Ulla
  • Andreas

    Rang: Gast
    am 09.08.2004 02:00:00
    Hallo Ulla! Zunächst muß man hier einmal sagen, daß Neuroleptika und blutdrucksenkende Medikamente (Betablocker) als "Nebenwirkung" Unterzuckerungen auslösen können. Ein Hypoglykämischer Schock (Unterzuckerung) und ein Krampfanfall können durchaus manchmal durch die Symptomatik verwechselt werden. Wichtig wäre es, möglichst schnell festzustellen, ob wirklich ein Unterzuckerungszustand besteht. Wenn das der Fall ist , muß die Ursache abgeklärt werden. Vorübergehend kann man Unterzuckerungen relativ schnell durch die Gabe von Traubenzucker korrigieren. Eine Bewußtlosigkeit bzw. ein nichtansprechbarer Patient ist immer ein medizinischer Notfall und von einem Notarzt zu behandeln. Die Ursachen für Unterzuckerungen sind recht vielfältig und reichen vom insulinproduzierenden Tumor bis zur Nebenwirkung von Medikamenten. Es könnte sein, daß ein Allgemeinmediziner hier ein wenig überfordert ist. Besser wäre es, einen Facharzt aufzusuchen. Herzliche Grüße Andreas
  • Ulla

    Rang: Gast
    am 09.08.2004 21:18:29
    Hallo Andreas!
    Danke für die Geduld, diese lange Abhandlung zu lesen und besonders für Deine Antwort. Einen Facharztbesuch würde ich auch für vorteilhaften halten; nur meine Mutter ist noch nicht so überzeugt, da braucht es wohl noch einige Überzeugungsarbeit.
    Danke nochmal und herzliche Grüße und alles Gute!

    Ulla