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zuviel basal oder bolus?

  • Daniela

    Rang: Gast
    am 24.05.2004 20:56:46
    Pumpe!
    Aber mit Basalinsulin einige Erfahrungen.. von Daniela
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 24.05.2004 20:57:07
    Äh, Werte um die 75 mg/dl Unterzuckerung?
    Dann eben unter ärztlicher Kontrolle.

    Wenn man nicht weiß wieso der BZ fällt muss man eben mal was schauen, am besten mit nem Hungertag.
    Wo liegt das Problem?

    Es passiert in der Regel nicht viel, hab BE's in der Tasche und iss bei Unterzuckerungen, je nachWert eine bis zwei BE ohne Essensinsulin. Du weißt ja in etwas um wieviel der BZ bei einer BE ansteigt. Natürlich solltest Du stündlich den BZ messen um zu sehen wann Du zu niedrig bist.

    Sowas macht man am besten an einem Tag wo man nicht arbeitet um etwas Routine zu bekommen. Und alleine sein solltest Du den Tag über auch nicht.

    Wieso habt ihr solche Angst vor Unterzuckerungen?
    Bei diesem Wert (75) ist eine schwere Unterzuckerung noch nicht drin.

    Ich finde es ist besser einen Tag kontrolliert zu unterzuckern als es auf Arbeit nachher nicht mehr einschätzen zu können und umzukippen weil das Basalinsulin zu hoch dosiert ist und der Bolus auch nicht ganz stimmt.

    Du kannst das Basalinsulin (ca. 2 - 3 Tage vorher, wirkt nach..) aber auch um eine Einheit reduzieren wenn Du Angst hast in die Unterzuckerung zu kommen.

    Aber wer mit 70 mg/dl zittert, der merkt es eben glücklicherweise recht früh, es passiert so schnell nix.

    Reduziere den evtl. bestehenden Kaffeekonsum dann auch, das begünstigt das Unterzuckerungsgefühl und verwirrt dementsprechend..

    Die Panik vor einer Unterzuckerung ist unbegründet, sie tun nicht gut und es ist ein Sch**gefühl, aber eine Unterzuckerung mit notwendiger Fremdhilfe weil man nicht mehr weiß ob Bolus oder Basal nicht stimmen und man sich dann noch verschätzt, das halte ich für schlimmer als einen Tag lang zu wissen wieso man unterzuckert und dass man es tut!

    Ich persönlich halte zwar nicht mehr viel davon die BZ-Werte auf Normalwert zu bringen, weil ich Unterzuckerungen recht spät merke, aber jeder ist da anders. Wenn der BZ eine Weile auf Normalpegel ist, stellt sich bei 70 kein Unterzuckerungsgefühl mehr ein und so sollte das auch sein.

    Sprich mit Deinem Arzt darüber, ich halte den Hungertag immer noch für die beste Lösung sowas auszutesten.
    Vor allem finde ich wichtig zu sehen wie schnell der BZ runterrauscht, ohne Essen, denn es kann ja nicht sein, dass man nachher im Real life nicht mehr reagieren kann weil man Basalüberdosiert ist, oder?

    Kurzgefasst:
    Hungern, bei Unterzuckerung um 70 eine BE ohne Bolusinsulin und bei Unterzuckerungen um die 50 oder drunter zwei BE's, auch ohne Bolusinsulin!
    Die BE's bei Unterzuckerungen um die 50 sollten einmal eine schnelle und eine lange sein (Traubenzucker und Vollkornbrot, ohne Belag!).

    Es dauert etwa 15 Minuten bis der BZ dann wieder ansteigt, also nicht unkontrolliert losfuttern wie ein Wilder!

    Den BZ dann bitte etwas enger messen, also nach einer halben Stunde.

    Wer ganz große Angst hat sollte sich vor einem Hungertag eine Glukagen-Spritze verschreiben lassen (wenn zuhause hungern) und das Begleitpersonal darin einweisen, voher auch mal an Dir mit Insulin übern lassen wie man Subkutan spritzt, das ist sowieso empfehlenswert!

    Viel Glück und Arzt befragen! von Daniela
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 24.05.2004 21:20:58
    Kann passieren, passiert dann hoffentlich auch!

    82 ist ein guter Morgenwert!

    Ich denke aber Du bist in der Remissionsphase, das kann noch besser werden, aber auch recht schnell wieder aufhören :-/

    Ich habe das Glück oder Pech solche Phasen häufiger zu erleben, daher die Pumpe, nachdem ich stundenlang am unterzuckern war (Werte um die 30) und fressen MUSSTE, das dann über Tage, dann wieder besser, dann wieder und wieder...

    Hab ich keinen Bock mehr drauf!

    Jetzt hatte ich eine Woche Basalinsulin, Morgenwerte passen sich der Insulindosis an, tagsüber Abfall des BZ - Pumpe ist am besten!
    Das Ding schaltet man einfach ab bei ner Unterzuckerung, man isst ein ganz klein wenig um den BZ um 10 - 20 mg/dl anzuheben und hat Ruhe mit diesem Sch***. von Daniela
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 24.05.2004 21:29:29
    Ja, klingt gut, passt nur nicht bei Brittelsymptomatik, Dawn-Syndrom oder anderen eigenartigen Diabetesproblemen.

    Weitere komplikationen wären sehr viel BE's aufeinmal essen (bolus ok, aber zuviel aufeinmal) oder seeeeeehhhhhr langsame Verdauung, Essen wird erst nach 2 Stunden aus dem Magen geschoben.
    Ja oder man schlingt Essen wie Mais ohne zu kauen einfach runter, das dauert dann 4 bis 5 stunden.

    Nach und nach alles abklappern und sich selbst kennenlernen ist angesagt. von Daniela
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 24.05.2004 21:33:54
    Genau, gut erkannt! von Daniela
  • Anke

    Rang: Gast
    am 27.05.2004 19:42:11
    Hallo Daniela !

    Hungertage lohnen sich noch nicht in der Einstellungsphase (in der man nach 1,5 Monaten Diabetesmanifestation auf alle Fälle noch ist), sondern hier jongliert man eher, ohne vom Bolus-Mahlzeitenschema abzulassen.

    Ansonsten sind Hungerphasen natürlich das Beste, um dem "zu viel" oder "zu wenig" an Insulin auf die Spur zu kommen. Ganze Hungertage sind allerdings weniger geeignet als das Schema: Frühstück auslassen, am nächsten Tag Mittag, am übernächsten Tag Abendessen auslassen,
    da der Körper nach mehrstündigen Fasten anders auf Insulin reagiert als nach vorhergehender Bolus- und Mahlzeitengabe. Das ist mit ein Grund für das Dawn-Phänomen am frühen Morgen, zu dem Zeitpunkt liegen letzter Bolus und letzte Mahlzeit ja schon ein Stück weit zurück. Daneben gibts natürlcih noch die Hormone als Auslöser etc.

    75 mg/dl sind kein Unterzucker, nein :-). Aber die Chance, anschliessend einen zu kriegen, ist in der Remissions-/Einstellungsphase einfach recht gross.

    Schönen Tag noch,
    viele Grüsse Anke