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Sehverschlechterung nach Einnahme von Metformin 500

  • Gast

    Rang: Gast
    am 17.12.2011 19:30:00
    Hallo.

    Gut eingestellt bedeutet:
    Am Anfang, also vor 4 Jahren, lag mein HbA noch bei 19,5.
    Ist dann kontinuierlich langsam gesunken und lag vor 3 Wochen bei 5,6-
    Meine Zuckermessungen zeigen selten über 130, nach den Mahlzeiten.
    Bei einer anderen Blutuntersuchung bei einem anderen Arzt vor einem halben Jahr wurde sogar Unterzuckerung fest gestellt.

    Die Augenop soll deshalb in Vollnarkose gemacht werden,
    weil ich nur das eine „gesunde“ Auge habe und ich ausserdem noch RLS (Ruhelose Beine“ habe und die Gefahr besteht, das ich nicht still genug halten kann.
    So gesehen wäre mir das in Vollnarkose sogar recht.

    Tja; - Das da an den Diagnosen und Erklärungen was nicht passt,
    das Gefühl habe ich ja auch. Deshalb schreibe ich hier ja.
    Und ansonsten scheine ich sowieso „vom anderen Stern“ zu sein.
    Ein mal im Jahr huste ich mich tod, aber die Allergietest ergeben keine Auffälligkeiten.
    RLS- Medikamente wirken bei mir genau entgegengesetzt,
    bei örtlichen Betäubungen brauche ich immer „einen schlag mehr“,
    bei einer Blinddarm OP haben die drei!!! Löcher in mich rein geschnippelt, weil die nicht wussten, ob da noch mehr ist,
    u.s.w.

    Na gut. Also weiter wie von mir angedacht.
    Wenn ich bis Neujahr wieder ohne Brille programmieren kann,
    gehe ich noch mal zu einem anderen Augenarzt und werde die OP erst einmal stoppen.

    Mehr als ausprobieren kann ich wohl z.Z. nicht machen.

    Mit freundlichen Grüßen: BSP62
  • Gast

    Rang: Gast
    am 17.12.2011 20:11:14
    du weißt ferndiagnosen sind immer mist, aber die stärke der hornhauttrübung(katarakt) kann jeder am abend sehen wenn um die lichter der entgegenkommenden autos runde (mehr oder weniger) große leuchtende nebelringe sind.
    komischerweise ändert sich die trübung.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 17.12.2011 22:13:54
    Hallo.
    Der erste Anschein zum grauen Star passt schon.
    Entgegenkommende Autos blenden so stark, das ich die eigene Fahrspur kaum erkenne,
    Tagsüber bei hellem Licht erkannte ich keine Gesichter mehr,
    habe mich deshalb sogar vorbeugend bei meinen Nachbarn entschuldig, das es sein kann, das ich Sie mal nicht erkenne und deshalb vielleicht mal nicht grüße,
    u.s.w.

    Es ist der zweite Anschein, der mich irritiert.
    Je länger ich die Tabletten weg lasse,
    um so besser erkenne ich wieder.
    Die Zahlen auf dem Herd, Gesichter, meine Programmiereinstellungen, u.s.w.

    Darum stellt sich mir die Frage; - Kann es sein, das die Tabletten sich im Auge ablagern und es daher zu der Eintrübung kommt?
    Wieso kommen zwei unterschiedliche Augenärzte zu so unterschiedlichen Ergebnissen?
    Retinopathie & Grauer Star?
    Das ist ja ein unterschied wie wenn der eine sagt:
    Wir müssen ihnen ein Arm abnehmen, der andere will aber das Bein operieren.

    Gruß: BSP62
  • Gast

    Rang: Gast
    am 18.12.2011 10:15:47
    Ich habe auch das Problem mit dem grauen Star, allerdings keinerlei Anzeichen für eine Retinopathie. Meine Augenärztin meint, es wäre möglich, daß ich diese Linsentrübung schon seit meiner Geburt habe. Die Probleme mit dem hellen Licht kenne ich schon seit meiner Jugend. Nun war sie letztes Mal nicht da als ich zur Überprüfung da war und ihr Stellvertreter sagte mir, ich müsse mich bis spätestens nächstes Jahr operireren lassen, weil ich dann nichts mehr sehen würde. Die Art grauer Star, die ich habe, würde sehr schnell voranschreiten.
    So verschieden können die Aussagen von Ärzten sein.

    Was die "restless legs" betrifft, so würde ich mal den Ferrit-Wert überprüfen lassen, ein zu niedriger Wert ist oft die Ursache dafür. Das muß auch nicht unbedingt am Hämoglobinwert zu sehen sein, der ist oft ganz normal.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 18.12.2011 21:40:35
    Hallo.
    Ja, das mit der Lichtempfindlichkeit in der Jugend kenne ich ebenfalls.
    Damals habe ich Sonnenbrillen sogar noch auf Rezept bekommen.
    Das waren noch Zeiten. Lang, lang ist’s her. Smile.

    Zum RLS meinte der letzte Neurologe,
    “Medizinisch sei ich aus Therapiert“.
    Was das heißt ist klar, ab in die Beklopptenecke. Das kenne ich seit über 35 Jahren.

    So. Nun meine Zuckerwerte nach über 5 Tagen ohne Tabletten:
    Nach dem Aufstehen: 101. ½ Std. nach der Mahlzeit: 192
    Das ist hoch und mir ist bei meinem Versuch auch leicht mulmig.
    Aber was soll ich machen.
    Ich will das nun wissen: Haben meine Augenprobleme auch mit den Tabletten zu tun?

    Vor ca. einem Halben Jahr habe ich alles mit Aspatam (den Zuckerersatzstoff) abgesetzt.
    Danach schien die Augenverschlechterung erst einmal zum stehen gekommen zu sein.
    Aber es begann nach ca 2 weiteren Monaten doch wieder, langsam schlechter zu werden.
    Nun also auch die Tabletten weg, und zur Zeit scheint es mit den Augen Stück für Stück geringfügig besser zu werden.
    Also vorsichtig weiter und hoffen, das ich mich nicht selber betrüge.

    Gruß: BSP62
  • Gast

    Rang: Gast
    am 19.12.2011 10:28:24
    Ob deine Sehverschlechterung mit den Tabletten zusammenhängt kann ich nicht beurteilen, aber ich habe jahrelang Tabletten genommen. Zuerst Euglucon und dann später Metformin und an meinen Augen hat sich nichts verändert. Meine Augenärztin meinte, sie kann nicht ausschließen, daß mein grauer Star mit dem Diabetes zusammenhängt, glaubt es aber nicht wirklich.
    Wenn du vor Tabletten zurückschreckst, solltest du dich doch mit dem Gedanken an Insulin anfreunden. Deine Werte sind einfach viel zu hoch, es muß etwas geschehen. Probier es wenigstens aus, du wirst sehen, du bist viel freier und kannst deinen BZ mit Insulin viel besser handhaben.

    Was die RLS betrifft, so solltest du wirklich mal dein Ferrit testen lassen oder wurde das bereits gemacht? Es ist eine einfache Blutuntersuchung.
    Ich habe eine Bekannte, die in einem Schlaflabor arbeitet und als ich die unruhigen Beine bei mir erwähnte, sagte sie das von dem Ferrit. Sie meinte, die Ärzte versuchen alles mögliche, vergessen aber meist diese naheliegende und relativ einfache Ursache.
    Bei mir jedenfalls war es so und ich habe dieses Problem nicht mehr.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 19.12.2011 19:15:28
    Hallo.

    Ja, ich werde zusehen, das ich meinen Termin bei meinem Diabetesarzt vorgezogen bekomme um das alles noch mal zu besprechen.

    Denn klar ist zumindest, das sich mein Sehvermögen verändert.
    Heute konnte ich diese Seiten zum ersten mal ohne Bildschirmlupe lesen.
    (Ohne Brille geht noch nicht).
    Dafür ist es draußen bei Tageslicht etwas schlechter geworden,
    draußen am Abend ist mein Blick klar.
    (Solange mir kein Auto mit seinem Licht entgegen kommt).
    Auch werde ich mich noch vor der geplanten Augenop um eine dritte Meinung bemühen.

    Mein Zuckerarzt meinte, mit Diabetes lassen sich meine Augenprobleme nicht erklären.
    Meine Zuckerwerte seien so gut, als wenn ich kein Diabetes habe.
    Und als ich meiner Augenärztin mein Büchlein zeigte, hat die sich ebenfalls anerkennend geäußert.

    Zum RLS. Mal sehen, ob man gleich mit nach Ferrit schauen kann oder ob ich dazu noch mal eine neue Baustelle aufmachen muss.

    Noch wage ich es, mein Experiment weiter zu führen.
    Mein letzter Zuckerwert nach dem Essen und einem ¾ Std. Spaziergang: 160

    Gruß: BSP62

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5079
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 20.12.2011 08:17:22
    Hallo BPS32,

    wenn du das Metformin für längere Zeit weglässt, dann solltest du deinen BZ durch andere geeignete Maßnahmen niedrig halten. Eine Maßnahme hast du ja mit dem Spaziergang nach dem Essen schon ergriffen. Wesentlich wirkungsvoller und deshalb stark zu empfehlen ist eine Reduzierung der KH. Entweder du lässt für die Dauer des Experimentes einfach mal Kartoffeln, Brötchen, Nudeln, Reis, ... weg, oder du testest aus, wie viel du dir von diesen Sachen leisten kannst, ohne das der BZ nach den Mahlzeiten über deine Grenze hinausschießt.

    Mit der von mir empfohlenen Grenze von 140 mg/dl in einer Stunde nach dem Essen bist du auf der sicheren Seite und brauchst dir keine Sorgen zu machen, dass das Weglassen der Tabletten zwar deinen Augen kurzfristig gut tun könnte, aber langfristig deinen Diabetes verschärft.

    Wenn du dir wegen der Wirkung der Tabletten auf die Augen so große Sorgen machst, dann solltest du dir noch viel mehr Sorgen wegen einem evtl. zu hohem BZ machen. Es wird vermutet, dass für die Augen hohe BZ-Schwankungen mehr schaden, als ein leicht erhöhter BZ. Die BZ-Schwankungen werden mit dem HbA1c nicht richtig erfasst, weil der durch kurzzeitige Ausschläge nicht verändert wird. Eine gute Anleitung für eine flache BZ-Führung kannst du dir hier ansehen.

    Beste Grüße, Rainer
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.12.2011 12:13:19
    Hallo Rainer.

    Der Gedanke, das ich eine noch nicht erklärte, geringfügige Verbesserung mit einer gefährlichen langfristigen Verschlechterung tauschen könnte,
    der Gedanke ist mir natürlich auch gekommen.
    BZ nach dem Aufstehen: 99
    1 1/2Stad. nach dem Frühstück: 176
    Deshalb habe ich heute morgen nach dem Frühstück dann doch wieder eine halbe Tablette genommen.

    Dann war ich eben gerade bei meinem Diabetesarzt:
    Insulin ist nicht nötig; Meine Durchschnittswerte sind so gut, das man es verantworten kann, wenn ich die Tabletten mal weg lasse.
    Gehen die Werte über 160 eine Std. nach den Mahlzeiten, dann aber besser doch wenigstens eine halbe Tablette.
    Und wie wichtig Bewegung ist, habe ich längst verstanden.
    Deshalb wird alles, was im Radius von zwei U-Bahnstation liegt, zu Fuß erledigt.

    Was da bei meinen Augenveränderungen geschieht, konnte der Arzt aber auch nicht erklären. Mit den Tabletten kann das auch nach seinem Dafürhalten aber nichts zu tun haben.
    Habt ihr hier ja auch schon gesagt.

    Aber was geschieht da?
    OK, gutes sehen ist wirklich was anderes.
    Aber wieso kann ich wieder einige Dinge entziffern, die ich noch vor einer Woche nicht erkennen konnte???
    Na ja. Vielleicht kann mir das nächstes Jahr ja ein Augenarzt erklären.

    Gruß & Dank: BSP62
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 5079
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 21.12.2011 09:44:24
    Hallo BSP62,

    ich traue mich trotzdem noch mal die Frage zu stellen: warum nimmst du einen halbe Tablette wenn der BZ nach dem Frühstück zu hoch wird? Warum lässt du nicht einfach ein paar KH weg und versuchst damit unter deinem Zielwert 160 zu bleiben? Mach einfach mal einen Test und miss den Unterschied. Mit geringem Aufwand (z.B. halb so viel Brot, Brötchen und dafür den zweifachen oder dreifachen KH-armen Belag) kannst du wahrscheinlich riesige Erfolge in der BZ-Führung ausmachen.

    Ob die 160 als Ziel für den 1-Stunden-Wert ausreichen oder noch zu hoch liegen, das kann dir keiner 100%ig sagen, auch nicht dein Diabetologe. Ich habe mich auch ein paar Jahre mit 160 zufrieden gegeben und konnte damit zumindest erreichen, dass sich mein Diabetes nicht wesentlich verschärft hat. Meine beginnenden Nervenschäden an den Fußsohlen und den zu hohen Blutdruck bin ich aber erst losgeworden, nachdem ich eine Weile die 140 als Ziel für die obere Grenze anvisiert hatte. Meine Augen sind zum Glück noch nicht betroffen gewesen, aber wenn mit denen was wäre, dann würde ich meinen Zielwert wahrscheinlich noch einmal runtersetzen. Und das, wie du das auch gern möchtest, möglichst ohne Medis mit viel Bewegung und mit dem Weglassen von ein paar KH. Mach einfach mal ein paar Tests in diese Richtung.

    Beste Grüße, Rainer