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Hyopglykämischer Anfall

  • Bianca Albertz

    Rang: Gast
    am 26.04.2004 12:55:45
    Hallo!

    Mein Freund (29 Jahre) ist seit seinem 6. Lebensjahr Typ 1 Diabetiker.

    Wir sind seit fast 7 Jahren zusammen und es gab kaum nennenswerte Probleme mit seinem Zucker. Hin und wieder ein 'kleiner ' Unterzucker.

    Innerhalb der letzten 2 Monate habe ich allerdings 2mal einen Hypoglykämischen Anfall meines Freundes erleben müssen. Dies ist ein meist während der Nacht ungemerkter Unterzucker, der über Zittern, Krämpfe, Zungenbiß zum diabetischen Koma führt. Ein Notarzt ist unerlässlich, da Glukose gespritzt werden muß.

    Hat jemand damit bereits Erfahrung gemacht, vorallem als Partner, der 1. Hilfe leisten muß
  • Harry

    Rang: Gast
    am 26.04.2004 22:34:29
    Eine Hypo führt niemals zum Koma. Nur ein Überzucker
    führt zum Koma.

    Dein Freund soll sich vom Doc die Glukagon-Spritze
    verordnen lassen, die kannst Du ihm dann geben.

    Wenn ich mich recht erinnere, wurde eine ähnliche
    Thematik hier früher schon diskutiert. Schau mal in
    älteren Beiträgen nach. von Harry
  • Tina

    Rang: Gast
    am 28.04.2004 00:07:07
    Ich würde auch sagen auf jeden Fall das Notfall-Set vom Arzt verschreiben lassen (ist übrigens in jedem Diabetikerhaushalt unerlässlich).

    Ausserdem sollte dein Freund sich mal wieder bei seinem Diabetologen vorstellen. Solche Probleme kommen ja nicht einfach so und dann auch noch so oft.
  • Bianca Albertz

    Rang: Gast
    am 28.04.2004 02:00:00
    Vielen Dank für Eure Antworten - Ja, ein Notfall-Set muss ich unbedingt beschaffen, muss dann nur noch die aufkommende Panik überwinden und ihm die Spritze geben. Macht es eigentlich Sinn, wenn er mal alleine schläft, daß er sich einen Wecker stellt und den BZ misst oder ist das nicht aussagekräftig? Wünsche Euch einen schönen Tag!
  • Harry

    Rang: Gast
    am 28.04.2004 19:06:14
    Hi Bianca,

    auf jeden Fall ist das sinnvoll. Er sollte auch nicht mit
    zu niedrigem BZ einschlafen und z.B. gegen 3.00 h
    mal messen. von Harry
  • Till

    Rang: Gast
    am 03.05.2004 16:50:40
    Hey!

    Vorweg. Ich habe Diabetis schon 17Jahre. Ich habe dieses Problem in ähnlicher Form auch gehabt. Ständig Unterzuckerungen in der Nacht. Ich habe das Problem lösen können. Es hat zwar was gedauert. Ich habe dann einfach neue Insuline ausprobiert. Alle Daten aufgeschrieben was ich vor dem zu Bett gehen gemacht habe. Danach wurde der Spritzplan angepaßt. Heute habe ich das Problem nicht mehr.
    Es gibt auch Notspritzen, die sollte eigendlich jeder Diabetiker haben, die haben eine spezielle Lösung die sowohl bei Unterzucker als auch Überzucker helfen. Am Besten den Arzt oder den Apotheker mal fragen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Till K.
  • Johannes

    Rang: Gast
    am 12.05.2004 18:51:44
    Hallo,

    ein hypoglykämischer Anfall sollte von dem Partner/in
    soweit erkannt werden,um richtig zu handeln.

    Ich bin selbst Diabetiker,hatte mal einen sehr niedrigen Zucker,den damals meine Eltern durch einen Notarzt wieder aufgefangen haben durch Spritzen von Glukose(beim Arzt erhältlich)

    Wenn es noch möglich ist,daß Du ihm etwas Flüssiges geben kannst,dann gebe ihm am besten Apfelsaft,mit Einflösen durch einen Strohhalm z.B.(aber kein Diabetikerapfelsaft)

    Man kann auch z.B. Cola mit Zucker oder im Wasser darin aufgelösten Streuzucker geben.

    Traubenzucker oder Schokolade geben solltest Du vermeiden,denn dann kann er sich verschlucken !

    Johannes
  • Franz

    Rang: Gast
    am 04.06.2004 04:04:57
    grundsätzlich:
    ein notarzt ist, wenn man selber richtig reagiert nicht unbedingt notwendig
    was passiert im körper:
    der blutzucker singt ab es kommt zu einer hypo. wenn der betroffene es selber merkt, dann sollte er so schnell wie es möglich ist traubenzucker zu sich nehmen. Ist er pumpenträger? dann sofort die pumpe ausschalten. in der regel steigt der blutzucker dann rasch wieder an.
    falls der blutzuckerspielgel so weit abgesunken ist, das der betroffene sich selber nicht mehr helfen kann (Bewustlosigkeit...) dann sollten angehörige eine GLUCAGON-Spritze geben. sie wird einfach in eine po-backe gegeben. danach kommt der betroffene in der regel wieder zu sich und sollte dann was essen.
    wichtig ist zu wissen, wie oft dieser zustand eintrifft. man sollte mal nchts aufstehen (regelmäßig) und seinen blutzucker messen. z.b. eine woche lang jeweils um 0:00 uhr und um 03:00 uhr. Dann sieht man, ob zu bestimmten zeiten verstärkt niedriege blutzuckerwerte auftreten. auch sollte man mal über einen aufenthalt in einer diabetes klinik nachdenken. von Franz
  • Alex_65

    Rang: Gast
    am 02.08.2005 19:20:07
    Hallo

    Ihr macht mich etwas nachdenklich, ehrlich.
    Es ist ja ganz in Ordnung, wenn man sich mit einer Glukagon-Spritze ausrüstet, aber entschiedend ist doch, dass man/frau eine Hypoglykämie selber bemerkt, bevor es zu spät ist.
    Nachts ist das besonders heikel, und ihr könnt stundenlang Foren abgrasen, das einzige Mittel, das ich immer wieder finde, ist das tierische Insulin Semilente von Novo Nordisk.

    Leider ignoriert ein grosser Teil der Fachwelt dieses Insulin, nicht zuletzt, weil Novo es selbst am liebsten vom Markt nehmen würde.
    Fragt einfach wirklich hartnäckig nach, ich glaube es ist in Deutschland zur Zeit nicht erhältlich, sollte es aber, ich kenne kein anderes Produkt, das das Leben als Diabetiker so sicher macht. von Alex_65