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Unterzuckerung - Folgen
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Werner Siegfried
Rang: Gastam 06.03.2004 12:49:34
Hallo,
man liest sehr viel über die Problematik einer Hypoglämie. Die akuten Begleitumstände sind bekannt.
Als Typ2 Diabetiker (57) habe ich gelegentlich den morgendlichen Nachgeschmack einer leichten Hypoglämie während des Schlafens (trockenen Mund, durstig und manchmal ziemlich gerädert).
Jedoch habe ich bisher nichts über mögliche Langzeit-Gesundheitsschäden bei häufiger Unterzuckerung in Erfahrung bringen können.
von Werner Siegfried -
Georg
Rang: Gastam 06.03.2004 16:57:48
Hallo,
als Typ 2 kommst du eher weniger
in die Gefahr zu unterzuckern, es sei
denn, deine Therapie ist schlecht
eingestelt. Wenn du wirklich den Verdacht hast, teste doch mal gegen 3.00 Uhr.
Hypos, vor allem schwere Hypos,
aber auch starke BZ-Schwankungen
schaden vor allem den Augen, aber
auch dem Gehirn.
Wer langfristig sehr niedrige BZ-Werte hat, kann sogar seine Persönlichkeit
zum Negativen verändern. von Georg -
Anke
Rang: Gastam 07.03.2004 21:11:58
Hallo,
keine Panik. Langzeitschäden von Hypos sind nur nach sehr schweren Unterzuckerungen bekannt, sprich nach einem hypoglykämischen Koma. Dann kann es tatsächlich dazu kommen, dass das Gehirn angegriffen wird. (->hirnorganisches Psychosyndrom z.B.). Unterzuckerungen, die sich ohne Hilfe dritter bewältigen lassen, haben ausser den bekannten akuten aber keine langzeit-Nebenwirkungen - einzige Ausnahme: Diabetiker, bei denen momentan eine proliferierende Retinopathie besteht (also eine "aktive Veränderung" an den Augenhintergrund- Blutgefässen), sollten für ein paar Monate den Blutzucker nicht unter 150 mg/dl sinken lassen, weil es im Unterzucker sonst zu einer Blutung im Auge kommen könnte.
Abgesehen davon erinnern trockener Mund und Durst eher an nächtliche Überzuckerungen - am besten mal ein paar Nächte gegen zwei und sechs Uhr messen, wie die Blutzuckerkurve da bei dir aussieht.
Alles Gute und viele Grüsse,
Anke.