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Fragen zu PNP
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Klaus
Rang: Gastam 15.02.2004 13:08:50
Der Neurologe hat bei mir eine beginnende, aber keineswegs besorgniserregende oder behandlungsbedürftige (Aussage des Neurologen) PNP an den Unterschenkeln festgestellt (heiße Unterschenkel).
Anscheinend wäre eine ganz leicht verzögerte Reaktion der Nerven messbar.
Mein Hausarzt hat mir aber trotzdem Liponsäure zur Behandlung verordnet. Helfen diese Dinger denn überhaupt?
Kann es denn überhaupt sein, dass ich bereits jetzt eine beginnende PNP habe, obwohl die Diabetes erst im Nov. letzten Jahres bei mir festgestellt wurde?? Da ich grundsätzlich jedes Jahr zur ärztl. Kontrolle gehe, kann ich sagen, dass ich im Sommer letzen Jahres noch keine Diabetes hatte.
Es heißt doch immer, dass die Spätfolgen erst sehr, sehr spät eintreten!
Was kann ich, außer der Tabletteneinnahme, dagegen tun?? Mein Hba1c liegt jetzt ganz aktuell bei 6,4 (bei der Diagnose im Nov. letzten Jahres war er 11,6).
Muss ich mir jetzt Sorgen machen??? von Klaus -
Marga
Rang: Gastam 15.02.2004 19:05:55
Hallo Klaus,
eine PNP kann ganz viele Ursachen
haben:
http://www.m-ww.de/krankheiten/schmerz/pnp_schmerzen.html
Die häufigsten sind Alkoholmißbrauch und Diabetes.
Alpha-Liponsäure / Thioctacid hilft
nur dem Hersteller, das wird inzwischen auch von Fachärzten
zugegeben. Auch das renommierte
Arznei-Telegramm urteilt negativ.
Bewegung/Sport/Fußgymnastik
nicht vergessen. Nicht rauchen!
Blutdruck 120/70, höchstens
130/80.
Bei starken Schmerzen hilft
Neurontin.
von Marga -
Klaus
Rang: Gastam 16.02.2004 09:25:22
Guten Morgen Marga,
Vielen Dank für die Infos.
Schmerzen habe ich Gott sei Dank keine. Lediglich das brennende Gefühl in den Unterschenkeln empfinde ich als nervig.
Sport treibe ich so viel als möglich, seit Diagnosestellung Diabetes rauche ich auch nicht mehr.
Das Brennen tritt bei mir auch nur schubweise auf. Manchmal dauert´s ein paar Tage, dann auch wieder mal ein- oder zwei Wochen bis es besser wird(-:.
Der Neurologe sagte, dass der jetzige Schaden nicht irreparabel sei. Das A u. O wäre eine gute Einstellung. So wie´s jetzt aussieht, habe ich diese auch. von Klaus -
Marga
Rang: Gastam 16.02.2004 19:00:14
Guten Abend, Klaus,
"gute Einstellung" - ja, Dein Doc hätte
ergänzen müssen: Mit Insulin!
Das ist nach bisherigem Erkenntnis-
stand die beste Möglichkeit, PNP zu
vermeiden bzw. sie nicht schlimmer
werden zu lassen.
Du hast nichts über Deine Therapie
erwähnt. von Marga -
Klaus
Rang: Gastam 16.02.2004 22:25:24
Hallo Marga,
Mein Doc ist mit meinen jetzigen Werten hoch zufrieden!
Von Anfang November 03 bis aktuell letzten Mittwoch hat sich der Hba1c-Wert von ursprüngl. 11,6 auf jetzt 6,4 verringert.
Bei der Diagnose Anfg. Nov. 03 lag er bei 11,6, im Dezember noch bei 9,6, im Januar bei 7,8 und jetzt ganz aktuell bei 6,4.
Erreicht haben wir das durch 3x tägl. Mediabet 500 und durch meine Disziplin.
Außerdem habe ich aufgehört zu rauchen und trinke nun täglich ca. 2 Liter Wasser.
Ich bin 1,76 MTR. groß und wiege morgens 71,5 kg. Habe durch den Diabetes ganz exakt 6 kg Lebendgewicht verloren;-).
Meine Werte bewegen sich Morgens zwischen 110 und 130...abends vor dem Essen zwischen 90 und 110 mg. Zwei Stunden nach dem Essen liegt mein Wert entweder auf dem vor dem Essen gemessenen Wert, meistens sogar knapp darunter.
Ich habe mir extra eine Access-Datenbank angelegt, in der ich alle Messungen und sonstige Einzelheiten eintrage. Den Ausdruck lege ich meinem Doc bei jedem Besuch vor. So hat er einen genauen Überblick und kann sofort ins Geschehen eingreifen.
Da die Diabeteseinstellung nun weitestgehend abgeschlossen ist, ist der Neurologe und mein Doc der Meinung, dass sich im nächsten halben Jahr die Nervenstörung absolut bessern wird. Ich hatte ja schon erwähnt, dass der Neurologe den jetzigen Schaden weder als irreparabel, noch als besorgniserregend oder gar als behandlungsbedürftig anschaut. Das Einzigste was ich spüre ist ein Kribbeln oder ein Brennen in beiden Unterschenkeln. Sonst merke ich keinerlei weitere Anzeichen.
Ich hoffe sehr, dass die beiden wissen von was sie reden. Beides sind sehr erfahrene Ärzte! von Klaus -
Marga
Rang: Gastam 17.02.2004 09:06:33
Hallo Klaus
aha - danke für Deine Antwort, hatte mir fast gedacht
daß Du mit Tabletten behandelt wirst.
Der Wirkstoff Metformin wird meist übergewichtigen
Diabetikern verordnet - das ist bei Dir ja nicht der
Fall.
Metformin senkt nicht den BZ wie Insulin, sondern sorgt
durch ein geändertes Verdauungsverfahren für niedrigere BZ-Werte.
Unter Nebenwirkungen sind u.a. Muskelschmerzen
verzeichnet, vielleicht sind das Deine Beschwerden.
Du mußt natürlich selbst wissen, ob Du die Tabletten
weiter nimmst. Mein Diabetologe pflegt immer zu sagen:
Wenn ein Diabetiker nur lange genug lebt, kommt er
an Insulin nicht vorbei. Aber viele haben ja Angst davor.
Es ist auch immer daran zu denken, daß Dein Doc
von der Pharmaindustrie zu Mediabet "überredet" wird ...
von Marga -
Klaus
Rang: Gastam 17.02.2004 10:38:56
Hallo Marga,
Habe meinen Doc letzten Freitag auf die Weiterbehandlung mit Mediabet angesprochen. Der Grund dafür war, dass er mir zu Beginn der Behandlung in Aussicht gestellt hat, dass, wenn ich das erste Mal einen Hba1c unter 7 habe, er evtl. auf ein moderneres Präparat umsteigt.
Er hat mir dann die Beipackzettel von vier unterschiedlichen "modernen" Präparaten vorgelegt. Als ich dort dann die Nebenwirkungen durchgelesen hatte, entschied ich mich freiwillig zur weiteren Einnahme von Mediabet!
Dass ich über kurz oder lang an Insulin nicht vorbeikomme, ist mir jetzt vollkommen klar.
Den Tag der Umstellung von Tabletten auf Insulin werde ich sicherlich nicht zu lange rauszögern.
Dennoch glaube ich, dass meine "brennenden" Probleme nicht auf Mediabet, sondern auf die Nerven zurückzuführen sind. Ich bin mal wirklich sehr gespannt, ob sich diese Beschwerden in den nächsten Wochen und Monaten tatsächlich bessern. von Klaus