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Ein Freund mit Diabetes Typ 1

  • Anna

    Rang: Gast
    am 23.10.2003 17:24:41
    HILFE,

    seit knapp vier Monaten bin ich nun mit meinem Freund (29 Jahre) zusammen. Ich kenne ich schon länger und wusste also auch das er Diabetes Typ 1 hat. Ganz ehrlich, vorher habe ich mich für diese Art von Krankheit nicht wirklich interessiert und dachte auch das sie nicht soo gefährlich sei, außer das sich diejenigen halt Insulin spritzen müssen und sonst ein "normales" Leben führen können. Über Nebenwirkungen habe ich mir nie Gedanken gemacht. Nun ja, von nun an gehört Diabetes mehr oder weniger auch zu meinem Tagesablauf. Ich habe auch sehr interessiert ein Buch über Diabetes gelesen, und war erschrocken, was es für Nebenwirkung geben kann, wenn man nicht danach lebt. Und hier fangen die Probleme an. Mein Freund lebt meiner Meinung nicht danach. Er gibt es auch zu, die Krankheit hat er jetzt seit gut 10 Jahren und die letzten 4 Jahre war er Single und hatte also keinen Grund (so sagt er) nach Diabetes zu leben.
    Er mißt seine Blutzuckerwerte so gut wie gar nicht, er meint auch, das wäre überhaupt nicht notwendig, denn er kennt ja seinen körper und weiss wann er wieviel Insulin braucht ... Stimmt das?

    Im Buch stand, das es optimal wäre die Werte 5 mal täglich zu messen...
    Es ist ihm aber zu lästig, kann ich auch verstehen, aber ich kämpfe jeden Tag mit ihm, das er sie zumindest 1mal mißt.
    Habe aber das Gefühl, ihn damit zu bevormunden, was ich eigentlich gar nicht will... aber ich habe schon Angst, das im Alter die Nebenwirkungen auftreten. Er trinkt auch nur Cola light, Wasser schmeckt ihm nicht, er meint Cola light wäre ok für ein Diabetiker , Aber nur? das ist noch nichtmal für nen gesunden menschen gut.
    Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich damit umgehen kann und ihm vielleicht helfen kann, das er seine krankheit akzeptiert?
  • Maurizio

    Rang: Gast
    am 23.10.2003 19:38:20
    Liebe Anonym,

    ich bin 29 und seit zwei Jahre 1typ diabetiker.
    Meiner Meinung nach du koenntest mit ihm darueber klar und ruhig sprechen, aber du solltest nichts dazu tun. Ein diabetiker muss selber an seine Gesundheit interessiert sein.

    ciao ciao
    Maurizio
  • Franz Wermeling

    Rang: Gast
    am 28.10.2003 14:23:17
    Hallo,

    heutzutage ist es einfacher mit Diabetis zu leben aber trotzdem gibt es einige Regeln, die man beachten sollte:
    5 mal am Tag Blutzucker testen? Wer macht das schon. Aber vor den Mahlzeiten sollte das eigentlich drinsitzen. Nur so aus dem Bauch heraus die richtige Insulinmenge zu bestimmen ist unmöglich. Das Problem ist, Diabetis tut nicht weh. NOCH NICHT!!! Irgendwann kommt das bittere Ende. Die Folgeschäden, aber dann ist es ja zu spät.
    Sicher, deinen Freund unter Druck zu setzen ist wohl der falsche Weg. Aber er sollte einsehen, dass er nicht nur sein Leben kaputt macht, wenn er nicht mit seiner Krankheit vernünftig umgeht.
    Was sagen denn die Ärzte dazu? Geht er regelmässig zum einstellen in die Klinik?
    Die Aussage: Ich bin ja Single ist ja wohl der grösste Blödsinn, oder hängt er nicht am Leben. Wenn so eine Aussage von einem 15 jährigen kommen würde könnte ich es ja verstehen, aber mit 29? Vieleicht sollte er sich mal Patienten ansehen, die sie nie um ihren Diabetis gekümmert haben. Amputierte Füsse, Beine, Nervenschäden usw. Wer so etwas schon mal gesehen hat wird oft einsichtig.

    MFG
    Franz Wermeling
  • ShadowBabe

    Rang: Gast
    am 21.12.2003 19:52:58
    Vieleicht sollte er sich mal Patienten ansehen, die sie nie um ihren Diabetis gekümmert haben. Amputierte Füsse, Beine, Nervenschäden usw. Wer so etwas schon mal gesehen hat wird oft einsichtig.

    Es gibt leider aber auch viel zu viele, die sagen: Mir wird das schon nicht passieren und dann irgendwann in diese Situation geraten, nur dann ist es einfach zu spät!!!! von ShadowBabe
  • Cyborg

    Rang: Gast
    am 13.01.2004 16:39:24
    Tja, da hast Du Dir ja eine Type angelacht. Die Sache ist garnicht so kompliziert. Die Folgeschäden kommen umso schneller und heftiger, je weniger man sich um Diabetes kümmert. Mit kümmern meine ich managen, es ist keine Last, sondern eine kleine, aber wichtige Aufgabe, die man nebenbei recht leicht bewältigen kann. Es ist eine Frage des Niveaus und Anspruchs den man an sich und das Leben hat. Natürlich kann man 10-20 Jahre einigermassen sorglos damit umgehen. Aber dann kommt die Quittung. Und die ist definitiv. Amputation, Impotenz, Erblindung.....
    Wenn Du den Anspruch hast, Dein Partner sollte sich selbst und Dir gegenüber längerfristig verantwortlich handeln, hast Du definitiv den falschen. Das klingt hart, aber bei Deiner Beschreibung muss er wohl erstmal die o.g. Symptome erleiden, aber ob er dann noch einsichtig werden will? Wozu dann noch?
  • Yvonne

    Rang: Gast
    am 31.03.2004 23:09:49
    Tja, ist nicht so einfach!
    Ich bin seit 24 Jahren eine solche und habe bis heute noch keine Folgeschäden. Wichtig denke ich mir , ist die Frage ob dein Freund regelmässig zu Kontrolluntersuchungen geht alle 3-6Monate wäre ein HbA1c notwendig. Mit dieser Bestimmung kann man so über den Daumen sagen wie gut und gesund das Leben in den letzten 3 Monaten war. Dieser Werte kann nicht vertuscht werden durch kein Protokollschreiben oder führen der Blutzuckerwerte. Hier sieht man auch sofort ob es deinem Freund gut geht oder nicht. Also ob er alles so gut im Griff hat, wie er sagt. Nach meiner 24jährigen Erfahrung muss man schon eine sehr, sehr gutes Wissen beieinander haben um OHNE BZ-Messung auszukommen. Ist bei mir auch nach dieser Zeit NICHT möglich. Das Verständnis für Ernhährung, Ballststoffe , BZ-Anstieg im zusammenhang mit Sport, Stress, Alkohol usw ist nicht gleich 1+1=2.
    Nur durch eigenens Austesten wie z.B war der BZ vor dem Essen und was passiert wenn ich 50g Kohlenhydrate Spagetti esse ohne Sauce und was mit, oder habe ich mein nach Kohlenhydraten eingeschätztes Essen richtig geschätzt oder nicht. Ist erstens Interessant und man lernt den Körper kennen. Es steht also nicht in einem Buch geschrieben, sondern ich hab den Beweis mein BZ steigt z.B bei Einnahme von 1cl Orangensaft 30mg/dl an.
    Macht doch zusammen einmal ein Spiel daraus. Er schätzt sein Essen ein und du auch und Ihr beide eure BZ-werte vor dem Essen und 2 Stunden nach dem Essen!
    Was bei den Männern auch ganz gut funktioniert wenn sie auf ihre Potenz angesprochen werden. Den das ist auch eine Spätfolge, welche NICHT mehr korrigiert werden kann. Und es geht ja um Euch für Dich und Füu Ihn. Das Leben ist einfacher wenn man sich ein paar regeln hält. Leider ist es so , dass wir die Folgen erst merken wenn wir nichts mehr dagegen unternehmen können. Es gibt auch die Meinung ich lebe jetzt und nicht später ich will es geniessen ich sterbe ja eh früh! So einfach wird es nicht. Sterben geht nicht so schnell und man wird mit den Spätfolgen viel mmehr auf fremde Hilfe angewiesen sein und kostet dem Staat unheimlich viel Geld und man leidet noch viel mehr darunter. ..hätte ich mir doch besser geschaut!
    Bei uns in dr Schweiz gibt es ganz gute Instruktionswochen in Valbella für Diabetiker und Partner, wo man automatisch auch andere Leidenspatner zu Gesicht bekommt und man merkt aha die haben ja dieselben Probleme oder Mensch, die sind ja mag COOL oder was der hat auch Diabetes. Vielleicht oder bin mir sogar ziemlich sicher gibt es sowas auch in Dutschland. Erkundigt Euch doch mal.
    Ich wünsche Dir ,falls noch aktuell viel Glück beim zusammen neue Wege einschlagen, aber ohne Bevormundern sondern durch Einsehen der Tatsachen und auch für ein besseres Leben allein oder zu zweit.

    Gruss Yvonne
  • Silva Liebsch

    Rang: Gast
    am 02.04.2004 21:25:41
    Also kein Diabetiker kennt seinen Körper und die Speisen so genau, dass er ohne messen auskommt!
    Es gibt so viele Faktoren, die den BZ beeinflussen:
    Stress, Tageszeiten, Bewegung, Insulin, Zuckergehalt der Nahrung... Man kann sich so leicht verschätzen!
    Deshalb ist regelmäßiges messen das A und O einer guten Einstellung, die wiederum für das Vermeiden von Folgeschäden unerlässlich ist! (Messe selber fast immer 4 bis 5 mal täglich!),
    Ich würde ihm sagen: "Pass mal auf: wenn du so weiter machst, riskierst du Herzinfarkt, Schlaganfall einschließlich Lähmungen und damit Pflegebedürftigkeit, Blindheit, Beinamputationen, oder einen Nierenschaden (dann musst du zwei mal wöchentlich zur Dialyse und darfst bloß noch geschmackloses Zeug essen!)! Willst du das?! Ich will das nicht! Weißt du, dass du mir auch weh tust, wenn du deine Gesundheit so ruinierst?! was ist, wenn du stirbst? Denkst du auch mal an mich?"
    So würde ich es ihm sagen!
    Da denkt er vielleicht mal um!
    Und glaube nicht, es sei ausreichend, nur den HbA1c zu bestimmen! Schon kurzfristig erhöhte Blutzuckerwerte können dem Körper schaden, und das kann man am HbA1c nicht ablesen! von Silva Liebsch
  • meike

    Rang: Gast
    am 01.11.2004 11:27:18
    Die Einsicht könnte sich dadurch ändern, es muss aber nicht sein, denn wenn man seine Krankheit nicht akzeptieren kann und will wird es schwer werden damit zu leben.
    Ich spreche aus eigener Erfahrung, ich bin gerade 18 Jahre alt, habe seit 3 Jahren Diabetes, einen HBA1C von 9 oder mehr und die ersten Folgeschäden sind auch schon da, ich würde gern einen gut eingestellten Diabetes haben und so leben können wie andere, es geht aber nicht, solang man seinen Diabetes nicht akzeptiert und auch wenn ich mich noch so sehr bemühe ich schaff es einfach nicht ihn zu akzeptieren und mit ihm zu leben.....
  • 4us

    Rang: Gast
    am 31.10.2005 16:59:09
    Hallo und guten TAg,

    bin seit einem halben Jahr mit dieser SEUCHE gesgnet.Was ich dazu sagen kann :
    Messen ist unserlasslich.SPrich ihn auf seinen Jagdistinkt an.wECKE SEINEN eHRGEIZ, DIESEN wERT ZU JAGEN.FALLS DU DIE GELEGENHEIT HABEN SOLLTEST, SCHLEPP IHN IN GUNTER V.hAGENS <kOERPERWELTEN > DAS HILFT.zEIG IHM bILDER VON AMPUTIERTEN gLIEDMASSEN, GIB IHM WAS ZU LESEN UEBER DAS tHEMA.LASS ES IN DER wOHNUNG RUMLIEGEN.sTELL OBST GRIFFBEREIT, UND HOER AUF ZU RAUCHE UND ZU TRINKEN. eHRLICHKEIT IST UNABDINGBAR.
    LIEBEN gRUSS, 4us
  • moha

    Rang: Gast
    am 25.09.2008 23:28:04
    Ich habe einen Schulfreund(18), der genauso fahrlässig ist und so schlechte Werte hat, dass er seine Pumpe erstmal weg hat und wieder auf ict ist.
    Messen tut er nu auch nich häufiger (eher seltener) und spritzen meist eine Ewigkeit nach dem Essen (für mehrere Mahlzeiten zusammen).
    HbA1c liegt so bei 9+ ...
    Basalinsulin hat er auch mal nich gespritzt, sondern nur mit Novo dann kurzzeitig den Wert runter-gespritzt :(
    Versucht ihn zu motivieren habe ich ihn schon mit nem Freund (mal drauf angesprochen/Folgen..).
    -Scheint ihm aber egal.
    Er ist nen super Freund aber irgendwie wärs schöner, wenn auch noch in 10 Jahren....

    Hat jemand einen Idee wie man ihn ein bisschen motivieren kann?

    Gruß