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Unterzuckerung nachts

  • Kiwi

    Rang: Gast
    am 02.10.2003 02:00:00
    Hallo, mein Mitbewohner, 43 Jahre, seit 25 Jahren Diabetiker, hatte vor kurzem nachts eine sehr starke Unterzuckerung, mit Krämpfen, Schaum vor dem Mund und nicht ansprechbar. Ich habe es gemerkt, weil ich ihn schnaufen und röcheln hörte (2 Zimmer weiter). Es war das erste Mal. Die Notärztin hat ihn dann wieder hingekriegt. Meine Frage ist nun: Wie lange kann man in diesem Zustand bleiben, ohne dass es höchst lebensbedrohlich wird? Demnächst wird er nämlich alleine wohnen. Außerdem merkt er seit ca. 3 Jahren oft nicht, dass er Unterzuckerung bekommt. Er ist schon mal im Supermarkt umgefallen und ist mit dem Auto (unfallfrei!) angekommen, nur weiß er nicht wie. Er macht sich darüber bei weitem nicht so viele Gedanken wie ich. Über Antworten oder Meinungen würde ich mich freuen! von Kiwi
  • Andreas

    Rang: Gast
    am 02.10.2003 15:08:19
    Hallo!

    Deine Frage läßt sich so nicht beantworten.

    Um die lebenserhaltenden Funktionen aufrecht zu erhalten, ist Glukose erforderlich. Wie lange das bei einer Unterzuckerung möglich sein wird, ist sicherlich von der noch vorhandenen Glukosemenge sowie vom Glukoseverbrauch abhängig.

    Herzliche Grüße
    Andreas
  • Anke

    Rang: Gast
    am 06.10.2003 16:46:08
    Hallo Kiwi,

    dass Unterzuckerungen nicht mehr wahrgenommen werden, ist bei längerer Diabetes-Dauer leider gar nicht so selten. Man kann dem Körper das Feeling aber tatsächlich auch wieder "antrainieren": man versucht, den BZ für ein bis drei Monate konstant nicht unter 150 mg/dl gehen zu lassen (nachdem er natürlich auch nicht noch viel höher sein soll, ist das Fenster, dass man sich damit für akzeptable Werte schafft, für diese Zeit leider recht eng...) und die Werte auch möglichst konstant zu halten, dann spürt es der Körper danach (sehr oft) wieder, wenn´s mit dem BZ zu weit runter geht, die Hypo-Symptome stellen sich wieder ein. Manchmal sind sie ja sogar auch noch vorhanden und man hat sich nur (erfolgreich...) abgewöhnt, sie zu bemerken, viele Diabetes-Zentren bieten da Workshops zur "Hypowahrnehmung" an, mal beim nächstgelegenen oder beim niedergelassenen Diabetologen danach fragen.

    Viele Grüsse Anke.