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Motivation für einen Diabetiker

  • claudi

    Rang: Gast
    am 06.06.2003 12:09:25
    Ich hoffe, dass mir jemand hier Tipps geben kann.
    Mein Freund ist seit 15 Jahren Diabetiker Typ1 und hat jetzt seit zwei Monaten die ersten Spätfolgen (autonome Neuropathie, Gastroparese). Besonders "motiviert" sein Leben MIT der Diabetes zu leben war er wohl noch nie (daher auch die Spätfolgen obwohl er erst 22 ist), er vertrat bisher immer die Meinung "lieber fünf Jahre ausgelassen leben als ein Leben lang eingeschränkt".
    Ich möchte ihn so gerne unterstützen, ermutigen und motivieren, dass sein Leben trotz der nun eingetretenen Beschwerden trotzdem noch lebenswert ist, leider weiß ich aber langsam nicht mehr weiter.

    Kann mir vielleicht irgendjemand - vielleicht aus eigener Erfahrung - einen Rat geben? Ich liebe ihn wirklich sehr und möchte, dass er wieder sein Leben zu schätzen weiß und "Spaß" daran hat.
    Vielen Dank! von claudi
  • Lou

    Rang: Gast
    am 06.06.2003 22:09:38
    Hallo Claudi,

    ähnliche Problemlagen wurden hier
    schon häufig diskutiert. Geh mal
    frühere Beiträge durch. von Lou
  • Abaka

    Rang: Gast
    am 12.06.2003 02:49:08
    Hallo Claudi, da kann ich Dir nicht sehr viel Mut machen, wenn er nicht will.. Das habe ich mit meinem Mann fast 20 Jahre lang erlebt. Die Spätfolgen sind dramatisch. Jetzt kämpft er um jedes bißchen Lebensqualität. Eines kann Dich trösten: Ihr habt noch genug Zeit, so schnell geht das alles nicht bergab. Es wird ihm allerdings immer dreckiger gehen, je weniger er gegen seine Krankheit unternimmt. Es gibt heute so viele Möglichkeiten ein Diabetikerleben normal zu gestalten, wenn sich diese Betonköpfe endlich helfen ließen! Nach meiner Erfahrung produziert Diabetes wirklich Beton im Hirn. Bring ihn dazu, einen guten Diabetologen aufzusuchen. Die helfen wirklich und er ist dann nicht eingeschränkt. Diabetiker können ein normales Leben führen, wenn sie rechtzeitig eingreifen oder den Diabetolgen eingreifen lassen. Wir bedauern jetzt all die verlorene Zeit, die wir vertan haben ohne uns helfen zu lassen. Macht nicht den gleichen Fehler! Alles Gute Abaka
  • Gast

    Rang: Gast
    am 12.06.2003 09:15:22
    Hallo Abaka,

    20 Jahre Betonkopf Mann - d.h. je nachdem,
    wie alt du bist, noch viel länger ...
    Warum hast du das eigentlich mitgemacht???
    Du darfst dich jetzt nicht beklagen,
    denn du hättest eine Änderung für dich
    in der Hand gehabt.

    Es stimmt schon: Jede/r ist ihres/seines
    Glückes Schmied! von Gast
  • Roland

    Rang: Gast
    am 15.06.2003 12:06:00
    Lieber Gast
    So einfach wie Sie das in Ihrer Antwort beschreiben ist die Sache nun wirklich nicht und ein derartiger Rat halte ich, mit Verlaub, für verantwortungslos ! Ich kann Claudi nur raten, sich gründlich zu informieren. Das Problem, dass sie schildert ist bekannt und wird in diesem Forum immer wieder diskutiert...schauen Sie doch mal in den älteren Beiträgen nach. Da sind eine Fülle von Informationen zuzm Thema "Verweigerer" zu finden, mit teilweise hervorragenden Tips !
    Und Ihnen, liebe Claudi noch einen Rat: Halten Sie zu Ihrem Mann, geben Sie nicht auf. Dank der modernen Medizin ist Diabetes zwar lästig, aber (meine) Lebensqualität leidet darunter nicht !!!
    von Roland
  • Gast

    Rang: Gast
    am 16.06.2003 09:12:38
    Lieber Roland,

    Deine Motivation in allen Ehren, aber
    die Fakten in vielen Beziehungen sind
    nun mal andere. Ich wäre jedenfalls
    nicht bereit, mich unglücklich zu machen,
    bloß weil ich mich der Hoffnung hingebe,
    den anderen Menschen noch irgendwann
    ändern zu können. Das ist illusorisch!
    Ich beobachte reichlich Beispiele in
    meinem Umfeld.

    Ich bin mir bewußt, daß ich mit meiner
    Ehe ein Riesenglück habe, und bin
    sehr dankbar dafür ;-) von Gast
  • Roland

    Rang: Gast
    am 16.06.2003 23:33:31
    Hallo Gast
    Deine Einstellung ist sicher im Alltag nicht ganz falsch (und ich Teile Deine Meinung weitgehend).
    Nur sollte man dies nicht verallgemeinern: Die Verweigerung, den Diabetes zur Kenntnis zu nehmen, hat viel mit Angst zu tun und ist eine häufig zu beobachtende Erscheinung. Wenn dann jemand die Meinung vertritt, er lebe lieber kurz und intensiv, anstelle die Krankheit zu akzeptieren, steckt dahinter vermutlich nackte Panik (und ein erschreckender Mangel an Information). Vermutlich könnte "unserem" Mann schon mit wenig Schulung geholfen werden...nur, wie man Angst bekämpft, das Thema füllt ganze Bibliotheken ohne schlüssige Antwort!
    Stell Dir einmal vor, der Mann hat einfach nackte Angst (wer heute Krank ist, ist nichts Wert, die Medien predigen es täglich) und Claudi beherzigt Deinen Rat...was löst das im schlimmsten Fall bei Claudis Mann aus? Ich glaube, egal ob Du recht hast oder nicht, derartige Ratschläge in einem Forum sind gefährlich und nutzlos...Überlassen wir diese Art der Diskussion den Freunden der Beiden, die sie kennen und auch helfen können, wenns schief läuft !!
    Ich gehe davon aus, dass auch Du Diabetiker bist und offenbar gut damit klar kommst (wie ich). Ich habe aber Menschen gesehen, die nur schon beim Anblick einer Spritze an Elend, Tod und Verzweiflung denken. Wir denken doch beim Anblick einer Spritze höchstens: Diabetes ist lästig, aber keine Krankheit (ups, sorry liebe Ärzte).
    In einem gebe ich Dir aber recht: Eine glückliche Partnerschaft ist durch nichts zu ersetzen (nicht nur wegen dem DM).
    Gruss Roland
  • Gast

    Rang: Gast
    am 17.06.2003 09:15:19
    Lieber Roland,

    Deine Ausführungen habe ich mit
    Interesse gelesen ;-)

    Ja, ich bin ein homo diabeticus und
    komme prima klar. Mein Bruder war
    der Ansicht, das Leben muß genossen
    werden, er gab sich 35 Jahre.
    Immerhin hat er fast 57 geschafft,
    bevor er an diabetischen Folgeschäden
    starb. Am Wissen hat's bei ihm
    nicht gelegen. Die Ärztin auf der
    Intensivstation, wo er zuletzt eine
    Woche im Koma lag, versuchte uns
    zu trösten: Er hat halt so leben wollen ...
    Seine liebe Frau hat ihn nicht überzeugen
    können, ich auch nicht, obwohl ich
    sicher kein entbehrungsreiches Leben
    friste. Der gesunde Menschenverstand
    macht's ;-) von Gast
  • Abaka

    Rang: Gast
    am 18.06.2003 03:38:00
    Hallo Claudia. Laß Dich nicht irritieren. Er muß zu einem Diabetologen. Seine Werte müssen permanent überprüft werden und korrigiert. Sein Blutdruck, seine Herzfunktion, sein Füße müssen überwacht werden. Es gibt da kein Entrinnen, Das wird gemacht, er wid eingestellt und dann läuft es erst einmal völlig normal. Seine Nierenfunktion wird auch überprüft. Eine permante Kontrolle ist wichtig, sind Fehlfunktionen ersichtlich, wird gegengesteuert. Im Grunde erst einmal, wenn er mitspielt kein Problem. Er kann richtig normal leben, wenn er mitspielt. Wenn er vom Sport her eine Schulterfraktur häte, w#re er ja auch ständig beim Arzt. Warum nicht wegen Diabetes-
    Gruß Abaka
  • conny

    Rang: Gast
    am 11.09.2003 13:21:07
    Sali du meld di doch einisch bi mir denn chönnt der einiges amol verzella wens der wür helfa!

    grüässli von conny