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Hyperinsulinämie viele Fragen

  • Mone

    Rang: Gast
    am 27.05.2003 00:03:13
    Hallo!

    Ich bin ganz ganz neu hier. Da ich bereits seit meinem 14 Lebensjahr unter ständigen Hitzewallungen leide und nach der Geburt meiner Tochter (2001) auch noch Ödeme, Übelkeit, Erbrechen und eine stetige Gewichtszunahme hinzu kam machte ich mich mal zu einem Endoarzt auf. Dort wurden aufwendige Untersuchungen durchgeführt. U.a. ein Zuckerbelastungstest nebst Insulinmessung. Heute erfuhr ich jetzt also, dass ich Hyperinsulinämie -tja, wie soll ichs schreiben - veranlagt bin. Die Werte waren wohl recht hoch und ich soll auch behandelt werden. Das wollte der Arzt jedoch erst noch mit einem anderen sich dort im Hause befindlichen Arzt, bei diesem ich auch in Behandlung bin, absprechen und wir werden Ende dieser Woche weiter sehen. Ich bin doch nicht Zuckererkrankt oder? Aber wie wird denn eine Insulinresistenz behandelt? Verschwinden diese ganzen Beschwerden wieder? Ich würde mich über eure Antworten sehr freuen. Vielen lieben Dank, Mone
  • Tania

    Rang: Gast
    am 27.05.2003 09:32:58
    Das Wichtigste ist abzunehmen!
    Geh zu einem Diabetologen. von Tania
  • Andreas

    Rang: Gast
    am 27.05.2003 10:52:11
    Hallo Mone!

    Dein Bericht ist wirklich äußerst interessant, weil sich außnahmsweise mal jemand bemüht hat, nach den Ursachen zu fragen.

    Nach meiner Auffassung führt übrigens nicht das Übergewicht zur Insulinresistenz. Es ist eher so, daß die durch die Insulinresistenz ausgelöste Hyperinsulinämie eine Gewichtszunahme verursacht. Den gleichen Effekt haben wir, wenn Typ 2-Diabetiker nach dem Beginn einer Insulintherapie drastisch an Gewicht zunehmen.

    Die Aussage, bezüglich einer Insulinresistenz, halte ich allerdings auch nicht für gänzlich erwiesen. Es wäre jetzt interessant, insulinantagonistisch wirkende Hormone zu bestimmen, die vielleicht für eine Hyperinsulinämie in Frage kämen.

    Wahrscheinlich wird man dir empfehlen dein Gewicht zu reduzieren und Sport zu treiben. Von den sportlichen Betätigungen provitieren jedoch eher schlanke Diabetiker und eine Gewichtsreduzierung wird wegen der Hyperinsulinämie vermutlich recht schwierig oder unmöglich sein.

    Die Insulinresistenz (wenn es dann überhaupt eine ist!?) wird sicherlich fortschreiten und irgendwann wird eine Indikation zur Einnahme von oralen AntiDiabetika bestehen.

    Das Problem ist, daß wir im Augenblick einfach noch zu wenig über Hormone, deren Wirkung und deren Aufnahme über verschiedene Rezeptoren wissen. Wir wissen zu wenig über den hormonellen Regelkreis und die darauf wirkenden Einflüsse. Vielleicht spielen hier eine unnatürliche Lebensweise und eine unnatürliche Ernährung eine wesentliche Rolle.

    Herzliche Grüße
    Andreas
  • Mone

    Rang: Gast
    am 27.05.2003 14:08:55
    Lieben Dank für deine Antwort.

    Mmhh, das ist ja interessant. Der behandelnde Arzt meinte zu mir, dass ich medikamentös behandelt werden soll, weil die Beschwerden einfach zu stark sind. So habe ich z.B. ganz oft nächtliche/morgendliche Übelkeit und muß mich auch häufig erbrechen. Einen groben Teil meiner anderen Beschwerden habe ich ja bereits in meinem ersten Beitrag erwähnt. Ich ernähre mich eigentlich ganz normal jedoch ohne viel Süßes. Alleine schon wegen meinem Gewicht (bin 1,72cm und wiege 87 Kilo - zu Schwangerschaftszeiten war ich schwups über 100 Kilo ohne was anders gegessen zu haben. Vor ein paar Jahren wog ich immer so um die 70 Kilo). Es wäre wohl ratsam eine Ernährungsberatung aufzusuchen oder? Umstellen muß ich ja etwas. Ich habe das ja jetzt erst gestern erfahren und habe dann gleich heute mal 5 Mahlzeiten eingeführt.
    >>insulinantagonistisch wirkende Hormone <<<??? Davon habe ich jetzt noch nichts im Net gefunden - schaue jedoch gleich mal nach ;-)

    Das ich mich an dieses Forum gewandt habe und mich damit auseinandersetze hängt einfach damit zusammen, weil es mir seit 12 Jahren (bin inzwischen 26 J.) schon so bescheiden geht und es von Jahr zu Jahr schlimmer wird. Ich bin eigentlich froh, dass jemand meiner Ärzte diese Insulinidee hatte. Für mich Glück und auf jeden Fall eine ganz ganz große Chance etwas daraus zu machen.
    Vielleicht hören wir ja noch mal voneinander! Ich bin für jeden Tipp ganz dankbar.
    Einen lieben Gruß, Mone
  • Mone

    Rang: Gast
    am 27.05.2003 14:22:16
    Deshalb bin ich ja u.a. in ärztlicher Behandlung! Ich war zuerst bei einem Endo mit Internistenteam. Das ist dort schon eine sehr gute Klinik. Am Freitag bin ich ja auch schone etwas schlauer, weil ich dann einen Termin dort habe - nur alles kann mir mein Arzt auch nicht erzählen.

    Lieben Dank. von Mone
  • Andreas

    Rang: Gast
    am 27.05.2003 16:53:33
    Hallo Mone!

    87 kg bei 1,72 m sind doch eigentlich ganz erträglich. Unser Stoffwechsel ist von so vielen Faktoren abhängig, daß es gewiß nicht jedem leicht fällt, idealgewichtig zu sein.

    Mit Insulinantagonisten meine ich Hormone, die den Blutzucker erhöhen. Das sind Cortisol, Adrenalin, Glukagon und STH. Eine solche Erhöhung des Blutzuckers führt natürlich auch zu einer vermehrten Ausschüttung von Insulin.

    Wegen der Übelkeit am Morgen stellt sich die Frage, ob die Leber- und Nierenwerte auffällig sind?

    Man kann hier natürlich keine Ferndiagnosen stellen und somit auch keine Therapie-Empfehlungen geben! Bei dem Symptomenkomplex würde ich persönlich einen Versuch mit klassischer Homöopathie unternehmen, bevor ich mich lebenslang an ein Medikament binde. Diese Entscheidung muß allerdings jeder für sich selbst treffen!

    Herzliche Grüße
    Andreas
  • Tania

    Rang: Gast
    am 27.05.2003 16:58:35
    Hi Mone,

    ein Endokrinologe muß natürlich über
    alle Hormone Bescheid wissen, andere
    Ärzte wissen leider häufig wenig bis
    nichts über Diabetes.

    Wie sieht es mit Cortison aus, nimmst
    Du möglicherweise aus irgendeinem
    Grund ein Cortisonpräparat? von Tania
  • Mone

    Rang: Gast
    am 27.05.2003 20:50:11
    >>>...Cortisol, Adrenalin, Glukagon und STH. ...Wegen der Übelkeit am Morgen stellt sich die Frage, ob die Leber- und Nierenwerte auffällig sind?<<<

    Hallo Andreas!
    Cortisol, Leber und Niere sind o.k. Ob die anderen Dinge ebenfalls getestet sind, kann ich dann ja am Freitag erfragen (mein Ärztetermin). Ich werde mich aber nach dem Gespräch hier auf jeden Fall erneut melden und auch berichten. Vielleicht hat hier ja noch jemand dieses Problem.
    Vielen Dank auf schon mal. Lieben Gruß, Mone
  • Mone

    Rang: Gast
    am 27.05.2003 20:53:16
    Cortisolwert ist o.k. gewesen. Ich nehme nur Schilddrüsenhormone gegen UF. Jedoch auch erst seit ein paar Wochen. Das wurde zum Glück bereits 1 Monat vor der jetzigen Diagnose festgestellt. Ich habe halt schon sehr viele Untersuchungen hinter mir. Eigentlich ja schon seit der Geburt meiner Tochter im Jahr 2001. Seit dem zumindest extrem. Ich schrieb Andreas eben schon, dass ich mich auf jeden Fall am Freitag nach dem Gespräch hier wieder melden werde - habe bestimmt wieder die ein oder andere Frage.

    Lieben Dank, Mone