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DMP-Programme
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Knarf Knamtheh
Rang: Gastam 14.05.2003 19:02:48
Hi ´Leidensgenossen´,
Bin soeben auf dieser Site gelandet und meine gleichmal was reinschrieben zu müssen.
Und zwar interessiert mich ob jemand sich genauer mit den für Diabetes Typ II durch die gesetztl. K.-kassen und anderen
Interessenvertretern insleben gerufene
Strukturierten behandlungsprogrammen auskennt und welche Zile die Bundesregierung/Sozialministerium damit genau verfolgt.
Es steht doch nicht etwa ausschließlich der Patient im Vordergrund !?
Ich habe jedenfalls, da mir mein Hausarzt versicherte es gibt zu den bisherigen Procedere in der Zusammenarbeit kein
Nachteil meinerseits in der Versorgung geben wird dem zugestimmt.
Sicher fühle ich mich aber deshalb nicht,
wenngleich ja angezeigt ist das man problemlos wieder dieses Programm verlassen kann.
Jedenfalls ist es so angekündigt.
Deshalb würde es mich freuen könnte ich näheres in Erfahrung bringen, insbesonder worin mglw. Nachteile zu erwarten sind.
Gruß
Knarf
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Marga
Rang: Gastam 22.05.2003 16:23:34
Mein Diabetologe hat mir davon
abgeraten, er übersetzt DMP mit
"Die Mogel Packung"
Angeblich sollen z.B. die Diabetiker
dadurch besser betreut werden,
es kursierten aber diverse Gerüchte,
daß im Grunde eingespart werden
soll, weil die Verwaltungskosten von
DMP in die Mrd gehen. So soll z.B.
ein HbA1c von 8.0 ausreichend sein
und damit auch Teststreifen eingespart
werden.
Eine KK hat sogar den Vorschlag
gemacht, lieber 2 Jahre Dialyse zu
bezahlen als jahrelang die teuren
Teststreifen ...
Es geht hier hauptsächlich um Geld:
Viele bisher unkundigen Hausärzte
machen eine Diabetes-Kurzscbulung,
können dann am Programm teilnehmen
und bekommen pro Patient/Quartal
eine bestimmte Summe zusätzlich.
Auch die KK bekommen für DMP-
Patienten mehr Geld aus dem sog.
Risiko-Struktur-Ausgleich.
Also - lassen wir uns nicht für dumm
verkaufen!
(Du hättest besser ein anderes Forum
ausgesucht, das hier wird offenbar
weniger besucht).
von Marga -
Knarf Knamtheh
Rang: Gastam 22.05.2003 19:34:14
Hallo Marga,
Besten Dank für Deine Antwort zu den DMP
Programmen.
Mir ´schwante´auch so etwas bzw. habe ich andeutungsweise auf einer anderen Site so etwas gelesen, womit ich insbesondere die Honorierung der behandelnden Ärzte meine.
Ich merkte jedenfalls das mein Hausarzt
erhebliches Interesse daran hatte mich zu behalten anstatt in eine Schwerpunktklinik abzugeben
Die zum Antrag für DMP Patienteninforma-tionen gehörenden Mitteilungsblätter sind jedoch alles andere als hilfreich um den
Patienten, von welchem ja letztlich alles bezahlt wird bzw. das zu verteilende Geld stammt !!, wirklich durchblicken zu lassen was bezüglich DMP läuft bzw. wie der ´Fluss
des Geldes´ - von welchem in diesem System fast alles abgeleitet werden kann -
sich in der Realität darstellt.
Habe diesbezüglich auch an den hiesigen Landesdiabetikerbund die gleiche Frage/
Fragestellung gerichtet, und das ganze zum wiederholten Mal !!, jedoch erfolgt ´kein Echo´in Form einer Re-Mail.
Dabei wird sich dort als Vetretung Betroffener ausgegeben !
Letztendlich ist die Betreung durch den Hausarzt in der zeitlichen Abwicklung, jedenfalls in meinem Fall, zwar gegenüber einem erheblich weiter entfernten Diabetologen praktisch da entfernungs-mäßig günstig und welcher ich ohnehin ´meiner täglichen Einkäufe´ erledige/erledigen muss, jedoch bin auch ich der Meinung das ein Hausrazt alleinig, insofern er sich nicht langjährige fachspe-zifische Erkenntnisse angeeignet hat,
(was eher die große Ausnahme schon aufgrund des sonstigen Tätigkeitsfeldes sein dürfte)
immer nur das Mittel der zweiten Wahl ist/sein kann.
Jedenfalls werde ich Ihn´ beim Wort nehmen´ und fachspezifische Fragen stellen.
Wenn denn eine Kurzschulung dazu dient sich einem ausgebildeten Diabetologen
gleichzustellen, dann müssen ja auch die Antworten dementsprechend ausfallen !
Auch wenn aufwendig, eine Überprüfbarkeit ist ja immer noch mithilfe des Internet und der Usergemeinde möglich.
Ansonsten bleibe ich dran denn das Thema ist zu ernst als das nur festgestellt werden kann, und mglw.patientenseits auch soll, so ist es eben.
Im übrigen lässst sich somit auch erklärend vermuten weshalb so lange um diese DMP-Programme gestritten wurde.
Es ging um die Verteilung des Kuchens der zwischen KK und Ärzteverbänden zur Verfügung steht bzw. ´ausgelobt´ wurde.
Der Patient darf dann, wie ich es bei meinem Hausarzt zunehmend erlebe, für die versch.anderen Leistungen lieber ´löhnen´.
Unabhängig den hier gemachten Äußerungen interessiert mich wer persön-liche Erfahrungen mit Insulin glargin des
des Medikamentes Aventis der Fa. Lantus hat.
Ich habe insbesondere Schwierigkeiten mit einem erheblichen Anstieg des Blutzuckers nach dem Mittagessen, wobei ich abends, ca. 23.00 Uhr spritze.
Derzeit 26 IE.
Als weiteres ist bei mir ´nur´ die tägliche
Einnahme von Alluporinol 100/1xtgl. indiziert und ich bei 173cm Körpergröße und ca. 88 kg auch einiges an übergewicht habe.
Gleichwohl macht mich der Ausschlag des Blutzuckers, bspw. von unter 10 am vormittag auf nahe 20 nach den Mahlzeiten, wobei insbesondere mittags und noch mehr abends der Ausschlag festzuustellen ist, schon stutzig, wobei ich noch nicht vollständig auf Diät umgestellt habe.
(Auch hierzu fehlt mir erstmal eine Schulung damit ich einen gewissen Überblicj bekomme was denn die Erkenntnisse bezügliche dieses Mittels sind.)
Als dann, ich freue mich über jede Antwort
und würde mich auch, insofern erwünscht
und Mailadresse vorliegt, persönlich zwecks weiterem Austausch in Sachen Diabetes und gemachter Erfahrungen, melden.
Beste Grüße an Alle
Knarf -
Marga
Rang: Gastam 23.05.2003 10:31:38
Ich kann Dir nur wärmstens empfehlen,
Dich in der diabetischen newsgroup
zu beteiligen:
de.sci.medizin.diabetes
Dort gibt's sogar einen Lantus-"Papst",
der sich m.E. damit sehr gut auskennt.
Ich selbst verwende Lantus nicht.
Die newsgroup ist das Forum, in dem
ich über die Jahre am meisten gelernt
habe, auch wenn da mal hin und
wieder etwas Blödsinn von gewisser
Seite geschrieben wird.
Viele Hausärzte haben von Diabetes
wenig bis keine Ahnung, da würde ich
schon einen weiteren Weg nicht
scheuen. Normalerweise steht ja nur
jedes Quartal ein Diabetescheck an. von Marga -
Knarf Knamteh
Rang: Gastam 23.05.2003 16:54:49
Hallo Marga,
Besten Dank für Deine umgehende Antwort.
Denke ich werde Deinen Rat befolgen und
auf die ´zuständigen Fachkreise´
setzen.
Insbesondere am genannten Forum werde ich mich mal beteiligen, besonders wegen Lantus.
Ansonsten kann ich bei mir bezüglich des
Insulin glargin feststellen das es über´n Tag tatsächlich ziemlich gleichmäßig wirkt,
jedoch es die ´BZ-Spitzen´ in ordnungsgemäßer Art und Weise ´zu kappen´ gilt, wobei der von mir genannte Wert von 20 eindeutig, wie ich in den zwei Wochen der bisherigen Insulintherapie ziemlich eindeutig feststellen konnte !,. mit der etwas ´unbedachten´ - hinsichlich Diabetes und wobei jedoch keinesfalls zu Fett oder cholesterinreichen!! - Ernährung zu tun hat und andererseits auch mit der Bewegung welche ich erst wieder im entsprechenden Umfang akivieren muß,
wobei ich insbesondere viel mit dem Drahtesel unterwegs bin.
Wenn hinsichtlich der ´Materie´ weitere konkrete Informationen vorliegen beabsichtige ich mich hier wieder mal einzuschreiben oder eben im von Dir genannten Forum mal etwas zum Besten
zu geben.
Als dann nochmals besten Dank für Deine Mithilfe
Knarf -
Marga
Rang: Gastam 14.06.2003 21:37:22
Schau mal im Allgemeinen Forum
nach - Eintrag von heute. von Marga -
Knarf Knamteh
Rang: Gastam 20.06.2003 20:42:20
Hi Marga, Hi Forum
Will mich wieder mal melden.
Zunächst zu DMP.
Hier bin ich der Meinung das es langsam Zeit wird das diejenigen welche für das ´Einfahren der Kassenbeitrräge´ verant-wortlich sind endlich einigermaßen paritätisch an der Verteilung des ´Geldbatzen´ mitbestimmen.
Es kann wahrlich nicht sein, so meinerseits erlebt, das weder die Kasse noch der Hausarzt inhaltlich ausfüllend darüber infor-
mieren welche konkreten Leistungsansprüche der Patient in einer bestimmten ´B.-Zuckerkonstellation´ berchtigterweise durch die Teilnahme am DMP erwarten kann, jedoch eine andererseits eine Unterschrift von Ihm erbeten wird.
Letztlich ist ein Dienstleistungsvertrag zustandegekommen welcher Rechte und Pflichten regelt.
Dabei verhält es sich zunächst grundsätzlich so wie beim Zug um Zug Geschäft , des einen Geben ist des anderen Nehmen bzw. die Rechte der einen Vertragspartei ergänzen sich um die Pflichten der Anderen.
Was aber ist das für ein Vertrag wenn die eine Seite die eigenen Rechte nur bedingt erfährt, die andere hingegen, sowohl an der Vertragsgestaltung selbst mitgewirkt hat und andererseits sich sogleich als
Interessenvertreter der Gegenseite ausgibt ?
(wenn auch schon vor existieren der DMP und gemeint ist natürlich die GKV)
Ich denke das es in dieser Sache nicht mehr lang dauern wird dann werden Änderungen erfolgen müssen oder es stehen, mglw. massenhaft, Klagen ins Haus, da anzunehmen ist das eine ´Selbstbedienungsmentalität´ einsetzt bei denen die Zugriff auf den zu verteilenden
´Goldklumpen´ haben bzw. es welche gibt die die fehlende Tranzparenz ausnutzen
und mißbrauchen.
Es ist sehr betrüblich und verwerflich das diejenigen welche gerade dafür in Verant-
wortung stehen das sparsam mit dem Geld umgegangen wird/werden soll zunächst erst einmal bestimmte Freiräume schaffen, geradeso als könne es von vornherein nicht erkannt werden, um später den z. T. schwerstkranken Menschen , höherer Kosten aufbürden oder best. Leistungen,z. T. ersatzlos,
zu streichen da die mittel knapp geworden sind.
(Ohnehin das nicht offengelegt wird wohin das Geld im Gesunheitssystem in welcher Höhe fließt)
Es wird Zeit das wieder der Mensch als höchstes Gut einer jeden Geselllschaft in den Mittelpunkt der Betrachtungen und folgenden Handlungen rückt und diejeni-gen ´Fabulierer´ in die Schranken verwie-sen und entlarvt werden, welche der Bevölkerung glauben machen wollen das eine Privatisierung in der Lage wäre alle Probleme zu lösen oder es der Markt regelt obgelcih klar ist das ein nicht geringer Anteil einers 80-Mill.-Volkes
schon jetzt vom Existenzminimum lebt.
Knarf
PS: Ein anderes mal dann wieder etwas mehr zum Zucker !
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Marga
Rang: Gastam 24.06.2003 08:39:26
Lantus ist wohl, wenn ich das von
anderen richtig gelesen habe, nicht
geeignet, pp-Spitzenwerte auszu-
gleichen. Dazu eignet sich Humalog
als schnell wirkendes Insulin.
Zum Thema DMP:
Es wird wohl darauf hinauslaufen,
daß wir gezwungen werden mitzumachen,
sonst kriegen wir keine Teststreifen
mehr verordnet.
Micraltests sollen nur noch dann von
der KK bezahlt werden, wenn der Patient
schon Augenschäden hat.
von Marga -
Silva Liebsch
Rang: Gastam 22.12.2003 20:28:51
Genau!
Ein Hoch auf deinen Arzt! von Silva Liebsch -
Silva Liebsch
Rang: Gastam 22.12.2003 20:32:11
Quatsch! Das ist Betrug! Lass dich bloß nicht von solchen Drohungen einschüchtern! Du hast einen Vertrag mit der Kasse und die muss dir deine Streifen bezahlen! Egal, ob du bei irgendwelchen dummen Programmen mitmachst!
Zur Not gibt's Anwälte! von Silva Liebsch