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Gastroplastische Magenoperation nach Manson
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Jutta Lettau
Rang: Gastam 03.05.2003 14:56:58
Hallo!
Hat jemand schon eine gastroplastische Magenoperation (Gastric Bandings) hinter sich und kann mir über die Auswirkungen auf die Diabetes Typ II etwas berichten? Das Übergewicht soll ja im ersten postoperativen Jahr durchschnittlich um 1/3 des Ausgangsgewichts reduziert werden können und viele Patienten anschließend wieder normale Zuckerwerte erreichen.
Gibt es da Leute mit Erfahrungen. Ich bin gerade dabei, so eine OP bei meiner Krankenkasse durchzusetzen.
Falls jemand mehr darüber wissen will:
http://www.tycohealth.de/surgical/pdf/199/lange.pdf von Jutta Lettau -
Wilma
Rang: Gastam 03.05.2003 17:30:49
Hi Jutta,
cih würd's im Leben nicht machen
lassen, außerdem ist damit Dein
Grundproblem ja nicht gelöst:
"Die Seele wird nicht satt". von Wilma -
Jutta Lettau
Rang: Gastam 03.05.2003 19:39:26
Danke für die Antwort Wilma. Aber wenn mir ein Arzt eine statistisch verminderte Lebenszeit von 150 Monaten ausrechnet, dann ist das für mich ein Alarmsignal.
Und ich sehe für mich keine andere Möglichkeit mehr, von meinem extremen Übergewicht herunter zu kommen.
Vielleicht finde ich in diesen 150 Monaten ja etwas, was meine Seele satt macht. Lieben Gruß. von Jutta Lettau -
Reinhard
Rang: Gastam 04.05.2003 10:04:34
Hallo Jutta,
ich kenne einen psychisch und physisch
schwerkranken Diabetiker. Er hat es
mit Hilfe von Psychotherapie, Unterstützung
durch die overeaters anonymous, durch
seinen Diabetologen, Metformin und
eigene Disziplin geschafft, von 140 kg auf
bis jetzt 110 kg abzuspecken!
Jede OP ist ein Risiko. Man/frau kann nicht
jeder Maßnahme trauen, nur weil sie
von Weißkitteln angeboten wird, die
heutzutage zunehmend auf der Suche
nach Einnahmequellen sind.
Die Prämien der Versicherungen gegen
Ärztepfusch sind in letzter Zeit enorm
angestiegen, Spitzenreiter sind Chirurgen
und Gynäkologen! von Reinhard -
Jutta Lettau
Rang: Gastam 04.05.2003 12:40:16
Lieber Reinhard,
ich danke Dir für Deine Message. Trotzdem möchte ich hier auf den Inhalt meiner Frage aufmerksam machen. Ich möchte wissen, wer Erfahrungen mit einer solchen OP hat und was sie speziell im Hinblick auf die Diabetes bewirkt hat.
Ich möchte keine Diskussion darüber führen, ob ich die OP machen will oder nicht. Das werde ich zusammen mit meiner Familie entscheiden und mit den Menschen, die mich kennen und lieben. Und zwar ausschließlich mit diesen.
Ich bitte, dies zu respektieren.
von Jutta Lettau -
Marga
Rang: Gastam 05.05.2003 09:20:59
Hallo Jutta,
in den letzten sieben Jahren habe ich
zu diesem Thema in keinem der zahlreichen
Diabetes-Foren etwas gelesen.
Bei der operativen Magenverkleinerung ist
sorgfältig zwischen Nutzen und Risiko der
Operation abzuwägen. Zu beachten ist,
dass der Übergewichtige motiviert sein
muss, nach der Operation ein Ernährungsumstellung
hin zu sehr kleinen Mahlzeiten dauerhaft zu beachten.
Da dürfte Dein Problem liegen ...
von Marga -
Jutta Lettau
Rang: Gastam 05.05.2003 13:09:55
Liebe Marga,
danke für Deine Message. Es geht bei dieser OP nicht darum, dass der Magen verkleinert wird. Vielmehr wird durch das Bändchen ein Teil des Magens zu einem Art "Vormagen" abgebunden, der am Mageneingang liegt und da dadurch die Rezeptoren für den Impuls "Ich bin satt" an das Gehirn ständig "gereizt" sind, hat man trotz kleiner Mengen immer ein Sättigungsgefühl. Zwischen dem "Vormagen" und dem eigentlichen Magen besteht nur eine sehr einge Verbindung, wodurch die Nahrung nur sehr verzögert passieren kann. Ich habe ihn meinem Eingangsbeitrag einen Link eingefügt, wo man einen entsprechenden Bericht einer Schweizer Klinik nachlesen kann, sowie die Ergebnisse einer Studie an über 170 Patienten, die von 1995 bis 1998 regelmäßig beobachtet wurden.
In meiner Nähe wird die OP vom Krankenhaus Stuttgart Bad-Cannstatt durchgeführt, das inzwischen seit 10 Jahren diese OPs durchführt und Erfahrung mit über 800 Patienten hat.
Bei einer Infoveranstaltung im Krankenhaus war auch eine Frau von einer Selbsthilfegruppe in meiner Nähe anwesend, die selbst die OP hinter sich hat und sehr kompetent die Vor- und Nachteile geschildert hat.
Ich wollte eigentlich nur wissen, ob die excellenten Ergebnisse, die bei dieser OP gerade bei der Auswirkung auf Diabetes angegeben werden, auch die Erfahrungswerte in der Praxis sind.
Sonst nichts! Wo meine persönlichen Probleme liegen oder wie es um mein Seelenleben bestellt ist, war nie Gegenstand meiner Frage und soll auch nicht Gegenstand dieses Meinungsaustausches sein. Ich bin jedesmal enttäuscht, wenn ich eine Mail bekomme, dass mir jemand geantwortet hat und dann wieder nicht auf meine ursprüngliche Frage eingegangen wird. von Jutta Lettau -
Tania
Rang: Gastam 08.05.2003 10:10:52
Hallo Jutta,
auch wenn du es nicht hören willst,
ich möchte einen Aspekt hervorheben,
der in einer Antwort schon angeklungen
ist: Bei solchen Krankheitsursachen
ist es sehr lebenswichtig, die
Selbstheilungskräfte zu aktivieren
und sich dazu fachliche Hilfe zu suchen.
Und hier noch ein paar Denkanstöße:
http://www.dr-mueck.de/HM_Essstoerungen/HM_Uebergewicht-Denkanstoesse.htm
Alles Gute!
von Tania -
Jutta Lettau
Rang: Gastam 08.05.2003 10:34:53
Liebe Tanja,
danke für Deine Antwort und den Link. Die Page ist sehr interessant.
Allerdings finde ich es schon bemerkenswert, dass bei einem Übergewichtigen praktisch selbstverständlich ein "gestörtes" Verhalten in welcher Form auch immer vorausgestzt wird. Kann es sein, dass hier der oder die eine oder andere seine bwz. ihre eigenen Probleme auf mich reflektiert?
Ich lebe schon sehr lange mit extremem Übergewicht und die Reaktionen der Umgebung gehn mir schon lange am A.... vorbei. Nicht egal sind mir die gesundheitlichen Risiken. Ich habe 3 erwachsene Kinder und möchte es gern noch erleben, einmal meine Enkel in den Arm zu nehmen. That´s it. von Jutta Lettau -
Tania
Rang: Gastam 08.05.2003 20:49:42
Hallo Jutta,
die Psychotherapeuten sprechen
hier von kognitiver Blockade. Solange
diese nicht aufgelöst wird, gibt es keine
Heilung. so traurig das ist. Ich kenne
zahlreiche Beispiele. von Tania