Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Zielwerte für 83-Jährige

  • Maria N

    Rang: Gast
    am 14.09.2009 23:35:00
    Die 83jährige Mutter meiner besten Freundin klagt schon längere
    Zeit über ein "Gefühl wie einbetoniert" in den Beinen, besonders
    nachts. In letzter Zeit hatte sie auch ziemliche Schmerzen.
    Nun habe ich erfahren, dass sie einen HBA1c Wert von 8,0 hat.
    Ihr Internist hat gemeint, sie habe eben "ein bisschen Zucker",
    der Wert sei in ihrem Alter nicht weiter schlimm, sie solle
    aber weniger Süßigkeiten essen. Spätschäden seien nicht zu
    befürchten (unterschwellig war wohl gemeint, die würde sie nicht
    mehr erleben). Ich vermute, dass ihr Diabetes schon länger besteht und sie bereits Spätschäden (Neuropathie) hat.
    Wisst ihr etwas über die üblichen Zielwerte für ältere Menschen?
    LG
    Maria N
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 15.09.2009 12:11:48
    Moin Maria,

    wie Du schon schreibst, ist die Argumentation, dass ein gesunder Blutzucker-Verlauf bei alten Menschen nicht mehr nötig sei, weil Spätschäden das Leben von alten Menschen mit Diabetes wegen ihres späten Eintretens eh nicht mehr beschweren könnten, absolut schwachsinnig. Denn bei dem üblicherweise langen Vorlauf können praktisch beliebig viele just vor ihrem offenen Ausbruch stehen und mit ihren Beschwerden jeden Tag mächtig zuschlagen und den Rest der verbliebenen Lebenszeit super versauern.

    AAAber generell gilt nun mal für unsere Alten 8 als in Ordnung. Deutlich weniger lässt sich ohne Mitarbeit der Betroffenen auch kaum erreichen. Und jemandem mit über 80 noch beizubringen, sich mit seinem Kohlenhydrat-Input nach seinem Blutzucker zu richten, halte ich für extrem schwierig. - Keine befriedigende Antwort, ich weiß :-(

    Bisdann, Jürgen
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 16.09.2009 01:00:43
    wenn sie noch einigermaßen fitt ist, sollte sie es ausprobieren, die werte in griff zu bekommen. ggf mit verdauungsspaziergang.

    hängt jedoch alles von ihrer aufnahmefähigkeit und mobilität hin von thomas2002
  • Maria N

    Rang: Gast
    am 16.09.2009 16:45:51
    Die alte Dame ist geistig durchaus in der Lage, einiges für ihre Gesundheit zu tun. Spritzen will sie keinesfalls, was ich auch verstehen kann, doch ich denke, für Ernährungstipps ist sie
    empfänglich, auch mehr bewegen wird sie sich, denn der Leidensdruck, der durch die Probleme mit ihren Beinen entsteht,
    ist ziemlich groß.
    Tabletten auf Metforminbasis oder Sulfonylharnstoffe sollten auch zu einer Senkung des BZ's beitragen.
    Dass für ältere Menschen ein HbA1c - Wert von 8,0 für akzeptabel
    gehalten wird, finde ich schlimm.
    Danke für eure Antworten!
    Lieben Gruß
    Maria N


  • Lilo

    Rang: Gast
    am 16.09.2009 17:52:31
    Sie sollte zu einem Diabetologen gehen. So mancher Hausarzt hat von Diabetes nicht viel Ahnung.

    Metformin senkt nicht den BZ, sondern manipuliert die Verdauung. Insulin ist nicht schlimm.

    Wenn ihre Werte besser sind, könnte sich auch die PNP wieder bessern.

    Ein Mensch in dem Alter braucht sicher keinen Wert im 5er Bereich anzustreben, aber unter 6.5 wäre schon gut.

    von Lilo
  • Veto

    Rang: Gast
    am 18.09.2009 14:43:11
    Lilo, ich widerspreche dir ungern, aber diabetische Polyneuropathien sind irreversibel.
    Nur sehr selten gehen die Schmerzen zurück. Deshalb ist die Bekämpfung der Schmerzen auch eine Baustelle.
    Aber die Frage ist, was mit den Beinen eigentlich los ist. Es kann auch Thromboseanfang sein oder sonst was. Deshalb sollte man die Beinbeschwerden UNBEDINGT auch jetzt ärztlich abklären und nicht darauf hoffen, dass die Beschwerden von alleine wieder weggehen.. von Veto
  • peter

    Rang: Gast
    am 18.09.2009 21:21:24
    sofern vh "können" sich pnp schmerzen etwas verringern, genau wie mit hochtontherapie, aber in dem alter?
    abklären:
    pnp
    arterielle verschlüsse
    thrombose
    trotzdem ist es "nie" verkehrt den bz auch in diesem alter in gesunde bahnen zu bringen.
    und tatsache ! wer mit insulin anfängt, sagt weshalb nicht früher. auch bei älteren.
    gerade wieder erlebt, 70j "so gut ist es mir die letzten 30 jahre nicht gegangen"
    nicht mehr müde, wieder volle konzentration da,
    wirklich verjüngt. von peter