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Zukunft ?
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Jens
Rang: Gastam 03.11.2002 23:15:51
Ich bin gerade durch Zufall auf diese Seite gestossen, und vieleicht nunja ich wollte nur mal wa loswerden worüber ich sonst mit niemand reden kann ich habe seit 12 jahren Diabetes Typ I und ich komme immernoch nicht damit klar! weder Einfach nicht damit fertig jeden tag frag ich mich warum ich womit hab ich das verdient ich habe nochnie irgendwas schlimmes im meinem leben gemacht ich kann selbst meinen freunden das nicht sagen, Schul Kollegen aus meiner Berufsschule wissen von meiner Diabetes nur weil ich mal während das Unterrichts unterzuckert bin und ohnmächtig geworden bin selbst meiner Freundin die ich wirklich sehr liebe und sie mich auch kann ich das nicht sagen und sie fängt abundzu davon an zu reden das sie malKinder haben möchte und den rest ihres Lebens mit mir verbringen möchte das will ich ja auch aber ich muss dann immer an diese scheiss Krnakhweit denken und daran das ich mal Erblinden könnte oder irgendeine andrere folge erkannkung kriegen könnte und das macht mich fertig ich bin zwanzig jahre alt sitze und muss weinen und das ist das erste mal seit besetimmt 10 jahren ich weiß nicht wie man mit sowas umgehen soll ich wäre für jeden rat wirklich sehr dankbar ! -
Doro
Rang: Gastam 04.11.2002 09:56:47
Hallo, junger Mann,
zunächst frage ich mal etwas
provokativ? Warum sollst Du keinen
Diabetes bekommen? Andere Menschen
bekommen ganz andere schlimme
Krankheiten, die nicht so einfach
behandelt werden können und sogar
zum Tode führen.
Wenn Du bzw. Ihr beide aus dem
Dilemma nicht herausfindet, suche
Dir einen Psychologen. Es gibt solche
Therapeuten, die sich auf Diabetiker-
Probleme spezialisiert haben:
http://www.diabetes-psychologie.de/pt_fuehr.htm
Wenn Du einen guten Diabetologen
hast und gut eingestellt bist, sind
Deine Lebensperspektiven echt gut.
Und die Wahrscheinlichkeit, daß Euer
Kind irgendwann Diabetes bekommt,
ist - statistisch gesehen - nur relativ
gering.
Also - pack es an und freu Dich des
Lebens ;-) von Doro -
Kio
Rang: Gastam 04.11.2002 19:12:50
Hallo Du! Es ist verständlich, daß Du traurig bist wegen Deiner Erkrankung. Du siehst das alles aber ein bißchen zu schwarz. Du hast keinen Grund Dich zu verstecken, zumindest muß Deine Freundin es wissen, auch dein engster Freundeskreis. Du wirst sehen, die Typen reagieren besser als Du es erwartest. Suche Dir einen guten Diabetologen. Der wird sich um alles kümmern, Dich hin und wieder zur Augenkontrolle schicken, sich Deine Füsse ansehen usw.. Wenn Du richtig eingestellt bist kannst Du ein ganz normales Leben führen. Du kannst Sport treiben, alles das was andere auch tun. Diabetiker können sehr wohl Kinder haben. Mein Mann ist Diabetiker, wir haben zwei Kinder und keines davon hat die Krankheit geerbt. Es gibt auch Selbsthilfegruppen, wo Du über alles mit Betroffenen reden kannst. Das ist fürs erste was mir dazu einfällt
Also Kopf hoch von Kio -
Gero
Rang: Gastam 05.11.2002 19:10:38
Wenn ich mal als "älteres Semester"
zu Deinem weinerlichen Beitrag etwas
schreiben darf:
Ich habe den Eindruck, daß Du nicht
nur mit dem Diabetes Probleme hast,
sondern auch sonst (z.B. mit
niemandem reden können). Das sind
keine guten Voraussetzungen für
eine gelingende Partnerschaft.
Die Empfehlung einer Psychotherapie
ist wirklich gut. Wenn Deine eigene
Persönlichkeit gefestigt ist und Du
auch mit dem Diabetes klar kommst,
sieht das Leben schon ganz anders
aus.
Was meinst Du, welche Herausforderungen
das Leben noch für Dich bereit hält?
Stärke Deine Persönlichkeit und
bezieh Deine Freundin unbedingt mit
ein, sonst könnte es Probleme geben ...
Ich wünsche Euch viel Glück!
von Gero -
Heinz
Rang: Gastam 07.11.2002 15:51:44
Hallo,
Du hast das Wichtigste im Leben, einen Menschen,der Dich lieb hat.
Fragen nach dem Warum führen zu nichts,
es gibt keine Strafen. Ich kenne einen Mann, der hat keinen Unterkörper mehr ab der Hüfte. Er ist dennoch immer gut gelaunt. Es gilt: Was du aus dem Diabetes machst, das macht er mit Dir.
Alles Gute
Heinz
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Sabine
Rang: Gastam 10.11.2002 11:18:52
Hallo,
seit dem Jahr 1965, wo der Diabetes noch in der Steinzeit weilte, lebe ich mit dieser Krankheit. Damals war ich knapp 1,5 Jahre auf der Welt. Als Kind habe ich mich auch sehr oft wie Du gefragt, WARUM ICH? Die Behandlungen und der Umgang (medizinisch) bis in die 80-iger Jahre waren ein Greul und ich dachte ab und an daran, diesem Dasein ein Ende zu bereiten. Kaputte Spritzstellen, 3x Schmerzen am Tag, umständliche Handhabung mit diesem Zeug, vor allem unterwegs - ständig dieser Akt - usw.
Was ich Dir sagen möchte ist:
danke allem, dass Du Diabetes in einer Zeit bekommen hast, wo es Pumpe, Pen und BZ-Messgeräte gibt. Diabetologen mit Dir zusammenarbeiten, und nicht irgendwelche Dummköpfe, die dir vorwerfen, bei hohen Werten Süßigkeiten genascht zu haben. Sei einfach zufrieden, Insulin zu bekommen wenn Du es brauchst, ohne ärztlichen Plan, wieviel Du gefälligst zu spritzen hast und nicht mehr! Glaube mir, es ist furchtbar, Engpässe zu erleben, wenn Dein Leben doch so sehr davon abhängt.
Du kannst heute alles tun, was Du möchtest. Glaube mir, wenn Du gut mit Deinem Zucker umgehst, wirst Du nicht erblinden. Meine Eltern und ich haben darauf geachtet, und nach 36 Jahren Spritzen habe ich keine Augenhintergrundveränderung und keine Folgeschäden zu beklagen. Was das Kinderkriegen betrifft, warum eigentlich nicht? Ein diabetischer Vater (in dem Fall Du) ist doch besser, als eine diabetische Mutter zu sein - so wie ich es wäre.
Deine Phasen und Gedanken sind völlig normal. Auch mich packt manchmal der "Fluch". Doch ich habe auch einen lieben Partner. Deshalb tute ich alles, um ein schönes, möglichst unkompliziertes Diabetikerdasein zu führen.
Unterzuckerungen habe ich natürlich auch. Aber deshalb bist Du kein schlechter Mensch, das wissen die anderen!! Es ist auch gut, wenn sie wissen, was Du hast, um Dir schnell in einer Notlage helfen zu können. Rede offen über Diabetes mit Gesunden und zeige ihnen, dass man vernünftig damit umgehen kann, dass es Höhen und Tiefen damit gibt. Jeder wird es verstehen und auch versuchen, Dich zu unterstützen.
Sabine -
Marcel
Rang: Gastam 18.11.2002 21:54:00
Hallo, ich bin auch zum ersten Mal im Forum und möchte gleich zur Zukunftsfrage Stellung nehmen: Ich habe seit 37 Jahres Diabetes Typ 1, bin verheiratet und habe zwei Kinder (19J.+16J). Das zweite Kind hat leider auch Diabetes; kommt aber in der heutigen Zeit gut zu Recht. Wenn man eine gute Einstellung hat, ist die Lebenserwartung wie bei einem "gesunden" Menschen. Man sollte natürlich offen über seinen Diabetes sprechen; ist mir Anfangs auch sehr schwer gefallen, aber es geht nicht anders. Sollten noch Fragen bestehen, bin ich gerne bereit diese zu beantworten. Meine E-Mail-Adresse lautet wie folgt: MarcelGrode@t-online.de
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Jens
Rang: Gastam 18.11.2002 23:59:24
hallo zuerst möchte ich mich bedanken für die von ihnen verfassten Antworten. Ich habe mitlerweile meinen Mut zusammem genommen und ihr das gesagt. Das hat mir wirklich geholfen. Wirklich klar werde ich damit woll nie werden aber mir bleibt ja nicht wirklich die wahl. Als ich das Ganze mal bei einem Besuch meiner Eltern erzählte, erzählte mir meine Mutter das mann sich sogennate "Lange Hans Zellen" implantieren lassen kann ist das wirklich was worüber mann sich informieren sollte oder ist das nur eins von den Sachen wo mann beim Artz gesagt kriegt "frühstens in Zehn Jahren" etc.
nochmals vielen Dank für die Antworten ! -
Christof
Rang: Gastam 19.11.2002 18:25:49
das wurde vor etwa einem jahr von der bild riesig angepriesen "Dieabetes so gut wie geheilt" lautete die schlagzeile.
Aber das ist so wie wenn man ein spenderorgan bekommt. Man muss viele pillen nehmen damit das organ oder diese zellen nicht vom körper abgestoßen werden. Dazu wird man sehr schnell krank da man keine abwehr kräfte hat.
Falls alles klappt muss man sich nach dieser prozedur nicht mehr spritzen von Christof -
Sabine
Rang: Gastam 22.11.2002 13:16:01
Mit dieser OP hat man an die Diabetiker gedacht, die noch genügend gesunde LH-Zellen besitzen. Das kann man mit einer kleinen Untersuchung analysieren lassen. Ich denke aber, wer 3 x oder gar mehr spritzen muss, bei dem stehen die Chancen schlecht (so wie bei mir). Was die Medikamente betrifft, da muss man sich genau informieren, um nicht letztendlich vom Regen in die Traufe zu kommen.
Übrigens ist es ein guter Anfang, dass Du darüber redest. Im Grunde genommen ist es so, dass Dich die anderen (gesunden) bewundern, wenn Du gut mit dem Diabetes umgehst und in ihren Augen ja ein "ganz normales" Leben führst.
Viel Erfolg auf all Deinen Wegen!!!!
Sabine