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sind Zeiten wichtig ?

  • sehr geehrter Herr .............

    Rang: Gast
    am 14.08.2009 11:36:38
    hallo - spritze jetzt seid 5 wochen 4 mal am tag zu bestimmten uhrzeiten ,die in der klinik festgelegt wurden,
    jedesmal vor dem essen ,

    muß ich diese zeiten genau einhalten ,
    kann ich zum kaffee auch kuchen essen und dazu ein 4 mal spritzen ,
    wenn ich abends vorm fernsehen noch ein snack essen möchte ,kann ich das ?
    muß ich dafür spritzen ?
    von sehr geehrter Herr .............
  • kai3

    Rang: Gast
    am 14.08.2009 13:02:59
    Wende Dich an einen Diabetologen, der nach der Einstellung in der Klinik für die Betreuung Dir zur Seite stehen sollte

  • sehr geehrter Herr .....

    Rang: Gast
    am 14.08.2009 13:40:11
    würde ich gern machen ,habe aber keinen der mir helfen kann ,und mein allgemeiner ist nicht so gut drauf
    von sehr geehrter Herr .....
  • sdf

    Rang: Gast
    am 14.08.2009 17:49:53
    Du bestimmst dein Leben, nicht deine Krankheit. Also bestimmst du auch, wann du isst und demzufolge, wann du spritzt. Betrifft natürlich nur die Bolus-Einheiten.

    Basal spritzt man ja mehr oder weniger täglich gleich.
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 14.08.2009 18:25:24
    Moinmoin,

    welche Bedeutung welche Zeiten mit Deinem Insulin bei Dir haben, kannst nur Du rausfinden. Dafür brauchst Du nur ein paar Tage wie vorgegeben zu spritzen und vor dem Spritzen und dann nach dem Essen in Stundenschritten zu messen. Klar musst Du die Werte mit den Zeiten aufschreiben und dazu auch, was Du wann gegessen und körperlich getan hast. Am besten einen Zettel für jeden Tag. Und wenn Du die nach einer Woche nebeneinander legst und vergleichst, wirst Du ganz einfach selbst ablesen können,
    1.wie gut oder nicht Deine gegenwärtige Dosierung passt, und
    2.ob und wann und wie viel Du z.B. für ein Stück Kuchen spritzen müsstest, das Du am Nachmittag um 4 essen willst.

    .............01....
    .....................
    .....................


    ....88.....07.....16 A
    .....................
    .............08.... Mehrkornbrötchen Johannisbeermarmelade
    .....................
    ...142....09....
    .....................

    ......................
    .............24....
    ......................
    Weil mich die Grenzen der üblichen Diabetes-Tagebücher immer zu sehr einengen, wenn ich wieder mal mit einer Messorgie hinter eine neue Auffälligkeit meines BZ kommen will, druck ich mir dafür immer Zettel in der angedeuteten Form: Von oben nach unten Stunden von 1-24 mit jeweils einer Halbstundenzeile dazwischen. Vor der Stundenzählung lass ich mir zum Rand immer ausreichend Platz für die BZ-Werte, damit ich die auf einen Blick habe und nicht zwischen Brötchen und Kartoffeln und Nudeln erst suchen muss. Schreib ich zeitweise auch grün, wenn's passt, und rot, wenn noch Luft zum Optimieren ist ;-)

    Das Beispiel sind meine Zahlen von heute morgen. Ich brauche tatsächlich diese 16 IE schnelles Analog-Insulin für so ein Brötchen vom Bäcker. Und es dauert bei mir tatsächlich etwa 1 Stunde, bis die 16 IE anfangen, meinen BZ messbar zu senken, und dann geht die Wirkung bei mir noch etwa 3 Stunden.

    Munteres Rausfinden, Jürgen
  • Jürgen.

    Rang: Gast
    am 14.08.2009 18:28:09
    natürlich gehören auf dem großen Zettel das Brötchen und die Marmelade in eine Zeile von Jürgen.
  • Unglaubhaft

    Rang: Gast
    am 17.08.2009 10:00:21
    ..sorry, aber willst du uns jetzt wirklich erzählen, dass du keinen Diabetologen findest? Das glaub ich nicht. Möglicherweise musst du dafür vielleicht einen weiteren Weg in Kauf nehmen, aber für die Gesundheit lohnt sich das doch. oder nicht?

    Du kannst sicher auch (jetzt mal übertrieben) 10 mal am Tag essen und dafür auch 10 mal Bolus spritzen. Die Frage ist nur, ob das dann nicht auf die Hüften geht. Und, wenn du an Gewicht zulegst, wird sich das vielleicht auch auf die Insulindosen auswirken...also mehr Insulin..Es gilt eigentlich, so wenig wie möglich, so viel wie nötig Insulin.
    Hohe Insulindosen machen auch fett, denn Insulin ist ein Masthormon. von Unglaubhaft
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 17.08.2009 15:18:44
    Moin Unglaubhaft ;-)

    wie oft jemand am besten spritzt, sagt noch nichts über irgend welche Mengen. Wenn das Insulin bei dem Betroffenen ausreichend schnell wirkt, ist selbstverständlich günstig, für jeden Apfel und jede Banane und jedes Stück Kuchen und jedes Eis zu spritzen. Wie weit das für einen selber passen könnte, kann auch der beste Diabetologe nicht sagen, sondern das muss man halt selber systematisch austesten.

    Wenn in der Landwirtschaft (und artverwandt in der Kinderlandverschickung nach dem letzten großen Krieg) Insulin eingesetzt wurde, dann eindeutig zum Erzeugen leichter Hypos, damit in deren Folge in kurzer Zeit mehr als ohne gefressen wurde. Hier wurde also zusätzliches und überflüssiges Insulin als Hebel dafür eingesetzt, über den Sattzustand hinaus noch mehr Nahrung in den Körper zu stopfen. Klar, dass die dann als Speicherfett endet, aber daran ist nicht das Insulin Schuld, sondern derjenige, der es so zusätzlich einsetzt. Daher hat das Insulin die Ehrenbezeichnung Masthormon.

    Darüber hinaus ist bei vielen von uns mit Diabetes der Fettstoffwechsel so gestört, dass mehr Glukose als Fett gespeichert wird und dass höchst unvorteilhaft der Bauch als Hauptspeicherort gefüllt wird. Diese krankhafte Fehlfunktion hat eigentlich nichts mit dem Titel Masthormon zu tun, denn die gesunden Tiere und Kinder haben ja nicht nur am Bauch angesetzt, sondern die Kinder hatten bei der Heimkehr vergleichsweise runde rosige Wangen :-)

    Bisdann, Jürgen
  • mewi

    Rang: Gast
    am 18.08.2009 23:23:28
    Hallo,
    also deine Frage überrascht mich sehr. Bist du denn gar nicht geschult worden?
    Was du wann essen darfst und wie viel hängt von deiner Therapie und dem verwendetem Insulin ab.
    Ich habe bis vor kurzem Actrapid genommen. Das wirkt bis zu vier Stunden. Da konnte ich also drei Stunden nach der Mahlzeit noch eine Kleinigkeit essen. Obwohl ein Stück Kuchen für einen Diabetiker keine Kleinigkeit ist.
    Jetzt nehme ich Apidra. Das wirkt nur ungefähr 1,5 Stunden. Also kann ich nach 3 Stunden nichts mehr essen oder ich muss neu spritzen.
    Außerdem frage ich dich, ob du immer die gleiche Dosis spritzt oder ob du deine Nahrung mit den Faktoren umrechnest.
    Du siehst, ohne konkrete Angaben kann dir hier niemand eine halbwegs zufriedenstellende Antwort geben.
    Aus welcher Ecke kommst du denn? Bei uns in BRB gibt es auch weit und breit nur eine Schwerpunktpraxis.

    Viele Grüße
    mewi