Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Gesucht und nicht gefunden ...

  • Roland Matthes

    Rang: Gast
    am 06.04.2002 00:38:59
    Einer sehr guten Bekannten (54) wurde vor 2 Wochen Diabetes IIa attestiert. Mit 317 mg/dl (in einer Apotheke gemessen) ein Wert, der meiner Meinung sofortige medizinische Maßnahmen erfordert. Doch erst nach 6 Tagen wurde der HbA1c und der Insulinstatus bestimmt und nach 8 Tagen Insulin verordnet (insgesamt 38 Einheiten/d). Der Arzt sagt, sie hätte fast keine Insulineigenproduktion mehr (sehr seltsam – in dem Alter???).
    Doch sie bzw. ihr Partner haben sofort das einzig Richtige gemacht – sie haben sich nach anderen Möglichkeiten umgeschaut und sind im Internet auch fündig geworden. Bereits nach diesen ersten 8 Tagen hat sie ihren Nüchtern-Wert konstant auf 11,5 mmol/l gedrückt und das ohne eine einzige Einheit Insulin oder Medikamente oder Diät.
    Ich möchte ihr wenigstens etwas helfen und wollte jetzt wissen, welche Erfahrungen Sie mit orthomolekularer Medizin gemacht oder ob Sie weitere Informationen haben. Wirklich gefunden habe ich in diesem und anderen Foren leider nichts.
    Ziemlich aufwendig war es schon, Ihr gesamtes Forum durchzulesen. Dabei ist mir aufgefallen, daß kaum einer über mehrere Jahre hinweg Beiträge schreibt. Die meisten melden sich 2-4 mal zu Wort – und aus. Der Inhalt der Beiträge, Fragen wie auch Antworten, beschränkt sich bis auf ganz wenige Ausnahmen auf technisch-organisatorisches handling des Diabetes und moralischen Beistand. Alles das ist für die Betroffenen sicher sehr wichtig – aber nur das? Was ich eigentlich suchte, Informationen zu den wirklichen Ursachen und zu nebenwirkungsfreien Therapien, fand ich nur andeutungsweise in ganz wenigen Einträgen, die dann meist auch noch ‚abgebürstet‘ wurden. Eigentlich verwunderlich und auch schade, daß bei über anderthalbtausend direkt oder indirekt betroffenen Menschen sich kaum einer dafür zu interessieren scheint. Die paar wenigen, wo ich zumindest Ansätze vermute, werde ich direkt kontaktieren, denn sie sind meist schon lange nicht mehr im Forum erschienen.
    Sollte ich fündig werden, bin ich mir nicht sicher, ob es Ihnen recht ist, wenn ich mich wieder bei Ihnen melde. Könnten Sie mir dazu eventuell Ihre Einstellung mitteilen? Das wäre sehr nett, denn nichts ist unangenehmer, als jemandem öffentlich etwas zu erzählen, was der gar nicht hören will. Sie können mir hier ins Forum eine Nachricht schreiben. Schneller geht es sicherlich, wenn Sie mich anrufen oder mailen, da ich ja nun nicht täglich in Ihrem Forum bin. 03521/719982 oder ing.ma@freenet.de
    Herzliche Grüße und alles Gute

    Roland Matthes
  • Lou

    Rang: Gast
    am 06.04.2002 10:37:27
    Hallo Roland,

    was ist orthomolekular?

    Wenn Du Wunder-Säfte oder Wunder-Tees
    zur Behandlung von Diabetes im Sinn hast,
    die helfen keinem einzigen Betroffenen. von Lou
  • Roland Matthes

    Rang: Gast
    am 06.04.2002 17:28:37
    Hallo Lou,
    an Wunder zu glauben überlaß ich anderen. Nein, was ich suche, gehört zu wissenschaftlich mit tausenden Studien belegten Gesetzmäßigkeiten. Diese Richtung wird eben mit dem Begriff ortomolekulare Medizin zusammengefaßt. Ich glaube, diese Bezeichnung hat Prof. Dr. Linus Pauling, ein 2-facher Nobelpreisträger aus den USA, geprägt. „ortho...“ heißt soviel wie recht, richtig, gerade und „molekular“ ist auf das Wort „Molekül“ bezogen. Gemeint ist damit, daß zu jeder Zeit, an jedem Ort der Zellen (und damit des ganzen Körpers) die richtigen Moleküle – also Stoffe, Elemente, Verbindungen usw. – sein müssen. Typisches Beispiel: bei einem Diabetiker muß eben zum richtigen Zeitpunkt die richtige Menge des richtigen Stoffes (Insulin) am richtigen Ort (Rezeptor der Zellmembran) sein. Ist das nicht der Fall, ist man halt krank. Ich habe keine blasse Ahnung, wieviel zigtausend verschiedene Verbindungen es in unserem Körper gibt. Fehlen welche oder sind welche am falschen Ort, geht was schief. Es gibt aber auch Stoffe, die wir mit der Nahrung aufnehmen müssen (und natürlich auch welche, die wir besser nicht aufnehmen sollten). Leiden wir da unter einem Mangel, gehts genauso schief. Und genau damit befaßt sich die orthomolekulare Medizin. Bekanntestes Beispiel: wenn man zu wenig Vitamin C aufnimmt, erkrankt man an Skorbut.

    Über Wunder kann ich mich nicht mal wundern – weil es meist Unfug ist. Fakt ist, erst muß der Körper genau all das bekommen, was er braucht. Dann kann natürlich auch mit bestimmten Säften oder Tees weiteres erreicht werden. Jeder weiß, daß viele Pflanzen und damit natürlich auch bestimmte Tees und Säfte indirekt heilen können, weil sie die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen und steuern. Auf diesem Wissen und in Verbindung mit bestimmten mentalen Beeinflussungen beruht ja auch die Tratitionelle chinesische Medizin, das altindische Ayurveda u.v.a.

    Von einem Tee, mit dem man Diabetes heilen kann, habe ich allerdings auch noch nie etwas gehört.
    Die Informationen, die ich in Ihrem Forum suchte, beziehen sich auf ein ganz speziell aufbereitetes Mineral. Ich hatte gehofft, Diabetiker zu finden, die damit schon umfangreiche Erfahrungen haben.

    Darüber, welche sonstigen Vitalstoffe wie zum Beispiel Spurenelemente, Mineralstoffe, Vitamine, Amino- bzw. Fettsäuren, Enzyme und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe mit sehr guten Ergebnissen eingesetzt werden, habe ich schon reichlich Informationen. Nur zu diesem einen suche ich nach weiteren Erfahrungen und Erkenntnissen.

    Herzliche Grüße

    Roland Matthes
  • Christian

    Rang: Gast
    am 08.04.2002 16:32:33
    Mir ist klar das Vitamine, Mineralien usw. sich positiv auf den Körper auswirken,
    ob die bei Diabetes bessere Blutzuckerwerte herbeiführen sei mal dahin gestellt,
    beim Diabetes braucht der Körper ja Insulin (ein Eiweißmolekül), und das kann man nur
    Spritzen oder beim Typ 2 mit Tabletten die Bauchspeicheldrüse anregen welches
    herzustellen, da man Insulin - wenn man es über die nahrung aufnimmt - verdauen würde.

    (Ich glaub es wird auch irgendwo am Insulin zum inhalieren gearbeitet, aber
    davon hab ich lange nix mehr gehört.)

    Also ist es meiner meinug nach Sinnvoller den Diabetes mit Insulin gut einzustellen als
    fragwürdigen altanativen zusuchen.

    (Wie im Artikel vom 23.03.2002: "Mutter vertraute nur auf Heilpraktiker: 15jährige Diabetikerin tot" von Christian
  • Roland Matthes

    Rang: Gast
    am 15.04.2002 01:21:59
    Hallo Christian,
    was den Artikel über das 15-jährige Mädchen betrifft, brauchen wir nicht zu diskutieren. Da sind wir einer Meinung. Ich stimme Ihnen auch absolut zu betreffs Insulinbedarf des Körpers. Ihnen ist aber sicher bekannt, daß die absolute Mehrheit der Typ II Diabetiker sehr viel Insulin im Blut hat. Oft mehr, als für das Herz-Kreislauf-System gut ist. Hier ist es also kein absolutes Mangelproblem beim Insulin sondern ein relatives. Aus verschiedenen Gründen ist dieses Insulin nicht in der Lage, die Glucose aus dem Blut in die Zellen zu transportieren. Man spricht allgemein von einer Insulinresistenz. Sie kann vorliegen weil bestimmte Rezeptoren der Zellmembran funktionsunfähig sind, zu wenige sind oder weil der sog. Glucosetoleranzfaktor (GTF) fehlt. Und genau an diesen Punkten greifen viele Maßnahmen der orthomolekularen Medizin an. Das heißt aber immer, es wird weiterhin Insulin gespritzt, es muß aber öfter gemessen werden, um Hypos zu vermeiden. Die Insulindosis muß so nach unten reguliert werden, daß immer optimale BZ-Werte eingehalten sind. (ähnliche Situation als wenn Sie den ganzen Tag intensiv Sport trieben) In den meisten Fällen geht der Bedarf an Insulininjektionen nach einigen Wochen kontinuierlich zurück bis gegen Null. Das tritt dann ein, wenn sich die Rezeptoren ausreichend erholt haben, und der Körper wieder in der Lage ist, den GTF in ausreichender Menge zu bilden.
    Selbst bei vielen Typ I sind erhebliche Verbesserungen erreichbar - das alles aber nicht mit irgendwelchen Wundermittelchen oder durch Nichtstun!
    Herzliche Grüße und alles Gute
    Roland Matthes