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24 Stunden nach der Diagnose Diabetes und viele Fragen...
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Gast
Rang: Gastam 20.05.2011 22:02:24
so weit, so gut! aber was hat die antwort #37 mit #36 zu tun?? -
am 20.05.2011 22:35:37
#36 nimmt einfach 2 Stückchen aus 2 verschiedenen Freds und stellt sie in einen Zusammenhang, in dem sie wie ein dummer Widerspruch aussehen müssen.
#35
Ein Schlüssel könnte beständige Regelmäßigkeit sein, wie Du vermutest. Zuverlässiger funktioniert im bewegteren Alltag allerdings das systematische Aufspüren von postprandialen Unregelmäßigkeiten und deren direkter Ausgleich - mit systematisch zunehmendem Gespür für solche Situationen und deren immer häufigerer Vermeidung :-) -
Gast
Rang: Gastam 21.05.2011 14:47:30
Gast schrieb:
Nein, du wirfst da was durcheinander. Offensichtlich hast du das Glück, dass dein Körper in gleichen Situationen immer gleich funktioniert.
Aber es gibt auch beispielsweise ein Dawn, das nicht jeden Morgen gleich stark ist. Es gibt Stress, der sich manchmal gar nicht und manchmal ganz extrem auf den BZ auswirkt. Genauso ist es mit Gegenregulationen (ups, ich habe vergessen, dass diese ja überhaupt nicht existieren deiner Meinung nach), manchmal sind sie fast überhaupt nicht da, manchmal machen sie sich kurze Zeit und manchmal erst Stunden später bemerkbar. Manchmal benötigt man in einer bestimmten Phase des Zyklus mehr Insulin und manchmal bleibts konstant.
Der Körper ist keine Maschine und er reagiert bei den meisten Leuten nicht immer gleich! Davon gehst du aber aus, weil es bei dir offensichtlich so ist.
Und genau das ist es, was mich so an dir stört. Du sitzt auf deinem Thron, meinst du wüsstest alles besser und unterstellst allen, die nicht so einen perfekten BZ-Verlauf haben wie du, dass sie sich nicht genug Mühe geben. Werde doch einfach ein bisschen toleranter, dann bist du auch nicht mehr so unbeliebt!
Stimmt genau. Ich habe in meiner langen Diabetes-Karriere die seltsamsten Reaktionen meines Körpers im Hinblick auf meinen Diabetes erlebt. Ich jedenfalls hätte meinen Diabetes mit Jürgens Maschinen-Taktik nicht steuern können.
Ich finde nur seine ständige Selbstbeweihräucherung völlig unsinnig. Was soll das z.B. einem Neuling bringen, der Informationen sucht? -
Gast
Rang: Gastam 30.05.2011 23:00:38
Lieber Journamax,
du bist hier völlig falsch. Das Thema hier ist darstellendes Spiel unter der Leitung von Laiendarstellern. -
Gast
Rang: Gastam 03.03.2013 23:24:09
hjt_Jürgen schrieb:
Moin Journamax,
willkommen im Club ;-)
Klar, dass Du da nicht rein wolltest, wollte wohl keiner von uns, aber es gibt eindeutig schlechtere. Schön, dass Du schreiben kannst und über Deine Erfahrungen mit Deinem neuen (und wahscheinlich tatsächlich schon etwas älteren) Lebenspartner schreiben willst. Im deutschsprachigen Raum wärst Du wahrscheinlich der erste Profi. Im Englischen finde ich professionell besonders interessant diabetesmine.com (mehr Typ1) und mendosa.com (mehr Typ2) und bei den Amateuren den Typ2 Kopfständler Alan mit seinem loraldiabetes.blogspot.com Wenn Du bei denen mal reinschaust, bekommst Du schon einen guten Eindruck von Deiner neuen persönlichen und schreiberischen Herausforderung :-)
Blutzucker kann man nur messen.
Nicht fühlen, nicht schmecken, nicht tasten, nicht riechen, nur auf der Anzeige des Testgerätes sehen, wenn man da zuvor einen Teststreifen rein geschoben, sich in den Finger gepiekt und aus dem Tropfen Blut dann das Reaktionsfeld des Streifens getränkt hat. Das ist tatsächlich nicht halb so dramatisch, wie es immer für Nichttester aussieht, tut auch meistens nicht wirklich weh, und wird von vielen Millionen Betroffenen häufig sogar jeden Tag mehrmals absolviert. Trotzdem träumen natürlich alle seit Jahren von der unblutigen Messung, zu der es schon die verrücktesten Ansätze gegeben hat, aber noch nicht eine Lösung, die auch nur annähernd so gut funktionieren würde, wie die üblichen Blutteststreifen.
Also müssen wir weiter bluten - und aufschreiben! Denn man spricht zwar immer vom Blutzucker-Spiegel, aber tatsächlich verläuft auch der gesunde Blutzucker gar nicht immer in einer konstanten Höhe, sondern ist häufig ein bisschen in Bewegung. So steigt er in der Stunde nach dem Essen von Stärke (Brot und alles mit Mehl, Kartoffeln, Reis) und Zucker für ein paar Minuten zu einem kleinen Hügel an und sinkt dann rasch wieder auf die persönliche Grundhöhe ab.
Konkrete Zahlen? Etwa gut 60 bis gut 80mg/dl ist die gesunde Grundhöhe, beim einen vielleicht eher 62, beim anderen eher 83 und bei vielen irgendwo dazwischen. Maximal bis etwa 120-140mg/dl steigt der Blutzucker bei gesunden Menschen nach dem Essen von Stärke=Zucker an. Und damit wird auch deutlich, warum man zum Erkunden des eigenen Blutzucker-Verlaufes den Tag mit den jeweiligen Zeiten und Mengen aufschreiben sollte, wann man wie viel wovon isst und wann man welchen Wert misst. Denn etwa 1 Stunde nach dem Essen sind 140 noch im gesunden Rahmen, während sie 2 Stunden oder noch länger danach völlig ungesund raus stehen würden. Denn da wäre der gesunde Blutzucker ja schon längst wieder auf seiner Grundhöhe zwischen etwa 65 und 85mg/dl zurück.
Diabetes wird dagegen erst diagnostiziert/ernannt, wenn folgende Grenzwerte überschritten werden:
Morgens nüchtern 125 mg/dl und 2 Stunden nach dem Trinken einer Testlösung mit Traubenzucker 200mg/dl. Und die meisten unserer Ärzte haben noch mit den Grenzwerten morgens nüchtern über 140 gelernt und mit 2 Stunden nach dem Zuckerwasser über 270.
Dein Blutzucker bewegt sich noch weit über allen diesen Werten. Dein Ziel wird sein, ihn allmählich Richtung gesund zu bewegen und schließlich immer mehr Stunden von 24 im gesunden Rahmen zu halten - Dein Weg für die nächsten 4-8 Wochen :-)
Daumendrück, Jürgen