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Wie ist dieser Verlauf zu werten?
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am 05.07.2011 23:28:07
hallo,
so ganz klar ist mir das alles noch nicht. Ich lese da Remission ist wenn der Tagesbedarf < 0,5 I.E. pro kg ist. Also bei 90kg < als 40 I.E.
Oder rechne ich da falsch?
Ich spritze 1x 14 I.E. Lantus, würde also weit darunter liegen.
Achja, gilt das jetzt alles nur für Typ1er bzw. wie bezeichnet man dann eine Besserung mit gleichzeitiger Reduktion der "Medikamente" bei Typ2ern ?
---- Fragen über
---- Fragen ----------
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Gast
Rang: Gastam 06.07.2011 11:11:26
havier schrieb:
so ganz klar ist mir das alles noch nicht. Ich lese da Remission ist wenn der Tagesbedarf < 0,5 I.E. pro kg ist. Also bei 90kg < als 40 I.E.
Oder rechne ich da falsch?
Ich spritze 1x 14 I.E. Lantus, würde also weit darunter liegen.
Achja, gilt das jetzt alles nur für Typ1er bzw. wie bezeichnet man dann eine Besserung mit gleichzeitiger Reduktion der "Medikamente" bei Typ2ern ?
Mit Tagesbedarf ist sowohl Bolus, als auch Basal gemeint. Soweit ich weiß, gibt es diese Form von Remission nur bei Typ 1ern. 2er haben vielleicht etwas ähnliches, allerdings gelten da nicht die gleichen Voraussetzungen , wie z.B. Tagesbedarf<0,5IE/kg Körpergewicht.
Ein "fertiger" 1er benötigt ca. 0,5-0,75IE/Kg Körpergewicht am Tag, daher kommt die Definition mit <0,5. Bei 2ern kann man das nicht so genau sagen, da diese meist eine Resistenz aufweisen, die unterschiedlich ausfällt, außerdem haben sie meist noch eine Eigenproduktion. -
am 06.07.2011 11:28:19
schrieb:
Ein "fertiger" 1er benötigt ca. 0,5-0,75IE/Kg Körpergewicht am Tag,
klar, Typ1 ist ja auch völlig unabhängig von der Menge vom KH-Input, oder was hab ich da grad wieder falsch verstanden? -
Gast
Rang: Gastam 06.07.2011 11:55:28
Hallo zusammen,
meine letzten Insulindosis liegt jetzt gute 30 Stunden und 3 Mahlzeiten zurück.
Auch wenn das aufgrund des kurzen Zeitraumes keine Aussagekraft hat, bin ich doch mit den Werten zufrieden.
Alle genommen Werte bewegten sich zwischen 84 und 88 mg/dl.
Die Information das Eiweiß + Fett den Zuckerspiegel ebenfalls relevant erhöhen ist mir übrigens absolut neu. In jedweder Infobroschüre und KE - Informationstabelle ist alles Eiweiß und fetthaltige extra gekennzeichnet mit einer dicken 0 für die KEs.
Den Effekt, dass Fett den Glukoseabbau verzögert habe ich schon mehrfach an mir selbst festgestelt und das bisher als positiv erachtet.
Eine weitere Frage habe ich zu Metformin noch.
Das Medikament begünstigt, soweit ich das gelesen habe, das Abnehmen durch eine Anregung des Stoffwechsels. Ich habe aber keine Info gefunden wie denn diese "Anregung" genau aussieht.
Da für mich die Gewichtsreduktion eine große Rolle spielt interessiert mich vor allem bis zu welchem Grad Metformin die "Verantwortung" für meinen Gewichtsverlust hat und wie sich dieser Prozess langfristig gesehen entwickeln kann / wird.
Mal abgesehen von den Nebenwirkungen hat das Medikament ja auch noch andere, "Positive" Nebenwirkungen.
Grüße,
Andreas
P.S.: Die angeregte Diskussion hat übrigens schon unheimlich viel neues Wissen für mich ans Licht gebracht, dass ich so in dieser Form nicht in Wikis gefunden habe. -
Gast
Rang: Gastam 06.07.2011 12:14:10
hjt_Jürgen schrieb:
klar, Typ1 ist ja auch völlig unabhängig von der Menge vom KH-Input, oder was hab ich da grad wieder falsch verstanden?
Warum musst du immer alles auf die Goldwaage legen?? Wenn ein 1er sich nur von Butter ernährt, wird er natürlich nicht auf so ein Verhältnis kommen. Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Aber 0,5-0,75IE/kg Körpergewicht ist eben ein Richtwert, der aufgrund empirischer Beobachtungen festgelegt wurde, bei "normaler Ernährung" und damit meine ich durchschnittliche Ernährung. Wenn jemand Diät hält, wie z.B. LowCarb oder Leistungssportler ist etc. wird der Insulinbedarf bei ihm vermutlich anders ausfallen.
Wenn es nach dir geht, darf man wohl überhaupt keine Aussagen treffen, da es immer Ausnahmen gibt. -
Gast
Rang: Gastam 06.07.2011 13:36:26
ich führe das mal weiter: wenn es unabhängig vom kh-input wäre, würde stehen x IE/kg - es steht aber x bis y IE/kg. ausserdem wird immer vom normalen (notwendigen) umsatz ausgegangen und nicht von "hungerbolzen" oder "vielfrassen". und weiterhin: warum sollte ein normalgewichtiger 1er sich lowcarb oder logi im zeitalter von ict und csii ernähren - nur um zu beweisen, dass es eventl. klappt?? -
am 06.07.2011 15:42:21
Moin Andreas,
sieht doch gut aus. Nur tu mir wenigstens den Gefallen und schreib zu den Werten dazu, wann im Zeitverhältnis zum Futter-Input Du sie misst. Nur damit erhalten sie einen Sinn.
Dass etwa 4-5 Stunden nach dem Verzehr von größeren Portionen Fett und Eiweiß ein nennenswerter BZ-Anstieg beobachtet werden kann, trifft praktisch nur auf Leute völlig ohne eigene Insulin-Ausgabe zu. Ich bin Typ2, diagnostiziert seit 20 Jahren und seit gut 10 Jahren INSULINER und habe offenbar noch so viel ausreichend eigene Rest-Ausgabe, dass ich trotz zeitweise wirklich enger Beobachtung da noch nie auch nur den Hauch eines Anstiegs bemerkt hab.
Metformin heißt in angelsächsischen Foren oft Metfartin, auf Deutsch Mefurzin, und mancheiner kommt die ersten Einnahmewochen nur immer kurz von der Toilette. Von dieser sehr effizienten Art der Verdauungsbeschleunigung bleibt natürlich meistens nach der Eingewöhnungsphase nichts mehr übrig. Ansonsten bewegt sich der Abnehm-Effekt eher im Glaubensbereich und wird auch nur in solchen Studien "belegt", in denen die Leute eh zum Abnehmen angehalten wurden. Die eindeutig wichtigste Wirkung für uns Typ2 ist das Bremsen der fehlgesteuert hohen Zucker-Ausgabe aus der Leber.
Abnehmen verringert sicher in dem Maße den Insulin-Bedarf, der hier schon pro Kilo angegeben wurde, gern auch um's Doppelte, um der vielbemühten Resistenz Rechnung zu tragen. Neben all der anderen guten Wirkung gleichst Du also damit wenigstens einen Teil Deines Insulin-Defizits aus :-)
Bisdann, Jürgen -
am 06.07.2011 15:58:04
#33
Ich würde eher lesen, dass das Spiel zwischen etwa 05, und 0,75 IE/kg schwankt, wenn tausend 75kg-Standard-Erwachsene die selben Mengen KHs futtern. Für die meisten Typ1, die ich kenne, sind 20-30BEs pro Tag normal, für ein paar weniger 30-50.
Was ich bei solchen Rechen-Angaben mit IE/kg nicht verstehe: Wie helfen die den Betroffenen, ihren BZ in irgend einer Weise gezielt zu steuern?
Bearbeitet von User am 06.07.2011 15:58:56. Grund: Nicht angegeben -
Gast
Rang: Gastam 06.07.2011 16:18:10
hjt_Jürgen schrieb:
Was ich bei solchen Rechen-Angaben mit IE/kg nicht verstehe: Wie helfen die den Betroffenen, ihren BZ in irgend einer Weise gezielt zu steuern?
Müssen denn alle Angaben dem Diabetiker was nützen? MIR ging es darum, die Definition von Remission (<0,5IE/kg Körpergewicht) zu erklären! -
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Gast
Rang: Gastam 06.07.2011 16:29:31
Hallo,
ich habe noch einen Nachtrag.
Aufgrund der neuen Situation ohne Insulin bin ich natürlich entsprechend nervös und Messe häufiger.
Heute vor dem Mittagessen hatte ich 84 mg/dl. Zum Mittag selbst hab ich mir ein Rib-Eye Steak (english), einen Salat, eine halbe Folienkartoffel und ein halbes Knoblauchbrot gegönnt.
Alles in allem schätze ich das auf ca. 5 - 6 KE.
Eine Stunde nach dem Essen hatte ich 100 mg/dl und 2 Stunden nach dem Essen 95 mg/dl.
Wenn alles meinen Erwartungen entspricht, dann habe ich nachher gegen 19 Uhr wieder meine 80 - 85 mg/dl.
Grüße,
Andreas -
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Gast
Rang: Gastam 08.07.2011 11:53:37
Hallo,
mir geht es auch 3 Tage nach dem Absetzen des Insulins noch sehr gut.
Meine Werte bewegen sich nüchtern unter 90 und nach den Mahlzeiten nicht über 120 mg/dl.
Es waren aber auch noch nie mehr als 8 KE bisher.
Ich erfasse meine Werte seit April via Software und habe daher einen relativ guten Mittelwert anhand der Datendichte.
Ich habe gerade eine Formel gefunden um den HbA1c zu "schätzen".
Sie lautet wie folgt: (BZ[mg/dl] + 100) / 36
Wenn ich dort meinen Mittelwert von 88 mg/dl einsetze erhalte ich ~ 5,2.
Es ist natürlich nur eine Näherungsgleichung, aber kann man mit Abstrichen +/- 0,5 ungefähr das als genau betrachten?
Grüße,
Andreas -
am 08.07.2011 13:27:18
Moin Andreas,
erste Sahne! Kann verstehen, dass Dich der 1c-Ehrgeiz plagt - und wahrscheinlich bist Du sogar nochn Tick besser. Denn alle diese Rechnungen gehen praktisch nur von Nüchternmessungen aus, also immer auch nur vor dem Essen, keine höheren danach.
Weiter so! Jürgen -
am 08.07.2011 19:17:16
hallo,
Andreas schrieb:
Ich habe gerade eine Formel gefunden um den HbA1c zu "schätzen".
Sie lautet wie folgt: (BZ[mg/dl] + 100) / 36
oder anders geschrieben: 0,028xBZ + 2,78.
Es gibt da eine Formel auf diversen Diabetesseiten die lautet: 0,031xBZ + 2,393
Für einen durchschnittlichen BZ von 88 ergeben beide Formeln 5,121 bzw 5,153.
Du hast also das Reserverad neu erfunden. ;-) (War jetzt nicht bös gemeint)
Ich persönlich konnte allerdings bisher keinerlei Zusammenhang zwischen den Näherungsformeln bzw. Tabellen und meinen HbA1c-Werten feststellen.
Mein eigener errechneter Mittelwert lag bisher immer weitaus unter dem der Formeln.
Wenn ich nur die Nüchternwerte nehmen würde dann wäre der Vergleich noch extremer.
Grüsse
--- ich arbeite aber auch weiterhin an der Lösung des Problems ---
Bearbeitet von User am 08.07.2011 19:18:21. Grund: Nicht angegeben -
Andreas
Rang: Gastam 21.09.2011 11:34:17
Hallo zusammen
Ich möchte den Beitrag noch einmal aufgreifen und den aktuellen Stand hier "verewigen".
Seit meiner Diagnosestellung im Frühjahr und Einlieferung ins Krankenhaus mit einem HbA1c von 12,7 ist einige Zeit verstrichen.
Seit Ende Juli nehme ich kein Insulin mehr. Meine Metformin Dosis wurde von 2000mg (1000 Morgens, 1000 Abends) auf 500g pro vollwertiger Mahlzeit gedrosselt.
Ich habe mittlerweile 30 Kilo abgenommen und einen HbA1c von 5,4. Ich würde lügen wenn ich sage, ich übe mich in Verzicht. Es gibt auch weiterhin hier und da Pizza und auch weiterhin regelmäßige Restaurantbesuche, Schokolade.
Nach einem ausgiebigen Mahl sind meine Höchstwerte (1 Stunde nach dem Essen) maximal bei 125.
Auch mein betreuender Arzt ist von diesem Verlauf sehr überrascht.
Auch alle anderen Blutwerte sind deutlich gesunken und nähern sich nahezu in gesundem Bereichen.
Einzig mein Harnstoffwert ist erhöht, was auf den Gewichtsverlust zurückgeführt wird.
Die hier gegebenen Tipps, vor allem der Hinweis, dass man auch als Diabetiker einen normalen BZ - Verlauf anstreben sollte, haben mir sehr weiter geholfen.
Bei aktuellem Verlauf bin ich in absehbarer Zeit auch das Metformin :)
Gruß aus Hamburg -
Gast
Rang: Gastam 13.03.2012 12:07:28
Hallo zusammen
Ich halte diesen Beitrag ein weiteres mal auf dem Laufenden.
Vor wenigen Tage hatte ich meine Routineuntersuchung und habe einen HbA1c von nun 5,5. Gewicht und andere Werte fallen weiter.
Mein Blutdruck ist immernoch nicht "gut", aber schon deutlich verbesert und wird jetzt also nächstes in Angriff genommen.
Ich nehme weiterhin zu jeder Mahlzeit 500mg Metformin, sofern diese mindestens 3 KE hat.
Die Zufuhr von Metformin bleibt in den kommenden 6 Monaten auf glechem Niveau um die Gewichtsabnahme weiter zu unterstützen.
Gruß aus Hamburg -
Gast
Rang: Gastam 13.03.2012 15:06:02
sorry aber deine aussage ist falsch, ohne goldwaage.
die 0,5-0,75 ie/kg sind überhaupt nicht festgelegt sonder eine behauptung weiter nichts.
denn, was eine normale ernährung wirklich ist darüber gehen die meinungen weiter auseinander , weit mehr als deine 0,5-0,75 ie/kg.
da es diabetiker gibt die 10-12be/d als normal ansehen und andere die 20be/d als normal ansehen, wie willst du die mit der og behauptung unter einen hut bringen ? -
Gast
Rang: Gastam 14.03.2012 11:03:35
Hallo,
mal abgesehen von der unschönen Schreibform ist Ihr Beitrag für micht nicht nallvollziehbar. Welche Aussage ist "falsch"?
Im übrigen sind alle Aussagen aus MEINEM persönlichen Verlauf gefasst und beanspruchen keine Allgemeingültigkeit. -
Gast
Rang: Gastam 15.03.2012 15:51:21
#gast45: um genau diese missverständnisse auszuschalten, hat man das zitat erfunden, von dem gast46 offenbar nichts hält (dein gedanke war beim lesen auch meiner!)
#gast46:schrieb:
sorry aber deine aussage ist falsch, ohne goldwaage.
richtig - denn nur klugschei**er wissen, wie's richtig ist! die ausgangs-aussagen
schrieb:
Ein "fertiger" 1er benötigt ca. 0,5-0,75IE/Kg Körpergewicht am Tag
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Aber 0,5-0,75IE/kg Körpergewicht ist eben ein Richtwert, der aufgrund empirischer Beobachtungen festgelegt wurde, bei "normaler Ernährung" und damit meine ich durchschnittliche Ernährung.
sind keinesfalls falsch, sondern über jahrzehnte festgestellt worden (und wir reden hier nur vom 1er) obwohl auch schon vor jahrzehnten die kh-menge different war. und eine normale oder durchschnittliche ernährung ist übrigens auch "definiert" (geschlechtsspez. grundumsatz + tätigkeitsspezifischer zusatz) und ruckzuck passt alles. ausserdem ist eine spanne von 0,25ie/kg schon reichlich (macht bei einem 80kg-mann schon mal 20ie aus). nicht zu vergessen; wer statt 20 be nur 10 be isst, füllt den rest mit fett und eiweiss auf - die sind aber normalerweise auch zu insulinieren.... -
Gast
Rang: Gastam 15.03.2012 15:55:21
ich depp hab' die zahlen vertauscht: also gast45 muss gast46 heissen und umgekehrt! sorry!