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Brauche Bitte dringend Rat
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am 12.08.2011 00:12:32
Hallo@all!
Verzeiht mir,dass ich gleich mit der Tür ins Haus falle,jedoch bin ich bezüglich der Diabetes Thematik ein absoluter Analphabet...dieses Thema ist so immens komplex,ich bekomme es einfach nicht plausibel in meinen Schädel:(
Ich betreue eine ältere Dame (85)die Diabetes mellitus hat Typ 2,sie bekommt sei Jahren Metformin1000 morgends und Abends erneut 1000 Metformin und morgends eine Amryl 1 mg.
die Werte sind bei ihr auch seit ca.2 Jahren nicht gut,der BZ schwankt stark.Der Langzeitwert ist bei 8./9(vor 6 Monaten)
Sie neigte schnell zur Unterzuckerung,ihr wohlfühlwert liegt bei 120-140mgl.wenn ich das so sagen kann als Laie.
wenn sie unter 100 war war wenig mit ihr anzufangen,sie fühlte sich miserabel,bei 70 hatte sie unterzuckerungs Symptome.
Der HA bekam das nicht in Griff sowie Pflegepersonal.
ich betreue sie seit 2 Jahren und seit 6 Monaten alleine(sie war vorher in einer Pflegeeinrichtung und ist dann ausgezogen-anderes Thema...)
Vor 3 Monaten kam sie wegen einer Oberschenkelfraktur ins kH,dort hat man die Tabletten abgesetzt und Insulin gespritzt,2 Wochen,zu Hause wieder Tabletten.Seit dem KH Aufenthalt ist der Bz sehr hoch,sie war da schon auf 300-400.im KH wurde nachgespritzt...zu Hause schwankte er wieder sehr stark rauf unter runter,wobei runter sehr häufig war-Der HA sagte es sei kein Handlungsbedarf...
Also das der BZ einigermaßen Konstant sein muss ist mir schon klar...also haben wir den HA gewechselt...der wollte sich erstmal ein Bild machen und setzte die BE Einheiten runter-sie hatte vorher kein Limit,wir gingen auf 12 BE,das lief ganz gut...
Nun kam sie wegen einer Aortenstenose,KHK und andere Herzprobleme ins KH als Notfall,hier setzte man die Tabletten komplett ab,weil lt.Arzt Metformin bei KHK eine starke Verkalkung begünstigt und nicht genommen werden darf bei Insuffizienz,Leberschäden usw.
Sie bekam stattdessen Simvabeta(Cholesterin Senker)-
Leider hat sie davon so starke Muskelschmerzen bekommen dass sie kaum noch gehen konnte.
abgesetzt...
Es wird nun so einiges ausprobiert mit Vitaminen usw.Aber ohne Diabetes Medikament habe ich kein gutes Gefühl!
Der BZ ist nun immer bei 202-240 auch 280...(Messe morgends nüchtern,2std.nach MZ und nachts einmal)
nüchtern und nach MZ-ich fragte den Arzt ob wenigstens Amaryl genommen werden könne,denn ich hatte es einen Tag doch gegeben und der BZ war bei 120-160(Tagsüber)...er will das Blutbild noch abwarten...nun kann sie immer schlechter sehen und fühlt sich nicht wohl-klar der Bz ist ja auch immer hoch...nun sind auch noch Schmerzen in der Nierengegend aufgetreten die sehr stark waren,er verschrieb vor 3 Tagen Magnesium und sie bekommt Akupunktur,es scheint zu wirken,aber was wenn es doch etwas mit den Nieren ist?Kann das wirklich gut gehen ohne AntiDiabetika?Gibt es alternativen?Pflanzlich??Metformin darf auf keinen Fall mehr eingenommen werden,das ist klar,spritzen geht bei ihr wohl auch nicht(wenn ich mich recht erinnere wurde sie vor 4-5 Jahren mal gespritzt aber wegen dem Übergewicht(165cm,84 KG,vor einer Woche noch 87kg)käme das auch nicht in Frage lt.Arzt...Kompliziert mit den Herzproblemen...
Mir ist die Frau sehr wichtig und ich möchte,dass es ihr gut geht,was gibt es für alternativen?Was kann man noch machen?Wäre nur Amaryl höher dosiert eine Möglichkeit?
Sie geht nun alle 3 Tage zur Akupunktur und kurzem check-dennoch habe das Gefühl der HA macht sich um die BZ Werte kaum Gedanken,aber ich...ich denke auch das hier schnell eine Lösung her muss oder sehe ich das falsch?Sorry bin auf diesem Gebiet so unwissend...bin froh dass ich die KH(BE)ausrechnen kann und weiß Ernährungstechnisch auf was ich achten muss,auch was zu tun ist im Notfall bei über und Unterzuckerung -wie man BZ misst,Vitalwerte allgemein, jedoch bei der Medikation usw.absolut keine Ahnung!:(
hoffe Ihr könnt mir irgendwie "helfen"...
danke für das geduldige Lesen!
liebe Grüße Victoria-Emilia -
am 12.08.2011 08:17:59
hallo Victoria,
mit Hilfe in Sachen Medis wirst du hier leider oder besser gottseidank nicht bekommen. Das müssen die Ärzte entscheiden. Ist ja sicher auch nicht nur der "Zucker" sondern noch ein paar andere Probleme die berücksichtigt werden müssen.
Wie zu lesen ist kennst du dich in Ernährung aus, misst regelmässig und weisst was im Notfall zu tun ist. Das ist ja perfekt.
In dem Alter wird es wohl auf einen Kompromiss aus einigermassen BZ und "Wohlfühlen" hinauslaufen.
Mal sehn was noch für "Tips" kommen.
Grüsse
--- ---
Bearbeitet von User am 12.08.2011 08:18:48. Grund: Nicht angegeben1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 12.08.2011 15:12:49
Moin Victoria,
lass es mich krass zusammen fassen: Deine Aufgabe ist - zugewachsen oder/und angenommen - palliativ. Du hilfst mit, die letzten Jahre, Monate, Wochen so wenig unangenehm wie möglich zu gestalten. Jedes Leben hat sein Ende. Und es ist nun mal normal, dass sich auf unsere letzten Tage die Beschwerden häufen. Und die Mittel, die uns zum Schlucken dagegen mit immer weniger Erfolg verabreicht werden. Ja, z.T. machen die ja noch zusätzlich ganz eigene Beschwerden.
Deswegen ist gut, wenn jemand wie Du da ist und sich kümmert - und vielleicht dafür sorgt, dass die eine oder andere Pille und ihre Beschwerden erspart bleiben.
Zuckermäßig ist das einzige Mittel, das sich mit allen übrigen verträgt, die der alte Mensch eh schon einwerfen muss, das Insulin. Wo Ihr schon schlechte Erfahrungen mit dem passenden Dosieren zu den Mahlzeiten gemacht habt, würde ich Langzeit-Insulin vorschlagen. Wird auch Basal-Insulin genannt. Damit werden zwar die Blutzucker-Spitzen etwa 1 Stunde nach dem Essen nicht besonders vermindert, aber damit kann man mit der passenden Dosierung (viel einfacher als beim Insulin zum Essen!) dafür sorgen, dass der Blutzucker allgemein eher bei 120-140mg/dl liegt als über 200. Und damit hättet Ihr schon viel gewonnen.
Von Mitteln wie Amaryl raten auch viele Ärzte ab, weil es auf etwas gemeine Art das selbe macht, wie das gespritzte Basal-Insulin. Es erhöht den zu niedrigen Insulin-Spiegel, indem es die Insulin produzierenden Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse zusätzlich antreibt. Aber die sind ohnehin schon überlastet, denn sie schaffen ja nicht einmal die ausreichende Ausgabe für den normalen Blutzucker und geben mit der normalen Überlastung schon einen größeren Anteil an Insulin aus, das noch gar nicht ganz fertig ist und mehr schadet als nützt. Und wenn sie dann noch zusätzlich durch das Medikament angetrieben werden, nimmt dieser schädliche Anteil unverhältnismäßig viel zu.
In der allgemeinen Behandlungs-Praxis fängt die großzügigere Bewertung des Blutzuckers und vor allem des Langzeit-Wertes HBA1c schon dann an, wenn die Betroffenen sich nicht mehr zuverlässig selbst versorgen können oder wollen, manchmal schon mit um 60 Jahren und eher. 8-9 gelten da für über 80 Jahre eher als recht normal.
Und vor dem Hintergrund würde ich an Deiner Stelle auch viel seltener den BZ messen, wenn keine Zuckermedikation dazu genommen wird, vielleicht 1mal in der Woche morgens nüchtern. Damit würdest Du eine mögliche große Veränderung immer noch rechtzeitig mitbekommen. Und Du würdest aber der alten Dame insgesamt vermitteln, dass die Baustelle so weit in Ordnung ist. Und das würde ich an Deiner Stelle mit jeder Baustelle machen wollen, die sich nicht (mehr) nennenswert verbessern lässt. Denn kaum etwas kann einen Menschen auf seine letzten Tage mehr beschweren, als die Angst, ein paar Wochen, Monate oder gar Jahre zu verlieren, indem die letzte Gelegenheit dazu mit ihm nicht genutzt wird.
Für meinen letzten Lebensabschnitt stelle ich mir heute gerne vor, dass ich meine Versorgung in dem Maße, in dem ich die selbst nicht mehr leisten kann, vertrauensvoll abtrete und immer mehr Zeit im Kopfkino in solchen Zeiten in meinem Leben verbringen werde, an die ich mich gern erinnere. Und am willkommensten werden mir liebe Menschen sein, die es dann immer mal wieder schaffen, mich aus meiner noch so beschwerlichen und sorgenvollen Realität für ein paar Minuten oder vielleicht sogar für die eine oder andere Stunde zusätzlich in so einen schönen alten Film zu versetzen :-)
Bisdann, Jürgen1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 13.08.2011 13:49:33
Vielen Dank an Euch beiden!
natürlich ist es so,dass man in dem Alter an die Palliativ Situation denkt,wobei Paliativ bei mir erst anfängt,wenn der Prozess unmittelbar eintritt(bin auf diesem Gebiet ausgebildet...)
Wichtig ist den Menschen da abzu holen wo er steht und stehen will und die Dame will noch viel erleben und m.E gibt es kein Alters Limit medizinisch zu handeln...es ist schon erschreckend,wenn im Krankenhaus jemand ab 60 als schon Low Buget Patient angesehen wird,das ist aber ein anderes Thema...
Abgesehen von Spätfolgen der Diabetes,so ist es doch wichtig,dass der Prozess möglichst gut behandelt wird,denn da hängen ja alle mobilen Funktionen des Lebens dran.
und wenn es eine Möglichkeit gibt,die Lebensqualität zu erhalten,ohne dass aufgrund der Einstellung Kopfschmerzen,Unwohlsein usw. die Qualität mindern,so sollte das gemacht werden.
Der Tip mit dem Langzeit Insulin erscheint mir wertvoll,denn das könnte eine Alternative sein,den gesamten Organismus im Wohlfühlbereich zu halten.Gerade aufgrund des Alters denke ich dass Experimente nicht angebracht sind,nach dem Motto na gucken wir mal und wenn es brennt wieder Metformin,das ist quälkram und steigert eher einen Abbau.
und wenn jemand voll orientiert ist und keinerlei Dementielle-Symptome vorhanden sind,muss man es ja nicht darauf ankommen lassen die Gefahr einer vaskulären Demenz-Symptomatik zu riskieren...Fatal ist wirklich,abgesehen von "meinem Fall"das ein "nicht-diabetiker-der auch auf dem medizinischen Sektor arbeitet(Arzt,Krankenschwester/Pfleger usw.)kaum fundiert ausgebildet wird und die Informationen sehr global gehalten werden,denn gerade eine wirklich gute Diabetes Behandlung und Einstellung ist so wichtig,liegt wahrscheinlich darin,dass es so wahnsinnig Komplex ist das Thema!
dieses Forum ist wirklich sehr gut,habe schon andere gesehen und mich nicht registriert,hier kann man viel erfahren und lernen!
Also nocheinmal vielen Dank an Euch beiden für die Antwort,die mir geholfen hat und die Langzeit-Insulin Alternative werde ich mit dem Arzt besprechen!
LG Victoria-Emilia
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am 13.08.2011 15:45:45
hallo Victoria..
die Idee mit dem Langzeit-Insulin in Kombination mit geeigneter Ernährung und weniger messen seh ich auch als bessere Lösung. (das ist jetzt kein med. Rat!)
Kannst ja mal berichten was der Arzt meint.
Dann mal Grüsse an die alte Dame aus dem Internet ;-)
P.S.
Ich hab zusätzlich zum Langzeit-I. speziell zum Essen noch "Novonorm" das wirkt nur kurz, senkt die Spitzen und ich setze das auch nur bei Bedarf ein. Nebenwirkungen so wie bei Metformin kenne ich nicht.
--- 85 minus 33% ---
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 13.08.2011 15:50:37
Moin Victoria,
im Grunde fängt die Diabetologie erst langsam an, den gesunden Blutzucker als mögliches Behandlungs-Ziel zu entdecken. Bis immerhin 1995 hatte die Spannweite des Blutzucker-Verlaufs zwischen täglichen Minima und Maxima überhaupt keine fachlich anerkannte Bedeutung. Und wenn Du einfach mal bedenkst, dass die heute praktizierenden Ärzte weit überwiegend vor dieser Anerkennung ihre Ausbildung und Praxisprägung erfahren haben, ist absolut einsichtig, warum der Punkt im normalen Medizin-Alltag allenfalls eine untergeordnete Rolle spielt.
Das Langzeit-Insulin hat in der Typ2 Behandlung seinen Platz als BOT= Basal unterstützte Orale Therapie. Dabei lässt Du dann praktisch nur das Orale, also die Tabletten, raus. Die normale Basal-Unterstützung leidet meistens nur an einer Injektion pro Tag zu wenig. So wird das normale Langzeit-Insulin 2mal pro Tag gespritzt und macht somit 2mal einen langen Wirkanlauf, einen breiten Wirkbuckel und einen langen Wirkauslauf. Viel gleichmäßiger wird die Wirkung, wenn Du die Tagesdosis auf 3 Gaben verteilst und damit einigermaßen gleichmäßig Wirkbuckel an Wirkbuckel reihst. Ähnlich dann 2 Gaben statt der normal nur einen empfohlenen mit den Langzeit-Analog-Insulinen Lantus oder Levemir.
Daumendrück, Jürgen1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 15.08.2011 20:51:57
Hallo erst mal an alle!
Ich bin Typ 2, 68 und Diabetiker seit 15 Jahren. Habe den Bericht von Jürgen mit großer Freude gelesen, weil er das ausspricht, was ich als altes Mädchen auch denke. Ich habe ähnliche Probleme und weiß, dass ich nicht ewig leben werde. Aber schön will ich es mir noch machen. Ich nehme seit einiger Zeit
Insuman comb, mittags und abends und wenn ich mal ein Stück Kuchen extra esse, dann spritze ich ein wenig Kurzzeitinsulin. Amaryl hat meiner Leber nicht gut getan. Metformin habe ich nach kurzer Zeit wegen der Nebenwirkungen abgesetzt. Mein Arzt hat mir zu Insulin geraten.
Ich habe herausgefunden, dass ich speziell am Abend wenig bis keine KH esse. Das wirkt sich sehr günstig aus. Ich bin noch soweit fit, dass ich mir eine Kleinigkeit zum Essen bruzzeln kann.
Ich nehme dann auch nicht so sehr zu, weil es nur Gemüse, Salat und helles Fleisch oder Fisch gibt. Morgens frühstücke ich sehr Kohlehydratreich, mittags esse ich mit Augenmaß (!) normal.
Ich möchte Jürgen für seine weisen und mitfühlenden Worte danken. Es tut so gut, dass einer die Wahrheit auf diese Weise von sich gibt.
Lebensqualität vor Quantität. Das ist meine Devise!
Wenn es meiner Seele gut geht, ist auch mein Zucker besser!1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 18.08.2011 18:14:15
Hallo:)
Also,meine Dame hat heute vom Doc Lantus verschrieben bekommen-Fertigpen Optiset.
Ich musste ersteinmal Nachfragen wie viele Einheiten sie denn bekommen soll....tja da war dann die Überlegung...
Er meinte mit 12 fängt man an-zur Nacht und dann mal die Tage immer BZ messen...
mein Bauchgefühl schrie einmal kurz laut auf und ich fragte,was wäre,wenn 12 Einheiten zu viel wären...dann würde sie unterzuckern...hmmm also fragte ich,ob es nicht besser wäre ersteinmal mit 8 Einheiten anzufangen und sich langsam zu steigern,wenn nötig...
Wie ich auf die Zahl 8 kam,keine Ahnung...jedenfalls wäre das auch ok...
Die Frage wie sie jetzt essen soll,blieb unbeantwortet...:/
Morgen werde ich das erste mal also zur Nacht Lantus geben...
Da sie ja nun so zwischen 200-240 pendelt ohne AntiDiabetika denke ich es wäre nicht gut so rapide runter zu fahren oder?
Zur Erinnerung,erst ab 100 fühlt sie sich so einigermaßen wohl,alles drunter ist bei ihr nicht gut...
muss ich etwas besonderes beachten?Was ist wenn sie doch unterzuckert?normal behandeln?also Essen od.Traubenzucker ?Wirkt doch auch wenn man Insulin bekommt oder?
Ich betrete ja nun komplett Neuland mit dem Langzeit Insulin...
Ich denke,ich brauche dann nicht mehr unter 8-10BE gehen bei der Essenzubereitung?
Oha,das wird spannend;)
Ganz herzliche Grüße an Euch:)
Victoria-Emilia -
Gast
Rang: Gastam 18.08.2011 19:08:18
hallo Victoria...
ich hab auch mit 8 angefangen (BZ auch so 200-240) und schnell auf 10,12, 14 gesteigert. (jetzt wieder rückläufig)
Musst du 1-3 Tage beoabachten da sich eine Änderung um 2 Einheiten nicht sofort auswirkt. Mit Unterzucker hatte ich bisher keine Probleme da sich die Wirkung ja über fast den ganzen Tag verteilt und bei Änderung von 2 Einheiten nicht gleich ein Erdrutsch zu erwarten ist.
Alternativ zum Optiset gibt es noch den Solostar.
Zum Essen: Meine 12 Einheiten schaffen nach meiner Erfahrung so ca. 1 BE alle 2 Stunden um den BZ gleich zu halten.
Lantus ist auch nicht zum Ausgleich für ein komplettes Essen gedacht. Dafür gibt es zusätzliche Mittel.
Achja, ich spritze wie die Dame auch gegen 23:00. Das heisst du kannst damit rechnen das die Wirkung gegen abend nachlässt.
Grüsse Havier
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am 18.08.2011 19:16:23
Moin Victoria,
gratuliere zur Arzt-Entscheidung :-)
10 IE sind in solchen Situationen die Einstiegsmenge. Lantus soll ja sehr gleichmäßig über 24 Stunden wirken, und wenn Du die 10 Einheiten einmal durch 24 teilst, kommst Du auf weniger als eine halbe Einheit pro Stunde. Selbst super empfindliche Typ1 kommen haben mit ner halben Einheit pro Stunde wenig Chancen, aus normal 200mg/dl auf 100 oder gar darunter zu kommen.
Ok, die 10 oder die 8 Einheiten, mit denen Du nun anfängst, werden keine 24 Stunden messbar wirken, eher kaum messbar gerade allenfalls 8-12 Stunden. Also statt 200 vielleicht 180 oder gar 160. Aber fang erst einmal an. Erwarten würde ich, dass Du in 2 oder 3 Tagen eine günstigere Tendenz sehen kannst und dann in ner Woche oder so für die gleichmäßigere 24-Stunden-Wirkung morgens auch noch einmal 8 IEs dazu gibst.
Zu Eurer Beruhigung wäre vielleicht gut, wenn jeweils in der Stunde nach dem Spritzen eine Betreuung da wäre. Denn nichts ist so beunruhigend wie ein mieses Gefühl wie auch immer begründet, von dem man als hilfloser Betroffener fürchtet, dass es von der neuen Medi käme. Da beruhigt anwesender Beistand ungemein :-)
Daumendrück, Jürgen