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    am 22.09.2011 22:44:11
    hallo zusammen,
    mal ne blöde Frage: Wenn man sich über einen längeren Zeitraum sehr KH-arm (ich denke da an um die 5 BE/Tag) ernährt, gibt es da irgendwelche "negativen" Auswirkungen zB. auf Organe oder Stoffwechsel?

    Grüße Havier

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    am 23.09.2011 08:10:17
    Hallo h4,

    eindeutig nein!!! Sämtliche Organe versorgen sich mit allem was da ist: Glukose, Fettsäuren, Eiweiß - außer dem Gehirn.

    Man begegnet häufig der Behauptung, dass das Gehirn unbedingt Glukose benötigt um zu funktionieren. Das ist nicht richtig, das Gehirn kann auch Ketonkörper zur Versorgung nutzen. Wenn du dazu mehr wissen willst, dann lies dir mal diesen Artikel durch.

    Ein kleines Problem kann es in der Umstellungsphase geben, nachdem das Gehirn über viele Jahre nur mit Glukose versorgt wurde. Um die Ketonkörper nutzen zu können wird ein bestimmtes Enzym benötigt. Der Körper braucht dann eine Weile, bis er das Enzym wieder herstellen kann. Normalerweise ist das in 3 Tagen erlöedigt, in denen du dich ein bisschen mies fühlst. Danach geht es dir dafür aber umso besser, weil das Gehirn nicht mehr unbedingt auf Glukose angewiesen ist - die Heißhungerattacken fallen dadurch zum großen Teil weg.

    LG Rainer
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    am 23.09.2011 18:00:14
    hallo Rainer,
    dann bin ich ja beruhigt ;-)
    Nein im Ernst, ich hab auch keine Probleme ich fragte mich nur wo der "Zucker" irgendwann herkommt.
    Ein interessanter Artikel übrigens.

    Danke und Grüße

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    am 27.11.2011 01:02:46
    hallo zusammen,
    da Ernährung nicht unbedingt mein Spezialgebiet ist hab ich jetzt doch noch eine (längere) Frage zur KH-armen Enährung.

    @jürgen: du schreibst im anderen Thread:
    --------- Zitat
    ketogen wird eine Ernährung erst dann, wenn Ketone statt Glukose als Zelltreibstoff verwendet werden. Das funzt erst deutlich unterhalb der 20-30% KH-Anteil, die LOGI in der Tagesbilanz empfiehlt. Ist nicht ganz einfach, da hin zu kommen und das durch zu halten
    --------- Zitat Ende

    Irgendwie ist mir die Keto-Sache noch nicht ganz klar.
    Wie schon gesagt, ich komme mit weniger als 5 BE (also 60g KH) täglich ohne Probleme aus. Ansonsten eher fettreiche Ernährung.
    Mein BZ ist mittlerweile bei "Normal" angekommen. (ausser Lantus 12 I.E. keine weiteren Medis)
    Seit einem halben Jahr hab ich gut 9kg abgenommen (von 92 auf 83 bei 192cm)

    Ich nehme also an dass seit einiger Zeit hauptsächlich mein Fett zum Energiestoffwechsel verbraucht wird. Und eben auch Ketone, was ja prinzipiell nicht schlecht ist wie ich im Artikel von Rainer gelesen habe.

    Nur wie ist das mit der Ketose ? Sollte ich da nicht doch besser meinen KH-Konsum erhöhen was natürlich eine Erhöhung der Insulinzufuhr mitbringt.

    Irgendwie steh ich grad auf dem Schlauch.

    Grüße
    Havier


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    am 27.11.2011 12:05:31
    Hallo H4,

    jetzt stehe ich auf dem Schlauch, ich verstehe nicht, warum du die KH-Zufuhr erhöhen willst. Hast du etwa Angst vor der ketogenen Ernährung??? Warum denn das???

    Ich vermute, dass du dich genauso wie ich mittlerweile voll an die ketogene Ernährung angepasst hast. Deshalb kann es dir vollkommen egal sein, ob dein Körper Glukose verwendet oder was anderes verbrennt und für das Gehirn Ketonkörper bereitstellt. Das regelt dein Körper von ganz allein. Solange Glukose vorhanden ist wird die verwendet. Wenn die verbraucht ist, dann schaltet der Körper auf ketogene Ernährung um. Ähnlich wie bei den Erdgasbetriebenen Autos, die vollautomatisch auf Benzin umschalten, wenn das Erdgas alle ist. Diese automatische Umschaltung funktioniert bei vielen nicht mehr, weil sie immer so viel Glukose einwerfen, dass sie nicht mehr gebraucht wird. Denen fehlt die Ketolysefähigkeit aus dem weiter oben zitierten Artikel. Du hast die dir wieder erworben und trainierst die laufend. Deshalb brauchst du dir, solange es dir gut geht, überhaupt keine Sorgen darüber zu machen, wie dein Körper die Ernährung des Gehirns und der anderen Organe sicherstellt - er regelt das perfekt von alleine.

    Als Schwelle für die ketogene Ernährung werden übrigens oft 60...80g KH pro Tag angegeben. Die Schwelle liegt vermutlich bei jedem etwas anders. Wenn du dich an dieser Grenze aufhältst, kannst du davon ausgehen, dass du genügend Phasen mit ketogener Ernährung dabei hast und die Ketolysefähigkeit laufend anwendest und trainierst. Mach weiter so, insbesondere für deinen Diabetes läuft das perfekt. Lass dich nicht von fiesem Geschwätz über die Schädlichkeit von ketogener Ernährung abhalten, dich weiter gesund zu ernähren. Wenn man genauer hinter die einzlnen Aussagen schaut, dann fehlt am Ende immer die Evidenz, weil diese Ernährung von vornherein als schädlich angesehen wird und anscheinend niemand etwas anderes beweisen muss.

    Beste Grüße, Rainer
  • Gast

    Rang: Gast
    am 27.11.2011 13:19:54
    hallo Rainer,

    ich war wohl tatsächlich etwas verunsichert in Sachen Ketose.
    Da ich die Jahre davor eher der "Alles oder Nichts"-Esser war, also längere Zeit durchaus auch ohne feste Nahrung auskam ist mein Körper darauf sowieso schon trainiert.

    dann mal Danke für die Antwort.

    Grüße Havier

    --- dann kann ich ja wieder mit dem Essen aufhören ;-) ---