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  • ferrato

    Rang: Gast
    am 17.10.2011 23:14:17
    hjt_Jürgen schrieb:
    @ Peter
    Vergiss den Schmarrn mit der Insulin-Resistenz. Bei gleichem BZ brauchen die resistentesten pro KH 50% mehr Insulin, als die Normalos. Und die meisten von denen, die die 50% mehr brauchen, haben nie auch nur den Anflug eines höheren BZ, denn bei ihnen ist die Menge der Betas einfach mit dem Bedarf mit gewachsen.





    Hallo Jürgen,

    ganz so einfach ist es nun doch nicht. Du schreibst, dass Du für eine Scheibe Brot 10-15 IE schnellwirkendes Insulin brauchst. Du hast zwar leine Angabe gemacht, wieviel das Brot wiegt, aber bei 75 g pro Scheibe (=2,8 BE) hast Du einen BE-Faktor von 3:1 bis 4:1.
    Die gleiche Scheibe Brot decke ich Morgens mit 5IE und Abends mit 3IE ab. (Ich habe kaum noch eigenes Insulin und mein BE Faktor schwankt im Tagesverlauf von 1,5:1 bis 1:1) Du brauchst also etwa die dreifache Menge an Insulin.
    Einen Wert von 300 würde ich mit 6IE Korrekturbolus auf 120 herunterbringen. Aber dies ist eben individuell unterschiedlich und darum ist eine entsprechende Einstellung und Schulung so wichtig.

    @ Drako
    Das schöne an der ICT ist, dass man eben auch ab und zu mal sündigen kann...
    Sollte halt nur nicht zu oft sein wegen der lästtigen Pfunde

    Ich wünsche Euch eine gute Nacht
    Peter
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    am 18.10.2011 08:14:16
    Moin Peter,

    der eine braucht mehr, der andere weniger. Nur, wenn das mit der IR wirklich so gravierend zutreffen würde, müssten alle 2er Stoffwechsel bei nahe normalem BZ auf ketogen umschalten, weil ihre Zellen ja nicht mehr genug Glukose bekämen.
    Tatsächlich findet das Umschalten bei Typ2 meistens bei deutlich ausgeprägterem KH-Verzicht als bei Typ1 statt. Denn Typ2 gestört sorgt die Leber auch ohne regelmäßig großzügigen KH-Input für üppigen Glukose-Umsatz)*, übrigens vor allem auch nach dem Input von KHs. Für diese Glukose muss ich natürlich auch spritzen, und die kann ich dann natürlich - zwar irgendwie apfelbirnig, aber - zur Resistenz rechnen.

    Du hast recht, auch ich würde zunächst einmal von 300 auf 100 runter spritzen und erst dann wieder KHs=Glukose essen. Aber die Möglichkeit hat Drako zur Zeit nicht. Deswegen hab ich drauf hin gewiesen, dass ich dauerhaft in Drakos Höhe für den selben Ausgleich sehr viel mehr Insulin brauchen würde. Woraus sich automatisch ergibt, dass die notwendigen Einheiten mit dem beständigen (nicht kurzzeitigen!) Absenken sehr viel weniger werden können.

    Bisdann, Jürgen

    )* Gesund sorgt die Leber mit tatkräftiger Nierenunterstützung bei standardmäßig etwa 50% KH-Anteil am täglichen Essen für etwa 50% des alltäglichen Glukose-Umsatzes. Typ2-gestört kann sie diese Menge locker um den Faktor 3 und mehr vervielfachen. Und diese zusätzliche Glukose wird praktisch automatisch zur Resistenz gerechnet.
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    Mitglied seit: 17.10.2011
    am 18.10.2011 09:26:37
    So meine Lieben, die Nacht ist rum. Mein Hunger wurde derartig stark, das ich aufgewacht bin weil mir schlecht war. Ich habe gesündigt in dem ich eine Tortillascheibe warm machte und mit einer Tomate mit Salz und Pfeffer und einem Basilikumblatt aß. Ich war zwar nicht satt, aber es reichte. Hat natürlich 2 Stunden gedauert bis ich wieder einschlief. Heute morgen habe ich einen BZ von 297 und frühstücke gerade. Insulin habe ich gespritzt.

    Nachher werde ich mich weiter durchs Forum und so weiter wühlen. Ich hätte erwartet, daß mein BZ heute morgen höher ist weil 7 Stunden vergangen sind seit meiner Sünde. Dank dem Metformin habe ich ohnehin wieder gestern Nacht noch alles verloren was im Darm war. Daran ändert auch das Einschleichen des Zeugs net. Ich hab von Anfang an darauf so reagiert. Um dem entgegen zu wirken soll ich Immodium und Labra.. nehmen. Doch so langsam macht mir das Sorgen. Ich soll das eine nehmen, bekämpfe die Nebenwirkungen mit anderen Medis, in deren Folge ich dann wieder andere Medis brauche. Wobei ich Insulin nicht als Medi betrachte, auch wenn es das letzten Endes ist. Ich versuche nur ganz einfach mit der Sache "anzufreunden". Denn wenn ich das bis an mein Lebensende brauche, dann darf und will ich es nicht als Feind sehen sondern wie ein Handy als Begleiter.

    Ich warte gespannt auf eure weitere Aufklärung. Wobei ich hoffe, daß sich irgend wann mein Gehirn wieder einschaltet und ich kapiere was ich eigentlich bereits wissen müßte.
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 18.10.2011 12:15:18
    Guten Morgen,

    Als ich mit der Insulintherapie begann habe ich mit Absprache mit meinem Arzt alle Diabetes Medikamente abgesetzt. Meinen HBa1C Wert konnte ich innerhalb 3 Monate von 10,5 auf 6,4 senken, mittlerweile pendelt er zwischen 5,8 und 6,2. Ich will damit sagen, dass Du die Medikamente gar nicht mehr brauchst, wenn Du erst einmal die Insulintherapie begonnen hast. Das würde Dir wohl noch mehr bringen als mir damals, denn ich hatte zumindest keine Nebenwirkungen, wie Du sie beschreibst.

    Viele Grüße
    Peter
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    am 18.10.2011 12:32:59
    kann Peter nur voll und ganz zustimmen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 18.10.2011 18:35:23
    schrieb:
    Denn wenn ich das bis an mein Lebensende brauche, dann darf und will ich es nicht als Feind sehen sondern wie ein Handy als Begleiter.


    Na, das ist doch mal 'ne "pfiffige" Einstellung! Und vor allem - auch mit einem Handy (selbst wenn du es vllt. mal austauschen musst oder den Vertrag [sprich Arzt] mal wechselst) kann man bei "guter" Handhabung "gesund" alt werden... :O)
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 18.10.2011 18:48:52
    Hallo Drako,

    ich hab gerade gelesen, dass Du das Lantus morgens spritzen sollst. (Hab ich beim ersten Lesen offenbar übersehen...)
    Das erscheint mir aber nicht gut, denn Lantus ist ein Langzeitinsulin, das theoretisch 24 Stunden wirkt. Dies bedeutet, dass genau am frühen Morgen (so 4-5 Uhr) wenn die Leber vermehrt Glucose ausschüttet, die Wirkdauer beendet ist.
    Normalerweise spritzt man Lantus vor dem Schlafengehen, so um 22-23 Uhr, damit morgens die höchste Wirkung vorhanden ist.

    Viele Grüße
    Peter
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 17.10.2011
    am 18.10.2011 20:51:06
    OK, also ich mach jetzt mein eigenes Dingen bis ich einen vernünftigen Diabetesarzt habe. Ich habe mir eine Tabelle angelegt mit Datum, Uhrzeit, BZ-Wert, Nahrungsaufnahme und -menge/zusammensetzung (grob). Hab fast den ganzen Tag geschlafen. Und das wo ich ein Morgenmensch bin. Oh mann ...
  • Gast

    Rang: Gast
    am 18.10.2011 23:24:09
    hallo Drako.
    Lantus gegen 23:00 wie der Gast vor mir schon schrieb halte ich auch für besser. Rechne mal mit 20-22h Wirkdauer.
    Wieviel Einheiten spritzt du denn ?
    Tabelle führen ist erstmal sehr gut. Beobachte den BZ-Verlauf über längere Zeiträume (Tage/Wochen) ob der dann steigt oder fällt. Geduld ist also angesagt.

    Grüsse Havier



  • Gast

    Rang: Gast
    am 19.10.2011 07:24:50
    hallo Drako,
    10 Einheiten. Hab´s gelesen ;-)
    Falls sich nichts ändert würd ich den Arzt fragen ob du nicht auf 12/14 hochgehst.

    Havier