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Fragen eines Frischlings

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 3
    Beiträge: 0
    Mitglied seit: 05.11.2011
    am 05.11.2011 17:13:43
    Hallo,
    bin ganz neu hier und frisch Diabetes Typ 2 diagnostiziert :)

    Am Dienstag hat meine Hausärztin die Diagnose gestellt , jetzt da ich aber die Symptome kenne, gehe ich davon aus, dass ich schon seit mindestens einem Jahr Diabetes habe.
    Meine Hausärztin ist leider nicht die beste, was Patientenumgang betrifft, so dass ich mit mehr Fragen als Antworten aus der Praxis gegangen bin. Manches mußte man sich ja auch erst durch den Kopf gehen lassen.
    Rausgegangen bin ich aus der Praxis außerdem mit einem Blutzuckermeßgerät, einem Rezept für Teststreifen, einem Rezept für Metformin 1000, einer Überweisung zur Diabetologin, einer Broschüre über Diabetes und einem Ernährungsratgeber Stand 1998.

    Sie hat mich in ein DMP eingetragen, ohne mir zu erklären, was das eigentlich ist und das Faltblatt dazu, gibt mir auch keine wirkliche Antwort, ebenso wenig die Webseite der Krankenkasse.
    Also erste Frage: Was bringt das DMP? Habe ich dadurch irgendwelche zusätzlichen Rechte oder Pflichten?

    Am 18.11. habe ich einen Termin für eine Diabetikerschulung. Soweit ich weiß, gibt es noch 3 weitere Termine im Anschluß.
    Wenn ich die Dame am Telefon richtig verstanden habe, geht diese Schulung einher mit Blutuntersuchung und Vorstellung bei der Diabetologin.
    Was erwartet einen in der Diabetikerschulung und muß man diese regelmäßig besuchen oder ist das eine Einmalangelegenheit?

    Worauf muß ich bei der Diabetologin achten, d.h. gibt es bestimmte Untersuchungen, die gemacht werden MÜSSEN oder Informationen, die sie mir geben muß?
    Wie oft muß ich mein Blut jetzt untersuchen lassen, bzw. was ist sinnvoll?

    Und last but not least, wer bezahlt die Teststreifen? Ich hab ja erstmal 50 bekommen und sollte diese Woche 4 Mal am Tag messen. Die Informationen über weitere Streifen sind aber unterschiedlich. Einmal heißt es mir stehen 50 St.im Quartal zu, dann wieder, dass es auf den Arzt ankommt, ob er ein Rezept austellt.

    Das ist erstmal genug für den Anfang, denke ich :D
    Ich werde mich jetzt mal weiter mit meinem Ernährungsplan beschäftigen und abwarten und Tee trinken :)
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 05.11.2011 18:31:31
    Hallo Petrusch,

    also erst einmal muss ich eine Lanze für Deine Hausärztin brechen. Es ist keineswegs selbstverständlich, dass man von dort gleich mit einer Überweisung zu einer Diabetologin nach Hause geht. Mir sind einige Fälle bekannt, bei denen die Hausärzte lange rumgezickt haben, bevor sie die Überweisung ausstellen. Man könnte ja einen Patienten verlieren. Und dass Du vom Hausarzt ein BZ Messgerät bekommen hast, ist ebenfalls nicht unbedingt üblich.

    Welche Vorteile Dir das DMP bringt, kann ich nicht so genau sagen, das soll ja von Kasse zu Kasse unterschiedlich sein. Bei mir entfällt die Praxisgebühr und ich kann jederzeit, falls ich Bedarf sehe, wieder an einer Schulung teilnehmen. Da erkundigst Du Dich am besten mal bei Deiner Krankenasse.

    In der Schulung wird Dir der Umgang mit Diabetes beigebracht. Das ist deshalb so wichtig, da Du jetzt einen Begleiter für den Rest Deines Lebens hast, den Du nicht wieder los wirst. Aber Du kannst ihn gut im Griff halten, das unterscheidet Diabetes von manch anderen Krankheiten, denen man meist machtlos gegenübersteht. Deine Fragen kannst Du dort natürlich auch loswerden und bekommst sie hoffentlich auch kompetent beantwortet. :-)

    Dich erwartet ab jetzt mindestens eine Untersuchumg im Quartal. Dort wird Dein Langzeitwert (HBA1C) bestimmt incl weiterer Untersuchungen z.B. der Füsse. Die Ergebnisse werden im Diabetes Pass dokumentiert. Damit können Veränderungen im Hinblick auf Folgeerkrankungen erkannt werden. Aber das wird bald zur Routine.

    Ob und wieviele Teststreifen Du später verschrieben bekommst, hängt von der Therapie ab, die Du später machst. (Tabletten und/oder Insulin)

    Abschließend noch einen Rat: Sieh die Schulung nicht als lästige Pflicht, sondern als Chance, soviel wie möglich über Deinen Diabetes zu lernen. Umso einfacher kannst Du danach damit umgehen.

    Dazu wünsche ich Dir viel Erfolg.

    Freundliche Grüße
    Peter

  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 367
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 05.11.2011 18:38:29
    hallo petrusch, willkommen im Club ;-)
    Erstmal viele Fragen und dann abwarten und Tee trinken ? Ich finde du hast schonmal die richtige Einstellung zu deinem DM und machst dich nicht verrückt.
    Das ist die wichtigste Vorrausetzung für eine erfolgreiche Behandlung.

    Schulung hin Schulung her, da gehen die Meinungen auseinander. Ich denke am Besten nimmt man irgendwann wenn man sich genügend informiert hat die ganze Sache selbst in die Hand. (ohne den Arzt bei Problem zu vergessen)

    Dann trink erstmal in Ruhe deinen Tee aus. Antworten kommen sicher noch ne Menge.

    Grüße
    Havier
  • Gast

    Rang: Gast
    am 05.11.2011 20:04:43
    schrieb:
    Schulung hin Schulung her, da gehen die Meinungen auseinander. Ich denke am Besten nimmt man irgendwann wenn man sich genügend informiert hat die ganze Sache selbst in die Hand.


    Über den Sinn und Zweck einer Schulung gehen die Meinungen überhaupt nicht auseinander - aber über die Qualität der Schulungen schon! Sicher haben wir inzwischen durchs i-net eine Fülle an Informationen parat, aber wer will ohne Wissen oder Kenntnisse entscheiden, was davon sinnvoll ist? Bis zur Einführung des i-nets (was ja solange noch gar nicht her ist - wobei "solange" sicher auch altersabhängig ist) wurde alle Diabetiker nur durch Schulungen schlau gemacht. Und verkehrt war das sicherlich nicht - man konnte sofort Frage stellen und es wurde gleich beantwortet (jetzt muss man auf Antworten im Netz unter Umständen warten) und sie waren auf einen persönlich abgestimmt! (zumindest war das bei mir/uns so und das ist es auch, was ich von einer guten Schulung erwarte). Die Frage ist, was ist "genügend informiert"? Das man seinen DM selbst in die Hand nimmt (was gute Diabetologen sogar erwarten/fordern) dürfte selbstverständlich sein. Über die Informationsflut bezgl. DM im Internet mag ich ehrlich nicht diskutieren, denn wie überall gibt es auch da Scharlatane und Deppen ("...ich würde auf jeden Fall Zimt empfehlen!"). Aber wie immer - es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen (ausser vllt. ein "unkundiger" Meister im Flugzeugbau beim Testflug!) - learning by doing, testing und comparing. Auch von mir ein Lob an die "nicht beste" Hausärztin, die ihre "Inkompetenz" bezgl. DM zugegeben hat und vor allem reagiert hat (ÜW, BZ-Messer, Teststreifen, Tabletten, Schulung) ohne jetzt noch in die Glaskugel zu schauen...
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 367
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 05.11.2011 22:31:31
    hallo Gast#4,
    Um die Fragen von petrusch hier nicht gleich wieder abzuwürgen nur kurz.
    Ich geb zu ich hab mich da ziemlich oberflächlich ausgedrückt. Ich meinte keinesfalls dass es nur reicht sich genügend zu informieren um anschliessend alleine an sich herumzudoktern.

    Havier

    Falls es noch Diskussionsbedarf gibt können wir ja einen neuen Thread aufmachen.


  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 05.11.2011
    am 05.11.2011 23:14:37
    Hallo zusammen,
    also ich kann die Erfahrungen mitteilen, als ich noch in Stuttgart war. Mein Internist war zugleich Diabetologe und war immer bemüht, dass meine BZ-Werte - gesehen auf den Langzeitzucker - sich nicht nach oben bewegten. Ebenfalls war meine Bekannte bei einem Diabetologen und dieser hatte immer dafür gesorgt, dass der BZ-Wert sehr nieder gehalten wird. Das hiess aber für meine Bekannte: Gewicht abbauen, Ernährung umstellen und viel Bewegung.

    Jetzt zu den Messstreifen, so sagte mein Doc: Seit 01.10.2011 dürfen die Hausärzte an Patienten, welche "nur" Tabletten nehmen, keine Messtreifen mehr verschreiben, höchstens 50 Stk. pro Quartal, wenn z.B. ein neues Medikament verabreicht wird oder wenn der Pat. Antibiotikas nehmen muss, so wurde es mir erklärt. Das ist leider ein weiteres Manko, m.E., was da die Kassen wieder beschlossen haben. Mein Doc meinte dann, ich solle mir in der Apotheke die Harn-Messstreifen holen, die wären nicht so teuer. Damit kann ich aber nur meine Nieren test und nicht mein Blut.

    Vielleicht habt Ihr auch noch mehr Erfahrungen.

    LG stimmchen
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 12
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 05.11.2011
    am 05.11.2011 23:16:09
    -2-

    achja und gehe zu den Schulungen -- Sie brachten mir schon viele Erfahrungswerte und halte die Termine auch ein. Es ist meistens eine Gruppe und auch dort kannst Du Fragen stellen und die Ernährungsberaterin bzw. die Gruppe hilft Dir dabei.

    LG
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.11.2011 08:25:23
    richtig für tabletter gibts keine streifen mehr nur ist das nicht eine entscheidung der kk sondern ist vom gba beschlossen und vom minister abgesegnet, geht zurück auf herrn sawicki vom iqwig.
    alternative ist nicht urintest, sondern opt streifen vom INSULINER s. dort.
    oder preiswerte streifen für ca 15-18€ für no name geräte. zz am günstigsten diachek 50st ca 11€
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.11.2011 19:45:15
    mir stellt sich echt immer die frage, was man eigentlich "misst", wenn man die tabletten genommen hat?? ob man noch eine nehmen sollte oder was?? kontrollsucht ist eine krankheit! bestenfalls kann man mal ein tagesprofil mit mehreren messungen 1x pro monat machen und gut ist's (und arm wird man davon auch nicht). und kommt jetzt nicht mit eventl. durch tabletten mögliche hypos - überlegt mal selbst, wie gross die wahrscheinlichkeit ist, dass... (und selbst da hilft das messen nix!)
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.11.2011 22:41:24
    da schrieb doch einer ....
    < genau das ist das "problem" - wenn es einem hilft und dem anderen nicht .....>

    Havier

    --- wie großß ist eigentlich die Wahrscheinlichkeit dass .... ? ---