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Fragen eines Frischlings

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 3
    Beiträge: 0
    Mitglied seit: 05.11.2011
    am 05.11.2011 17:13:43
    Hallo,
    bin ganz neu hier und frisch Diabetes Typ 2 diagnostiziert :)

    Am Dienstag hat meine Hausärztin die Diagnose gestellt , jetzt da ich aber die Symptome kenne, gehe ich davon aus, dass ich schon seit mindestens einem Jahr Diabetes habe.
    Meine Hausärztin ist leider nicht die beste, was Patientenumgang betrifft, so dass ich mit mehr Fragen als Antworten aus der Praxis gegangen bin. Manches mußte man sich ja auch erst durch den Kopf gehen lassen.
    Rausgegangen bin ich aus der Praxis außerdem mit einem Blutzuckermeßgerät, einem Rezept für Teststreifen, einem Rezept für Metformin 1000, einer Überweisung zur Diabetologin, einer Broschüre über Diabetes und einem Ernährungsratgeber Stand 1998.

    Sie hat mich in ein DMP eingetragen, ohne mir zu erklären, was das eigentlich ist und das Faltblatt dazu, gibt mir auch keine wirkliche Antwort, ebenso wenig die Webseite der Krankenkasse.
    Also erste Frage: Was bringt das DMP? Habe ich dadurch irgendwelche zusätzlichen Rechte oder Pflichten?

    Am 18.11. habe ich einen Termin für eine Diabetikerschulung. Soweit ich weiß, gibt es noch 3 weitere Termine im Anschluß.
    Wenn ich die Dame am Telefon richtig verstanden habe, geht diese Schulung einher mit Blutuntersuchung und Vorstellung bei der Diabetologin.
    Was erwartet einen in der Diabetikerschulung und muß man diese regelmäßig besuchen oder ist das eine Einmalangelegenheit?

    Worauf muß ich bei der Diabetologin achten, d.h. gibt es bestimmte Untersuchungen, die gemacht werden MÜSSEN oder Informationen, die sie mir geben muß?
    Wie oft muß ich mein Blut jetzt untersuchen lassen, bzw. was ist sinnvoll?

    Und last but not least, wer bezahlt die Teststreifen? Ich hab ja erstmal 50 bekommen und sollte diese Woche 4 Mal am Tag messen. Die Informationen über weitere Streifen sind aber unterschiedlich. Einmal heißt es mir stehen 50 St.im Quartal zu, dann wieder, dass es auf den Arzt ankommt, ob er ein Rezept austellt.

    Das ist erstmal genug für den Anfang, denke ich :D
    Ich werde mich jetzt mal weiter mit meinem Ernährungsplan beschäftigen und abwarten und Tee trinken :)
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 05.11.2011 18:31:31
    Hallo Petrusch,

    also erst einmal muss ich eine Lanze für Deine Hausärztin brechen. Es ist keineswegs selbstverständlich, dass man von dort gleich mit einer Überweisung zu einer Diabetologin nach Hause geht. Mir sind einige Fälle bekannt, bei denen die Hausärzte lange rumgezickt haben, bevor sie die Überweisung ausstellen. Man könnte ja einen Patienten verlieren. Und dass Du vom Hausarzt ein BZ Messgerät bekommen hast, ist ebenfalls nicht unbedingt üblich.

    Welche Vorteile Dir das DMP bringt, kann ich nicht so genau sagen, das soll ja von Kasse zu Kasse unterschiedlich sein. Bei mir entfällt die Praxisgebühr und ich kann jederzeit, falls ich Bedarf sehe, wieder an einer Schulung teilnehmen. Da erkundigst Du Dich am besten mal bei Deiner Krankenasse.

    In der Schulung wird Dir der Umgang mit Diabetes beigebracht. Das ist deshalb so wichtig, da Du jetzt einen Begleiter für den Rest Deines Lebens hast, den Du nicht wieder los wirst. Aber Du kannst ihn gut im Griff halten, das unterscheidet Diabetes von manch anderen Krankheiten, denen man meist machtlos gegenübersteht. Deine Fragen kannst Du dort natürlich auch loswerden und bekommst sie hoffentlich auch kompetent beantwortet. :-)

    Dich erwartet ab jetzt mindestens eine Untersuchumg im Quartal. Dort wird Dein Langzeitwert (HBA1C) bestimmt incl weiterer Untersuchungen z.B. der Füsse. Die Ergebnisse werden im Diabetes Pass dokumentiert. Damit können Veränderungen im Hinblick auf Folgeerkrankungen erkannt werden. Aber das wird bald zur Routine.

    Ob und wieviele Teststreifen Du später verschrieben bekommst, hängt von der Therapie ab, die Du später machst. (Tabletten und/oder Insulin)

    Abschließend noch einen Rat: Sieh die Schulung nicht als lästige Pflicht, sondern als Chance, soviel wie möglich über Deinen Diabetes zu lernen. Umso einfacher kannst Du danach damit umgehen.

    Dazu wünsche ich Dir viel Erfolg.

    Freundliche Grüße
    Peter

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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 05.11.2011 18:38:29
    hallo petrusch, willkommen im Club ;-)
    Erstmal viele Fragen und dann abwarten und Tee trinken ? Ich finde du hast schonmal die richtige Einstellung zu deinem DM und machst dich nicht verrückt.
    Das ist die wichtigste Vorrausetzung für eine erfolgreiche Behandlung.

    Schulung hin Schulung her, da gehen die Meinungen auseinander. Ich denke am Besten nimmt man irgendwann wenn man sich genügend informiert hat die ganze Sache selbst in die Hand. (ohne den Arzt bei Problem zu vergessen)

    Dann trink erstmal in Ruhe deinen Tee aus. Antworten kommen sicher noch ne Menge.

    Grüße
    Havier
  • Gast

    Rang: Gast
    am 05.11.2011 20:04:43
    schrieb:
    Schulung hin Schulung her, da gehen die Meinungen auseinander. Ich denke am Besten nimmt man irgendwann wenn man sich genügend informiert hat die ganze Sache selbst in die Hand.


    Über den Sinn und Zweck einer Schulung gehen die Meinungen überhaupt nicht auseinander - aber über die Qualität der Schulungen schon! Sicher haben wir inzwischen durchs i-net eine Fülle an Informationen parat, aber wer will ohne Wissen oder Kenntnisse entscheiden, was davon sinnvoll ist? Bis zur Einführung des i-nets (was ja solange noch gar nicht her ist - wobei "solange" sicher auch altersabhängig ist) wurde alle Diabetiker nur durch Schulungen schlau gemacht. Und verkehrt war das sicherlich nicht - man konnte sofort Frage stellen und es wurde gleich beantwortet (jetzt muss man auf Antworten im Netz unter Umständen warten) und sie waren auf einen persönlich abgestimmt! (zumindest war das bei mir/uns so und das ist es auch, was ich von einer guten Schulung erwarte). Die Frage ist, was ist "genügend informiert"? Das man seinen DM selbst in die Hand nimmt (was gute Diabetologen sogar erwarten/fordern) dürfte selbstverständlich sein. Über die Informationsflut bezgl. DM im Internet mag ich ehrlich nicht diskutieren, denn wie überall gibt es auch da Scharlatane und Deppen ("...ich würde auf jeden Fall Zimt empfehlen!"). Aber wie immer - es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen (ausser vllt. ein "unkundiger" Meister im Flugzeugbau beim Testflug!) - learning by doing, testing und comparing. Auch von mir ein Lob an die "nicht beste" Hausärztin, die ihre "Inkompetenz" bezgl. DM zugegeben hat und vor allem reagiert hat (ÜW, BZ-Messer, Teststreifen, Tabletten, Schulung) ohne jetzt noch in die Glaskugel zu schauen...
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 05.11.2011 22:31:31
    hallo Gast#4,
    Um die Fragen von petrusch hier nicht gleich wieder abzuwürgen nur kurz.
    Ich geb zu ich hab mich da ziemlich oberflächlich ausgedrückt. Ich meinte keinesfalls dass es nur reicht sich genügend zu informieren um anschliessend alleine an sich herumzudoktern.

    Havier

    Falls es noch Diskussionsbedarf gibt können wir ja einen neuen Thread aufmachen.


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    Mitglied seit: 05.11.2011
    am 05.11.2011 23:14:37
    Hallo zusammen,
    also ich kann die Erfahrungen mitteilen, als ich noch in Stuttgart war. Mein Internist war zugleich Diabetologe und war immer bemüht, dass meine BZ-Werte - gesehen auf den Langzeitzucker - sich nicht nach oben bewegten. Ebenfalls war meine Bekannte bei einem Diabetologen und dieser hatte immer dafür gesorgt, dass der BZ-Wert sehr nieder gehalten wird. Das hiess aber für meine Bekannte: Gewicht abbauen, Ernährung umstellen und viel Bewegung.

    Jetzt zu den Messstreifen, so sagte mein Doc: Seit 01.10.2011 dürfen die Hausärzte an Patienten, welche "nur" Tabletten nehmen, keine Messtreifen mehr verschreiben, höchstens 50 Stk. pro Quartal, wenn z.B. ein neues Medikament verabreicht wird oder wenn der Pat. Antibiotikas nehmen muss, so wurde es mir erklärt. Das ist leider ein weiteres Manko, m.E., was da die Kassen wieder beschlossen haben. Mein Doc meinte dann, ich solle mir in der Apotheke die Harn-Messstreifen holen, die wären nicht so teuer. Damit kann ich aber nur meine Nieren test und nicht mein Blut.

    Vielleicht habt Ihr auch noch mehr Erfahrungen.

    LG stimmchen
  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 05.11.2011
    am 05.11.2011 23:16:09
    -2-

    achja und gehe zu den Schulungen -- Sie brachten mir schon viele Erfahrungswerte und halte die Termine auch ein. Es ist meistens eine Gruppe und auch dort kannst Du Fragen stellen und die Ernährungsberaterin bzw. die Gruppe hilft Dir dabei.

    LG
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.11.2011 08:25:23
    richtig für tabletter gibts keine streifen mehr nur ist das nicht eine entscheidung der kk sondern ist vom gba beschlossen und vom minister abgesegnet, geht zurück auf herrn sawicki vom iqwig.
    alternative ist nicht urintest, sondern opt streifen vom INSULINER s. dort.
    oder preiswerte streifen für ca 15-18€ für no name geräte. zz am günstigsten diachek 50st ca 11€
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.11.2011 19:45:15
    mir stellt sich echt immer die frage, was man eigentlich "misst", wenn man die tabletten genommen hat?? ob man noch eine nehmen sollte oder was?? kontrollsucht ist eine krankheit! bestenfalls kann man mal ein tagesprofil mit mehreren messungen 1x pro monat machen und gut ist's (und arm wird man davon auch nicht). und kommt jetzt nicht mit eventl. durch tabletten mögliche hypos - überlegt mal selbst, wie gross die wahrscheinlichkeit ist, dass... (und selbst da hilft das messen nix!)
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.11.2011 22:41:24
    da schrieb doch einer ....
    < genau das ist das "problem" - wenn es einem hilft und dem anderen nicht .....>

    Havier

    --- wie großß ist eigentlich die Wahrscheinlichkeit dass .... ? ---
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 06.11.2011
    am 07.11.2011 00:27:22
    Hallo petrusch,

    erst mal herzlichen Glückwunsch zu Deiner Hausärztin. Sie mag menschlich schwierig sein, aber sie hat genau das Richtige getan!

    Eine Schulung ist das Beste, was Dir passieren kann! Du lernst dabei, was Diabetes ist, wie bestimmte Teile des Stoffwechsels zusammenarbeiten, wie Du Deinen Blutzucker beeinflussen kannst und was der Diabetes für Folgen haben kann. Natürlich gehören auch Ernährungsgrundlagen dazu und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Auf dieser Basis kannst Du dann aufbauen.

    Das nächste ist, daß Du überprüfen lassen solltest, ob der Diabetes schon Folgen gehabt hat. Er wurde zwar ganz frisch diagnostiziert, aber Du vermutest ja schon selbst, daß Du bereits seit mindestens einem Jahr Diabetiker bist. Allgemein wird geschätzt, daß ein Typ-2-Diabetes bei der Diagnose seit etwa 5 Jahren besteht. Deshalb solltest Du Deine Augen (genauer den Augenhintergrund), die Nieren und die Durchblutung der Füße überprüfen lassen. Ersteres macht der Augenarzt; er tropft die Pupillen weit und sieht sich dann mit einer Lampe den Augenhintergrund an. Die anderen beiden Untersuchungen erfolgen bei der Diabetologin. Die Nieren werden mit Hilfe eines Teststreifens auf erhöhte Eiweißausscheidung untersucht. Dazu muß man i.d.R. an drei Tagen Urinproben sammeln, die dann in der Praxis getestet werden. Die Durchblutung wird über das Messen der Fußpulse überprüft. Üblicherweise werden dabei gleich auch noch die Nerven geprüft. Dazu wird eine schwingende Stimmgabel an die Knöchel gehalten und gewartet, bis Du die Schwingungen nicht mehr spürst. Dann wird die Empfindlichkeit der Fußsohlen geprüft: entweder mit der Unterscheidung zwischen warm und kalt oder der zwischen spitz und stumpf. All diese Untersuchungen sollten bei oder kurz nach der Diagnose gemacht und dann im jährlichen Abstand wiederholt werden. Das ist deshalb wichtig, weil man diese Folgeschäden erst dann spürt, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Dann kann man nur noch das weitere Fortschreiten verlangsamen, während bei rechtzeitiger Diagnose und entsprechender Therapieanpassung eine Verbesserung oder sogar ein Verschwinden möglich ist. Davon unabhängig wird einmal im Quartal der HbA1c gemessen, der sogenannte Langzeitblutzucker. Er gibt Auskunft über die durchschnittliche Blutzuckerhöhe in den letzten acht bis zwölf Wochen. Je höher der HbA1c ist, desto höher ist das Risiko für Folgeschäden.

    DMP ist die Abkürzung für Disease Management Program - zu Deutsch KrankheitsBehandlungsProgramm. Dabei sollen bestimmte chronische Erkrankungen nach entsprechenden Leitlinien behandelt werden. Diese Programme gibt es für Diabetes Typ 2 und ein weiteres für Typ 1, für Brustkrebs, koronare Herzkrankheit und die obstruktive Lungenkrankheit. Alle gesetzlichen Krankenkassen müssen solche Programme anbieten, und sie heißen bei jeder anders. Die Teilnahme ist FREIWILLIG! Deshalb darfst Du nicht schlechter behandelt werden, wenn Du nicht teilnehmen willst.
    Vorteil Deiner Teilnahme: Dein Arzt bekommt für Deine Behandlung mehr Geld. Manche Krankenkassen bieten auch noch ein paar Kleinigkeiten für die Patienten (z.B. Erlaß von 40€ Praxisgebühr pro Jahr).
    Nachteil: Deine Diabetes-Daten werden jedes Quartal erfaßt und ausgewertet. Dabei erfährt beispielsweise Deine Krankenkasse, ob Du bei Deinem DMP-Arzt warst - zu dem Du bei Teilnahme am DMP jedes Quartal gehen mußt. Für Typ-2-Diabetiker ist das der Hausarzt, für Typ-1er Der Diabetologe. Solltest Du diesen Besuch versäumt haben, so wird Dich Deine Krankenkasse darauf hinweisen.
    Und jetzt die Krux: Du darfst nicht schlechter behandelt werden, wenn Du nicht teilnimmst! D.h., auch OHNE Teilnahme mußt Du notwendige Schulungen bekommen und die oben angesprochenen Vorsorgeuntersuchungen! Die Behandlung nach den Leitlinien sollte auch ohne Teilnahme stattfinden, weil Du ja nicht benachteiligt werden darfst. Leider sagt das kaum jemand - schon gar kein Arzt und auch keine Krankenkasse, weil beide finanziell zumindest etwas profitieren... Entscheiden mußt und DARFST Du selbst.

    Die Geschichte mit den Teststreifen hat sich seit dem 01.10.2011 massiv verschlechtert. Bis dahin war es kein Problem, auch mit Tabletten eingestellten Typ-2-Diabetikern eine gewisse Anzahl Teststreifen zu verschreiben. Seitdem ist das nicht mehr möglich - jedenfalls nicht mehr auf Kosten der Krankenkasse! Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen wie z.B. Therapieumstellung oder zusätzliche Erkrankung - und selbst dann bekommst Du nur 50 Stück. Deshalb hast Du jetzt vermutlich auch 50 Stück bekommen. Problem dabei: es ist sinnvoll und auch motivierend, wenn man abschätzen kann, was wie auf den Blutzucker wirkt. Dazu kommt, daß es auch Tabletten gibt, die Unterzuckerungen hervorrufen können. Für Metformin gilt das nicht, es kann keine Unterzuckerungen verursachen.
    Grund für diese Verschlechterung war, daß man bei der Behandlung des Typ-2-Diabetes sparen wollte. Dabei wurde jedoch nicht bedacht, daß die eigentlichen Therapiekosten nur 10% der Gesamtausgaben für Diabetiker ausmachen! Der große Rest wird für die Behandlung der Folgeschäden benötigt…
    Auch bei Teilnahme am DMP sind Teststreifen nicht mehr verordnungsfähig. Die entsprechenden Leitlinien wurden bereits angepaßt.

    Noch ein Hinweis: in den alten und neuen Bundesländern wird der Blutzucker in unterschiedlichen Einheiten gemessen. Die neuen messen in mmol/l, was Werte im ein- oder niedrigen zweistelligen Bereich ergibt. In den alten wird in mg/dl gemessen; der BZ liegt damit im hohen zweistelligen oder im dreistelligen Bereich. Die Umrechnung ist einfach: 10 mmol/l = 180 mg/dl. Oder anders ausgedrückt: ein Wert von 20 mmol/l ist VIEL zu hoch, einer von 20 mg/dl VIEL zu niedrig.
    Diese unterschiedlichen Einheiten haben historische Gründe.

    Ich hoffe, ich habe Dich jetzt nicht erschlagen.

    Viele Grüße

    Katja
  • Gast

    Rang: Gast
    am 07.11.2011 17:04:41
    schrieb:
    Ich hoffe, ich habe Dich jetzt nicht erschlagen.


    Nicht doch, Katja, wir lieben deine selbstdarstellerischen Ergüsse. Was würden wir nur ohne dich tun?? Das hast du (um mit "Wissen" zu glänzen) schön aus dem Internet zusammengetragen. Aber das hätte Petrusch sicher selbst geschafft. Und ausser der Wiederholung der Tatsachen, dass die Ärztin gut ist und Schulungen wichtig sind, hast du unwahrscheinlich viel neues gebracht - tausend Dank!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 06.11.2011
    am 07.11.2011 17:33:00
    Ob Du es glaubst oder nicht: ich habe gar nichts von meinem Text aus dem Internet zusammengesucht! Das Wissen stammt aus 49 Jahren Diabetesdauer und meiner Beschäftigung mit diesem Thema. Ich könnte Dir sogar angeben, woher meine obigen Kenntnisse stammen. Natürlich könnte ich Dir auch Quellen im Internet nennen, an denen Du nachlesen kannst, was ich geschrieben habe, aber die brauche ich für einen solchen Text nicht. Und ich stehe mit meinem Namen für das, was ich schreibe.

    In diesem Sinne

    Katja
  • Gast

    Rang: Gast
    am 07.11.2011 18:10:37
    A.Nonyma schrieb:
    Ob Du es glaubst oder nicht: ich habe gar nichts von meinem Text aus dem Internet zusammengesucht! Das Wissen stammt aus 49 Jahren Diabetesdauer und meiner Beschäftigung mit diesem Thema. Ich könnte Dir sogar angeben, woher meine obigen Kenntnisse stammen. Natürlich könnte ich Dir auch Quellen im Internet nennen, an denen Du nachlesen kannst, was ich geschrieben habe, aber die brauche ich für einen solchen Text nicht. Und ich stehe mit meinem Namen für das, was ich schreibe.

    In diesem Sinne

    Katja



    Wie kommst du zu der Behauptung, der Hausarzt sei für Typ2 zuständig und Der Diabetologe für Typ1. Das ist doch kompletter Unsinn. Jeder Diabetiker gehört zu einem Diabetologen, weil die meisten Hausärzte keine Ahnung von Diabetes haben und ihren Patienten mehr schaden als nützen.
    Also übe dich lieber in Zurückhaltung als solen Unfug zu verbreiten, so weltbewegend sind deine "Erkenntnisse" nicht, als daß man sie nicht in jedem Diabetiker Forum finden könnte.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 06.11.2011
    am 07.11.2011 19:26:47
    Lies bitte vollständig und vor allem genau, bevor Du kritisierst! Ich hatte geschrieben: "ob Du bei Deinem DMP-Arzt warst - zu dem Du bei Teilnahme am DMP jedes Quartal gehen mußt. Für Typ-2-Diabetiker ist das der Hausarzt, für Typ-1er Der Diabetologe."

    Ich bezog mich also NUR auf den Arzt, bei dem man sich für das DMP einschreibt! Und das ist für Typ-2-Diabetiker nun mal der Hausarzt! Es ging um die Erläuterung des DMPs, nach der petrusch gefragt hatte.

    Mal was anderes: was stört Dich eigentlich an meinem Beitrag? Hast Du ein Problem mit mir, oder fürchtest Du Konkurrenz? Bei letzterem kann ich Dich beruhigen: ich pflege nicht grundlos auf andere loszugehen.

    Dafür, daß ich mich erst gestern in diesem Forum angemeldet habe, war das jedenfalls keine sehr freundliche Begrüßung.

    Katja
  • Gast

    Rang: Gast
    am 07.11.2011 19:47:11
    nein das hat garnichts mit dir zu tun , dieser typ hat noch nie einen sinnvollen beitrag für andere geschrieben, das einzige was er kann ist aus anderen posts irgendwas zu kopieren und darauf rumzureiten, wenn du darauf antwortest, springt er zu was anderem, er ist nicht in der lage sinnvoll zu kommunizieren, daher ignoriere ihn einfach. (so wird es im anderen forum auch gemacht)
    genau so wie ich auf seine antwort (die keine sein wird)
  • Bild User
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 07.11.2011 20:20:19
    Moin Katja,

    dann fühl dich einfach mal herzlich begrüßt :-)

    Das mit den Ärzten geht auch bei den Ärzten und den kranken Kassen munter durcheinander. Tatsächlich kann jeder Hausarzt und jeder Facharzt für Inneres ins DMP einschreiben. Meistens ist das bei Typ1 Der Diabetologe, weil die meisten Typ1 noch immer zuerst mit ner mehr oder weniger akuten Ketoazidose auffallen und sich ganz offensichtlich direkt mit Insulin behandeln müssen und damit direkt beim Diabetologen landen. Während die meisten Typ2 häufig unter der blinden Obhut ihrer Hausdoks über Jahre ohne auffällige Bescchwerden in immer höhere BZs rein wachsen. Generell gilt die Anregung von den KVen, dass bei Überschreiten der Interventions-Schwelle von HBA1c 7,5 der Diabetologe mit ner neuen Einstellung zuverlässig darunter führen soll und der Hausarzt wieder übernimmt, wenn das Soll erreicht ist, und zwar bei allen Diabetes-Typen.

    Hat allerdings den Nachteil, dass die meisten Hausdoks ihre Diabetiker nicht an den Diabetologen überweisen mögen, weil sie fürchten, dass ihre Schäfchen dann gleich bei dem Dok bleiben, der doch so offensichtlich so viel mehr Kenne von der Sache hat. Und das stützt dann im Ergebnis solche Beobachtungen wie Deine, dass eben der Diabetologe für Typ1 sorgt und Hausdok für Typ2.

    Bisdann, Jürgen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 07.11.2011 20:24:58
    Um es kurz zu machen.
    Ich finde Katjas Bericht sehr interessant.
    Schön, das es Leute gibt, die sich die Zeit nehmen und ihr Wissen mit anderen teilen.
    Wem es nicht gefällt, der muss ja nicht lesen, oder sollte selbst etwas sinnvolles beitragen.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 07.11.2011 21:38:49
    schrieb:
    Schön, das es Leute gibt, die sich die Zeit nehmen und ihr Wissen mit anderen teilen.


    Genau und dafür gibt es ja Google & Co.
    schrieb:
    Das Wissen stammt aus 49 Jahren Diabetesdauer .... Natürlich könnte ich Dir auch Quellen im Internet nennen, an denen Du nachlesen kannst, was ich geschrieben habe, aber die brauche ich für einen solchen Text nicht.


    Richtig und wir brauchen deine Texte nicht, eben weil sie im Internet stehen - es reichen (wenn überhaupt) Links. Und lies mal selbst nach, was du an "Wissen" verbreitet hast. Und es geht auch nicht darum, ob es mir gefällt oder nicht. Es geht um die Übersichtlichkeit, Verständlichkeit und Richtigkeit (nur als kleinen Tipp: verlass dich auf keinen, der sagt: "ich mache das schon 49 Jahre so" - er kann es auch schon 49 Jahre verkehrt machen)

    Gast #12 (der nix mit #14 zu tun hat!) oder gern auch Hilde
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 07.11.2011 21:49:07
    Moin Hilde,

    wie ungesund will sich denn Dein Blutzucker bewegen, und was tust Du, damit er in möglichst gesunden Grenzen bleibt?

    bin neugierig, Jürgen
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 08.11.2011 00:36:22
    Hilde schrieb:
    .. und wir brauchen deine Texte nicht ...


    wer ist wir ?

    Havier

    --- wir wollten das nur anmerken ---
  • Gast

    Rang: Gast
    am 08.11.2011 00:45:48
    A.Nonyma schrieb:
    Lies bitte vollständig und vor allem genau, bevor Du kritisierst! Ich hatte geschrieben: "ob Du bei Deinem DMP-Arzt warst - zu dem Du bei Teilnahme am DMP jedes Quartal gehen mußt. Für Typ-2-Diabetiker ist das der Hausarzt, für Typ-1er Der Diabetologe."

    Ich bezog mich also NUR auf den Arzt, bei dem man sich für das DMP einschreibt! Und das ist für Typ-2-Diabetiker nun mal der Hausarzt! Es ging um die Erläuterung des DMPs, nach der petrusch gefragt hatte.

    Mal was anderes: was stört Dich eigentlich an meinem Beitrag? Hast Du ein Problem mit mir, oder fürchtest Du Konkurrenz? Bei letzterem kann ich Dich beruhigen: ich pflege nicht grundlos auf andere loszugehen.

    Dafür, daß ich mich erst gestern in diesem Forum angemeldet habe, war das jedenfalls keine sehr freundliche Begrüßung.

    Katja



    Jeder Diabetiker, egal welchen Typs gehört zu einem Diabetologen. Hausärzte haben in der Regel nicht viel Ahnung von Diabetes, warum also sollte man sich beim Hausarzt für DMP einschreiben lassen? Sinnvoll ist doch nur eine Einschreibung bei dem Arzt, der auch behandelt.
    Was mir an deinem Beitrag nicht gefällt? Du tust, als würdest du das Evangelium verbreiten, dabei sind das alle nur Gemeinplätze, die sich jeder innerhalb kürzester Zeit aus dem Internet aneignen kann oder eben auch aus Büchern - wie es vor Internet-Zeiten üblich war.
    Was für eine Konkurrenz meinst du? Ich habe nicht im mindesten die Absicht, dir eine wie auch immer geartete Konkurrenz zu bieten. Ich schreibe fast nie mehr in diesem Forum und begrüßen wollte ich weder dich nocht sonst jemanden,
  • Gast

    Rang: Gast
    am 08.11.2011 00:48:07
    hjt_Jürgen schrieb:
    Moin Hilde,

    wie ungesund will sich denn Dein Blutzucker bewegen, und was tust Du, damit er in möglichst gesunden Grenzen bleibt?

    bin neugierig, Jürgen



    Dazu, lieber Jürgen, müßten die "gesunden Grenzen" erstmal feststehen. Ich kenne deine Version davon, die ist in meinen Augen aber nicht richtig.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 08.11.2011 08:32:57
    Moin Hilde,

    gesund ist der BZ-Verlauf von gesunden Menschen, z.B. hier nicht von mir erhoben, sondern von der European Association for the Study of Diabetes (EASD). Und auch bei der praktischen Übersetzung von gesund in max 140-120-100mg/dl 1-2-3 Stunden nach jedem Einverleiben bin ich nicht der Vorreiter, sondern allenfalls einer, der das Ziel auf sone kurze Formel gebracht hat.

    Was wäre denn nach Deiner Meinung eine erstrebenswerte BZ-Führung?

    Bin neugierig, Jürgen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 08.11.2011 09:42:01
    hört doch auf diesen troll zu füttern, wer in einem thread für anfänger als antwort-> such bei google gibt kann und will nicht kommunizieren sondern stänkern, und das stänkern ohne selbst was zum thema zu schreiben ist zur manie geworden. es ist leicht zu erkennen,
    wer von sich als -wir- spricht ist nun mal so.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 08.11.2011 10:35:35
    Sinnvoll für einen Neuling wäre es in meinen Augen, sich nicht an einzelne Beiträge von Leuten zu halten, die man nicht kennen und deren Bahauptungen man nicht beurteilen kann, sondern sich so umfassend zu orientieren wie es möglich ist.
    Man liest z.B. das, was man über Diabetes im Netz findet, da wird man schon auf einige gegensätzlich Aussagen stoßen. Dann (und das finde ich sehr wichtig) sucht man sich möglichst viele Diabetikerforen und liest über die 'Erfahrungen, die andere gemacht haben. In meinen Augen ist das die beste Methode eine ganze Menge über Diabetes zu erfahren.
    Wenn man dann eine Schulung macht, ist man nicht mehr ganz unbedarft und kann beurteilen, ob einem die Schulung etwas bringt oder nicht. Dasselbe gilt für die Beurteilung des Arztes, bei dem man in Behandlung ist.
    Das Internet bietet hier wirklich viele Möglichkeiten.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 08.11.2011 10:57:02
    Gast schrieb:
    nein das hat garnichts mit dir zu tun , dieser typ hat noch nie einen sinnvollen beitrag für andere geschrieben, das einzige was er kann ist aus anderen posts irgendwas zu kopieren und darauf rumzureiten, wenn du darauf antwortest, springt er zu was anderem, er ist nicht in der lage sinnvoll zu kommunizieren, daher ignoriere ihn einfach. (so wird es im anderen forum auch gemacht)
    genau so wie ich auf seine antwort (die keine sein wird)



    Hallo Stalkerin!
    Es tut mir leid, daß du meine Beiträge nicht verstehst, aber ändern kann ich es leider auch nicht.
    Von welchem "anderen Forum" schreibst du? Ich schreibe schon lange nicht mehr in anderen Diabetikerforen, hier schreib ich auch nur höchst selten.
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 08.11.2011 11:06:13
    tja, da geht das aufeinandereinschlagen schon wieder los... :-(

    @hilde:
    Ich finde auch, dass eine persönliche Antwort aus dem eigenen Erfahrungsschatz besser ist als der Hinweis auf Google oder das einfache einstellen eines Links, der evtl schon übermorgen nicht mehr funktioniert, weil die entsprechende Seite geändert oder entfernt wurde. Und mal ehrlich, jede Antwort von jedem beliebigen Nutzer ist doch irgendwo anders auch nachschlagbar. Wenn ein Threat dann nur noch aus Links besteht, wozu dann überhaupt noch ein Forum?

    @katja:
    Ich bin auch TYP2 und bin dennoch bei einem Diabetologen ins DMP eingeschrieben. Ich weiß nicht, ob es da überhaupt feste Regeln oder regionale Unterschiede gibt. Ist möglicherweise so wie bei der feststellung des GdB. Das soll ja auch regional unterschiedlich gehandhabt werden, obwohl es einheitliche Regelungen gibt. Ansonsten war Dein Beitrag ausgesprochen informativ und hat auch auf mich keineswegs den Eindruck von aus dem Internet kopierten Texten gemacht.

    @Gast:
    Es ist aber auch nicht die feine Art, jemanden als Troll zu bezeichnen, nur weil Dir dessen Beiträge nicht gefallen.

    @jürgen:
    Es interessiert doch niemanden, was eine "erstrebenswerte BZ Führung " ist. Wer setzt sich schon Ziele, die nicht erreichbar sind. Daher werden Zielwerte auch nicht nach Formeln sondern in Zusammenarbeit des Patienten mit dem Diabetologen festgelegt und zwar für jeden individuell. Dass diese so nah wie möglich an den Normwerten liegen sollten ist klar, aber eben nicht immer erreichbar. Oder würdest Du es für sinnvoll halten, auf einen Zielwert von 80 zu korrigieren mit der ständigen Gefahr von HYPO's?
    Aber wir haben da möglicherweise unterschiedliche Präferenzen.
    Ich lebe mit dem Diabetes und nicht für den Diabetes!

    Allen noch einen schönen Tag
    Peter
  • Gast

    Rang: Gast
    am 08.11.2011 11:29:52
    nein es gibt überhaupt keine regelung wo man sich ins dmp eintragen läßt.
    was es gibt ist die eigene überlegung/entscheidung, wenn Der Diabetologe nebenan seine praxis hat wäre dieser die wahl, wer auf dem land wohnt und den ha nebenan hat schreibt sich dort ein, und geht dann alle drei monate dort zum blutabnehmen, und schickt oder läßt die ergebnisse zum diabetologen schicken, und wenn nichts anliegt reicht dann ein tel gespäch oder ne mail. bei 60 km entfernung parkkosten von 1/2 € pro h, und trotz termin 2-3 h wartezeit, kann man den tag vergessen.
    obwohl es freiwillig ist ob man sich einschreibt gibt es ne menge ärzte die sagen ohne dmp keine annahme.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 08.11.2011 12:04:07
    Da der Hausarzt keine Teststreifen verordnen kann (jedenfalls ist das die Aussage meiner Hausärztin), bleibt einem als insulinpflichtigem Typ2 nichts anderes übrig als sich zum Diabetologen überweisen zu lassen.
    Leider hat man dann mit manchen Hausärzten das Problem, daß sie nicht überweisen wollen und deshalb Typ2 Diabetiker viel zu lange mit Tabletten behandeln. Damit sich die Menschen das gefallen lassen, wird gerne mit der Spritze gedroht.
    Ein trauriges Kapitel.
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    am 08.11.2011 12:33:57
    Ich habe jetzt die rechtlichte Grundlage für das DMP rausgesucht:

    Anlage 1 (zu §§ 28b bis 28g)
    Anforderungen an strukturierte Behandlungsprogramme für Diabetes mellitus Typ 2:

    "1.8.1 Koordinierende Ärztin oder koordinierender Arzt

    Die Langzeitbetreuung der Patientin oder des Patienten und deren Dokumentation im Rahmen des strukturierten Behandlungsprogramms erfolgt GRUNDSÄTZLICH durch die Hausärztin oder den Hausarzt im Rahmen der in § 73 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch beschriebenen Aufgaben.

    IN AUSNAHMEFÄLLEN kann eine Patientin oder ein Patient mit Diabetes mellitus Typ 2 eine diabetologisch qualifizierte, an der fachärztlichen Versorgung teilnehmende Ärztin oder einen diabetologisch qualifizierten, an der fachärztlichen Versorgung teilnehmenden Arzt oder eine diabetologisch qualifizierte Einrichtung, die für die vertragsärztliche Versorgung zugelassen oder ermächtigt ist oder die nach § 116b des Fünften Buches Sozialgesetzbuch an der ambulanten ärztlichen Versorgung teilnimmt, auch zur Langzeitbetreuung, Dokumentation und Koordination der weiteren Maßnahmen im strukturierten Behandlungsprogramm wählen. Dies gilt INSBESONDERE dann, wenn die Patientin oder der Patient bereits vor der Einschreibung von dieser Ärztin, diesem Arzt oder von dieser Einrichtung dauerhaft betreut worden ist oder diese Betreuung aus medizinischen Gründen erforderlich ist."

    [Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/rsav/anlage_1_66.html]
    [Hervorhebungen von mir]


    Ich habe spaßeshalber mal nachgesehen, wie es aussähe, wenn mein Diabetes immer noch genauso behandelt würde wie vor 48 Jahren - am 08.11.1963: Meine Mutter würde mir morgens 8 IE Depotinsulin Hoechst Klar CR (Rinderinsulin) spritzen. Danach würde ich um 8:30, 10:30, 12:00, 15:00, 18:00 und 22:00 essen. Dazu kämen ein paar Harnzuckerkontrollen (wegen meines jungen Alters damals in der Windel). Mit einer einzigen Spritze käme ich normalerweise harnzuckerfrei bis zum nächsen Morgen. Oh sorry: ich vergaß, daß meine Mutter nach der Spritze diese auseinanderschraubte, in einen Topf tat und auskochte. Anders wären Glasspritze und Kanüle nicht steril geworden... Ich kann aber nicht mehr sagen, wie oft die Kanüle gewechselt wurde, aber wöchentlich bestimmt nicht! Sie war jedoch dick genug, um sehr viele Injektionen auszuhalten. Meine Eltern waren den Medizinern damals rund 15 Jahre voraus, weil sie bereits den Nutzen von Selbstkontrolle erkannt hatten. Ansonsten hätte dieses Programm im kompletten Blindflug stattgefunden.
    Diese Angaben sind deshalb nur 48 Jahren alt, weil ich den größten Teil der ersten Monate im Krankenhaus verbracht habe.
    Bearbeitet von User am 08.11.2011 12:41:33. Grund: Nicht angegeben
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    am 08.11.2011 12:36:49
    Moin Peter,

    an unserem Kette rauchenden Altkanzler kannst Du sehen, dass Kette rauchen gesund sein kann. Und dann gibt es Leute, die mit nur 20 Zigis am Tag schon Lungenkrebs haben. Von daher wird individuell sehr verschieden sein, mit wie vielen Zigis pro Tag der eine keinen und der andere einen Lungenkrebs entwickelt. Dumm nur, dass man das nicht im Voraus sehen und mit seinem Arzt passend aushandeln kann. Im Voraus kann man daher nur zu Null Zigis raten.

    Ganz ähnlich ist das mit dem BZ. Natürlich gibt es den einen oder anderen Diabetiker mit Jahrzehnten recht hohem BZ ohne diabetische Folgekrankheiten. Und dann gibt es Diabetiker mit Jahre lang HBA1c 6-7 und diabetischen Netzhautschäden oder PNP oder... Von daher ist mit Sicherheit sehr verschieden, mit welchem höheren BZ der einen keine und der andere wenigstens eine diabetische Folgekrankheit entwickelt. Dumm nur, dass man das nicht im Voraus sehen und mit seinem Arzt passen aushandeln kann. Im Voraus kann man daher ALLEN zur zum gesunden BZ raten.

    Bisdann, Jürgen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 08.11.2011 12:42:58
    da mein ha die rezepte für insulin ,kanülen, lanzetten, streifen, und anderes ausstellt, ist dein ha wohl nicht informiert, unwillig, oder es ist in anderen bl wieder anders geregelt.
    meine üw bestelung/en diskutiere ich nicht mit dem arzt die gebe ich an der theke ab,
  • Gast

    Rang: Gast
    am 08.11.2011 13:18:17
    schrieb:
    Ich habe spaßeshalber mal nachgesehen, wie es aussähe, wenn mein Diabetes immer noch genauso behandelt würde wie vor 48 Jahren - am 08.11.1963: Meine Mutter würde mir morgens 8 IE Depotinsulin Hoechst Klar CR (Rinderinsulin) spritzen. Danach würde ich um 8:30, 10:30, 12:00, 15:00, 18:00 und 22:00 essen. Dazu kämen ein paar Harnzuckerkontrollen (wegen meines jungen Alters damals in der Windel). Mit einer einzigen Spritze käme ich normalerweise harnzuckerfrei bis zum nächsen Morgen. Oh sorry: ich vergaß, daß meine Mutter nach der Spritze diese auseinanderschraubte, in einen Topf tat und auskochte. Anders wären Glasspritze und Kanüle nicht steril geworden... Ich kann aber nicht mehr sagen, wie oft die Kanüle gewechselt wurde, aber wöchentlich bestimmt nicht! Sie war jedoch dick genug, um sehr viele Injektionen auszuhalten. Meine Eltern waren den Medizinern damals rund 15 Jahre voraus, weil sie bereits den Nutzen von Selbstkontrolle erkannt hatten. Ansonsten hätte dieses Programm im kompletten Blindflug stattgefunden.

    sehr passend zum thema! und bitte nicht schon wieder den "unfug" von der selbstkontrolle - welche gab es denn damals?? und ganz am rande: früher hatten wir auch einen kaiser.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 08.11.2011 13:27:49
    Ich denke nicht, daß meine Hausärztin nicht informiert oder unwillig ist. Bis vor einigen Jahren hab ich mir alles von ihr verschreiben lassen. Vielleicht liegt es am Bundesland.

    Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit dieser Regelung, denn ich schätze meine Hausärztin, aber was Diabetes betrifft, ist sie nicht auf dem neuesten Stand - ganz im Gegensatz zu meinem Diabetologen. Ich habe bis jetzt noch keinen Hausarzt getroffen, der meine diabetischen Probleme auch nur verstanden hätte und habe immerhin 20 Jahre gebraucht, bis ich auf meinen gegenwärtigen Diabetologen gestoßen und da er um einiges jünger ist als ich, hoffe ich, daß das Suchen für mich ein Ende hat.

    Ich kenne keinen Arzt, der sich von seinen Patienten voschreiben läßt, was er zu verordnen hat. Du sagst, du diskutierst nicht mit ihm, wenn er sich aber weigert, deinen "Bestellungen" nachzukommen, wird es dir nicht viel helfen.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 08.11.2011 13:33:37
    Gast schrieb:
    schrieb:
    sehr passend zum thema! und bitte nicht schon wieder den "unfug" von der selbstkontrolle - welche gab es denn damals?? und ganz am rande: früher hatten wir auch einen kaiser.



    Die sog. Selbstkontrolle gibt es noch nicht allzulange und sie hat die Behandlung des Diabetes revolutioniert.
    Früher ging man alle 4 Wochen mal zum "testen". Das war's dann. Die ersten Geräte zum selbstmessen gab es Anfang der 80er (glaube ich mich zu erinneren).
    Die waren aber ziemlich umständlich und für unterwegs waren sie nicht zu gebrauchen.

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    am 08.11.2011 14:12:53
    @34
    wie Du aus Katjas Beitrag auf Selbstkontrolle kommst, die es zu Kaisers Zeiten noch nicht gab, wo Katja eindeutig von Pipistreifen geschrieben hat, die es allerdings vor 50 Jahren schon gegeben hat, will sich mir beim besten Willen nicht erschließen. Kannst Du's bitte mal erklären?
  • Gast

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    am 08.11.2011 16:26:34
    klar doch, speziell für hjt: wer lesen kann ist klar im vorteil, denn "kaisers" zeiten waren nur am rande (und hatten mit der selbstkontrolle nichts zu tun)! was bitte haben pippistreifen mit der gerade von dir immer lautstark geforderten "gesunden" selbstkontrolle zu tun? schön zu wissen, dass man irgendwo unter 180 mg/dl liegt, wenn sich der streifen nicht verfärbt - aber ob das gesund ist/war?? und weiter: mit pippischnipseln die es vor 50 jahren schon gab, kann a.nonyma nicht 15 jahre voraus gewesen sein.
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    am 08.11.2011 17:30:19
    @38
    wenn Du auch 34 bist, hast Du von der Selbstkontrolle angefangen und von Kaisers Zeiten und solltest den offenbar von Dir gesehenen Zusammenhang wenigstens selbst erklären können ;-)

    schrieb:
    und weiter: mit pippischnipseln die es vor 50 jahren schon gab, kann a.nonyma nicht 15 jahre voraus gewesen sein.


    Doch, konnten ihre Eltern, und das sogar noch mit einigen Jahren Luft. Denn erst Anfang der 90ger Jahre mit dem Abschluss der DCCT wurde fachoffiziell anerkannt und in die Therapie eingearbeitet, dass der BZ auch über den Tag weniger hohe Ausflüge machen sollte. Und max 180 (also ungefärbter Pipistreifen) war damals und bis über die Jahrtausendwende eine durchaus proaktive Marke, die der Dok normal eher für Schwangere reserviert hielt.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 08.11.2011 18:26:06
    #31: "Meine Eltern waren den Medizinern damals rund 15 Jahre voraus, weil sie bereits den Nutzen von Selbstkontrolle erkannt hatten." ah ja! und weshalb hat mir dann mein arzt schon vor über 50 jahren empfohlen, mindestens 1x tgl. den urin mit der bekannten reagenz zu testen? keine ahnung, in welcher welt ihr gelebt habt. du hast wie immer recht und ich meine ruhe.
  • Gast

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    am 09.11.2011 10:10:14
    @ nonyma

    [Quelle: http://www.gesetze-im-in...e/rsav/anlage_1_66.html]

    Leider funktioniert dieser Link nicht, ich hätte gerne den Originaltext gelesen.
    Mir ist nämlich nicht ganz klar, warum ein Typ 2 Diabetiker nicht von einem diabetisch qualifizierten Arzt behandelt werden sollte, zumal Typ 2 wesentlich komplexer ist als Typ 1 und Hausärzte erfahrungsgemäß wenig darüber wissen.

    Ich dachte immer, seit man endlich angefangen hat, Typ 2 näher zu erforschen sei das Märchen, Typ 2 sei so etwas wie eine Befindlichkeitsstörung nicht mehr aktuell.
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    am 09.11.2011 11:52:26
    Die Forschungserkenntnisse weisen den Typ2 zwar längst als komplexere Erkrankung als den Typ1 aus, aber das ist bislang in Diagnose und Therapie noch in keiner Weise angekommen, noch nicht einmal in den fachoffiziellen Leitlinien dazu.
  • Gast

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    am 09.11.2011 12:21:32
    hjt_Jürgen schrieb:
    Die Forschungserkenntnisse weisen den Typ2 zwar längst als komplexere Erkrankung als den Typ1 aus, aber das ist bislang in Diagnose und Therapie noch in keiner Weise angekommen, noch nicht einmal in den fachoffiziellen Leitlinien dazu.



    Woher willst du wissen, wo das "angekommen" ist. Bei meinem Diabetologen auf jeden Fall. Im Fernsehen und in Zeitschriften wohl weniger.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.11.2011 14:06:02
    @ Gast #41: Klick den Link an und dann entferne in der Adressleiste das ganz rechts stehende ] und schon funzt das Ganze...
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.11.2011 14:17:14
    Das hab ich gleich gemacht, geht aber trotzdem nicht.
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 09.11.2011 14:26:43
    #43
    Wer sich als Diabetologe nach den "Anforderungen an strukturierte Behandlungsprogramme für Diabetes mellitus Typ 2" (o.g.Link) richtet, kann die Forschungserkenntnisse der letzten 5-10 Jahre nicht berücksichtigen. Denn die sind da noch mit keiner Silbe eingearbeitet. Wer sie ernsthaft berücksichtigt, bekommt Abrechnungsprobs mit den KVen.

    Was macht Dein Dok denn konkret über o.g. Katalog hinaus entsprechend den neueren Ernkenntnissen?
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.11.2011 15:08:17
    hjt_Jürgen schrieb:
    #43
    Wer sich als Diabetologe nach den "Anforderungen an strukturierte Behandlungsprogramme für Diabetes mellitus Typ 2" (o.g.Link) richtet, kann die Forschungserkenntnisse der letzten 5-10 Jahre nicht berücksichtigen. Denn die sind da noch mit keiner Silbe eingearbeitet. Wer sie ernsthaft berücksichtigt, bekommt Abrechnungsprobs mit den KVen.

    Was macht Dein Dok denn konkret über o.g. Katalog hinaus entsprechend den neueren Ernkenntnissen?



    Offenbar hat mein Diabetologe keine Probleme mit den Kassen. Ich schätze, daß bestimmt 70% seiner Patienten Typ2 sind. Die in diesem Katalog aufgelisteten Maßnahmen sind m.E. Selbstverständlichkeiten.

    Was mein Doc konkret macht? Erwartest du wirklich, daß ich meine Krankengeschichte hier in einem öffentlichen Forum breittrete? Dann muß ich dich leider enttäuschen.

    Nur so viel:
    Er erzählt mir nicht, daß ich meinen Diabetes durch Diät oder exzessiven Sport in den Griff kriegen würde. Er glaubt mir, daß die wechselnden BZ Werte nicht auf falsche oder zu viel Nahrung zurückgehen. Er diskutiert mit mir, welche Wechselwirkungen mit diversen anderen Stoffwechselstörungen, an denen ich leide, im Hinblick auf meinen Diabetes bestehen und wie man damit klar kommen kann. Mit anderen Worten, er behandelt mit als Individuum und nimmt mich als informierten Patienten ernst. Er erwartet nicht, daß ich eine Schulung für Typ2 mitmache, in der mir zum hundersten Mal erklärt wird, daß ich auf meine Füße achten muß.

    All diese Dinge hab ich aber schon von Hausärzten anhören müssen, wobei éin Highlight war, daß ein Langzeitwert von 6,1 als zu niedrig eingestuft wurde, ein anderes, daß ein Harnwegsinfekt nicht behandelt wurde, weil die steigenden BZ Werte damit erklärt wurden, daß ich einfach zu viele Plätzchen essen würde (es war in der Vorweihnachtszeit).

    Aber eigentlich wollte ich nur wissen, wo geschrieben steht, daß sich ein Typ2 nur von seinem Hausarzt und nicht von einem Diabetologen behandeln lassen dürfte. Soweit mir bekannt ist, haben wir immer noch das Prinzip der freien Arztwahl und bis jetzt hatte ich noch nie Schwierigkeiten damit.




  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.11.2011 16:39:52
    so geht´s

    Gruß Havier

  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.11.2011 16:54:58
    Danke!

    Da haben sich wohl etliche Beamtenseelen weidlich bemüht, möglichst wenig in möglichst schlechtem Deutsch zu Papier zu bringen.

    Aber daß sich Typ2 nur vom Hausarzt behandeln lassen darf, so einen Hinweis habe ich nicht gelesen.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.11.2011 16:55:33
    toll und was ist da nun anders als bei nr. 44? ausser dass nun keiner weiss, warum es nicht ging. man sollte doch andere etwas zum denken animieren, aber schön dass es wenigstens havier kann... ;O)